Monatsarchiv für Oktober 2011

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100 Jahre LYRA

Freitag, 14. Oktober 2011

100 Jahre LYRA

Titel der Gedenkschrift zum 100-jährigen Bestehen der Bleistiftfabrik LYRA (1906)

Faber-Castell Thermochrom

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Faber-Castell Thermochrom

Sieht aus wie ein Etui mit Wachsmalkreiden für kleine Hände, ist aber Spezialwerkzeug: Der Temperaturmessstift Thermochrom 2815 von Faber-Castell kam immer dann zum Einsatz, wenn man wissen wollte, wie heiß eine Oberfläche ist.

Faber-Castell Thermochrom

Dazu strich man mit dem Stift auf das Material und wartete kurz auf den Farbumschlag. Glich dieser dem Etikett, war die aufgedruckte Temperatur erreicht.

Faber-Castell Thermochrom

Die sechs 80 mm langen, 8 mm dicken und wachsigen Stifte mit Papierung deckten den Bereich von 75 bis 200 °C ab; weitere Varianten gab es für Temperaturen bis 670 °C.

Faber-Castell Thermochrom

Ich vermute, dass dieses Etui aus den frühen 1960er Jahren stammt.

Faber-Castell Thermochrom

Beweisstück

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mit über 500 km/h so ruhig und leise durch die Luft gleiten, dass selbst ein Bleistift auf der Armlehne stehen bleibt? Die Vickers Viscount mit vibrationsfreien Propellerturbinen von Rolls Royce machte es möglich und die Trans-Australian Airlines 1954 daraus eine Reklame.

Beweisstück

Umschlag mit Inhalt (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Beweisstück

Umschlag (leer, Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite)

Beweisstück

Inhalt (Rückseite)

Beweisstück

Inhalt (Vorderseite, Ausschnitt)

Danke an Herbert R. für die Scans!

Eine Klasse für sich

Dienstag, 11. Oktober 2011

Nicht viel Worte machte Eberhard Faber, New York, in dieser 67 × 102 mm großen Anzei­ge für den Mongol 482 № 2, die 1924 in „The World's Work Magazine” erschien.

Eine Klasse für sich

Eingeführt zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Mongol rasch zum Inbegriff des Blei­stifts in den USA und etablierte dort Gelb als Bleistift-Farbe1.

Eine Klasse für sich

Ist das nicht ein tolles Zierband?

Der auf den Zwingen der Bleistifte von Eberhard Faber sehr häufig anzutreffende goldfar­bene Ring hat vermutlich seinen Ursprung darin, dass das Unternehmen 1849, zum Höhe­punkt des großen Goldrausches, gegründet wurde2. Hier der „Nugget” aus dem Katalog von 1949, dem Jahr des 100-jähigen Bestehens:

Eine Klasse für sich

Danke an Herbert R. für den Katalog-Scan!

Nachtrag vom 4.12.11: Das Nugget gab es nicht nur im Bild, sondern auch als Präsent.

  1. Die Farbe Gelb geht zurück auf die Graphitmine im Berg Batugol in Südsibirien nahe der Grenze zu China. – Der erste gelb lackierte Bleistift soll jedoch um 1870 von Koh-I-Noor gekommen sein, hatte aber dort wohl einen anderen Ursprung. Dem Ausstellungskatalog „Pencils” von Marco Ferreri zufolge dachte der Wiener Hardtmuth an die schwarz-gelbe Flagge der öster­reichisch-ungarischen Monarchie, und da die Mine schwarz war, musste der Lack gelb sein.
  2. Eberhard Fabers erste Fabrik stand an der Stelle in New York, wo heute das UNO-Gebäude steht.

Scharfes Ding

Montag, 10. Oktober 2011

Der für mich schönste Handspitzer ist die „Granate” von Möbius+Ruppert, und so benutze ich ihn oft1. Klar, dass dann auch mal ein Messerwechsel fällig ist.

Scharfes Ding

Der im fränkischen Erlangen ansässige Hersteller fertig seine Handspitzer seit fast 90 Jah­ren2 in Deutschland und setzt dazu Maschinen und Verfahren aus eigener Entwicklung ein. Noch recht neu ist jedoch, dass man das nun auch den Messern für die „Granate”3 ansieht, denn diese tragen jetzt eine entsprechende Prägung.

Scharfes Ding

Das gefällt mir ebenso gut wie die sehr hohe Qualität des Produkts.

  1. Von den manuellen Langkonus-Spitzern bin ich abgekommen, da sie mir zu gefräßig sind. – Übrigens spricht die Branche bei der Spitzenform, wie sie die „Granate” liefert, bereits vom „Langkonus” und nennt die stumpfere Form z. B. für Kosmetikstifte „Kurzkonus”
  2. Das 90-jährige Bestehen wird 2012 gefeiert.
  3. Diese sind übrigens etwas schmaler als die für andere Spitzer.

Lesezeichen

Samstag, 8. Oktober 2011

Einen ungewöhnlichen Bleistift bot die Eagle Pencil Company in den 1930er Jahren an.

Lesezeichen

Der 145 mm lange und knapp 12 mm breite, aber nur gut 3 mm flache Stift mit dem Na­men „Bookmark” hat eine 2 × 3 mm dicke Mine und eine dekorative Metallkappe, deren goldene Farbe mit dem Prägedruck korrespondiert.

Lesezeichen

Zum Größenvergleich: Ein sehr früher STAEDTLER Mars Lumograph 2886.

Lesezeichen

Ganz gleich, ob dieser Bleistift wirklich als Lesezeichen gedacht war oder nur aufgrund sei­ner Form so genannt wurde: Ich finde ihn sehr geschmackvoll.

Lesezeichen

Rotkäppchen

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Rotkäppchen

Von links: FILA Temagraph, Tombow Mono KM-KKS, STAEDTLER Noris 120, STAEDTLER Mars Lumochrom 104-23, STABILO EASYgraph, LYRA Robinson 2510, Faber-Castell 9609 Copier, National’s Skytint Erasable 601, Dixon Planographic 2310, Eberhard Faber Lineal-Bleistift, Eberhard Faber Van Dyke 706 Cop., Ebbe (ohne Nr.), Ebbe 887, STABILO Micro 288, Bruyn­zeel 1605. – Danke an Stephen für den FILA Temagraph und den Dixon Plano­graphic 2310, Ricardo für die Ebbe-Bleistifte und Johanna für das „Rotkäppchen”!

Mars-Marketing

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Und schon wieder werbendes Papier: Ein Faltblatt zum Staedtler Mars Lumograph, 89 mm hoch und 179 (aufgeklappt 297) mm breit, das ausführlich über den Spitzenbleistift und seine Varianten informierte.

Mars-Marketing Mars-Marketing

Vorder- und Rückseite (zum Vergrößern anlicken)

Das genaue Alter dieses Faltblattes kenne ich leider nicht, doch da der Fallminenstift Tech­nico 1001 um 1950 eingeführt wurde, vermute ich, dass es aus den 50er Jahren stammt; auch die Gestaltung spräche dafür. – Das Reichspatentamt, das ein „D.R.P.” (Deutsches Reichs-Patent) erteilte, schloss bereits 1945.

Mars-Marketing

Hier ebenfalls erwähnt wird der Langstrichstift, dessen Mine der des Zimmermannsstifts ähnelte. – Der Zeichnungsausschnitt links ist eingeklebt.

Mars-Marketing


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