Monatsarchiv für Oktober 2009

Neuere Beiträge 

Augen auf!

Samstag, 3. Oktober 2009

Ein offenes Auge und obendrein einen sehr guten Blick beweist Michael Leddy in seinem lesenswerten Blog-Beitrag The Blob and I”, in dem sich über die Kultur der Dinge in der (wie er sie bezeichnet) altbackenen Welt im Film „Angriff aus dem Weltall” (“The Blob”, 1958) Gedanken macht.

Sein analytischer Blick streift über einen Schreibtisch im Film, dessen Ausstattung er mit der seines in Verbindung bringt; die gut gefüllte Schublade ist für ihn ein Indiz dafür, dass diese und viele andere Szenen nicht im Studio, sondern vor Ort gedreht wurden. Kleine Details der Wanddekoration und den Zustand der Einrichtung nimmt er ebenso sorgfältig wahr.

Alte Karteikarten-Register

Im fast vier Jahre alten Beitrag „The dowdy world on film” beschreibt er seine Freude, sich Filme zuweilen allein wegen dieser vergangenen Alltagskultur „in ihrer ganzen Schwarzweiß-Pracht” anzuschauen. Mich spricht das sehr an, denn auch ich finde immer mehr Gefallen an alten Alltagsdingen und schaue gerne ganz genau hin (bei einer dieser Gelegenheiten fielen mir Bleistifte auf, die spitzer gespitzt waren als die hierzulande). Zudem denke ich, dass man eigentlich gar nicht aufmerksam genug sein kann – auch außerhalb von Filmen und auch dann, wenn es nicht um Bleistifte geht.

Flotter Feger

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wer viel mit Bleistift arbeitet, weiß vom leidigen Problem mit den Resten des Radierers und den äußerst unangenehmen Folgen des unbedachten Wegwischens mit der Hand – nur allzu schnell ist das Werk verdorben und die Freude daran ebenso. Zeichnet man gar auf Transparent, kann dieses durch die Hand fettig werden und danach die Tusche abweisen.

Schon sehr lange gehört daher der Zeichenbesen zur Standardausrüstung aller mit Bleistift Tätigen, die mit ihm Radierspäne und Graphitstaub komfortabel und sicher entfernen. Der Computer indes hat das hiesige Angebot auf wenige und zudem nicht sonderlich attraktive Exemplare zusammenschrumpfen lassen, die obendrein den Eindruck erwecken, als dienten sie primär der Sortimentsabrundung.

Zeichenbesen von Uchida

Die Rettung kommt – wie so oft bei der Suche nach Hochwertigem für den Schreibtisch – aus Japan, und zwar vom mit Zeichengeräten und -zubehör erfahrenen Hersteller Uchida. Dessen etwa 30 cm langer und sehr gut verarbeiteter Besen mit Holzgriff und der Katalog-Nummer 1-825-0301 hat nicht nur einen sehr eleganten Korpus, sondern im Gegensatz zu seinen fegenden Kollegen gleich zwei unterschiedliche Besätze: Zusätzlich zum üblichen findet sich auf dem Rücken des Uchida-Besens ein festerer zweiter Besatz mit sehr kurzen Borsten, der sich hervorragend zum Reinigen des Arbeitstisches eignet und damit einen echten Zusatznutzen bietet. – Der Besen von Uchida kostet 1470 Yen (gut 11 Euro) und ist u. a. bei Bundoki erhältlich.

NB: Es empfiehlt sich, die Borsten eines Zeichenbesen einmal im Monat einer gründlichen Reinigung in lauwarmer Seifenlage zu unterziehen.

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