Monatsarchiv für Juni 2011

Neuere Beiträge 

Fred's Pencils

Sonntag, 12. Juni 2011

Sehr lesenswert ist das noch recht neue Weblog „Fred's Pencils”, dessen Betreiber nach eigenen Angaben mehr als 30 Jahre lang Bleistifte gesammelt hat und nun aus dem Vollen schöpfen kann. Nicht nur die thematische Sortierung und die lockeren Texte gefallen mir, und so bin ich auf die weiteren Beiträge gespannt!

Das Beste für jeden Zweck

Samstag, 11. Juni 2011

Nicht viele Worte machten L. & C. Hardtmuth in dieser nur 109 × 48 mm kleinen und gut 100 Jahre alten Anzeige.

Das Beste für jeden Zweck

Der grafische Aufwand indes war größer: Ein Bleistift durchdrang perspektivisch unmöglich die dreidimensionalen Buchstaben und erinnert heute an die Werke des niederländischen Künstlers M.C. Escher.

Das Beste für jeden Zweck

Der genaue Blick zeigt, dass hier alles von Hand gezeichnet wurde.

Das Beste für jeden Zweck

Für mich eine kleine Kostbarkeit!

Das Beste für jeden Zweck

Fingerzeig

Mittwoch, 8. Juni 2011

Bei einem Umzug findet man ja bekanntlich Dinge, die man in den zehn Jahren davor nicht vermisst hat. Als bekennender Poly-Sammler habe ich da eine große Auswahl, und so stieß ich kürzlich auf einen Karton mit alter Technik, darunter Taschenrechner mit Handbüchern sowie Handbücher ohne Taschenrechner. Unter ersteren befand sich auch der TI-59, in dessen Handbuch („Individuelles programmieren”, 1977/1979) mir dieses Symbol auffiel.

Fingerzeig

Es ist 14 × 14 mm groß, kennzeichnet das Kapitel zur Programmierung und gefällt mir.

Rüssel und Radierer (4)

Dienstag, 7. Juni 2011

Offenbar hat es sich herumgetrötet, dass ich den gemütlichen Dickhäutern gewogen bin, vor allem dann, wenn sie als Radierer auftreten: Es hat nicht lange gedauert, bis vier wei­tere Vertreter dieser speziellen Gattung vorstellig wurden – Vorhang auf!

Elefanten-Radierer-Bausatz von IWAKO

Billy (links oder rechts) und sein Zwillingsbruder (rechts oder links)

Die weite Reise aus dem fernen Japan nicht gescheut hat dieser liebenswürdige Gefährte, der als Mitglied der großen Familie IWAKO eine kaum zu überschauende Zahl naher und entfernter Verwandter hinter sich weiß. In Kinderhand fühlt er sich am wohlsten, und da er vor sei­nem ersten Einsatz eine einfache Montage erfordert, nimmt er mir den Spitz­namen „Billy” sicher nicht übel.

Der Elefant aus der „Sendung mit der Maus”

Es ist mir eine außerordentliche Freude, ein echtes Schwergewicht des Showgeschäfts in unserer illustren Runde begrüßen zu dürfen. Der immer in blau, mit typischem Getöse und schlicht als „der Elefant” auftretende Star erfreut sich besonders bei Kindern jeden Alters größter Beliebtheit und weiß stets durch pfiffige Ideen und überraschende Aktionen zu überzeugen.

Wichmann AKA 1200/20 für Blei und Kohle

Der dritte Gast kann heute leider nicht persönlich anwesend sein und verweist stattdessen auf sein (zugegebenermaßen nicht mehr ganz so aktuelles) Konterfei in der 20. Ausgabe des Hauptkataloges der Gebrüder Wichmann aus dem Jahr 1940. Ich bedaure sehr, dass er verhindert ist und hoffe trotz seines etwas grimmigen Blicks auf ein Gespräch zu einem spä­teren Zeitpunkt.

Kantiges Kaliber unbekannter Provenienz

Kastenförmig und kompakt kommt dieser Kollege daher, dessen große blaue Ohren ebenso flach anliegen wie sein schlanker Rüssel. Eine Persönlichkeit mit Ecken und Kanten – das gefällt mir!

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Hölzerner Kumpel

Sonntag, 5. Juni 2011

Hölzerner Kumpel

Ausgefallen: Der „Eddy Pencil” („Wirbel-Bleistift”) aus der „Woody Pal”-Serie der Kirin Pencil Co. aus Japan.

Hölzerner Kumpel

Der runde, klarlackierte Bleistift trägt auf einer Länge von etwa zehn Zentimetern eine spi­ralförmige Nut, die ihn ziert und griffig macht.

Hölzerner Kumpel

Die beiden verfügbaren Härtegrade B und 2B sind durch eine silberne bzw. goldene Stirn­kappe gekennzeichnet.

Hölzerner Kumpel

Stirnkappen, ungespitzt ab Werk, gespitzt mit dem Carl Decade DE-100

Material- und Verarbeitungsqualität sind gut, die Minen jedoch vergleichsweise weich; ein leichtes Krümeln der Mine trübt die Freude am ansonsten attraktiven Bleistift. Die erfreulich starke Schwärzung geht auf Kosten der Radierbarkeit.

Hölzerner Kumpel

Unterm Strich ist der „Eddie Pencil” nicht nur eine nette Abwechslung, sondern auch alltags­tauglich.

Pica-Dry

Samstag, 4. Juni 2011

Ein ganz besonderes Schreibgerät ist der Tieflochmarker Pica-Dry von PICA-Marker aus dem fränkischen Kirchehrenbach.

Pica-Dry

(Wie fast immer: Bilder zum Vergrößen anklicken)

Der Spezialstift im Polypropylen-Köcher mit stabilem Clip ist in schwarz und signalgrün gehal­ten und fällt so auch im größten Durcheinander auf1.

Pica-Dry

Der eigentliche Schreiber hat einen knapp 13 mm dicken Schaft aus ABS und eine gut 40 mm lange Edelstahl-Minenführung mit einem Durchmesser von 5,6 mm. Er sitzt sicher im Köcher und kann so nicht herausfallen.

Pica-Dry

Ein Druck auf die Kappe transportiert die 12,5 mm lange und 2,8 mm dicke Mine um 2 mm.

Pica-Dry

Zum Vergleich der STABILO GREENgraph 6004

Die bruchstabile Graphitmine hat eine saubere, sparsame Abgabe und ist wirklich universell – ich konnte keine Fläche finden, auf der sie nicht schreiben wollte2. Radieren lässt sie sich nur unvollständig, doch dafür ist sie auf glatten Flächen rückstandsfrei abwischbar.

Pica-Dry

Der Pica-Dry wird wie ein herkömmlicher Druckbleistift nachgefüllt, nimmt aber lediglich eine Mine auf.

Pica-Dry

Das Messer des im Köcher integrierten Spitzers ist mit einer Torx-Schraube (!) befestigt und bringt die Mine rasch in Form.

Pica-Dry

Spitze ab Werk …

Pica-Dry

… und mit dem integrierten Spitzer gespitzt

Der Pica-Dry wird von LYRA vertrieben und kostet mit einer Mine etwa 12 Euro. Neben der schwarzen gibt es noch rote und gelbe Minen, die ebenfalls wasserlöslich sind, sowie wasserstrahlfeste in Grün, Blau und Weiß3. Ein Set mit acht Minen kommt für unter 5 Euro in den Handel.

Pica-Dry

Ich habe den Pica-Dry erst seit wenigen Tagen, doch in diesen hat er mir bereits gute Dienste geleistet; Nachteile sind mir bis jetzt nicht aufgefallen.

Vielen Dank an Herrn Fischer für den Pica-Dry!

Nachtrag vom 18.6.19: Der grüne Köcher des Pica-Dry besteht seit etwa zwei Jahren nicht mehr aus Polypropylen, sondern aus POM (Polyoxymethylen). POM ist formstabiler als PP und fast ermüdungsfrei, wodurch der Clip sehr lange unter hoher Spannung bleibt und auch nach Jahren sicher funktioniert. Zudem hält dieser Kunststoff das Messer sehr lange an der rich­tigen Position, wodurch die Funktion des Spitzers für viele Jahre gewährleistet ist. Zusätzlich wurde die Spritzgussform modifziert und eine zusätzliche Positionierungsnase integriert, die ein Verrutschen des Messers nahezu unmöglich macht. – Die Stifte von Pica werden seit 2014 nicht mehr über LYRA, sondern direkt vertrieben.

  1. Eigenhändig getestet.
  2. Nicht getestet habe ich Flächen, die man generell nicht beschriftet, wie z. B. die von Spiegeleiern.
  3. Diese wurden auf der letzten Paperworld vorgestellt.

Der Super-Bleistift

Freitag, 3. Juni 2011

Kurz und stumpf – zwei Nachteile des Bleistifts, die so mancher Unternehmer mit Erfinder­geist anging. Einer davon war Erwin Kreuzer, der mit seinem „BLIFT” (BLeistIFT) 1973 den Bleistiftmarkt beleben wollte1. Kreuzer war jedoch nicht nur unter eigenem Na­men aktiv, sondern auch als OEM, und so kam es zum „Ultra Pen”2 von Geha3.

Der Super-Bleistift

Der „Ultra Pen” wurde ebenso wie der BLIFT im Spritzguß gefertigt und bestand aus fünf Teilen: Gehäuse, Minenführung, Drahtspirale, Mine und Drehknopf.

Der Super-Bleistift

Dieses Muster-Set zeigt die Varianten des nur mit grünem Schaft erhältlichen Stifts. Neben den Härtegraden B, HB, H und 3H mit 0,5 mm dicker Mine und Metall-Minenführungs­röhrchen gab es noch eine einfachere Ausführung in HB mit 0,9-mm-Mine.

Der Super-Bleistift

Der empfohlene Verkaufspreis des „Ultra Pen” lag über dem des BLIFT, der für 60 Pfenni­ge auf den Markt kam.

Der Super-Bleistift

Die Mine wurde durch Drehen des farblich abgesetzten Knopfes transportiert und war nicht nachfüllbar. Drehte man den Knopf gegen den Uhrzeigersinn, ließ sich die Mine wie­der hineindrücken.

Der Super-Bleistift

Zielgruppe des „Ultra Pen”, dessen Prägedruck mich an Normschrift erinnert, waren tech­nisch orientierte Nutzer, was man auch auf dem funktionell gestalteten Etui hervorhob.

Der Super-Bleistift

Gerne hätte ich noch etwas zu den verwendeten Fonts gesagt, aber leider konnte ich sie nicht identifizieren.

Der Super-Bleistift

Wie lange es den „Ultra Pen” gab, weiß ich nicht, doch die Produktion des BLIFT wurde 1978 eingestellt. Als Roteck in Düren 1985 die Firma Kreuzer übernahm, gab es den BLIFT für kurze Zeit erneut, bis Pelikan 1987 Kreuzer kaufte und die Marke 1989 aufgab.

Der Super-Bleistift

  1. Ob ihm das tatsächlich gelungen ist, kann ich nicht sagen, doch zumindest mich hat der BLIFT anhaltend belebt.
  2. Warum man sich für „Pen” und nicht korrekterweise für „Pencil” entschieden hat, ist mir unklar. – Die Marke „Geha-Ultra Pen” wurde im September 1973 eingetragen und im Januar 2013 ge­löscht.
  3. Geha war zu dieser Zeit noch selbständig in Hannover tätig; seit 1989 gehört das Unter­nehmen zu Pelikan.

1+1=2

Mittwoch, 1. Juni 2011

Mit einer ungewöhnlichen Kombination überraschte bereits im Februar der japanische Her­steller Sharp in Zusammenarbeit mit Tombow.

1+1=2

Das Set „MONO × SHARP” mit der Artikelnummer EL-MN110X enthält einen solarbetriebe­nen, 140 × 57 mm großen und 10 mm flachen Taschenrechner mit Kunststoffetui und den Radierer-Klassiker „Mono” in der mittleren Größe.

1+1=2

Der Rechner bietet die Grundrechenarten und Prozent, einen Speicher sowie Steuerbe­rechnungsfunktionen für Japan. – Zum bekannten und beliebten „Mono” muss man wohl nichts mehr sagen.

1+1=2

Mir gefallen die farbliche Abstimmung des Rechners auf den Radierer und das etwas Ana­chronistische – in einer Zeit, in der selbst im einfachsten Mobiltelefon ein Rechner steckt und fast jedes elektronische Gerät mehr als einen Zweck erfüllt, wirkt ein Taschenrechner ohne Zusatznutzen beinahe überholt.

1+1=2

Das Duo kostet umgerechnet etwa 10 Euro; die beiden anderen Varianten enthalten leis­tungsfähigere Rechner und den Stangen-Radierer „Mono One”.

Nachtrag vom 8.6.11: Zu diesem Rechner bauähnlich ist der Sharp EL-W200E.


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