Monatsarchiv für September 2009

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Griffig

Donnerstag, 17. September 2009

Dem Problem, flach aufliegendes Zeichengerät nur mühsam anheben zu können, begegnet der dänische Anbieter 3L auf elegante Weise.

Zeichendreieck 3L Griffit

Geformt wie der Mantel eines niedrigen, unregelmäßigen Tetraeders mit durchbrochenen Seitenflächen bietet dieses knapp 16 cm lange Zeichendreieck aus der Griffit-Reihe1 den Fingern komfortablen Halt. Die beiden unterschiedlichen Skalen des aus strapazierfähigem Polycarbonat gefertigten Instruments sind gut ablesbar; eine Tuschekante gibt es jedoch nicht. – Der hohe Gebrauchswert und das schlichte, technische Design des pfiffigen Geräts sprechen mich sehr an.

Zeichendreieck 3L Griffit mit Druckbleistift Pentel GraphGear 500

Zeichendreieck 3L Griffit mit Druckbleistift Pentel GraphGear 500

Das in fünf Farben erhältliche und 2004 mit dem „red dot design award” ausgezeichnete GRIFFIT-Dreieck wird in Dänemark hergestellt und kostet etwa 7 Euro.

Zeichendreieck 3L Griffit

  1. Zu der Reihe gehört auch ein Winkelmesser.

Markiges Marketing (7)

Mittwoch, 16. September 2009

Reklamemarke von Koh-I-Noor

Ein in mehrfacher Hinsicht schräges Teil ist diese 46 × 28 mm große und vielleicht 80 bis 90 Jahre alte Reklamemarke von Koh-I-Noor, denn neben der sehr ungewöhnlichen Form zeigt sie den beworbenen Namen nur als Beschriftung der abgebildeten HB-Bleistifte und verzichtet auf zusätzliche Angaben.

Koh-I-Noor, 1790 in Wien gegründet und heute in České Budějovice (ehem. Budweis, Tschechien) ansässig, hat Bleistiftgeschichte geschrieben. Ende des 18. Jahrhunderts – die Angaben variieren recht stark – entdeckte der Firmengründer Josef Hardtmuth, der zuvor Töpferware und Steingut gefertigt hat, ein Verfahren zur Minenherstellung aus Graphit und Ton. Damit gebührt ihm und seinem französischen Kollegen Nicolas-Jacques Conté, die zudem beide die gezielte Produktion unterschiedlicher Härtegrade möglich machten, der Verdienst, zum Bleistift, wie wir ihn heute kennen, entscheidend beigetragen zu haben*.

Abgesehen von den Produkten für Künstler sind die zahlreichen anderen von Koh-I-Noor zumindest in meiner Gegend kaum noch anzutreffen und warten meist als Restbestände im Regal auf solche Kunden, die viel Zeit zum und Spaß am Wühlen mitbringen.

* Unklar ist, ob Hardtmuth das Verfahren wirklich zeitgleich mit Conté oder gar vor ihm erdacht hat; manche sagen, er habe es von ihm übernommen (siehe dazu auch „H und B”).

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Mahlzeit!

Dienstag, 15. September 2009

Mahlzeit!

Ein ganz besonderes Gedeck serviert der für ungewöhnliche Produkte bekannte japanische Hersteller Eyeball allen Graphit-Connaisseuren.

Mahlzeit!

Angerichtet als Essstäbchen in einer für dieses ostasiatische Besteck typischen Papierhülle kommt die doppelte Portion Bleistift auf den Tisch. Die beiden vierflächigen und nicht behandelten Werkzeuge haben die für Stifte üblichen Maße und sind an ihrem Ende mit einem kleinen Klebepunkt verbunden, der jedoch stärker klebt als nötig. Angesichts des geringen Preises von 105 Yen (knapp 0,80 Euro) ist es sicher leicht zu verdauen, dass die Qualität der etwas rauen Mine nicht ganz an die des gut spitzbaren Holzes herankommt.

Mahlzeit!

Die Tauglichkeit dieser Schreibstäbchen als Essgerät konnte ich ihn Ermangelung der dafür notwendigen Fingerfertigkeiten leider nicht prüfen; auch fehlen mir die Kenntnisse zum Entziffern der Zeichen auf Holz und Papier.

uni DPS-600

Sonntag, 13. September 2009

Ovalen Querschnitts, 40 mm hoch und äußerst komfortabel ist dieser elegante Behälter-Minenspitzer des japanischen Herstellers uni/Mitsubishi Pencil.

uni DPS-600

Das aus Kunststoff sauber gefertigte und mit „uni” sowie „JAPAN” gekennzeichnete Gerät, das Minen mit einem Durchmesser von zwei Millimetern in Form bringt, verfügt über einen schwenkbaren Verschluss mit Rastung und einen kleinen, gut sitzenden Schieber vor der Behälteröffnung an der Unterseite.

uni DPS-600

Ähnlich aufwändig wie der DPS-600 ist seine Verpackung aus transparenter Folie, in der ein gefalteter, ausführlich bedruckter Karton den Spitzer dekorativ umschließt und über den bestimmungsgemäßen Gebrauch informiert.

uni DPS-600

Unnötig zu sagen, dass dieser sehr handliche Apparat seine Aufgabe hervorragend erledigt – das Spitzergebnis ist perfekt und der Schieber schließt zuverlässig. Ob (und wenn ja, wie) man seine schärfende Komponente wechseln kann, weiß ich allerdings nicht.

uni DPS-600

Behälter-Minenspitzer uni DPS-600 und 2-mm-Druckbleistift Koh-I-Noor 5608

Fazit: Klein und fein!

Nachtrag vom 30.9.12: Ein Foto des zerlegten DPS-600 gibt es hier.

Nachtrag vom 23.10.12: Seltsam: Der DPS-600 hat auf einmal immer langsamer gespitzt (d. h. einen immer stärkeren Druck notwendig gemacht) und dann seinen Dienst ganz eingestellt. Keine Ahnung, woran es liegt; eine Reinigung hat nicht geholfen, und einen Defekt konnte ich auch nicht feststellen.

Stimmungsbild

Samstag, 12. September 2009

Himmel über dem „Mini-Mundi” in Middelburg (Niederlande)

Zackoflex!

Freitag, 11. September 2009

Hochwertige Schreib-, Werk- und Messzeuge haben nicht nur die zweite Worthälfte gemeinsam, sondern auch die Eigenschaft, nicht überall erhältlich zu sein, so dass man zuweilen recht lange suchen muss, um etwas wirklich gutes zu finden. Finden ohne zu suchen konnte ich dank meines vielseitigen Kollegen D. bereits vor einer ganzen Weile ein praktisches und in mehrfacher Hinsicht schnelles Metermaß, das ich hier vorstellen möchte.

BMI Quicky

Für mich schon lange unverzichtbar ist das hervorragende Bandmaß 490 MET3 von BMI. Dieses Unternehmen, die Bayerische Maßindustrie A. Keller GmbH aus dem bayerischen Hersbruck, entwickelt und produziert in Deutschland und hat in seiner über 50-jährigen Firmengeschichte zahlreiche innovative Produkte erfolgreich auf den Markt gebracht. Ein neuer Knüller dieses Herstellers ist das ungewöhnliche Quicky, der (so BMI) „Zollstock von der Rolle”, doch dieses pfiffige Gerät unterscheidet sich von seinem gegliederten Pendant in weit mehr als nur der Form und hat sogar seinem nächsten Verwandten, dem Bandmaß, einiges voraus.

BMI Quicky

Mit 53 × 59 × 26 mm und 57 Gramm hat das in den BMI-typischen Farben Rot und Weiß gehaltene Quicky ungefähr die Größe eines Standard-Bandmaßes, ist aber leichter. Die drei Teile, aus denen es besteht, sind schnell identifiziert: Eine etwa halbrunde Kunststoff-Schiene mit U-Profil, bedruckt mit dem Hersteller- und dem Produktnamen, ein Gummiring sowie ein 16 mm breites und knapp ¼ mm dickes Maßband aus rostfreiem, weiß lackiertem Edelstahl mit 2-Meter-Skala, Millimeter-Duplex-Teilung und einem angenieteten Endstück aus Kunststoff.

BMI Quicky

Gleich am Anfang trägt das Quicky Angaben zu Gesamtlänge, Genauigkeit (hier: ±0,7 mm nach EGII) und Hersteller. Im zweiten Dezimeter folgen die Prüfbescheinigungsnummer der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt und die Nummer der Zeichnungen, die BMI dort hinterlegt hat.

So, genug der Details und ran an das Ding!

Der Griff zum und der genaue Blick auf das Quicky zeigt dessen hohe Fertigungsqualität. Es gibt weder Grate noch scharfen Kanten, und der Lack sowie der Druck auf dem 0,18 mm dünnen, hochflexiblen Stahlband sind sauber aufgebracht und sehr widerstandfähig.

BMI Quicky und Knackfrosch

BMI Quicky (bistabiler Knackfrosch) und Knackfrosch (monostabil und vom Quicky sichtlich beeindruckt)

Ein griffiges Ende zum Abrollen des Bandes braucht das Quicky nicht, denn statt einer Feder sorgt hier der sog. Knackfrosch-Effekt für den sicheren Halt im aufgerollten Zustand. Einsatzbereit gemacht wird das Band durch Umknicken des Endes, und da es sich hier um die bistabile Variante des Knackfrosches handelt, behält das Band diese umgeknickte und in Längsrichtung leicht zur Skala hin gewölbte Form bei. Nun genügt das einfache Kippen des Quicky in Richtung des herausstehenden Maßbands, um es herausgleiten zu lassen; beim Zurückkippen berührt der Gummiring die Innenseite des Maßbands und bremst es. Das zu einer Schleife vernietete Ende des Maßbands verhindert, dass es sich komplett aus der Halterung löst.

Die Handhabung des Quicky ist denkbar einfach und komfortabel, denn seine Wölbung macht es so steif, dass man senkrecht und waagrecht messen kann, ohne es anlegen zu müssen. Auch ist der Gebrauch des Quicky zum Anzeichnen und als Lineal möglich, da es flach aufliegt. Zum Aufrollen schiebt man das Band in die Führung zurück, in der es sich selbsttätig einrollt, und arretiert es durch Zurückknicken des Endes. – Eine Flash-Animation zum Quicky findet sich hier.

Das meiner Ansicht nach rundherum empfehlenswerte Quicky kommt in einer Faltschachtel aus Karton und wird für gut 5 Euro angeboten.

Brunnen „Snap it”

Wer das Quicky gerne in kurzer Ausführung hätte, z. B. um es bequem im Schreibetui zu verstauen, wird in dem „Snap it” von Brunnen fündig. Dieses auf einen Durchmesser von 45 mm einrollbare 30-cm-Lineal teilt mit dem Quicky die Funktionsweise und einige andere Merkmale, denn es kommt ebenfalls von BMI, die es in Deutschland exklusiv für Brunnen fertigt.

Brunnen „Snap it”

Das gerade einmal 8 Gramm leichte „Snap it” bietet neben der 30-cm-Skala mit Millimeter-Teilung einen Zirkeleinstichpunkt zur präzisen Radieneinstellung. – Die Qualität von Material und Verarbeitung entspricht der ausgezeichneten des Quicky.

Brunnen „Snap it”

Die Gestaltung der beiden aus rotem Kunststoff gefertigten und aufgenieteten Endstücke ist vergleichsweise aufwändig; ich weiß nicht, ob damit noch ein weiter Zweck verfolgt wurde als das mühelose Aufnehmen des ausgerollten, flachliegenden Lineals.

Brunnen „Snap it”

Ebenso wie das Quicky finde ich das sportliche „Snap it” äußerst nützlich, und so kann ich auch letzteres trotz des relativ hohen Preises von 4 Euro sehr empfehlen.

Zum Schluss: In Kürze gibt es in diesem Theater Weblog wieder ein Rätsel, und bei diesem wird ein Quicky zu gewinnen sein. Ich hoffe auf rege Teilnahme meiner geschätzten Leserschaft!

Telefonkritzeleien

Donnerstag, 10. September 2009

Telefonkritzeleien

Telefonkritzeleien

Bunte Beschallung

Donnerstag, 10. September 2009

Radio DC011 von DeWALT in Colijnsplaat (Niederlande)

Dieser farbenfrohe, von der Sommersonne bestrahlte Baustellen-Blaster in ebensolchem Umfeld kam mir in dem kleinen Dorf Colijnsplaat an der niederländischen Nordseeküste vor die Linse und war mir viel zu schön, als dass ich auf ein HDR-Foto hätte verzichten können. Der Apparat versorgte einen Handwerker, der die geklinkerte Fassade des ehemaligen Gemeindehauses, eines der ältesten Häuser im Ort, fachkundig renovierte, mit der Musik eines lokalen Senders. – Bei dem Radio handelt es sich übrigens um das zusätzlich als Akku-Ladegerät verwendbare Modell DC011 von DeWALT, Entwickler und Hersteller von Elektrowerkzeugen für die Industrie.


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