Scharfes Ding

Der für mich schönste Hand­spit­zer ist die „Gra­nate“ von Möbius+Ruppert, und so benutze ich ihn oft1. Klar, dass dann auch mal ein Mes­ser­wech­sel fäl­lig ist.

Scharfes Ding

Der im frän­ki­schen Erlan­gen ansäs­sige Her­stel­ler fer­tig seine Hand­spit­zer seit fast 90 Jah­ren2 in Deutsch­land und setzt dazu Maschi­nen und Ver­fah­ren aus eige­ner Ent­wick­lung ein. Noch recht neu ist jedoch, dass man das nun auch den Mes­sern für die „Gra­nate“3 ansieht, denn diese tra­gen jetzt eine ent­spre­chende Prägung.

Scharfes Ding

Das gefällt mir ebenso gut wie die sehr hohe Qua­li­tät des Produkts.

  1. Von den manu­el­len Langkonus-Spitzern bin ich abge­kom­men, da sie mir zu gefrä­ßig sind. – Übri­gens spricht die Bran­che bei der Spit­zen­form, wie sie die „Gra­nate“ lie­fert, bereits vom „Lang­ko­nus“ und nennt die stump­fere Form z. B. für Kos­me­tik­stifte „Kurz­ko­nus“
  2. Das 90-jährige Bestehen wird 2012 gefei­ert.
  3. Diese sind übri­gens etwas schma­ler als die für andere Spit­zer.

16 Kommentare zu „Scharfes Ding“

  1. Fan­tas­ti­sche Fotos!
    Die Gra­nate ist wirk­lich gut, so schön grif­fig und die Spitze ist immer schön. Bei KUM Spit­zern habe ich da öfters Probleme.

  2. Die Gra­nate hat ein ver­läss­li­ches Ergeb­nis, des­we­gen habe ich mir von M+R auch den Dop­pel­spit­zer „602“ zuge­legt. Der spitzt den o.a. „Kurz­ko­nus“ auch.

    Dank ihrer Bei­träge bleibt aber mein Favo­rit für Blei­stifte der „Auto­ma­tic Long Point“ von Kum: Sau­bere Spitze und gera­der Holz­rand. Ein gestrie­gel­ter Blei­stift, sozusagen;-)

    Nach mei­ner Auf­fas­sung spitzt auch die Batterie-Spitzmaschine von M+R einen Lang­ko­nus mit wenig Aus­schuss und Ver­let­zun­gen des Bleistifts.

  3. Ich habe mit allen Hand­spit­zern von M+R bis­her nur sehr gute Erfah­run­gen gemacht, und so be­nutze ich auch gerne den Dop­pel­spit­zer 602. – Mit dem „Auto­ma­tic Long Point“ bin ich bis­her noch nicht so recht warm gewor­den, was aber haupt­säch­lich daran liegt, dass er sehr viel abnimmt. – Inter­es­sant, dass die Batterie-Spitzmaschine ein gutes Ergeb­nis lie­fert, über­zeugt mich doch deren Kon­zept nicht ganz.

  4. Meine Erfah­run­gen zum Gra­nate Ersatz­klin­gen­kauf habe ich, weil es zeit­lich passte, beim 8er Jubi­läum unter­ge­bracht. Das Update lan­det jetzt hier, wo es the­ma­tisch eher hingehört. 

    Beim drit­ten Kon­takt­ver­such mit M+R kam sehr schnell eine Ant­wort und es besteht wie­der die Hoff­nung auf eine Bezugs­quelle für die Klingen.

  5. Meine Erleb­nisse beim Kauf des Anspit­zers Gra­nate und beim Kon­takt mit sei­nem Her­stel­ler M+R möchte ich noch­mal zusam­men­fas­sen, viel­leicht inter­es­siert es jemanden:

    Ich wollte wie­der öfter Holz­blei­stifte ver­wen­den, aber mein vor­han­de­ner Magne­si­um­an­spit­zer war von einem weis­sen Kor­ro­si­onspelz über­zo­gen, sollte also ersetzt wer­den. Hier im Blog habe ich die Gra­nate ken­nen­ge­lernt, die Form hat mir sehr gut gefal­len und auch Mes­sing mag ich gern, es erin­nert an klas­si­sche Prä­zi­si­ons­in­stru­mente. Ein ört­li­cher Händ­ler war bereit, die Anspit­zer zu bestel­len (er muss 10 abneh­men). Werk­zeuge mit Schneide funk­tio­nie­ren nur dann gut, wenn die Schneide scharf ist. Des­halb sind für mich Ersatz­klin­gen Vor­aus­set­zung für den Kauf eines guten Anspit­zers, damit, falls die Klinge stumpf wird, sofort Abhilfe mög­lich ist. Ich bestellte also auch Ersatz­klin­gen mit, dank der her­vor­ra­gen­den Detail­in­for­ma­tion in die­sem Blog war das spe­zi­elle Bedürf­nis der Gra­nate bekannt. Trotz­dem erhielt der Händ­ler nur Stan­dard­klin­gen und musste erfah­ren, das es für ihn auch mit Son­der­maß­nah­men nicht mög­lich ist, Gra­nate Ersatz­klin­gen zu bekommen.

    Anfra­gen mei­ner­seits bei M+R nach einer Bezugs­quelle zogen sich über Wochen hin, es waren immer meh­rere Ver­su­che auf ver­schie­de­nen Wegen nötig, bis mal eine Ant­wort kam. Genannt wurde ein Händ­ler(?) mit merk­wür­di­ger Web­site ohne erkenn­bare Ver­san­dam­bi­tio­nen, der mir nicht geant­wor­tet hat. Die nach erneu­ter Anfrage genannte zweite Bezugs­quelle kommt durch ihre pro­hi­bi­ti­ven Ver­sand­be­din­gun­gen auch nicht in Frage. Ich bin dann auf das sehr faire Ange­bot des Händ­lers ein­ge­gan­gen und habe 3 Gra­na­ten zum Preis von 3 Ersatz­klin­gen erhalten.

    Fazit: der Händ­ler hat sich sehr kun­den­freund­lich ver­hal­ten, M+R eher nicht und die so gedie­gen erschei­nende Gra­nate mit über 100 Jah­ren Tra­di­tion ist durch feh­lende Ersatz­teile zum Ex und Hopp Weg­werf­ar­ti­kel ver­kom­men. Ich bin jetzt erst­mal ver­sorgt, aber um die­sen schö­nen Anspit­zer tut es mir leid.

  6. Danke für diese Details. Es tut mir leid zu hören, dass die Beschaf­fung der Ersatz­mes­ser so schwie­rig war; ich hoffe, dass sich die Situa­tion bald bes­sert. – Ich kann jedoch aus eige­ner Erfah­rung sagen, dass das Mes­ser der Gra­nate sehr lange scharf und gebrauchs­tüch­tigt bleibt. Ich hatte übri­gens den Ein­druck, dass ein ganz neues Mes­ser sehr aggres­siv schnei­det und ein leicht gebrauch­tes daher ange­neh­mer im Gebrauch ist.

  7. Diese Aggres­si­vi­tät ist mir auch auf­ge­fal­len. Ich habe einen älte­ren, aber nicht häu­fig gebrauch­ten Dahle Dosen­spit­zer, noch mit W. Ger­many Beschrif­tung auf dem Boden. Der spitzt sanft und glatt. Die Gra­nate dage­gen ver­beisst sich in ihr Opfer und möchte es nicht mehr los­las­sen. Man muss ihr den Stift förm­lich ent­rei­ßen. Auf dem Holz­ko­nus bleibt dann eine Abreiß­kante und die Minen­spitze hat kei­nen kreis­run­den, son­dern einen mehr oval mei­ßel­för­mig fla­chen Querschnitt.

  8. Gut mög­lich, dass das Mes­ser im alten Dosen­spit­zer von Dahle von Anfang an nicht so scharf war. – Viel­leicht hilft es ja, das neue Mes­ser für die Gra­nate kurz und ohne gro­ßen Druck unter einem gro­ßen Win­kel auf einem Stein abzu­zie­hen, um ihm die Aggres­si­vi­tät zu nehmen.

  9. Danke für die Tipps. Wenn man einen gleich­mä­ßi­gen run­den Konus gespitzt haben will, ist es offen­sicht­lich nicht damit getan, ein­fach einen guten Spit­zer zu kau­fen und zu verwenden.

  10. Na ja, eigent­lich schon – meine inzwi­schen gut gebrauchte Gra­nate lie­fert meist ein sehr gutes Ergeb­nis. Aber es kommt natür­lich auch auf die Ansprü­che an: Bei einem Hand­spit­zer bes­tet immer die Gefahr, dass man nicht 100% axial spitzt und so die Spitze nicht ganz gleich­mä­ßig wird. Auch kann man nicht ver­lan­gen, dass die Ober­flä­che des Hol­zes so glatt wird wie bei einem Kurbelspitzer.

  11. Wow, so is this shar­pe­ner design nearly 90 years old? That’s quite impressive!

    I really like how it looks in your pho­tos. Seems like a fine piece of jewel­lery to my eyes.

    Don’t recall see­ing any of these brass shar­pe­ners back in the day locally. Only recall using alu­mi­nium or magne­sium units. What a shame!

  12. The design is even older – as far as I know it goes back to 1892 which makes it 125 years old. One source men­ti­ons that the “Gra­nate” was intro­du­ced in 1889 but so far I was’t able to con­firm that.

    I’m happy to hear that! Maybe this shar­pe­ner is jewel­lery for the desk ;-)

    Unfor­tu­n­a­tely brass shar­pe­ners have become very rare, espe­cially after KUM stop­ped making them a few years ago.

  13. Which is kind of odd, don’t you think?

    Con­si­de­ring that there seems to be a fad for all things brass today (pen­cils boxes, era­ser slee­ves, bul­let pen­cils, rulers, mecha­ni­cal pen­cils, ball­points, foun­tain pens), it’s really ama­zing that brass shar­pe­ners are not making a comeback.

  14. You’re right – this is really a little odd. Howe­ver, brass for shar­pe­ners usually con­tains 2,5–3,5% lead. While many users and coun­tries don’t con­si­der this amount harm­ful some other see it a little dif­fer­ently, and this impe­des sales. The other pro­ducts (or at least some of them) you have men­tioned could be made of Eco­brass which doesn’t con­tain lead.

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