STAEDTLER Mars technico 780
Seit über einem halben Jahrhundert auf dem Markt: Der Fallminenstift Mars technico 780 von STAEDTLER. Heute ein kurzer Blick auf sechs Generationen dieses marsblauen Klassikers.
Über die Jahrzehnte hat der Mars technico 780 einige Änderungen erfahren, doch die wesentliche Form ist seit den 1970er Jahren geblieben1. Im Gegensatz zu sonst habe ich diesmal leider keine verlässlichen Quellen für die Generationen und die Jahresangabe, so dass ich Irrtümer und Lücken nicht ausschließen kann.
- Der Gestaltung des Marskopfes nach stammt diese Generation aus der Zeit zwischen 1963 und 1973. Auf der abgewandten Seite trägt sie die Kennzeichnung „780 MARS-TECHNICO“2. – Im Drücker befindet sich ein Minenspitzer, der bis heute geblieben ist.
- In den 1970er Jahren ändert sich die Gestaltung des Clips, wobei diese frühe Form noch vergleichsweise aufwändig ist. Der Name „TECHNICO“ verschwindet, ebenso der Ring oberhalb des Griffs.
- Diese Generation, wohl aus den 1980er Jahren, hat einen einfacheren Clip. Wie beim Vorgänger gibt es den Marskopf auf dem Ring, doch es kommt die Kennzeichnung „GERMANY“ auf dem Clip hinzu. – Hier gibt es einen Widerspruch zur Abbildung unten, aber diesen kann ich mir nicht erklären.
- In den 1990er Jahren wird der Drücker vereinfacht. Er hat keine Griffrillen mehr, aber einen Kunststoffeinsatz, und ist deutlich leichter, wodurch sich der Schwerpunkt des Mars technico 780 gut 10 mm nach vorne verschiebt.
- Später kehrt der Name „technico“ – in anderer Schreibweise – zurück. Der Marskopf wandert an das Ende des Clips und „GERMANY“ an die Krümmung.
- 2016 wird die aktuelle Generation auf der Insights-X vorgestellt. Der Mars technico 780 hat nun einen Härtegradindikator: Der Ring des Clips (immer noch mit Marskopf und „GERMANY“) trägt die Härtegrade „red“, 4H, 2H, H, HB, B, 2B und 4B sowie „red“ und „blue“; durch Drehen des Clips bringt man den gewünschten Härtegrad auf Pfeilhöhe. „GERMANY“ verschwindet vom Schaft, doch dafür gibt es auf der abgewandten Seite einen Strichcode, die GTIN und „MADE IN GERMANY“3. Zudem ist das Marsblau etwas dunkler4. – Mit dieser Generation wird das Sortiment um eine schwarze Variante und einige Jahre danach mit zwei in „Sand“ sowie „Rosewood“ erweitert.
Mindestens die Generationen 3 und 4 waren auch mit Härtegradkennzeichnung auf dem Schaft erhältlich. Das Etui der 2-mm-Minen Mars carbon enthält aber schon sehr lange einen Kunststoffdrücker in zum Härtegrad passender Farbe, die man statt des Metalldrückers nutzen kann. – Das gezeigte Etikett stammt von einer Packung STAEDTLER Mars Lumochrom aus der Zeit zwischen 1969 und 1973.
Als kleine Zugabe hier die Seite mit den Fallminenstiften (damals „Zeichenminenhalter“ genannt) aus dem STAEDTLER-Katalog des Jahres 19825.
Der hochwertige und bis auf den Strichcode sehr ansprechende STAEDTLER Mars technico 780 gehört auf jeden Schreibtisch, und mit etwas Glück findet man die alten Versionen zu akzeptablen Preisen.
- Zum Innenleben kann ich leider nichts sagen, da sich der Mars technico 780 nicht zerstörungsfrei zerlegen lässt.↩
- Die Wortmarke „Mars-Technico“ wurde 1951 eingetragen. – Vorgänger des 780 war meines Wissens der MARS-TECHNICO 48000.↩
- Erfreulicherweise kann man diese Kennzeichnung mit einem Radierer entfernen. Es bleiben zwar sehr leichte Vertiefungen, aber die sind das kleinere Übel.↩
- Der Unterschied ist jedoch nicht ganz so groß wie im Foto. – Der Vergleich mit alten Exemplaren ist mitunter schwierig, da sich der Kunststoff und damit auch die Farbe ändern kann.↩
- Die reizvolle Illustration des Innenlebens habe ich im Detail unter „Kunst und Technik“ gezeigt.↩











































