Bürot Stille Beobachter (13) 

Radierer al dente

Bestens aufgehoben beim Doktor BEST sind all diejenigen, die nicht nur auf dem Papier radieren möchten, sondern zur Abwechslung auch mal auf den Zähnen, und wer gerne auf dem Bleistift kaut und sich dabei beherzt bis zur Mine vorbeißt, wird nun endlich die wenig attraktiven Graphitreste auf den Kauwerkzeugen los.

Die neue Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern

Die neue Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern

Die rettende Lösung kommt aus des Doktors wissenschaftlichem Labor: Jede einzelne Borste der neuen Zahnbürste Dr. BEST „White & Shine” enthält einen elastischen Radier­kern, der (so der Verpackungstext) „sanft die Beläge von der Zahnoberfläche” entfernt. Natürlich hat das pflegende Instrument mit Kugelgelenk und Spezial-Federung noch einiges mehr zu bieten, doch der Radierkern ist zweifellos das beeindruckenste Leistungsmerk­mal. Und wie machen sich die kernigen Radierer des knapp 2,50 Euro teuren Hygiene­helfers in der Praxis?

Da ich mir gerade die Zähne geputzt habe (noch ohne Radierkern-Unterstützung), muss eine unbenutzte Prothese herhalten, um den Radierkernen auf den Zahn zu fühlen. Mit Stiften bis an die Zähne bewaffnet, habe ich mich für den (mit 24 cm übrigens über­langen) Universalschreiber LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174 entschieden, um dem Zahn­ersatz ein paar kräftige Graphitspuren zu verpassen. Dieser außergewöhnliche Stift ist laut Hersteller „geeignet für Markierungen auf allen glatten Oberflächen” und damit das für die­sen Zweck ideale Utensil. – Mein Vorhaben, den Test fotografisch zu dokumentieren, habe ich aus ästhetischen Gründen verworfen.

Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern, LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174

Dr. BEST „White & Shine” mit Radierkern, LYRA Orlow CELLUGRAPH 1174

Um das Ergebnis des Experiments nicht zu verfälschen, verzichte ich auf die Zugabe von Zahncreme. Der gummierte, noppenverstärkte Griff gibt mir den nötigen Halt, um die ku­gelgelenkten, spezialgefederten Borsten mit Radierkern kraftvoll an- und dem Graphit zu­zusetzen.

Das Resultat kann sich sehen lassen – eine gründliche Bestleistung, und da beim täglichen Zahngebürste außerdem die Creme hilft, sollte das allmorgendliche und -abendliche Radier­ergebnis noch besser ausfallen. Meine Empfehlung: Zubeißen Zugreifen!

2 Kommentare zu „Radierer al dente”

  1. suzomi

    Hast Du die Radierbürste jetzt Deiner Radiergummi-Sammlung einverleibt?
    Wie sind die Resultate auf Papier? Lässt sich ferner der gummierte Griff auch für diesen Zweck gebrauchen? Spart dieses Universalinstrument 3-5 andere Gadgets ein?

    Grüße zum Home des Elefantenvorderteils

  2. Lexikaliker

    Ui, das sind ja gleich vier Fragen auf einmal. Doch es ist schnell geantwortet: Wer denkt, Kopf und Griff der radiergekernten Bürste würden Graphit auch von anderen Oberflächen als denen der Zähne lösen, liegt leider falsch. Dass sich die Spuren des Cellugraphen so einfach von der Prothese haben radieren lassen, ist wohl eher darauf zurückzuführen, dass seine Schrift generell leicht entfernbar ist. So gehören die Radierkerne also eher in die Welt der wundersamen Waren denn in die der Radierer.

    Trompetende Grüße aus des Rüssels Heim in die Stadt des grünsten Kleeblattes von allen :-)

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Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


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