Museum

Aus dem Archiv

Anläss­lich des 120. Geburts­tags der Mar­ke Noris ein Blick in das Archiv die­ses Web­logs und dort in ein altes Ring­buch von STAEDTLER für den Vertrieb.

Aus dem Archiv

Das Ring­buch im For­mat DIN A4 ent­hält sie­ben Klar­sicht­hül­len mit jeweils sechs 9 × 13 cm gro­ßen Fotos nebst Preis­an­ga­ben. Eines davon zeigt das dama­li­ge Sor­ti­ment des Blei­stifts Noris 1201.

Aus dem Archiv

Das hier gezeig­te Logo wur­de von 1963 bis 1973 benutzt, und da der Noris 1967 die Arti­kel­num­mer 120 bekam, stammt das Foto wohl aus der Zeit von 1967 bis 1973.

Details zum wei­te­ren Inhalt des Ring­buchs gibt bei einer ande­ren Gele­gen­heit. Es soll ja span­nend bleiben!

  1. Es fällt auf, dass der Noris 120 2B mit oran­ge­far­be­ner Tauch­kap­pe hier nicht zu sehen ist. – Das Noris-Sortiment war damals schon sehr groß: Im Ring­buch fin­den sich außer­dem der Schul­farb­stift Noris, die Farb­stif­te Noris-Karat und Noris-Duetto, die Noris Wachs­mal­krei­den, der Noris Farb­stift für Heft und Tafel sowie Zei­chen­ge­rä­te und eini­ges ande­re.

Extra Prima

Kor­rek­tu­ren zu Zei­ten der Schreib­ma­schi­ne gin­gen an die Sub­stanz: Zum Ent­fer­nen der Maschi­nen­schrift griff man zu einem Kau­tschuk­ra­die­rer, der ein Schleif­mit­tel ent­hielt1, und schab­te mit die­sem die Papier­ober­flä­che ab2. Einer die­ser Radie­rer war der Läu­fer 280, den ich natür­lich wegen „Extra Pri­ma“ zeige.

Extra Prima

„Extra Pri­ma“ fin­de ich ein­fach groß­ar­tig, und ich wünsch­te, das gäbe es häu­fi­ger. Wir brau­chen mehr „Extra Prima“!

Extra Prima

Dan­ke an Herrn Gros­se für den Läu­fer3 280!

  1. Meist Glas-, aber auch Quarz- oder Bims­mehl.
  2. Die­se Art des Radie­rens lebt im Tin­ten­ra­die­rer wei­ter, z. B. in den Kom­bi­ra­die­rern STAEDTLER Mars plastic com­bi 526 508, Peli­kan BR 80, Doppel-Läufer UNIVERSAL-440 und dem Radier­stift Faber-Castell Per­fec­tion 7057.
  3. Gegrün­det 1922 in Han­no­ver, heu­te Läufer-Gutenberg.

Tatort Büro

Erst Blei­stif­te, dann Blau­stif­te, Leim und eini­ges mehr: In der Fir­ma Hes­sel­bach geht der Büromaterial-Klau um.

Tatort Büro

Die amü­san­te, über sech­zig Jah­re alte Fol­ge „Der Kri­mi­nal­fall“ der deut­schen Fami­li­en­se­rie „Die Fir­ma Hes­sel­bach“ gibt einen Ein­blick in die ana­lo­ge Orga­ni­sa­ti­on von damals und war­tet mit so man­chem reiz­vol­len Detail auf.

Tatort Büro

Dan­ke an Kai für den Hin­weis auf die­se Folge!

Tradition und Wandel

Die­se Anzei­ge von J.S. STAEDTLER aus dem Jahr 1941 hat mich erneut dazu ange­regt, ge­nauer auf den Blei­stift „Tra­di­ti­on“ zu schauen.

Tradition und Wandel

Die Mar­ke „Tra­di­ti­on“ wur­de 1931 ein­ge­tra­gen und seit­dem für Schreib­wa­ren unterschied­lichster Art benutzt, ist aber hier haupt­säch­lich durch den gleich­na­mi­gen Blei­stift bekannt. Des­sen Gestal­tung hat sich in den über 80 Jah­ren sei­ner Exis­tenz mehr­mals geändert.

Tradition und Wandel

(zum Ver­grö­ßern anklicken)

Der immer in schwarz und rot gehal­te­ne Tra­di­ti­on1 hat­te zunächst kein Kro­nenkäpp­chen (1, 19362), denn die­ses kam erst 19383. Danach änder­te sich u. a. die Dar­stel­lung des Härte­grads mehr­mals. Die Kenn­zeich­nung auf allen Sei­ten und die gewell­ten Lini­en (2, 19472) kamen und gin­gen, und von den Zif­fern ging es zu Buch­sta­ben und wie­der zurück (3, ca. 1950er Jahre).

In den 1960er Jah­ren4 kehr­te sich die Rich­tung der Beschrif­tung um. 19675 führ­te man ein neu­es Num­mern­sys­tem ein, wodurch 200 durch 110 ersetzt wur­de. In der glei­chen Zeit ver­schwanden mei­nes Wis­sens auch der Vier­tel­mond und die Jah­res­zahl 1662, die man nach einem Rechts­streit mit Faber-Castell ab 2010 gar nicht mehr nannte.

Im Jahr 19775 wech­sel­te man von der gold­far­be­nen zur wei­ßen Beschrif­tung in Hel­ve­ti­ca6-Ver­sa­li­en (4, zwi­schen 1973 und 20017). Zu sehen ist hier auch das Zei­chen für „Sicher­heits­verleimung”, bei der man unter­schied­li­che Lei­me für Mine-Holz und Holz-Holz ein­setz­te (dies wur­de zum Standard). 

20035 wich die Groß­schrei­bung der Gemischt­schrei­bung in Fru­ti­ger6, und ver­mut­lich bekam der tra­di­ti­on bei die­ser Gele­gen­heit auch den klei­nen Anfangs­buch­sta­ben, der ihn heu­te noch ziert (5). 19905 kam der Strich­code hinzu.

Tradition und Wandel

Über 80 Jah­re lie­gen zwi­schen die­sen Bleistiften

Durch eine Umstel­lung in der Fer­ti­gung lie­ßen sich neun statt bis­her acht Stif­te aus einem Sand­wich fer­ti­gen, doch wann das war, kann ich lei­der nicht sagen. Eben­so wenig weiß ich, wann die Blind­prä­gung hin­zu kam und der tra­di­ti­on 112, die Aus­füh­rung mit Radier­tip, ein­geführt wurde.

Natür­lich gab es noch wei­te­re Ände­run­gen. Inzwi­schen ist der tra­di­ti­on nicht mehr wie frü­her aus Zeder8, son­dern aus Kolorado-Tanne9, und im Ver­gleich der Genera­tio­nen sind deut­li­che Qua­li­täts­un­ter­schie­de bei den Minen zu spü­ren. Ganz all­ge­mein lässt sich sagen, dass die Minen­qua­li­tät des tra­di­ti­on 110 wie­der sehr gut ist (mei­ne Exem­pla­re mit der Be­schrif­tung in Ver­sa­li­en sind da eher ent­täu­schend10). Zudem gab es Vari­an­ten bei der Her­kunfts­angabe11.

Es wur­de aber noch etwas geän­dert, doch was war das? Wer als ers­ter einen Kom­men­tar mit der rich­ti­gen Ant­wort und einer funk­tio­nie­ren­den E-Mail-Adresse hin­ter­lässt, bekommt eine klei­ne Überraschung.

  1. Mir ist zu spät auf­ge­fal­len, dass ich für die Fotos einen aktu­el­len tra­di­ti­on aus­ge­sucht habe, bei dem der wei­ße Lack im Kro­nenkäpp­chen etwas dün­ner aus­ge­fal­len ist und den roten Lack daher leicht durch­schei­nen lässt. Dies ist natür­lich eine Aus­nah­me und nicht die Regel.
  2. Quel­le: Kenn­zeich­nung des Stifts aus einer Samm­lungs­auf­lö­sung.
  3. Sie­he dazu „J.S. Sta­edt­ler Noris 1100 № 2“.
  4. Ich mei­ne, mal von 1963 gehört zu haben.
  5. Quel­le: STAEDTLER.
  6. Oder ein sehr ähn­li­cher Font.
  7. In die­ser Zeit nutz­te man die­se an einen Inte­gral­helm erin­nern­de Vari­an­te des Mars-Kopfes.
  8. Genau­er: Weihrauch-Zeder; sie­he dazu „Blei­stift­höl­zer.
  9. Ich mei­ne mich zu erin­nern, dass der tra­di­ti­on – eben­so wie der Noris – auch mal (vor etwa zehn Jah­ren?) aus Jel­utong gefer­tigt wur­de.
  10. Glei­ches gilt übri­gens für den Lumo­graph 100 und den Noris 120 aus die­ser Zeit.
  11. Einen inter­es­san­ten Blick auf Exem­pla­re des tra­di­ti­on aus Deutsch­land, Eng­land und Aus­tra­li­en gibt es unter „Sta­edt­ler tra­di­ti­on 110“ bei Blei­stift.

„Ein paar Buntstifte“

Schreib­wa­ren sind in der ZDF-Sendereihe „Bares für Rares“ nur sel­ten zu sehen, doch Ende August gab es eine Besonderheit.

„Ein paar Buntstifte”

Mit „Ich habe heu­te ein paar Bunt­stif­te dabei“ trat ein Gast zunächst vor den Exper­ten und dann vor die fünf Händ­ler, um ein wohl gut 100 Jah­re altes und unbe­nutz­tes Set Kro­kierstif­te von Johann Faber anzu­bie­ten. Der Kauf­be­trag lag zum Schluss weit über der Schät­zung des Exper­ten, war aber mei­ner Ansicht nach immer noch recht nied­rig. – Der Aus­schnitt ist hier1 zu sehen.

Dan­ke an den unbe­kann­ten Leser, der mich über das Kon­takt­for­mu­lar dar­auf hin­ge­wie­sen hat!

  1. Der Titel ist jedoch irre­füh­rend.

Pentel Mechanica

Der Mecha­ni­ca des japa­ni­schen Her­stel­lers Pen­tel hat etwas, das es auch 50 Jah­re nach Markt­ein­füh­rung bei kei­nem ande­ren Druck­blei­stift gibt: Dreht man den Griff, fährt eine Hül­se zum Schutz des Minen­füh­rungs­röhr­chen heraus.

Pentel Mechanica

Erdacht hat sich dies Yukio Horie, Grün­der von Dai Nihon Bun­gu Kabu­s­hi­ki Kai­sha, dem Un­ternehmen, das sich 1971 den Namen Pen­tel gab. Sein Patent wur­de in Japan am 29. Mai 1968 ange­mel­det, und im dar­auf­fol­gen­den Jahr kam der Mecha­ni­ca in den Han­del1.

Pentel Mechanica

Das bri­ti­sche Patent „Mecha­ni­cal Pencil“

Den Mecha­ni­ca gab es in den Minen­durch­mes­sern 0,3 und 0,5 mm, drei leicht unterschied­lichen Designs und ver­schie­de­nen Aus­stat­tungs­va­ri­an­ten2. Auf die­se De­tails sind jedoch be­reits ande­re ein­ge­gan­gen, und so möch­te ich mich auf das konzentrie­ren, was die­sen Druck­bleistift so ein­zig­ar­tig macht, näm­lich den Schutz des Minen­füh­rungs­röhr­chens. Auf­schluss gibt die Patentschrift.

Pentel Mechanica

Aus dem bri­ti­schen Patent „Mecha­ni­cal Pencil“

Natur­ge­mäß ist sie sehr aus­führ­lich und in einer spe­zi­el­len Spra­che gehal­ten3; hier eine Kurzfassung.

Pentel Mechanica

Aus dem bri­ti­schen Patent „Mecha­ni­cal Pencil“

Die Tei­le:

  1. Klemm­hül­se
  2. Minen­füh­rungs­röhr­chen
  3. Schaft
  4. Vor­de­rer Teil des Schafts
  5. Mine
  6. End­kap­pe mit Drücker
  7. Äuße­rer Zylinder
  8. Spi­ral­schlitz
  9. Inne­rer Zylinder
  10. Längs­schlitz
  11. Ring­kra­gen
  12. Befes­ti­gungs­punkt
  13. Schutz­hül­se
  14. Knopf
  15. Griff­hül­se
  16. Ring

Am vor­de­ren Teil des Schafts (4) ist der inne­re Zylin­der (9) befes­tigt. In die­sem sitzt längs ver­schieb­bar die Schutz­hül­se (13), deren Knopf (14) so lang ist, dass er durch den Längs­schlitz (10) des inne­ren Zylin­ders (9) in den Spi­ral­schlitz (8) des dar­über sit­zen­den und dreh­baren äuße­ren Zylin­ders (7) reicht. Letz­te­rer ist als Feder aus­ge­führt, so dass er durch Kraft­schluss in der Griff­hül­se (15) gehal­ten und immer zusam­men mit die­ser gedreht wird. Ring­kra­gen (11) und Ring (16) ver­hin­dern das Ver­schie­ben von äuße­rem Zylin­der und Griffhülse.

Doch wie führt die Dreh- zu einer Längs­be­we­gung? Dreht man die Griff­hül­se, läuft der Knopf der Schutz­hül­se im Spi­ral­schlitz des äuße­ren Zylin­ders. Die Schutz­hül­se wür­de sich nur mit­drehen, aber der Längs­schlitz des inne­ren Zylin­ders zwingt sie in Längs­rich­tung4. So bewegt eine knap­pe Umdre­hung der Griff­hül­se die Schutz­hül­se über die kom­plet­te Län­ge5 (eine ge­ringe Dreh­be­we­gung bleibt natür­lich). – Die Mecha­nik ist spiel­arm und leichtgän­gig, und das Logo auf dem Kar­ton nimmt Bezug auf ihre Funktion.

Pentel Mechanica

Kar­ton (Aus­schnitt)

Ange­sichts der durch­dach­ten Mecha­nik des Stifts ist es kuri­os, dass man ihm einen Clip bei­gelegt hat, der nicht rich­tig passt.

Pentel Mechanica

Er ist nahe­zu iden­tisch zu dem des Pen­tel P200, nur etwas kür­zer, und hat eben­falls einen zy­lindrischen, geschlitz­ten Ring, der auf den ent­spre­chend geform­ten Abschnitt des P200 passt, aber auf dem koni­schen, zwölf­flä­chi­gen Schaft des Mecha­ni­ca kei­nen Halt fin­det. Schiebt man den Clip so weit auf den Schaft, dass er leid­lich sitzt, ist er zu weit vom Stift­ende ent­fernt und hin­ter­lässt, da der Ring nicht flä­chig auf­liegt, mit einer Kan­te leich­te Druck­stel­len am Schaft. Jeder Ver­such, den Clip zu benut­zen, führt dazu, dass er sich löst.

Wäh­rend ich mei­ne Leser mit ermü­den­den Details nicht nur zum Innen­le­ben des Mechani­ca stra­pa­zie­re, geht der Her­stel­ler mit sei­nen Kun­den scho­nen­der um und im Bei­le­ger nur auf Hand­ha­bung und War­tung des Schreib­ge­räts ein.

Pentel Mechanica

Aus dem Beileger

Das Befül­len des Stifts, der Minen­vor­schub usw. mag vor 50 Jah­ren erklä­rungs­be­dürf­tig ge­wesen sein6, ist aber heu­te all­ge­mein bekannt und muss hier nicht mehr wie­der­ge­ge­ben wer­den (auch wenn die Abbil­dun­gen im Bei­le­ger reiz­voll sind). So beschrän­ke ich mich hier auf die beson­de­re Aspek­te die­ses Druckbleistifts.

Pentel Mechanica

Der Mecha­ni­ca aus Benutzersicht:

  1. Spit­ze
  2. Schutz­hül­se
  3. Griff­hül­se
  4. Ring7
  5. Schaft8
  6. Här­te­grad­in­di­ka­tor
  7. End­ko­nus
  8. Drü­cker

Pentel Mechanica

Aus dem Beileger

Hier wird beschrie­ben, den Stift dadurch gebrauchs­fer­tig zu machen, in dem man mit der einen Hand die Griff­hül­se hält und mit der ande­ren den Schaft nach links dreht, bis die Schutz­hül­se die Spit­ze frei­ge­legt hat, und den Stift in die ent­ge­gen­ge­setz­te Rich­tung zu dre­hen, um die Schutz­hül­se wie­der über die Spit­ze hin­aus­tre­ten zu las­sen. Dazu gibt es den Hin­weis, ein Über­dre­hen der Griff­hül­se zu ver­mei­den, weil sie sich sonst lösen kann. Auf den fol­gen­den Sei­ten fin­den sich Details zum Ein­stel­len und Rück­stel­len der Mine, zum Nach­fül­len, zur Rei­ni­gungs­na­del, zum Här­te­grad­in­di­ka­tor und zur Schutzhülle.

Pentel Mechanica

Aus dem Beileger

Die Anlei­tung zum Zer­le­gen des Mecha­nis­mus beginnt mit dem Hin­weis, dies mög­lichst zu ver­mei­den, da sich der Zusam­men­bau als schwie­rig erwei­sen könn­te. Das hat mich moti­viert und wie beschrie­ben vor­ge­hen lassen.

Pentel Mechanica

Schutz­hül­se zur Sicher­heit herausdrehen.

Pentel Mechanica

Griff­hül­se abziehen.

Pentel Mechanica

Schutz­hül­se abneh­men (ggf. wie eine Schrau­be herausdrehen).

Pentel Mechanica

Äuße­ren Zylin­der abneh­men (er muss sich leicht auf­bie­gen, damit er über den Ring­kra­gen passt). – Hier fal­len zwei Unter­schie­de zum Patent auf: Zum einen ist der äuße­re Zylin­der sym­me­trisch aus­ge­führt9, kann also auch anders her­um auf­ge­steckt wer­den, und zum an­deren hat der inne­re Zylin­der einen zwei­ten Ringkragen.

Kann man den Mecha­ni­ca noch wei­ter zerlegen?

Pentel Mechanica

Ja, denn die Spit­ze lässt sich lösen, um bei Pro­ble­men mit dem Minen­vor­schub die Zwin­ge rei­ni­gen zu können.

Pentel Mechanica

Spit­ze abschrau­ben und ggf. Minen­res­te aus der Zwin­ge entfernen.

Der Zusam­men­bau ist in der Tat nicht ganz ein­fach, weil der äuße­re Zylin­der, wenn er auf dem inne­ren sitzt, beim Auf­set­zen der Griff­hül­se fest zusam­men­ge­drückt wer­den muss, damit er nicht durch die Griff­hül­se über den zwei­ten Ring­kra­gen gescho­ben wird (unnö­tig zu sagen, dass sich dann alles ver­keilt und die Tei­le beschä­digt wer­den kön­nen). – Die Me­chanik ist werk­sei­tig leicht geschmiert.

Pentel Mechanica

Aus dem Kata­log von Pen­tel Japan (1999)

Ich benut­ze den Mecha­ni­ca sehr ger­ne. Dass sein Griff ziem­lich glatt ist, der Clip nicht passt und der Minen­vor­schub mit 2,8 mm pro zehn­mal Drü­cken sehr gering aus­fällt, sind Kleinig­keiten – die hohe Material- und Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät, die spiel­freie Minen­füh­rung, das in mei­nen Augen reiz­vol­le Design und und natür­lich die spe­zi­el­le Mecha­nik machen den Pen­tel Me­chanica auch heu­te noch zu einem beson­de­ren Druckbleistift.

Wann genau die Pro­duk­ti­on des Mecha­ni­ca ein­ge­stellt wur­de, weiß ich nicht, aber es ist manch­mal von 2002 die Rede; heu­te ist er nur noch sehr schwer zu bekom­men. – Die Schutz­hülse, wenn auch abnehm­bar und nicht inte­griert, kam übri­gens 1970 beim Pen­tel Mecha­nica Graph wieder.

Dan­ke an Sola von pen­cils and other things für die Über­set­zung des Beilegers!

  1. Der Mecha­ni­ca war der welt­weit ers­te Druck­blei­stift für 0,3-mm-Minen und bekam außer­dem den Long Life Design Award (Quel­len: Pen­tel Design, Good Design Award).
  2. Der Lie­fer­um­fang und die Ver­pa­ckung des Mecha­ni­ca waren ver­gleichs­wei­se auf­wän­dig: Ein Kar­ton schütz­te die Klapp­box aus Kunst­stoff, und in die­ser befand sich neben dem Stift ein Clip, eine Schutz­hül­le (zunächst aus Leder, spä­ter aus Kunst­stoff), ein Röhr­chen Minen, ein Bei­le­ger (Japa­nisch für die loka­le und Englisch/Französisch/Deutsch für die Export­va­ri­an­te) und – in frü­hen Ver­sio­nen – ein Tuch. Durch­ge­hend geblie­ben sind der gel­be Härtegradindi­kator für die 0,5-mm-Variante und der rote für 0,3 mm; auch war immer nur bei letz­te­rer die Gra­vur der Griff­hül­se mit schwar­zer Far­be gefüllt. – Eine sehr frü­he (die ers­te?) inter­na­tio­na­le Varian­te ist unter „PENTEL MECHANICA 0.3m/m“ zu sehen, und vie­le wei­te­re Details zu den ande­ren gibt es bei 2本のメカニカを比較する und 徹底比較「3本のメカニカ 〜付属品編〜」.
  3. Ich muss geste­hen, dass ich nicht sel­ten Gefal­len an die­ser fin­de.
  4. Durch die Rei­bung des Knop­fes an den Kan­ten der Schlit­ze ist natür­lich mit einem gewis­sen Ver­schleiß zu rech­nen, doch die­ser dürf­te sich in Gren­zen hal­ten.
  5. Die Schutz­hül­se fährt übri­gens etwa einen Mil­li­me­ter über das Minen­füh­rungs­röhr­chen hin­aus, so dass auch noch die even­tu­ell her­aus­ste­hen­de Mine geschützt wäre.
  6. Der ers­te Fein­mi­nen­stift kam 1960, also neun Jah­re vor dem Mecha­ni­ca, auf den Markt (Quel­le: Pen­tel Japan).
  7. Die ers­te Vari­an­te war hier u. a. mit „JIS S 6013“ gekenn­zeich­net, der japa­ni­schen Norm für Druck­blei­stif­te (iden­tisch zu ISO 9177-1).
  8. Man­chen Quel­len zufol­ge ist er aus einem POM (Poly­oxy­me­thy­len) gefer­tigt.
  9. Wie unter 徹底比較「3本のメカニカ 〜本体編〜」 zu sehen ist, kam dies erst mit der zwei­ten Vari­an­te.

„Für Bild und Schrift …

… den STAEDTLER-Stift” ver­kün­det die­se Papier­tü­te und hat damit natür­lich recht.

Für Bild und Schrift …

Die 12,3 × 18,7 cm gro­ße und ein­sei­tig bedruck­te Tüte ist gut 60 Jah­re alt1 und kommt somit etwa aus der glei­chen Zeit wie das kürz­lich gezeig­te Lösch­blatt. – In den Rah­men am unte­ren Rand kam ver­mut­lich der Händlerstempel.

Für Bild und Schrift …

Stell­ver­tre­tend für alle STAEDTLER-Stifte sind hier hier der Blei­stift Mars Lumo­graph 2886 und der Mars Kopier­stift 754 zu sehen.

Für Bild und Schrift …

Unnö­tig zu sagen, dass mir die Gestal­tung sehr gut gefällt. – War­um es hier „ANNO 1662“ heißt, obwohl man im Jahr 2010 „175 Jah­re STAEDTLER“ gefei­ert hat, ist hier erläutert.

Für Bild und Schrift …

Das war's auch schon für den heu­ti­gen Sonntag.

  1. Datier­bar am Mars-Kopf, der in die­ser Form von 1952 bis 1957 ver­wen­det wur­de.

MARS

Aus der ers­ten Hälf­te der 1950er Jah­re1 und damit gut 60 Jah­re alt ist die­ses 15 × 10,5 cm gro­ße Lösch­blatt, das für die Schreib­ge­rä­te der MARS-Serie von STAEDTLER warb2.

MARS

Wäh­rend die saug­fä­hi­ge Rück­sei­te in zar­tem Rosa gehal­ten ist, über­wiegt auf der werben­den Vor­der­sei­te das am 1. August 1930 mit dem Blei­stift Lumo­graph 2886 ein­ge­führ­te Mars-Blau.

MARS

Bewor­ben wer­den hier der Farb­stift Mars Chro­ma 2919 (natür­lich Blau), der Mars Kopier­stift 754, der Blei­stift Mars Lumo­graph 2886 und ein mir unbe­kann­ter Füll­hal­ter. Die Falt­schachtel darf ihren „MARS“-Schriftzug zei­gen, und die blass­grau­en Rehe im Hin­ter­grund sol­len ver­mutlich ein Bei­spiel dafür sein, was man mit dem Lumo­graph zeich­nen kann.

MARS

Selbst­ver­ständ­lich wer­de ich die­sem Lösch­blatt den bestim­mungs­ge­mä­ßen Gebrauch vor­ent­halten, denn dafür ist es mir zu scha­de3.

MARS

Wei­te­re Reklame-Löschblätter gibt es hier und da zu sehen.

  1. Datier­bar am Mars-Kopf, der in die­ser Form von 1952 bis 1957 ver­wen­det wur­de.
  2. War­um heißt es hier „ANNO 1662“, obwohl man im Jahr 2010 „175 Jah­re STAEDTLER“ gefei­ert hat? Wie dies zusam­men­passt, ist hier erläu­tert.
  3. Über die Sinn­haf­tig­keit des­sen kann man sicher strei­ten.
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