Archiv des Stichworts „Zubehör”

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Stiftablage des Monats

Samstag, 1. Juli 2017

Die Stiftablage des Monats Juli stammt aus der DDR der 1970er Jahre.

Stiftablage des Monats

Füllung fürs Foto: LaurelClips, Umschlag-Klammern von MAUL, Norica-Büroklammern von HEICO, Möbius+Ruppert Pollux, STAEDTLER Mars Lumograph 100 B.

Sie ist 215 × 120 mm groß, 22 mm hoch und aus einem sehr harten, mir unbekannten Kunststoff gefertigt. Auf der Unterseite befindet sich ein Symbol, das mir nichts sagt.

Stiftablage des Monats (Detail)

Für mich ein farbenfrohes Schmuckstück, das man nicht alle Tage antrifft!

Kurz notiert

Sonntag, 18. Juni 2017
  • Eine schöne Idee sehr geschmackvoll umgesetzt: Tropical Bird Pencil Holder by BKID. – Danke an Michael Grote für den Hinweis!
  • Anfang 2017 vorgestellt und ab Juli für 49 Euro erhältlich: Der von Jasper Morrison ge­staltete Füllhalter LAMY aion. – Danke an Wowter für den Hinweis!

Stiftebecher des Monats

Montag, 5. Juni 2017

Die Reihe „Pencil Pot Of The Month” bei Bleistift erfreut durch Vielfalt und Regelmäßigkeit. Mit beidem können weder meine Stiftebecher noch ich konkurrieren, aber da mir die Idee gefällt, sei auch hier ab und zu eines dieser nützlichen Utensilien gezeigt.

Stiftebecher des Monats

Dieser Behälter ist aus 3,2 mm dickem Acrylglas gefertigt und mit nur 83 × 57 × 46 mm recht klein, so dass er nicht viele Stifte aufnimmt. Gekauft habe ich ihn bei MUJI Frankfurt, und da er ein Ausstellungsstück war, habe ich mit 1,48 Euro nur die Hälfte des regulären Preises bezahlt.

Kurz notiert

Dienstag, 30. Mai 2017
  • Bei Kobo-Q gibt es bemerkenswerte Arbeiten aus Leder zu sehen, darunter einen Spitzenschoner mit integriertem Spitzer und einen Verlängerer, der sich die rechteckige Zwinge des Blackwing 602 auf pfiffige Weise zu Nutze macht. – Danke an Frank für den Hinweis!
  • Vor kurzem wurde ein Patent der Eisen GmbH veröffentlicht. Es beschreibt Stifte, deren Schaft vollständig oder teilweise aus einem wachsartigen Material besteht, und Spitzervarianten für diesen. Durch das weiche Schaftmaterial soll der zum Spitzen nöti­ge Aufwand verringert werden, denn es erfordert weder ein sehr hartes Messer noch eine besonders stabile Spitzvorrichtung. Während das Messer eines herkömmlichen Spitzers mindestens die Härte 60 HRC1 hat, ist für den Stift mit wachsartiger Ummante­lung nur eine Härte von maximal 40 HRC notwendig, so dass ungehärtete Stähle, aber auch Kunststoffe zum Einsatz kommen können und der Spitzer dann sogar einstückig ausgeführt werden kann2. Das Ummantelungsmaterial, dessen Härte unter 60 Shore D3 liegt, kann die Mine zudem vor dem Ausdiffundieren flüchtiger Bestandteile schützen, was vor allem bei Kosmetikstiften interessant ist.
  1. Zum Vergleich: Das Messer eines Spitzers von Möbius+Ruppert hat 65 HRC, die Klinge eines Schweizer Taschenmessers 55 HRC und hochwertige japanische Küchenmesser bringen es auf 65–67 HRC.
  2. In der Patenschrift wird auch auf Schneidkantenbreiten und -radien von Spitzermessern ein­gegangen.
  3. Zum Vergleich: LDPE hat 40–50 Shore D.

Gruppenbild

Montag, 29. Mai 2017

Gruppenbild

(zm Vergrößern anklicken)

Möbius+Ruppert Pollux, Mitsubishi uni mit individueller Prägung (Danke an Yumiko!), Blei­stiftverlängerer Mitsubishi uni UPH-8000, Pilot S20 und Pilot Legno 89s.

STAEDTLER Galileo

Mittwoch, 24. Mai 2017

Vor knapp 20 Jahren im Sortiment von STAEDTLER Deutschland war der Zirkel „Galileo”1.

STAEDTLER Galileo

Zum Größenvergleich ein STAEDTLER Mars Lumograph 100 im damaligen Design2

Der von Christian Leibeck, Helmut Hufnagl und Peter Weiß erdachte „Zirkel mit Einstell­mitteln” (so die Patentschrift) stellte in zweifacher Hinsicht eine Verbesserung gegenüber anderen Zirkeln dar.

STAEDTLER Galileo

Aus der Patentschrift

Beim Gebrauch eines herkömmlichen Zirkels ist es nötig, ständig den Schwerpunkt zu ver­lagern, um den Kontakt sowohl der Zirkelspitze als auch der Mine zum Beschreibmaterial sicherzustellen. Der „Galileo” indes bietet aufgrund seiner Konstruktion eine verbesserte Schwerpunktlage vor allem beim Zeichnen mittelgroßer Kreise. Ein weiterer Vorteil besteht in der einfachen und schnellen Verstellbarkeit der Zirkelschenkel ohne spezielle Ausstattung oder Hilfsmittel, da durch die Anordnung des Einstellmittels beim „Galileo” das Hebelgesetz ausgenutzt wird und so ein kurzer Einstellweg entlang der Einstellachse einen großen Ver­stellweg der Zirkelspitzen bewirkt. – Am Lehrstuhl für Ergonomie der Universität München bescheinigte man dem „Galileo” eine im Vergleich zu anderen Zirkeln bessere Handhabung bei den in der Schule üblichen Radien.

Das Design des Zirkels stammt von Christian Leibeck, der u. a. die triplus-Reihe, die aufstell­bare STAEDTLER-Box, „The Pencil”, Spitzer und einiges mehr für STAEDTLER gestaltet hat. Der „Geo-Lernzirkel” (so das Etikett) hatte die Artikelnummer 558 40-xx3 und wurde in einer Klappbox mit transparentem Deckel und einem Röhrchen Ersatzminen angeboten.

Leider war dem „Galileo” kein langer Erfolg vergönnt. Durch den in der Schule eher sport­lichen Umgang mit dem Zirkel kam es vor, dass die Schenkel ruckartig geöffnet wurden. Weil man keine Schnellverstellung vorgesehen hatte, fiel dabei das Spindellager he­raus, was zu zahlreichen Reklamationen und schließlich zum Ende des „Galileo” führte. – Das Pa­tent ist inzwischen erloschen.

Danke an Wowter für den „Galileo” und Helmut Hufnagl für viele Details!

  1. Die Wort-Bildmarke „Galileo” wurde 1997 eingetragen und 2006 gelöscht.
  2. Diese Form des Mars-Kopfes hatte man von 1973 bis 2001, und 2003 stellte man von Groß­buchstaben auf die noch heute übliche Gemischtschreibung um.
  3. xx war der Farbcode.

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Sonntag, 14. Mai 2017

Mit dem kürzlich angefertigten Lederetui für den Pollux bin ich nicht ganz zufrieden, weil es sehr klobig ist. Heute hatte ich eine Idee, die ich auch gleich umgesetzt habe. Wie immer braucht man nur übliches Material und Werkzeug, das bei Bastlern ohnehin herumliegt.

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Ein kleines Stück Leder, das den Pollux gerade so umschließt (bei einer Dicke von 1,5 mm ist es 5,5 cm lang) und an den Enden jeweils etwa 3 mm übersteht, näht man so zusam­men, dass eine Röhre entsteht.

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Am einen Ende macht man zwei gegenüberliegende Löcher und am anderen zwei Einker­bungen. (Tipp: Letztere lassen sich prima mit einem großen Stanzmesser der Lochzange machen.)

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Durch die Löcher fädelt man ein Stück Elastik-Kordel und knotet es so zusammen, dass sich der Knoten in der Röhre befindet. Die Länge der Kordel hängt davon ab, wie dehnbar sie ist und wie stramm sie sitzen soll.

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Fertig! Pollux nehmen, …

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

… in die Röhre stecken und …

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

… Elastik-Kordel über das andere Ende spannen und in die Einkerbungen legen.

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Ta-taa!

Basteln mit dem Lexikaliker (15)

Das kann man natürlich noch schöner machen, z. B. indem man den Stoß zusätzlich ver­klebt, damit sich kein Spalt bildet, oder man statt des Leders Karton nimmt, der überzogen wird, damit es keinen Spalt gibt, und an den Schmalseiten besser in Form bleibt. Zudem sind die Enden offen; auch das ist nicht so gut.

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Basteln mit dem Lexikaliker (14)

Sonntag, 7. Mai 2017

Der großartige Pollux von Möbius+Ruppert verdient ein Lederetui, und so habe ich mir eins gebastelt (angeregt hat mich das für den DUX DX4322). Wie immer sind Material- und Werkzeugeinsatz sowie der Zeitaufwand gering, denn wir brauchen nur ein 16,5 × 3 cm großes Stück Leder, eine Knopfniete und das im gutsortierten Bastelhaushalt ohnehin vor­handene Werkzeug. – Eine Anleitung dürfte kaum nötig sein.

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

Das verwendete Leder ist mit 1,5 mm zu dick. Zusammen mit der Knopfniete, die sehr auf­trägt, wird das Etui klobig (ich benutze es trotzdem).

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

So weiß ich, was ich beim nächsten Mal besser machen kann. – Hier noch die Details:

Basteln mit dem Lexikaliker (14)

#2 und #3 beziehen sich auf meine Lochzange und hängen von den Abmessungen der Knopfniete ab.

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