Paperworld 2012 (3)

Eber­hard Faber, 1978 bis 2009 Teil von STAEDTLER und seit 2010 bei Faber-Castell, war auf der par­al­lel zur Paper­world statt­fin­den­den Crea­tive World vertreten.

Paperworld 2012 (3)

Neu­ig­kei­ten fie­len mir nicht auf, dafür aber der Umstand, dass sehr vie­les in China herge­stellt wird. – Für sein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm bekannt ist Stan­dard­graph. Am Stand des im baye­ri­schen Gerets­ried ansäs­si­gen Unter­neh­mens zu sehen war ein Klas­si­ker im neuen (bes­ser: trans­pa­ren­ten) Gewand.

Paperworld 2012 (3)

Der ebenso ein­fa­che wie ele­gante Gedess-Minenspitzer besteht aus nur vier Tei­len und wurde bereits 1940 paten­tiert; ich freue mich, dass er nun in zwei Vari­an­ten erhält­lich ist.

Paperworld 2012 (3)

Der DUX DX4260 ist eine deko­ra­tiv erwei­terte Vari­ante des spar­sa­men und hier schon gezeig­ten DX4112 nach einem Vor­bild aus den 50er Jahren.

Paperworld 2012 (3)

Selbst­ver­ständ­lich war ich auch bei Brun­nen, habe ich doch immer wie­der Freude an den Pro­duk­ten die­ses Hau­ses. Im umfang­rei­chen und inter­es­san­ten Sor­ti­ment auf­ge­fal­len sind mir u. a. das A7-Notizbuch der „Kompagnon“-Reihe und die far­ben­fro­hen Radierer.

Paperworld 2012 (3)

Ein Besuch bei RUMOLD, dem tra­di­ti­ons­rei­chen Anbie­ter von Zei­chen­ge­rät und -zube­hör, stand eben­falls auf mei­nem Plan.

Paperworld 2012 (3)

Im Gespräch konnte ich eini­ges zu den Pro­duk­ten und ihrer Her­stel­lung erfah­ren, aber lei­der auch, dass die Lineale mit Zelluloid-Facette nicht mehr gefer­tigt wer­den (dar­un­ter die­ses kleine, aber feine Exem­plar). Es gibt jedoch noch Rest­be­stände in den Län­gen 10, 20 und 40 cm, die der Fach­han­del bestel­len kann. – Unten im Bild eine Tuchelle, die zudem in einer kali­brier­ten Aus­füh­rung ver­füg­bar ist.

Paperworld 2012 (3)

Der Auf­tritt von Möbius+Ruppert stand im Zei­chen des 90-jährigen Fir­men­ju­bi­lä­ums, und so gab es auch his­to­ri­sche Spit­zer zu bestaunen.

Paperworld 2012 (3)

Viele Spit­zer von M+R sind Klas­si­ker und immer noch in der gewohnt hohen Qua­li­tät zu ha­ben (die „Gra­nate“ dürfte jedem Bleistift-Liebhaber ver­traut sein).

Paperworld 2012 (3)

Neben den „Black Line“ wurde der Dosen­spit­zer M+R 950 in vier neuen Farb­kom­bi­na­tio­nen vor­ge­stellt. Letz­te­rer hat es mir beson­ders ange­tan, so dass er dem­nächst aus­führ­li­cher zu sehen sein wird.

Paperworld 2012 (3)

Am Stand von STAEDTLER auf der Crea­tive World zeigte ein über­di­men­sio­na­ler Block FIMO Soft einen Schwer­punkt des dies­jäh­ri­gen Auftritts.

Paperworld 2012 (3)

Neu im Sor­ti­ment ist ein FIMO-Set mit einem Kugel­schrei­ber und einem Füll­hal­ter ohne Schaft, die mit Phan­ta­sie und der Ofen­k­nete fer­tig­ge­stellt wer­den kön­nen. Was bekannte FIMO-Künstler dar­aus gemacht haben, zeig­ten einige Exem­plare, die man für einen guten Zweck ver­stei­gern wird.

Paperworld 2012 (3)

Als alter Bast­ler habe ich über den Kleb­stoff „100%“ von Pat­tex1 gestaunt.

Paperworld 2012 (3)

Einige Merk­male die­ses Kleb­stoffs zeigte ein hoh­les Ei, das mit die­sem über­zo­gen war: Man konnte es fal­len las­sen, ohne dass es zer­brach, und wenn man es ein­drückte, so hielt der Kle­ber die Bruch­stü­cke der Schale zusammen.

Paperworld 2012 (3)

Neues auch bei den Schreib­ge­rä­ten: Den vor drei Jah­ren vor­ge­stell­ten Blei­stift WOPEX gibt es jetzt in Schwarz sowie in je zwei Lila- und Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Pas­send zum schwar­zen WOPEX wer­den ein schwar­zer Spit­zer und ein eben­sol­cher Radie­rer angeboten.

Paperworld 2012 (3)

In kräf­ti­gen Far­ben prä­sen­tier­ten sich der Druck­blei­stift triplus 776 und die auf ihn abge­stimmten Minen­röhr­chen; zudem bekommt man den gra­phite 779 nun auch in drei Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Das war’s für die­ses Jahr – die nächste Paper­world öff­net am 26. Januar 2013 ihre Pforten.

  1. STAEDTLER ist seit Okto­ber 2009 Ver­triebs­part­ner der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pat­tex.

14 Kommentare zu „Paperworld 2012 (3)“

  1. Sehr infor­ma­tiv, vie­len Dank! …nur Schade, dass die Paper­world Bericht­erstat­tung für die­ses Jahr schon wie­der vor­bei ist. 

    Weißt Du ob die Ver­la­ge­rung der Pro­duk­tion bei EF eine neue Ent­wick­lung ist? Ich dachte näm­lich, dass vor zwei bis drei Jah­ren viele EF Pro­dukte noch hier­zu­lande her­ge­stellt wur­den. Ich wun­dere mich auch was bei EF von der alten Pro­dukt­pa­lette über­haupt noch übrig ist. Pro­dukte die nicht wie belie­bige Pro­dukte aus­se­hen, wie z.B. der Tricki Dicki, sind ja nun anschei­nend fast alle bei Staedtler daheim. 

    Der braune Wopex sieht sehr schön aus. Da das Holz von Blei­stif­ten ja oft eine ähn­li­che Farbe wie die mensch­li­che Haut hat (zumin­dest in mei­nem Fall), fand ich, dass der Wopex immer ein biss­chen kränk­lich aus­ge­se­hen hat. Das warme Braun des neuen Wopex scheint da eine gute Farbe zu sein um den Blei­stift etwas freund­li­cher aus­se­hen zu lassen. 

    Ich frage mich ob der Wopex Spit­zer eine spe­zi­elle Klinge hat um mit dem Wopex Mate­rial bes­ser zurecht zu kom­men, aber ich nehme an es ist ein nor­ma­ler Spit­zer, oder weißt Du da mehr?

  2. War­ten wir mal ein paar Jahre ab, ob sich die Pro­duk­tion nicht wie­der nach Europa ver­la­gert. In der Metall­in­dus­trie und der -ver­ar­bei­tung ist der Trend ja wie­der „Zurück nach Europa“. Auch in mei­nem Umfeld lagern sich die Arbeit­ge­ber wie­der in die Hei­mat um. Da spie­len wohl Pro­duk­ti­ons­qua­li­tät und auch Urhe­ber­rechte eine Rolle, die sich wohl so nicht in rei­nen Gewinn­sze­na­rien der Rechen­pa­piere der Unter­neh­mens­be­ra­tun­gen von damals widerspiegelten.

    Was mir aller­dings auf­fällt: Es gibt immer mehr bun­tes und unhand­li­ches Schreib­zeug. Nichts gegen bunt, das kann schon ganz fein sein, aber es wird immer unhand­li­cher. Oder meine Hand wird alt. Kann natür­lich auch sein.

  3. Das ist ein guter Punkt, aber mei­ner Mei­nung nach will FC mit EF den unte­ren Preis­be­reich abde­cken ohne dem eige­nen Ruf zu scha­den – des­halb würde es mich nicht wun­dern wenn EF mit bil­li­gen oder sogar No-Name-Produkten kon­kur­rie­ren soll und es des­halb evtl. keine Inno­va­tion unter dem EF Man­tel gibt und des­halb auch keine Urhe­ber­rechte, die ver­letzt wer­den könn­ten. Viel­leicht sehe ich das aber auch nur zu pes­si­mis­tisch. Ich fürchte Bun­tes wird es immer mehr geben, weil man mit „hip­pen“ Schreib­wa­ren (Jus­tin Bie­ber Blei­stift?) mehr bei den Schul­kin­dern ver­kau­fen kann als mit guten…

  4. Mat­thias: Die nächste Paper­world kommt bestimmt, und die Zeit bis dahin ver­geht schnell ;-) Viel­leicht gibt es auch noch eine Bespre­chung des einen oder ande­ren neuen Artikels.

    Ich weiß nicht, ob es bei Eber­hard Faber über­haupt etwas zu ver­la­gern gab, hat doch Faber-Castell mei­nes Wis­sens nur den Namen, nicht jedoch die Pro­duk­ti­ons­stät­ten über­nom­men. Die inter­es­san­ten Pro­dukte sind zum Glück bei STAEDTLER geblie­ben, allen voran das geschmei­dige Zug­pferd ;-) FIMO. – Faber-Castell hat ja unter der Marke Eber­hard Faber den „Win­ner“ wie­derbelebt; ob das (wie­der) einer wird, muss sich aber erst noch zeigen.

    Das Braun macht sich wirk­lich gut (auch wenn es nicht ganz mein Ding ist). Ich bin übri­gens gespannt dar­auf, wann man auch das Innere in unter­schied­li­chen Far­ben prä­sen­tiert – tech­nisch sollte das kein gro­ßes Pro­blem sein.

    Zum Spit­zer kann ich noch nichts sagen, doch ich ver­mute, dass er Standard-Klingen hat. Die müss­ten auch aus­rei­chen, denn mei­ner Erfah­rung nach haben nur die Frä­ser in den Kurbelspitz­maschinen Pro­bleme mit dem dich­ten und zähen Material.

    Wolf­gang: Das stimmt – viele keh­ren nach schlech­ten Erfah­run­gen zurück. Wenn jedoch die Marke bereits beschä­digt ist, wird es sehr schwer, wie­der Fuß zu fas­sen. – Was Eber­hard Faber angeht, so finde ich es schade, dass die Marke ver­ramscht wird. Natür­lich möchte sich Faber-Castell nicht sel­ber Kon­kur­renz machen, aber eine gute Standard-Qualität hatte ich schon erwartet.

    Die zuneh­mende Zahl bun­ten und unhand­li­chen Schreib­zeugs kann ich bestä­ti­gen. Ich habe prin­zi­pi­ell nichts dage­gen, doch bei man­chen Pro­duk­ten beein­träch­tigt es den Gebrauchs­wert und ist nicht gut gemacht. Ver­ständ­lich aus Sicht der Her­stel­ler ist es jedoch alle­mal, denn damit hat man mehr Erfolg als z. B. mit Kri­te­rien unter der Haube.

    Mat­thias: Ich denke, Du liegst mit Dei­ner Ver­mu­tung zu Eber­hard Faber rich­tig. Aber es ist schade – von der ers­ten Blei­stift­fa­brik auf US-amerikanischem Boden (an der Stelle in New York, wo heute das UN-Gebäude steht) über den Mon­gol 482 und den Blackwing 602 hin zum gesichts­lo­sen Pro­dukt aus China. Du siehst, ich teile Dei­nen Pes­si­mis­mus ;-) – Klar, „hip­pes“ Zeug kommt an, und ange­sichts des Schwunds und der Schä­den beim Schul­ge­brauch fällt es vie­len auch nicht leicht, teu­rere Dinge für die­sen Zweck zu kau­fen. Ich finde es aber – milde aus­ge­drückt – sehr bedau­er­lich, dass Schul­qua­li­tät meist nie­dere Qua­li­tät ist. Sollte man den Klei­nen nicht auch da gerade das Aller­beste zugute kom­men las­sen, zusam­men mit dem nöti­gen Drum­herum, wie z. B. den kul­tu­rel­len Aspek­ten (nicht nur) des Schrei­bens und der Schreib­ge­räte? Doch ich muss mich brem­sen, sonst werde ich noch mit Feuer und Schwert in der Schule vorstellig …

  5. Die bun­ten Wopex sehen sehr schön aus, aber fin­den sie auch Abneh­mer? Hier in Kanada füh­ren sie nur wenige Geschäfte. Ich hatte den Ein­druck, dass sie auch in Deutsch­land nicht sehr beliebt sind. Was bezweckt Staedtler mit den vie­len Farben?

  6. Ich denke schon, dass die Far­ben hier gut ankom­men, erst recht vor dem Umstand, dass man noch andere farb­lich abge­stimmte Arti­kel anbie­tet und sich die Kin­der und Jugend­li­chen somit ein Set zusam­men­stel­len kön­nen. Wie gut der WOPEX hier ankommt, weiß ich nicht; ich werde mal ver­suchen, Händ­lern ein paar Details zu ent­lo­cken. – Ich kann mir vor­stel­len, dass viele Kin­der und Ju­gendliche haupt­säch­lich nach der Farbe gehen und man diese Ziel­gruppe bedie­nen möchte.

  7. bleistiftstummel

    Guten Mor­gen,
    einen spe­zi­el­len Spit­zer für WOPEX gibt es nicht! Zumin­dest noch nicht! Aller­dings wurde kurz nach der Markt­ein­füh­rung des WOPEX eine Opti­mie­rung an den Spit­zern, bzw. Spitz­mes­sern durch­ge­führt (Art.-Nr. 510/511/512).
    Opti­mierte Spit­zer sind daran zu erken­nen, dass an der Unter­seite der Spit­z­er­ge­häuse ein „W“ (Indi­ka­tor für WOPEX) ein­ge­ar­bei­tet wurde.

    Der Blei­stift­stum­mel

  8. Danke für diese inter­es­san­ten Details! Wie unter­schei­den sich denn diese opti­mier­ten Mes­ser von den ande­ren? Bestehen sie aus einem ande­ren Mate­rial oder haben sie einen ande­ren Schnitt­winkel? Wirkt sich die Opti­mie­rung auch auf die Dicke des Spans aus?

  9. Das ist ja wirk­lich inter­es­sant. Bei mei­nem rela­tiv neuen 511 konnte ich kein W fin­den, aber viel­leicht war der schon eine Weile beim Händ­ler. Mei­nen neu­es­ten 510 habe ich gerade nicht zur Hand um nach­zu­se­hen, ich werde das aber nach­ho­len (auf mei­nen alten 510er Spit­zern steht nur „4 China“ und „15 China“). Ich hoffe ich finde einen „W“ Spit­zer in mei­nem Besitz um die Spit­z­er­geb­nisse an einem Wopex ver­glei­chen zu können.

  10. Pingback: Staedtler Noris 120 » Bleistift

  11. Pingback: A Quick Note On the Wopex | pencilsandotherthings

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Scroll to Top