Archiv der Kategorie „Kultur”

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In Szene gesetzt

Sonntag, 22. März 2020

Wenn im Film ein Schreibtisch zu sehen ist, schaue ich noch genauer hin. So auch beim Tatort „Mein Revier” aus dem Jahr 2012, der kürzlich wiederholt wurde.

In Szene gesetzt

Quelle: Tatort „Mein Revier” (ARD, 2012)1, ca. 13:52. – Bilder zm Vergrößern anklicken.

In gleich vier Einstellungen konnte man einen STAEDTLER Mars stenofix erspähen, sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe.

In Szene gesetzt

Quelle: Tatort „Mein Revier” (ARD, 2012), ca. 14:022.

Die Marke „STENOFIX” wurde 1929 eingetragen, und 1935 kam der erste MARS STENOFIX unter der Artikelnummer 2884 auf den Markt. Als 1967 das neue Nummernsystem ein­geführt wurde, erhielt er die Nummer 101; bis in die 80er Jahre hinein war er außer in HB noch in B und 2B er­hältlich3. Ende 2011 hat man die Produktion eingestellt und Mitte 2019 die Marke gelöscht.

In Szene gesetzt

STAEDTLER Mars stenofix 101 HB (letzte Variante)4

Diese „Tatort”-Folge fand ich übrigens geschmacklos; nach 20 Minuten habe ich abge­schaltet. Der Auftritt des Mars stenofix war indes erfreulich!

  1. Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung der Screenshots des genannten Films als Zitat nach § 51 UrhG gilt, da ich das in den Screenshots Gezeigte im Beitrag thematisiere und die Screenshots als Beleg für meine Ausführungen notwendig sind.
  2. Bei dem Radierer im Hintergrund könnte es sich um den Pelikan RW 40 handeln.
  3. In den 1960er/1970er Jahren hatte STAEDTLER mit dem rosafarbenen STENO 111 einen wei­teren Stenografie-Bleistift im Programm, zu dem ich jedoch bis heute keine weiteren Details finden konnte.
  4. 2003 wurde „STENOFIX” zu „stenofix”.

Kurz notiert

Dienstag, 19. November 2019
  • Unter dem Titel „Die Macht des Bleistifts in der digitalen Welt” widmet sich das Baye­rische Fernsehen am heutigen 19.11. um 22.30 Uhr der Zeichnung und ihrer zuneh­menden Be­deutung und begleitet dazu (so der Sender) „Zeichnerinnen und Zeichner, Künstler und Laien, in Deutschland und der Welt”. – Danke an Matthias für den Hinweis!
  • Für den Bleistift Single Barrel 106 hat die Musgrave Pencil Company aus Shelbyville, Ten­nessee (USA) alte Zeder-Brettchen genutzt, die Ende der 1930er Jahre vom letzten Holz­export nach Europa übrig geblieben sind und viele Jahre später in einem eingestürzten Lagerhaus entdeckt wurden. Die Gestaltung des Stifts, seine Verpa­ckung und natürlich die Geschichte gefallen mir sehr gut, und so bedaure ich, dass Musgrave keinen Versand nach Deutschland anbietet. – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis!
  • Mit dem bruchstabilen Radierer Tough erweitert der japanische Hersteller am 28.11. Tombow seine MONO-Reihe.
  • Neu von Mitsubishi/uni, ab 22.11. im japanischen Handel und an Kinder gerichtet: Der Bleistift Hatatoco sowie weitere Farben der Bleistift-Serie Palette.
  • Wohl schon eine Weile auf dem Markt, aber für mich neu: Der Radierer Zi-Keshi von Kutsuwa mit Tiermotiven, darunter auch ein Shiba Inu.

Nachtrag vom 20.11.19: Heute hat Tombow die Pressemitteilung zum Radierer Tough veröffentlicht.

Kurz notiert

Montag, 4. November 2019
  • Das Radiokolleg „Über das Schreiben” im ersten Hörfunkprogramm des Österreichischen Rundfunks beschäftigt sich mit den – so der Sender – „Facetten einer elementaren Kultur­technik”. Alle vier Folgen (1, 2, 3 und 4) sind online nachzuhören. – Danke an T.B. für den Hinweis!
  • Wer die Mechanik des Druckbleistifts Pentel P200 mag, nicht aber dessen Kunststoff­schaft, wird beim Kickstarter-Projekt „Number 9 pencil” von Lindsay Wilson fündig. Die hexagona­len Schäfte werden in drei Materialien (Aluminium, Messing und Edelstahl) und mit sechs unterschiedlichen Griffvarianten erhältlich sein. Das Projekt hat bereits jetzt das Finanzie­rungsziel erreicht.
  • Ich habe einen Beitrag erweitert: Der zum Gelschreiber uni-ball Signo Needle enthält jetzt einen weiteren kurzen Vergleich des Needle mit dem uni-ball Signo DX 0.38.
  • Das kürzlich veröffentlichte Patent „Mechanical Pencil” von Pilot Japan beschreibt einen Druckbleistift, bei dem man von außen sieht, ob noch Minen im Vorratsbehälter sind und wie viel von der letzten Mine noch übrig ist. Dazu folgt der letzten Mine ein längs der Stift­achse verschiebbares Teil, dessen Position durch ein Fenster im Schaft erkenn­bar ist. – Etwas ähnliches gab es übrigens schon beim Pentel P154 Injecto, der ein Fenster hatte, durch das man sehen konnte, wenn man die letzte Mine benutzte (eine weitere Besonder­heit dieses Druckbleistifts war dessen Befüllung durch eine Kartu­sche).

Kurz notiert

Donnerstag, 5. September 2019
  • Vom japanischen Hersteller SEED gibt es jetzt einen transparenten Radierer. Der block­förmige SEED Clear Radar ist in zwei Größen erhältlich und kostet 100 bzw. 150 Yen (etwa 0,90 bzw. 1,30 Euro). – Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis!
  • Das Patent „Pencil Lead” von Mitsubishi beschreibt die Verbesserung der Bruchfestig­keit von Bleistiftminen durch eine 5 µ dünne Kunstharz-Beschichtung. Die Patentschrift ist auch wegen anderer bemerkenswerter Details lesenswert, z. B. zur Herstellung einer Farbmine, bei der zunächst eine graue oder weiße Mine gebrannt und diese dann mit einem Färbemittel imprägniert wird. Darüber hinaus wird Bornitrit als Alternative zu Graphit genannt, und auch ein Bleistifthärteprüfer wird erwähnt (ähnlich dem Elco­meter 501); außerdem wird auf Normen des JISC (Japanese Industrial Standards Com­mittee) verwiesen.
  • Und noch ein Patent: In „Pencil For Writing Or Colouring” beschreibt der französische Hersteller Conté einen durch Coextrusion gefertigten Stift zum Schreiben oder Malen, dessen Mine durch eine schützende Zwischenschicht aus Polystyrol und EVA (Ethylen­vinylacetat) umgeben ist.
  • In diesem Monat kommen zwei neue Produkte von Mitsubishi/uni Japan auf den Markt. Mit einem neuen Rot-Blau-Stift richtet sich das Unternehmen an Schulkinder, und für den Schaft des Kugelschreibers Limex wird das gleichnamige, zu über 50% aus Kalkstein her­gestellte Material genutzt.
  • Am Samstag, den 14.9.19 um 20.15 Uhr zeigt die ARD den dreistündigen Film „Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau” (das „Making of” gibt es hier). Er basiert auf dem Roman „Eine Zierde in ihrem Hause. Ottilie von Faber-Castell” von Asta Scheib (Rowohlt 1998) und wurde in Tschechien gedreht; die Aufnahmen in der Bleistiftfabrik entstan­den in einer umgebauten Brauerei in Trebon (Quelle). Von Faber-Castell konnte ich erfahren, dass Asta Scheib Zugang zum Familienarchiv hatte, aber ein emanzipatorischer Roman mit nicht allzu viel Bezug zur historischen Realität entstanden ist und man an der Produktion des Films nicht beteiligt war.

Neu im Kleiderschrank

Sonntag, 10. März 2019

Neu in meinem Kleiderschrank: Ein T-Shirt mit einem Motiv der Illustratorin Lisa Müller aus Darmstadt.

Neu im Kleiderschrank

Unnötig zu sagen, dass mir das Motiv sehr gut gefällt! Ich hatte zudem das Vergnügen, Lisa gestern auf der Ausstellung der Illustratoren Darmstadt kennenzulernen.

Das T-Shirt kostet 20 Euro, und der Erlös kommt dem Kinderhospiz in Darmstadt zugute. – Mehr von Lisa gibt es auf Instagram.

Die Granate

Sonntag, 16. Dezember 2018

Seit fast neun Jahren erfreut mich das kleine Ölgemälde eines STAEDTLER Mars Lumo­graph 2B des neuseeländischen Künstlers Paul Hutchinson. Vor einer Weile hatte ich die Idee, ein weiteres Bild bei ihm in Auftrag zu geben, und nun ist es eingetroffen.

Die Granate

Unnötig zu sagen, dass dieses 9 × 8 cm kleine und für mich großartige Werk den als „Gra­nate” bekannten Handspitzer zeigt. – Die Geschichte dieses Spitzers reicht bis 1889, also knapp 130 Jahre zurück; seit vielen Jahrzehnten ist er im Sortiment von Möbius+Ruppert im fränkischen Erlangen, dem inzwischen weltweit einzigen Hersteller von Messingspitzern. In Öl und aus Messung die aktuelle Ausführung, wie sie seit den 1980er Jahren angeboten wird.

Hopjesbruin

Sonntag, 3. September 2017

Hopjesbruin

Baron Hendrik Hop, geboren 1723, lebte um 1800 in Den Haag und mochte Kaffee sehr. Der Legende nach ließ er eines Abends seinen Kaffee mit Zucker und Sahne auf dem Ofen stehen und fand diese Mischung am nächsten Morgen als Karamel wieder. Angetan vom Geschmack dieses Zufalls­produkts und von seinem Arzt aufgefordert, keinen Kaffee mehr zu trinken, bat er seinen Nachbarn, einen Konditor, Bonbons dieser Art zu machen. So entstand die heute als „Haagsche Hopjes” bekannte Süßigkeit. An deren Braunton lehnt sich die Tinte „Hopjesbruin” des ebenfalls in Den Haag ansässigen Anbieters P.W. Akker­man an, und durch die Geschichte der Hopjes habe ich an dieser Tinte1 noch mehr Freu­de.

Danke an Wowter für die leckeren Haagsche Hopjes!

  1. Hier im Pilot Legno 89s.

Auf der Suche nach dem perfekten Braun

Samstag, 10. Juni 2017

Auf der Suche nach dem perfekten Braun

Kisho ist natürlich der Goldstandard.

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