Wiedergeburt eines Klassikers

Der legen­däre „Blackwing 602“ von Eber­hard Faber, inzwi­schen ein teu­res Samm­ler­stück, lebt wie­der auf. Die Cali­for­nia Cedar Pro­ducts Com­pany, Her­stel­ler des „Palomino“, hat vor eini­ger Zeit die Namens­rechte erwor­ben und bringt nun den „Palomino Blackwing“ auf den Markt. Erste Fotos und Details gibt es bei „The Blackwing Pages“ – ich bin sehr gespannt!

28.8.10: Wei­tere erste Ein­drü­cke gibt es unter „First impres­sion of the new Blackwing pen­cil“ von Mark Frau­en­fel­der und „The new Blackwing pen­cil“ von Michael Leddy.

31.8.10: Seit kur­zem ist Pen­cil Revo­lu­tion wie­der aktiv und hat sich gleich zwei­mal dem „Palomino Blackwing“ gewid­met: „The return of the Blackwing pen­cil!“ und „The New Blackwings Arrive!“.

2.9.10: Frisch eingetroffen:

Wiedergeburt eines Klassikers

Eine Bespre­chung die­ser Vor­se­ri­en­mus­ter folgt.

12.9.10: Eine exzel­lente Bespre­chung des „Palomino Blackwing“ gibt es bei pen­cil talk – hin­ge­hen und staunen!

13.9.10: Und noch eine aus­führ­li­che Bespre­chung, dies­mal bei Pen­cil Revo­lu­tion: „New Blackwing Pre-Review“.

14.9.10: Mehr zum Hin­ter­grund des „Palomino Blackwing“ bie­tet die Reihe „Revi­ving the Blackwing“ bei Tim­ber­li­nes, begin­nend mit „A Labor of Love or Insa­nity?“. – Im Anflug auf den Online-Shop pencils.com von Cali­for­nia Cedar: 875 Dut­zend „Palomino Blackwing“ aus Japan. (Das über­rascht mich aller­dings sehr, hat Cali­for­nia Cedar doch erst vor kur­zem um detail­lier­tes Feed­back zu den Vor­se­ri­en­mus­tern gebeten.)

15.9.10: Wie Cali­for­nia Cedar jetzt mit­ge­teilt hat, waren die Vor­se­ri­en­mus­ter keine. Ein cle­ve­rer Marketing-Trick? – Kri­ti­sche Bemer­kun­gen dazu gibt es auch in einem Update der Bespre­chung bei pen­cil talk und bei Orange Crate Art.

2.10.10: „Pen­cil pushers exci­ted for new Blackwing – Rede­si­gned ver­sion of the Blackwing 602 wri­tes new chap­ter for gra­phite lovers“ von Alex Beam im Bos­ten Globe. – Ich möchte mal wis­sen, wer von denen, die den „Palomino Blackwing“ so loben, eine ganze Seite geschrie­ben und dabei nicht den Härte-, bes­ser Wei­che­grad die­ses Blei­stifts bedau­ert haben. War der alte „Blackwing 602“ her­vor­ra­gend zum Schrei­ben geeig­net, so ist der neue (zumin­dest für mich) viel zu weich, um hier auch nur annä­hernd mit­hal­ten zu kön­nen. – Kann es sein, dass hier ein unglaub­li­cher Hype statt­fin­det? Und ich hab‘ auch noch mitgemacht …

48 Kommentare zu „Wiedergeburt eines Klassikers“

  1. Es waere toll, wenn der neue Blackwing auch in den Laeden erha­et­lich waere. Der Palomino scheint sich ja haupt­saech­lich ueber eBay zu verkaufen :(

  2. Danke für den Hin­weis, bin auch sehr gespannt. Ich nehme an, man wird bei Pencils.com bestel­len kön­nen. Im Moment wird er dort bei den Palomi­nos noch nicht gelis­tet. Es scheint erst den Pro­to­ty­pen zu geben.

  3. Ja, die jetzt kur­sie­ren­den Exem­plare sind Vor­se­ri­en­mus­ter (auch an mich sind wel­che unter­wegs, und ich hoffe, sie hier bald zei­gen zu kön­nen). – Ich gehe davon aus, dass der „Pal­mo­nio Blackwing“ bei Pencils.com erhält­lich sein wird.

  4. Kann man also für’s erste resü­mie­ren: Der „Palomino Blackwing“ schreibt noch wei­cher und schwär­zer als der „Blackwing 602“, dafür muss er noch häu­fi­ger gespitzt wer­den. Um Texte zu schrei­ben also unge­eig­net. Von der Ästhe­tik her aber ein schmu­ckes Stück, keine Frage. Bin gespannt auf den Preis und vor allem auch auf die län­ger­fris­tige Publikumsresonanz.

  5. Dein Resü­mee trifft wohl auf den Punkt, doch da es sich um Vor­se­ri­en­mus­ter han­delt, könnte viel­leicht auch die Rezep­tur der Mine noch eine Ände­rung erfah­ren. Ich jeden­falls würde es begrü­ßen, wenn er etwas geeig­ne­ter fürs Schrei­ben wäre.

    Der neue Blackwing sieht wirk­lich gut aus, wobei mich die rund­ge­presste Zwinge beson­ders anspricht; der Ring hin­ge­gen steht in mei­nen Augen in Kon­kur­renz zur Zwinge und könnte gut ent­fal­len. Mal sehen, was noch passiert!

  6. Stimmt, jetzt wo du es sagst: der gedruckte Gold­ring kann weg. Dafür könnte man, wie ander­wei­tig vor­ge­schla­gen, den BLACKWING Schrift­zug etwas ver­grös­sern (schöne Schrift übri­gens). Was sagst du zur mat­ten Ober­flä­che à la „Black Poly­mer 999“? Ein küh­ner Ent­schluss, hier vom Ori­gi­nal abzu­wei­chen, wirkt aber edel. Über den eben­falls abweich­le­ri­schen weis­sen Gummi mag man sich strei­ten. Es han­delt sich ver­mut­lich um das Mate­rial, wel­ches auch bei den gum­mi­be­stück­ten HB Palomi­nos ver­wen­det wird. Kein über­zeu­gen­der Radie­rer. Hat man sich damit abge­fun­den, dass auf Ble­si­tift auf­ge­pfropfte Radie­rer nie was taugen?

  7. Der auch in mei­nen Augen anspre­chende „BLACKWING“-Schriftzug könnte wirk­lich etwas grö­ßer sein – dies würde dem Blei­stift sehr gut ste­hen. Bei der mat­ten Ober­flä­che bin ich unsi­cher. Vom Poly­mer 999 weiß ich, dass sie nicht matt bleibt, son­dern durch die Benut­zung glän­zend wird und damit leicht unan­sehn­lich wer­den kann. – Heute kamen die Vor­se­ri­en­mus­ter, und so werde ich in Kürze auch zum Radie­rer mehr sagen können.

  8. Mein‘ ich es nur, oder riecht man das feine Zedern­holz dei­nes frisch gespit­zen Palomino BLACKWING durch den Moni­tor hindurch???

  9. Glad to see a post here too about it. One thing that con­fu­ses me is how it seems Wes­tern blogs tend to neglect point strength, which strikes me as one of the major ele­ments of many Japa­nese reviews.

    The thing that keeps me a little hesi­tant is that the point strength of the Palomino is one of its weak points (I have trou­ble wri­ting in Chi­nese, as the fine point I like from my rotary shar­pe­ner keeps snap­ping off with the Palomino 2B and even HB), and the Blackwing sounds like it’s going to be a bit sof­ter. Is this going to be a pen­cil you can only write broad crayon-like lines with? Hope­fully future reviews will help cover this.

  10. Robert M., thank you for your comment.

    Your obser­va­tion is inte­res­ting, and I can con­firm the low impor­t­ance of point strength. Howe­ver, to me this aspect is important, and this is one of the rea­sons why the Pen­tel Black Poly­mer 999 has made it into my Top 5 des­pite of its infe­rior finish – even the sof­ter gra­des are excep­tio­nally break resistant. I write in prin­ted let­ters which may put a hea­vier strain on the point than wri­ting in cur­sive does, and bes­i­des that a hig­her strength makes less pro­blems in a manual sharpener.

    I haven’t loo­ked at the Palomino Blackwing’s point strength yet but its soft­ness (which is simi­lar to the STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 3B/4B for me, by the way) makes me thought­ful. – I hope to be able to post my review in a few days.

  11. Das würde mich freuen, wenn das neue BlackWing weich und schwarz wird.
    Ich denke, das der Zweck eines Schreib­ge­rät ist mit min­dest mög­li­chen Druck zu ver­wen­det werden?
    Des­halb ist die Zug­fes­tig­keit von einer Blei­stift­spitze nur wirk­lich inter­es­sant, wenn Mann mit gro­ßem Druck schrei­ben. (Wenn ich in den guten alten Zei­ten zu schrei­ben gelernt haben, war es ein gro­ßer Fehler).. 

    Ich freue mich (wie immer) auf deine Bei­träge, und ich hoffe dass das BlackWing (bald?) zum Ver­kauf steht.

    MvG.
    Henrik

  12. Hen­rik:
    Some lan­guages in fact encou­rage the use of addi­tio­nal wri­ting pres­sure and adjus­ting the angle of the point for various strokes. This is likely the main rea­son for the dis­pa­rity in atten­tion to point strength bet­ween East Asian and Wes­tern reviews/blogs. Wri­ting in Eng­lish, I rarely (not never) have issues, but wri­ting in Chi­nese gives me all sorts of trou­ble if the pen­cil points are weak.

    Thus, it has been my main deci­ding fac­tor for sof­ter pencils…the Black Poly­mer 999 and the Mono 100 being much more usable at 2B than the Hi-Uni and Palomino. Inte­res­tin­gly, My expe­ri­ence has been that even the 4B „Pen­manship“ pen­cil by Mitsu­bi­shi holds up under Chi­nese wri­ting more admi­ra­bly than Hi-Unis a few gra­des harder!

    It may cer­tainly not be an issue for ever­yone (just as some people are not bothe­red by extre­mely fre­quent shar­pe­ning or by smear resis­tance), but I think it’s an ele­ment of per­for­mance worthy of atten­tion; one which most blogs in Wes­tern lan­guages don’t address.

  13. Robert M.:
    Sorry, I guess I was mis­sing your point.:-) I am aware, that pres­sure and angle are nee­ded for some wri­ting styles – that is also the case for some wes­tern wri­ting styles like Spen­ce­rian, Cop­per­plate, Kur­rent etc.

    Howe­ver, I still think, that the less pres­sure you need to apply in order to get the line varia­tion, the bet­ter the instru­ment, no mat­ter the lan­guage. You’re less prone to writer’s cramp, neck pain and the like if you write light. This is often over­loo­ked in the manu­fac­ture of modern wri­ting tools – the makers seem to assume that people mostly print, write Ita­lic and only small notes. 

    In all, I think we are in agree­ment – I just couldn’t help the remark about pres­sure being a bad thing in the good old days..
    IMHO many pro­blems with hand­wri­ting stems from the fact, that most people use too much force.

    Regards Hen­rik

  14. Hallo Gun­ter,

    hier habe ich einen Museums-Ausstellungs-Link ent­deckt, der dich auch inter­es­sie­ren könnte. Er han­delt von Erfin­dun­gen unschein­ba­rer All­tags­ge­gen­stände, dar­un­ter auch der Bleistift:

    http://www.hidden-heroes.net/

    Krea­ti­ver Gruß von Doro

  15. Hen­rik and Robert M., thank you for your comments; apo­lo­gies for the bela­ted reply.

    Hen­rik: Ja, der neue Blackwing ist wirk­lich weich und schwarz, wenn auch mir etwas zu weich (bei ein paar schnel­len Tests emp­fand ich ihn so weich wie den STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 4B). Dies erlaubt zwar das Schrei­ben ohne gro­ßen Druck, hat aber den Nach­teil, dass man den Stift in kür­ze­ren Abstän­den spit­zen muss. Er ist auch lei­der nicht so wisch­fest, was für man­che ein Nach­teil sein kann.

    Ich weiß nicht, wann ich die Muße habe, eine Bespre­chung zu schrei­ben; zur­zeit fehlt sie mir lei­der gänz­lich. – So weit ich weiß, wurde noch kei­nen Ter­min für die Markt­ein­füh­rung des Palomino Blackwing genannt.

    Robert M.: It is very inte­res­ting to see how dif­fe­rent lan­guages and wri­ting styles are con­nec­ted to dif­fe­rent aspects of the same wri­ting imple­ment. I don’t have the back­ground to examine these aspects in detail but I am well aware of the reverse effect, e. g. the influ­ence of the pencil’s cha­rac­te­ris­tics on my hand­wri­ting. Bes­i­des that, I have recently heard about the Ger­man word „Stilzwang“ (I couldn’t find an Eng­lish trans­la­tion for it) which descri­bes the for­ces and cons­traint of the tools that affect the style of writing.

    Cat­zia, danke für den Link – diese vir­tu­elle Museum werde ich mir anschauen!

  16. Merk­wür­dig, diese Eile jetzt plötz­lich. Ande­rer­seits sind 875 Dut­zend auch nicht eine so grosse Menge. Viel­leicht nur eine grös­sere Stück­zahl der Vor­se­ri­en­mus­ter? Sozu­sa­gen eine öffent­li­che Beta?

  17. Wenn ich Wood­chucks Kom­men­tar rich­tig ver­stehe hat man sich bei Cali­for­nia Cedar ent­schlos­sen, die erhal­te­nen Feed­backs zu den ver­meint­li­chen Vor­se­ri­en­mus­tern erst bei einer all­fäl­li­gen zwei­ten Pro­duk­ti­ons­se­rie zu berück­sich­ti­gen – wenn über­haupt. Wie müs­sen sich nun die Tes­ter vor­kom­men? Man bat sie um detail­lierte Feed­backs und nichts davon wird nun für die Pro­duk­tion berück­sich­tigt. Hätte womög­lich das Ein­ge­hen auf die Ver­bes­se­rungs­vor­schläge die Pro­duk­tion über­mäs­sig lange hin­aus­ge­zö­gert? Müs­sen die bis­he­ri­gen Inves­ti­tio­nen erst mal was abwer­fen, bevor allen­falls wei­ter­in­ves­tiert wer­den kann? Könnte man nach­voll­zie­hen. Es wäre dann aber bes­ser gewe­sen nicht von „Pre-production sam­ples“ zu spre­chen. So wirkt es wie ein inze­nier­ter Wer­be­feld­zug, unfrei­wil­lig getra­gen von den Bleistift-Affinados in ihren Blogs. Der Goodwill-Bonus dürfte damit auf­ge­braucht sein.

  18. Ich denke inzwi­schen, dass das ein Marketing-Trick war, und fühle mich als Tes­ter getäuscht, da die Mus­ter keine waren. Warum hat man den Begriff „pre-production“ benutzt, wenn „pro­duc­tion“ bes­ser gepasst hätte? Die Leute bei Cal Cedar sind vom Fach und wer­den sich bei so etwas wohl kaum ver­tun (erst recht nicht mehr­fach). Und wenn man geplant hat, das Feed­back erst in einen even­tu­el­len (!) nächs­ten Pro­duk­ti­ons­lauf ein­flie­ßen zu las­sen, warum hat man das nicht gleich gesagt? – Ich habe meine Ent­täu­schung sach­lich auf Tim­ber­li­nes geäu­ßert, doch mein Kom­men­tar wurde gelöscht.

  19. Ein cle­ve­rer Marketing-Trick?

    Ja.

    (That’s about the extent of my Ger­man, aside from dop­pel­gän­ger, zeit­geist, and a few other words that don’t apply here.)

  20. Lexi­ka­li­ker,
    Dass Wood Chuck dei­nen Bemer­kun­gen lischt, klingt nicht gut.
    Bis jetzt habe ich gedacht, dass es ent­we­der ein Marketing-Stunt oder eine Miss­erfolg in die Kom­mu­ni­ka­tion war. Wir konn­ten z.B. nicht wis­sen, wer und wie viele er schon gefragt hatte, aber Kri­tik zu löschen, ist für das Ver­trauen ganz schlecht. :-(

    Grüsse Hen­rik

  21. Michael L. and Hen­rik, thank you for your comments.

    I don’t want to allege that Cal­Ce­dar had such a ploy in mind but at the moment I can’t find ano­t­her plau­si­ble explana­tion for that story. To me it is unplea­sant, and the fact that they have dele­ted my cri­ti­cal com­ment con­tri­bu­tes to my disap­point­ment. Of course they run a busi­ness and want to make pro­fit so they need mar­ke­ting but why did they choose such a mis­lea­ding way? Just sen­ding some sam­ples with the note „Here are two sam­ples of the new Palomino Blackwing – enjoy!“ would have surely gai­ned the same publi­city and met simi­lar enthu­si­asm without evo­king that taste.

  22. Cal­Ce­dar wird es schwer haben, diese Scharte wie­der aus­zu­wet­zen. Das Löschen von miss­lie­bi­gen Kom­men­ta­ren zeugt auch nicht vom Wil­len, die selt­same Vor­ge­hens­weise ver­ständ­lich machen zu wol­len. Die Tes­ter haben ihre Ergeb­nisse über­mit­telt und in ihren Blogs gehö­rig die Wer­be­trom­mel für das Pro­dukt gerührt. Nun sol­len sie das Maul hal­ten. So sieht’s aus. Pen­cil Talk wird sich zwei Mal über­le­gen für diese Firma noch­mals eine solch aus­führ­li­che und lie­be­volle Pro­duk­te­vor­stel­lung zu lie­fern. Sein Kom­men­tar zum jet­zi­gen Vor­ge­hen ist deutlich.

  23. Dass Dein Kom­men­tar ohne Rueck­spra­che mit Dir geloescht wurde ist erschre­ckend und ver­mit­telt den Ein­druck als ob bei Cal­Ce­dar eine gewisse Cow­boy­men­ta­li­taet vor­herrscht. Der bit­tere Bei­geschmack, der dabei ent­stan­den ist, tra­egt sicher­lich nicht zu einem posi­ti­ven Bild des neuen Palomino Blakwing bei den Blei­stift­en­thu­si­as­ten bei.

  24. Zwei­fel­los eine sehr ärger­li­che Sache, doch dass Cal­Ce­dar ein paar Leute ver­grault hat, wird die Ver­ant­wort­li­chen nicht wei­ter stö­ren, kaum Ein­fluss auf den Ver­kauf des Blackwing haben und auch bei den meis­ten bald wie­der ver­ges­sen sein. Hän­gen­blei­ben wer­den wohl eher Geschich­ten wie „Come­back für Graf Blei­stift“. – Inter­es­sant ist übri­gens die­ses hier ;-)

  25. Ein­mal im Schla­mas­sel drin, geht’s nur noch abwärts. In WoodChuck’s What’s New blog von ges­tern sind zwei Palomino Blackwings zu sehen: einer matt, einer glän­zend. Ob das bei den Tes­tern „viert­wich­tigste Kri­te­rium“ der Lackie­rung für die erste Pro­duk­ti­ons­reihe nun doch berück­sich­tigt wurde? Von matt zu glän­zend? In dem Arti­kel wird auch davon gespro­chen, dass der BLACKWING-Schriftzug bei einer zukünf­ti­gen Pro­duk­ti­ons­reihe even­tu­ell ver­grös­sert wird „as we con­si­der poten­tial redesign“.

  26. Nun, für das Foto und ein paar Tests könnte man bei weni­gen Exem­pla­ren eine dünne Schicht Klar­lack auf­brin­gen (und dabei auch gleich unter­schied­li­che Lacke tes­ten). – Selt­sam war die gest­rige Aus­sage zur Schrift­art, denn für die neun Buch­sta­ben hätte man doch kei­nen kom­plet­ten Zei­chen­satz gebraucht – es wäre doch ein leich­tes gewe­sen, nur die benö­tig­ten Zei­chen gestal­ten zu las­sen. Aber ich bin nicht vom Fach und daher mit den Details nicht vertraut.

    Wood­Chuck hat sich bei pen­cil talk und Orange Crate Art um Auf­lä­rung bemüht, und mit einem letz­ten Kom­men­tar bei pen­cil talk zu die­sem Thema will ich’s gut sein las­sen. Ist mir ein­fach zu stra­pa­ziös ;-) – David, wie Wood­Chuck bei Blog­ger, hat mir heute mit­ge­teilt, dass bei die­sem Dienst schon mal Kom­men­tare ver­schwin­den können.

    Mein per­sön­li­cher Blackwing-Nachfolger ist bis jetzt ohne­hin der Pen­tel Black Poly­mer 999, von dem ich mir noch einen guten Vor­rat anle­gen konnte. Aller­dings kann bereits jetzt die Suche nach einem Nach­fol­ger des Black Poly­mer beginnen …

  27. Danke fuer den Link zum FT Arti­kel. Die Ueber­schrift die­ses Arti­kels habe ich glaube ich nicht ver­stan­den, denn irgend­wie ver­stehe ich nicht was „Graf“ in der Ueber­schrift die­ses Blei­stift Arti­kels. Beim schwei­zer Graf­wood, ja klar, auch beim schwe­di­schen Bal­lo­graf, und natu­er­lich auch bei Arti­keln von unse­rem Lieb­lings­ade­li­gen, der sich auch gerne mal „Tony Cas­tello“ nen­nen laesst. Aber was hat das mit Blackwing zu tun? Lus­ti­ger­weise hat der Titel wohl im CMS eine Ver­bin­dung zur Kra­wat­ten­na­del von Graf von Faber-Castell her­ge­stellt, denn am Rand gab es einen Link auf die­sen Arti­kel. Sehr schoen. Erin­nert mich an Der­ricks Kra­wat­ten­na­del aus den alten Folgen.

  28. Was der Graf in der Über­schrift macht, ist mir schlei­er­haft. Ich halte den Arti­kel ohne­hin für etwas merk­wür­dig („Stärke 4B“, „das viel­leicht begehr­teste Schreib­in­stru­ment der Welt“, „For­mel für das Gra­fit“) – aber ich gehöre auch nicht zur Ziel­gruppe die­ser Zeitschrift.

    Das mit der Kra­wat­ten­na­del ist lus­tig (bei mir wurde sie nicht ange­zeigt). Ich wusste gar nicht, dass es wel­che von Faber-Castell gibt.

  29. Ach so! Na ja, ich finde den Arti­kel ziem­lich albern, und wahr­schein­lich erklärt die Zeile ganz unten bes­ser, was der Graf am Hals hat: „Kra­gen­na­del aus Sil­ber in Sicherheitsnadel-Optik, zum Bei­spiel von Brooks Bro­thers“. Wenn der Alte wirk­lich cool wäre, dann würde er sich mit so etwas schmü­cken, vor mir aus mit dem Rest eines 9000ers ;-)

  30. In WoodChuck’s What’s New blog vom 17. Sep­tem­ber wer­den (indi­rekt) erst­mals vor­aus­sicht­li­che Ver­kaufs­preise für den Palomino Blackwing genannt: zwi­schen $1.50 bis $2.00 wer­den für einen Stift ange­dacht (zum Ver­gleich: der Palomino mit Radier­gummi liegt der­zeit bei etwa $0.90). Kein Ble­si­tift für den Mas­sen­markt also, aber das war zum vorn­her­ein klar. Was für eine Kli­en­tel mag Cal­Ce­dar für den Stift im Visier haben? Vor allem Samm­ler, Lieb­ha­ber und Blackwing-Nostalgiker? Oder doch auch ambi­tio­nierte Zeich­ner und Noten­schrei­ber, die sich die Qua­li­tät eines Stif­tes etwas kos­ten las­sen? Für Text­schrei­ber wird sich der Stift kaum eig­nen. Dafür ist er, laut Berich­ten, defi­ni­tiv zu weich (4B?). Ein Blackwing mit einer F-Mine – z.B. die­je­nige des Mitsu­bi­shi Hi-uni – das wär doch was.

  31. Mir ist inzwi­schen völ­lig schlei­er­haft, wie der typi­sche Kunde des Palomino Blackwing aus­se­hen soll. Samm­ler und Nost­al­gi­ker wer­den doch wohl eher nach dem Ori­gi­nal suchen, als sich mit einem doch recht deut­lich abwei­chen­den Nach­bau abzu­fin­den, und Künst­ler bekom­men für weni­ger Geld min­des­tens ebenso gute, wenn sich sogar bes­sere Blei­stifte. – Ich frage mich auch, warum man die Zwinge so müh­sam nach­emp­fun­den, ja fast sogar bes­ser als das Ori­gi­nal gemacht, sich dann aber für die Bestü­ckung mit einem solch im bes­ten Fall mit­tel­mä­ßi­gen Radie­rer ent­schie­den hat. Oder habe ich zu hohe Ansprü­che? – Der Här­te­grad des Palomino Blackwing ent­spricht etwa dem des STAEDTLER Mars Lumo­graph 4B, wobei sich letz­te­rer fast noch eher zum Schrei­ben eignet.

    Mal sehen, wie sich das alles entwickelt …

  32. Ich haette eigent­lich mit einem hoehe­ren Preis gerech­net. Der Preis den man hier (aller­dings in einem Laden, nicht im Ver­sand) fuer einen Cas­tell 9000 oder Mars Lumo­graph beza­ehlt ist aehn­lich hoch.

  33. At first I wasn’t inte­res­ted in a soft pen­cil, but then I star­ted to come around and got a bit exci­ted about the new Blackwing, but after the drama that crop­ped up and see­ing the copy design and pen­cil finish from some of the reviews, I don’t think I’ll bother. I don’t really need a sket­ching pen­cil with medi­o­cre design and finish, even if the lead is soft.

    Gun­ther, I don’t think you have unre­a­son­ably high standards…I held onto hope early on mostly due to the thought that the finis­hing and design shown in the sam­ple reviews couldn’t pos­si­bly be final. I cer­tainly hope they saved some money by paying some neigh­bor­hood bum in beer for the crea­tive work.

  34. memm, da hast Du recht – ich dachte an die Ver­sand­preise, doch hier im Laden liegt z. B. der Lumo­graph in einer ähn­li­chen Preisregion.

    Robert M., thank you. You’re right about the finis­hing of the new Blackwing – it can indeed be con­si­de­red medi­o­cre. I was sur­pri­sed (to put it mildly) that the lac­quer with the many specks is the final ver­sion. Bes­i­des that, the qua­lity of the let­te­ring isn’t some­thing one expects on a pen­cil with such claims. Maybe they have put them­sel­ves under too much pres­sure to come out with that pencil …

  35. Im What’s New Blog von Pencils.com gibt es neue Details zur geplan­ten Aus­lie­fe­rung des Palomino Blackwing. Ab nächs­ter Woche kann bestellt wer­den, aller­dings noch nicht in den neuen 12er Schach­teln – die kom­men erst Ende Novem­ber – son­dern in pro­vi­so­ri­schen, schwar­zen Boxen. Über den Ver­kaufs­preis hält man sich noch bedeckt.

  36. Danke für die­sen Hin­weis! Für eine pro­vi­so­ri­sche ist die schwarze Schach­tel mit gold­far­ben­der Ban­de­role recht gut und oben­drein deut­lich bes­ser als der mit den Stif­ten ver­teilte Ent­wurf, der wohl eher zu bil­li­gen Bunt­stif­ten gepasst hätte. – Ich werde nicht bestel­len, haupt­säch­lich des­halb, weil mir der Palomino Blackwing für den All­tag viel zu weich ist; die nied­rige Qua­li­tät sei­nes Äuße­ren und der ganze Zir­kus brin­gen mich natür­lich auch auf Abstand zu die­sem Bleistift.

  37. Zu die­sem Apollo L aus dem Comic konnte ich keine wei­te­ren Infor­ma­tio­nen fin­den. Gibt es im Netz Bil­der von die­sem Stift?

  38. boo­me­rang: Danke für den Link – das ist wirk­lich eine trau­rige Geschichte!

    memm: Ich habe mal in mei­nem Fun­dus gewühlt; hier ist ein schnel­les Foto (zum Ver­grö­ßern anklicken):

    Faber-Castell APOLLO L 0.5 mm

    Das könnte der Druck­blei­stift aus dem Comic sein.

    1.10.10: Der APOLLO L ist jetzt auch hier.

  39. Oh, der scheint ja sogar noch in Deutsch­land her­ge­stellt zu sein. Hof­fent­lich fin­det der Flix noch­mal einen Apollo oder einen edlen Spender.
    Wel­chen Stift er wohl jetzt verwendet?

  40. Ich bin mir nicht sicher, ob die­ser Stift wirk­lich kom­plett in Deutsch­land gefer­tigt wurde. Die Angabe „Made in Ger­many“ ist ja bereits unscharf und nicht kon­trol­liert, doch „Ger­many“ allein dürfte bei­nahe nichts­sa­gend sein (so steht z. B. auf den in China gefer­tig­ten Temagraph-Bleistiften von LYRA, inzwi­schen Teil der ita­lie­ni­schen Firma FILA, eben­falls „Ger­many“). Ich will Faber-Castell nichts unter­stel­len, möchte aber nicht aus­schlie­ßen, dass zumin­dest Teile des Apollo aus dem Aus­land kommen.

    Heute früh habe ich Flix den gezeig­ten APOLLO L ange­bo­ten (sein Stift war jedoch rot und nicht blau, wie in der FAQ nach­zu­le­sen ist).

  41. Pingback: Reviving the Blackwing: Graphite Performance | Pencils.com

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