Monatsarchiv für Juni 2017

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Pelikan Radier-Stift BRS

Dienstag, 13. Juni 2017

Heute ein kurzer Blick auf den 40 bis 50 Jahre alten Pelikan Radier-Stift BRS nebst Radier-Strips zum Nachfüllen.

Pelikan Radier-Stift BRS

Im Katalog „Pelikan für jeden der schreibt” aus dem Jahr 1964 heißt es:

Radierstift BRS
Universal verwendbarer Pelikan-Radierstift für Original-Schrift und Kopien. Beque­mes und schnelles Radieren. Austauschbare Radierminen.
Radierstrips zum Nachfüllen des BRS.
BS (Blauer Strip): Für Maschinenschrift, Tinten- und Kugelschreiberschrift.
RS (Roter Strip): Für Bleistift, Kohlepapierdurchschläge und Offsetpapierfolien.

Das für mich interessanteste Detail: Quer in einem Ende des Radier-Strips steckt ein Draht, dessen Enden in das Gewinde im Innern des Radier-Stifts greifen. Der Strip wird so gehal­ten und lässt sich herausdrehen. – Der Ring in der Mitte des etwa 12 cm langen Stifts ist als Sechskant ausgeführt, um ein Wegrollen zu verhindern.

Auf der Suche nach dem perfekten Braun

Samstag, 10. Juni 2017

Auf der Suche nach dem perfekten Braun

Kisho ist natürlich der Goldstandard.

Vor dem Unwetter

Samstag, 10. Juni 2017

Vor dem Unwetter

In der Abendsonne

Freitag, 9. Juni 2017

In der Abendsonne

Spaßmacher

Donnerstag, 8. Juni 2017

Im Jahr 1929 erteilte das Österreichische Patentamt der Firma J.S. Staedtler in Nürnberg ein Patent auf ein „Verfahren zum Mustern von Schreibstiften und verwandten Geräten”1.

Spaßmacher

Bei diesem Verfahren wird der Stift (3) in ein schraubenförmig gewundenes Blechband (1) gesteckt.

Spaßmacher

Mehrere mit dieser Schablone umhüllte Stifte liegen nebeneinander auf einer Vorrichtung und werden quer zur Stiftachse bewegt. Dabei rollen die Ringe (2) an den Stiftenden auf einer Laufbahn (5) ab und drehen die Stifte, die mit Farbe besprüht werden.

Um ein Muster mit gegenläufigen, sich kreuzenden Bändern zu erzielen, wird der Stift erst in einer rechtsgängigen und anschließend in einer linksgängigen Schablone eingefärbt. Dies hat STAEDTLER beim BAJAZZO 6203 gemacht.

Spaßmacher

Der Bajazzo ist der Spaßmacher im italienischen Theater, und so stellen grün, weiß und rot die passende Farbkombination dar.

Spaßmacher

Durch die beiden unterschiedlichen Sprühfarben, der Mischfarbe an den Kreuzungstellen und der Hintergrundfarbe entstand ein vierfarbiges Muster. Ein pfiffiges Verfahren und eine gelungene Gestaltung, wie ich finde!

  1. Es gab auch ein Patent für die Schweiz, aber eines für Deutschland konnte ich nicht finden.

Aus der Modewelt

Dienstag, 6. Juni 2017

Zu den prominenten Nutzern des STAEDTLER Mars Lumograph gehörte der französische Modedesigner Yves Saint Laurent (1936-2008). So überrascht es, dass im Film „Saint Lau­rent” (Frankreich 2014, Regie Bertrand Bonello) nicht dieser Bleistift-Klassiker, sondern ein ande­rer Stift zu sehen ist1.

Aus der Modewelt

Quelle: arte2. – Bilder zum Vergrößern anklicken.

Doch um welchen blauen Stift in dieser Szene, die im Jahr 1969 spielt, handelt es sich? Die goldfarbenen Akzente auf der schwarzen Tauchkappe und der Aufdruck sind eindeutige Hinweise: Es ist der STAEDTLER Mars Duralar 100 30.

Aus der Modewelt

Quelle: arte.

Dieser Spezialstift kam 1959 als Mars-Lumograph Duralar 2830 auf den Markt und war ge­dacht für das Zeichnen auf PET-Folie (bekannt unter den Namen Mylar und Hostaphan). Er wurde in den Härtegraden K1 bis K5 angeboten3, enthielt Ruß als farbgebenden Bestand­teil und hatte als erster holzgefasster Stift dieses Herstellers eine gebrannte Mine mit Po­lymerbindung4. Seine Vorzüge gegenüber einem herkömmlichen Bleistift waren die stärke­re Schwärzung, die bessere Radierbarkeit und die höhere Wischfestigkeit auf Folie. – Den Duralar gab es in einer abwaschbaren („washable”) und einer nicht abwaschbaren Version („washproof”).

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre gab man dem Stift den Namen MARS DURALAR5 und die Artikelnummer 100 30. Zudem änderte man seine Gestaltung: Nutzte man für den alten Prägedruck eine Kombination aus Serifen- und Schreibschrift, kamen beim neuen seri­fenlose Versalien zum Einsatz; kurz darauf kehrte man die Richtung der Beschriftung um (die im Film gezeigte ist die alte, denn sie läuft von der Tauchkappe zur Spitze6). Außer­dem wurde der Ring unter der Tauchkappe nun weiß statt goldfarben ausgeführt. 1973 änderte sich das Design des Mars-Kopfes, und etwas später kam das Zeichen für „Spezial­verleimung” hinzu. – Nachfolger des Duralar 100 30 war der Dynagraph 100 50 in den Gra­den N0 bis N57.

Aus der Modewelt

Zwei STAEDTLER MARS DURALAR5 aus den 1970er Jahren

Aber warum griff man für den Film über Yves Saint Laurent nicht zum Lumograph, sondern zum ungleich schwerer zu beschaffenden Duralar? War es nur ein Fehler der Requisite? Es fällt jedoch angenehm auf, dass der gewählte Stift zeitlich perfekt zur Szene passt.

Danke an Kai für den Hinweis auf den blauen Stift in „Saint Laurent”!

Nachtrag vom 8.6.17: Weitere Exemplare des Duralar und des Dynagraph gibt es unter „Staedtler Mars Duralar and Dynagraph” bei pencils and other things zu sehen.

  1. Im selben Jahr erschien der Film „Yves Saint Laurent” (Regie Jalil Lespert), doch in diesem wur­de der STAEDTLER Mars Lumograph benutzt.
  2. Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung der beiden Screenshots des genannten Films als Zitat nach § 51 UrhG gilt, da ich das in den Screenshots Gezeigte im Beitrag thematisiere und die Screenshots als Beleg für meine Ausführungen notwendig sind.
  3. Übrigens schreibt selbst der weichste Duralar (K1) auf Papier nicht allzu gut.
  4. Hier bin ich mich nicht 100%ig sicher.
  5. Hier schreibe ich den Produktnamen korrekt in Versalien; ansonsten wähle ich zu Gunsten der besseren Lesbarkeit die Gemischtschreibung.
  6. Sie ist auch bekannt als „Linkshänderbeschriftung”, da man sie lesen kann, wenn man den Stift in der linken Hand hält.
  7. Mehr zum Dynagraph unter „Staedtler Mars Dynagraph pencils and leads” bei pencil talk.

Stiftebecher des Monats

Montag, 5. Juni 2017

Die Reihe „Pencil Pot Of The Month” bei Bleistift erfreut durch Vielfalt und Regelmäßigkeit. Mit beidem können weder meine Stiftebecher noch ich konkurrieren, aber da mir die Idee gefällt, sei auch hier ab und zu eines dieser nützlichen Utensilien gezeigt.

Stiftebecher des Monats

Dieser Behälter ist aus 3,2 mm dickem Acrylglas gefertigt und mit nur 83 × 57 × 46 mm recht klein, so dass er nicht viele Stifte aufnimmt. Gekauft habe ich ihn bei MUJI Frankfurt, und da er ein Ausstellungsstück war, habe ich mit 1,48 Euro nur die Hälfte des regulären Preises bezahlt.

Schwarz

Sonntag, 4. Juni 2017

Schwarz

Manchmal habe ich keine Lust zu (be)schreiben, sondern möchte nur etwas fotografieren. Heute: Notizbuch von Design.Y, Bleistift Pentel Black Polymer 999 und Füllhalter Pilot Le­gno 89s. – Natürlich geht das alles noch wesentlich besser; so stört z. B. die weiße Refle­xion am rhodinierten Ende der Kappe.


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