Archiv des Stichworts „Faber-Castell”

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Kurz notiert

Donnerstag, 3. Januar 2019
  • Kein alltäglicher Fund: Ein alter Katalog von J.S. Staedtler USA bei archive.org, wohl von etwa 1930. – Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis!
  • Neu in der Welt der Schreibgeräte-Blogs ist das Pen Museum, das sich Füllhaltern, Ku­gelschreibern und einigem mehr widmen will und in den ersten Beiträgen detailliert auf ältere Druckbleistifte wie z. B. den Pentel Mechanica eingegangen ist. Ich werde es gespannt verfolgen! – Nicht so gut finde ich jedoch, dass das Foto im ersten Beitrag aus einer Auktion bei Yahoo Japan stammt, aber die Quellenangabe fehlt.
  • Heute wurde die Gebrauchsmusterschrift „Stift” von Faber-Castell veröffentlicht (DPMA, Espacenet). Beschrieben ist die Gestaltung eines Stiftschafts mit noppenförmigen Vor­sprüngen und/oder napfförmigen Vertiefungen, die sich aus mehreren Facettenflächen zusammensetzen, wobei diese Flächen aufgrund ihrer Beschichtung eine höhere Licht­reflexion und/oder -beugung aufweisen als die übrige Schaftfläche. Diese Flächen, die auch konkav oder konvex sein können, lassen sich z. B. mit einem Prägestempel anbrin­gen und erlauben eine Vielzahl optischer Effekte. – Mich erinnert die Beschreibung an den 2013 vorgestellten Bleistift „Sparkle”.

Insights-X 2018

Montag, 31. Dezember 2018

Anfang Oktober fand die Insights-X, die Fachmesse für Papier-, Büro- und Schreibwaren, in Nürnberg statt; hier einige späte, kurze und vor allem sehr subjektive Notizen.

Insights-X 2018

Cleo Skribent

Bei der Cleo Schreibgeräte GmbH, Anbieter von Schreibgeräten der Marke Cleo Skribent1, haben mich die Füllhalter mit Holzschaft der Natura-Serie angesprochen.

Insights-X 2018

Neben den in vier Hölzern, drei Federbreiten (F/M/B) und Metallgriffstück angebotenen Varianten des Natura (unverbindliche Preisempfehlung 800 Euro) gibt es eine Ausführung aus Amboina Maser mit einem Griffstück aus Holz und rotvergoldeten statt palladinierten Beschlägen.

Insights-X 2018

Noch reizvoller fand ich indes den Füllhalter Optima, dessen Schaftform von elffach facet­tiert zu oval übergeht. Er wird für 500 Euro und auch mit drei Federbreiten angeboten; ein passender Tintenroller ist ebenfalls im Programm.

Koh-I-Noor

Am Stand von Koh-I-Noor hat mich ein aus spitzen Stiften gefertigter Orang Utan emp­fangen.

Insights-X 2018

Da ich dieses Unternehmen ausnahmslos als abweisend empfunden habe, wollte ich mich den Mitarbeitern ebenso wenig nähern wie diesem stacheligen Orang Utan und bin schnell weitergegangen.

Platinum

Beim japanischen Anbieter Platinum, der im kommenden Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, habe ich mich deutlich länger aufgehalten.

Insights-X 2018

Präsentiert wurde auch der Füllhalter #3776 Century in acht Federbreiten. Es hat Spaß ge­macht, ihn zu testen, doch die beiden Exemplare des Century #3776 F, die ich vor ein paar Monaten bei Versendern erworben habe, hatten im Gegensatz zu den gezeigten Exemplaren leider Probleme mit der Feder, und so musste ich sie retournieren.

Insights-X 2018

Im #3776 Century und in einigen anderen Modellen von Platinum kommt der „Slip & Seal”-Mechanismus zum Einsatz, die ein Austrocknen der Feder verhindert und eine erheblich längerer Lagerung des gefüllten Schreibgeräts ermöglicht. An einem Modell wurde die Funktionsweise gezeigt.

Insights-X 2018

Bereits im August kam der Procyon auf den Markt.

Insights-X 2018

Dieser Füllhalter hat als Besonderheit eine sehr weit an der Federspitze liegende Ansaug­öffnung, wodurch sich selbst ein kleiner Tintenrest aus dem Glas holen lässt. Der Procyon ist in fünf Farben sowie zwei Federbreiten (F/M) erhältlich und verfügt ebenfalls über den „Slip & Seal”-Mechanismus.

Insights-X 2018

Aus mir unbekannten Gründen habe ich die Tinten der Reihe „Classic Ink” zwar foto­grafiert, aber nicht näher betrachtet. Gewundert habe ich mich darüber, dass alle „Black” in Namen tragen, aber keine schwarz ist.

Insights-X 2018

Pentel

Der deutsche Ableger des japanischen Herstellers Pentel feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

Insights-X 2018

Zu den Neuheiten gehört der Boardmarker Maxiflow Flex-Feel mit flexibler Schreibspitze, die eine Variation der Strichstärke ermöglicht.

Insights-X 2018

Eine bemerkenswert feine Pinselspitze hat der Faserschreiber Sign Pen Artist aus dem „Pentel Arts”-Sortiment.

Insights-X 2018

Er ist in zwölf Farben erhältlich.

Insights-X 2018

Weniger attraktiv fand ich die holzgefassten, wasservermalbaren Farbstifte, die vermutlich der Sortimentsabrundung dienen und mit ihrer Qualität meiner Ansicht nach nicht zu Pen­tel passen.

Insights-X 2018

Pilot

Auch der japanische Hersteller Pilot war in Nürnberg vertreten.

Insights-X 2018

Sehr schön und aus der Nähe anzusehen waren die Namiki-Füllhalter.

Insights-X 2018

Im Gespräch konnte ich u. a. erfahren, dass die Iroshizuku-Tinten auch hierzulande erhält­lich sind (meine beiden hatte bei einem Versender im Ausland gekauft).

Faber-Castell

Selbstverständlich war auch Faber-Castell dabei.

Insights-X 2018

Zu den präsentierten Neuheiten gehörten neue Tinten in Türkis und Pink, wobei letztere sogar löschbar ist.

Insights-X 2018

Zusammen mit dem silberfarbenen Bleistift GRIP 2001, inzwischen ein Klassiker, wurden ein blauer sowie ein farblich abgestimmter Radierer und Dosenspitzer gezeigt.

Insights-X 2018

Den Marker Textliner pastell gibt es jetzt in den neuen Farben Lichtgrün, Vanille und Ultra­marin, die auch zusammen mit den anderen Farben in einem 8er-Etui erhältlich sind.

Insights-X 2018

STAEDTLER

Die meisten und für mich interessantesten Neuigkeiten gab es bei STAEDTLER.

Insights-X 2018

Besonders beeindruckt hat mich die umfangreiche Sortimentserweiterung des Mars Lumo­graph. Mit 10H, 10B, 11B und 12B kamen vier Härtegrade hinzu, so dass es nun 24 sind; damit bietet der Mars Lumograph den größten Härtegradbereich und läuft sogar dem Mit­subishi Hi-uni (22 Grade) den Rang ab.

Insights-X 2018

Neu ist der Mars Lumograph jumbo, den es in fünf Härtegraden geben wird. Er ist 11 mm dick und hat eine etwa 5,3 mm starke Mine.

Insights-X 2018

Insights-X 2018

Mit dem Mars Lumograph charcoal kommt ein holzgefasster Kohlestift in drei Härtegraden auf den Markt.

Insights-X 2018

Ebenfalls neu ist der Vollgraphitstift Mars Lumograph pure graphite, der in neun Härte­graden angeboten wird; die drei weichsten Grade werden zusätzlich in einer wasservermal­baren Variante erhältlich sein.

Insights-X 2018

Auch der Ende 2015 vorgestellte Mars Lumograph black erfuhr eine Erweiterung, denn es wird ihn jetzt auch in HB und damit in sechs Härtegraden geben. – Hinzu kam der Mars Lu­mograph pastel, ein holzgefasster Pastellstift, der in fünf Farbtönen und als Blender auf den Markt kommen wird.

Insights-X 2018

Von den zahlreichen weiteren Neuigkeiten, auf die ich hoffentlich in Kürze werde eingehen können, sei noch der dicke, wasservermalbare Farb- und Wachsmalstift buddy erwähnt. Er ist aus Zedernholz gefertigt und kommt in 18 Farben in den Handel.

Insights-X 2018

Die neuen Produkte von STAEDTLER werden ab Januar 2019 verfügbar sein.

Insights-X 2018

Die nächste Insights-X öffnet am 9. Oktober 2019, und ich hoffe, dann auch wieder dabei sein zu können.

  1. Der Name setzt sich zusammen aus den ehemaligen Markennamen „Cleopatra” für Füllhalter, der zu „Cleo” wurde, und dem für Tuschezeichner verwendeten „Skribent”.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Samstag, 18. August 2018

Seit April auf dem Markt ist der Jumbo Grip Bicolor von Faber-Castell mit roter und blauer Mine.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Der dreiflächige Stift mit der im Jahr 2001 eingeführten „Soft-Grip-Zone” ist knapp 10 mm dick1 und hat die übliche Länge von 17,5 cm.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Die Material- und Verarbeitungsqualität des aus Zeder gefertigten Jumbo Grip Bicolor emp­finde ich als sehr gut: Der silbern glänzende Wasserlack, die Grip-Punkte und die Prägungen sind makellos; auch an der Verleimung der Holzhälften und der Mine gibt es nichts auszu­setzen. – Neben den üblichen Kennzeichnungen im mittleren Teil des Stiftes findet sich auf der roten Hälfte eine zweistellige Blindprägung2.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Die etwa 4,3 mm starke Mine hat eine saubere Abgabe und eine sowohl für das Schreiben als auch das Malen angenehme Härte; erwartungsgemäß ist sie nur eingeschränkt radier­bar. Es macht Freude, den Jumbo Grip Bicolor zu benutzen: Er gleitet recht leicht, bietet eine gute Sättigung und behält seine Spitze lange. Darüber hinaus ist er vergleichsweise wischfest und bruchstabil. – Laut Faber-Castell soll die Mine wasservermalbar sein, doch das kann ich nicht bestätigen.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Mit dem Möbius+Ruppert 602

Der Stift lässt sich im Hand- und im Kurbelspitzer sehr gut spitzen. Die feine, am Spitzanfall gut erkennbare Maserung des Zedernholzes ist beeindruckend!

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Faber-Castell bewirbt den für Kinderhände gedachten Jumbo Grip Bicolor als „[i]deal zum Silbentrennen und Korrigieren”; er soll zudem das das Regellernen der Rechtschreibung vi­suell unterstützen.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Von links: Spitze ab Werk, Möbius+Ruppert 602, Westcott iPoint ClassAct

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor beträgt 1,95 Euro.

Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf diesen großartigen Rot-Blau-Stift!

  1. Durchmesser des Umkreises.
  2. Bei meinen Exemplaren: d8 (April 2018?).

Fundstück

Freitag, 27. Juli 2018

Beim Sichten noch unsortierter Dinge fiel mir kürzlich dieses Etui in die Hände.

Fundstück

Es ist 12 × 17 cm groß aus Kunstleder gefertigt.

Fundstück

Neben dem Taschenrechenstab Aristo Rietz 89 mit vierseitiger Anleitung und Hinweisen zu Reinigung und Aufbewahrung enthält es ein Bündel länglicher Notizzettel mit Banderole so­wie den Fallminenstift Faber-Castell TK 9500.

Fundstück

Das Etui trägt keine Kennzeichnungen, doch dem Inhalt nach könnte es von Aristo und aus den späten 1970er Jahren stammen. Gut möglich, dass der Fallminenstift ursprünglich nicht dabei war und vom Vorbesitzer stammt.

Fundstück

Ich vermute, dass man dieses Etui Technikern und Ingenieuren angedient hat.

Nachtrag vom 9.8.18: Aristo hat die Produktion der Rechenschieber 1979 eingestellt (Quelle: Rechnerlexikon: Aristo). Das Etui dürfte damit knapp 40 Jahre oder älter sein.

Paperworld 2018

Donnerstag, 8. Februar 2018

Vor gut einer Woche gingen in Frankfurt/Main die Paperworld und die zeitgleich stattfin­dende Creativeworld zu Ende; hier ein paar subjektive Notizen1. – Gerne besucht hätte ich Brunnen, Carl, Conté à Paris, Doms, Lamy, Ohto, Pilot, Sakura, Schwan-Stabilo, Staedtler, Tombow und uniball, aber diese Firmen waren diesmal leider nicht vertreten.

Möbius+Ruppert

Mein erstes Ziel war der Stand von Möbius+Ruppert, dem Erlanger Hersteller von Spitzern, Zeichengeräten und Schneidemaschinen. Dort gab diesmal zwar keine Neuigkeiten, doch die Gespräche und die geschmackvolle Präsentation nicht nur der Messingspitzer waren ei­ne Freude.

Paperworld 2018

Steinhöringer Werkstätten

Diese Einrichtung mit Hauptsitz in München fördert und begleitet Menschen mit Behinde­rungen. Präsentiert wurden Produkte aus Holz, die in den Werkstätten gefertigt werden, darunter ein Klebebandabroller in Form einer Schnecke, ein immerwährender Kalender und Stiftköcher sowie -ablagen, die sehr gelungen sind und obendrein zu attraktiven Preisen angeboten werden. Ein Foto durfte ich leider nicht machen, aber eine Übersicht der Pro­dukte gibt es hier.

Chameleon

Während die meisten Hersteller zweifarbiger Stifte kontrastierende oder Komplementär­farben kombinieren, vereinen die holzgefassten Farbstifte von Chameleon ähnliche Töne, um das Erstellen von Übergängen zu erleichtern. – Die Stifte werden in Österreich gefer­tigt.

Paperworld 2018

KUM

Den Stand von KUM habe ich nur wegen einer Reklamation aufgesucht, denn ein in der Schublade aufbewahrter Masterpiece-Spitzer hatte sich unschön verändert, und vom Ser­vice von KUM kam keine Antwort auf meine E-Mail. Ich hatte das Glück, mit dem Ge­schäftsführer sprechen zu können; er gab mir einen neuen Masterpiece und kündigte an, nach der Ursache für die Veränderung am Spitzer schauen und mich informieren zu lassen.

KACO

Bei KACO, einem chinesischen Hersteller von Füllhaltern, Kugelschreibern, Gelrollern und Zubehör haben mich das Design und die Qualität der Produkte sowie die Gestaltung des Auftritts sehr angenehm überrascht; auch der Katalog hat mich beeindruckt.

Paperworld 2018

Brevi Madu Trade

Brevi Manu Trade mit Sitz in Bielefeld vertreibt seit 2010 u. a. die Produkte von California Cedar und Papier des japanischen Herstellers LIFE. Letzteres finde ich interessant, und so habe ich mich gefreut, dass es einen deutschen Vertrieb gibt. Wie immer habe ich mich korrekt als Endkunde zu erkennen gegeben, und auf Bezugsquellen angesprochen, nannte mir ein Mitarbeiter Manufactum. Als ich sagte, dass ich Manufactum nicht mag und ihn frag­te, welche Händler er noch beliefere, antwortete er: „Warum soll ich ihnen das sagen? Ich kenne sie doch gar nicht.” Ich war auch neugierig, wie das LIFE-Papier im Vergleich zum Tomoe River ist, worauf der Mitarbeiter sagte, dass das Tomoe River wesentlich schlechter sei, weil fast alle Tinten durchschlagen würden (was ich nicht bestätigen kann). Er ging, um ein Blatt eines 26-Gramm-Papiers von LIFE zu holen, kam aber nicht mehr zurück.

LYRA

Das 1806 in Nürnberg gegründete Unternehmen LYRA gehört seit 2008 zum italienischen FILA-Konzern, der einiges in China fertigen lässt, so auch die Blei- und Farbstifte der neuen „Graduate”-Serie. Die Gestaltung der Blei- und Farbstifte finde ich ansprechend, doch ihre Qualität enttäuschend: Ihr Äußeres ist ungleichmäßig, ja stellenweise sogar rauh, und die Minen der Bleistifte, die ich getestet habe, schrieben nicht glatt.

Paperworld 2018

Super5

Am Stand des Vertriebs Aratrum wurden die Füllhalter und Tinten von Super5 prä­sentiert. Die Rezeptur der wasserfesten Super5-Tinte hat man vor kurzem verbessert; zudem gibt es die Tinten jetzt auch in Patronen. – Ebenfalls zu sehen war ein zylindrisches Glas, in dem sich ein zusammengerolltes und mit Super5-Tinte beschriftetes Papier befand2; dies de­monstrierte die Wasserfestigkeit der Tinte auf beeindruckende Weise.

Paperworld 2018

Tokyo Kinzoku Industry Co. Ltd.

Bei der Tokyo Kinzoku Industry Co. sind mir die Clips mit Profilen von Shibas aufgefallen, und so musste ich unbedingt um ein Muster bitten, natürlich nicht ohne unseren Kisho zu erwähnen.

Paperworld 2018

Leuchtturm1917

Leuchtturm1917, Anbieter von Notizbüchern und Kalendern, hat jetzt auch holzgefasste Blei­stifte im Sortiment. Sie sind in 17 auf die Papierprodukte abgestimmten Farben, aber nur im Härtegrad HB erhältlich und werden in Portugal hergestellt.

Paperworld 2018

Faber-Castell

Bereits auf der Insights X im letzten Oktober hat Faber-Castell die „Goldfaber”-Farbstifte vorgestellt. Es gibt sie in einer permanenten (rund) und einer wasservermalbaren Variante (sechsflächig) und in 48 Farben; ihre Mine ist 3,3 mm dick. Mit einer unverbindlichen Preis­empfehlung von 13 Euro für das 12er-Set sind diese in Deutschland hergestellten Stifte vergleichsweise günstig, doch man sieht die Einsparungen: Bei einigen sechsflächigen Exemplaren fiel mir auf, dass der Lack der Tauchkappe an den Kanten recht dünn ist und das Grau des Schafts durchscheint. Zudem werden die Farbstifte aus Gmelina ge­fertigt.

Paperworld 2018

Den auf Farbstifte abgestimmten Radierer CP-10 von SEED hatte ich zufällig dabei; auch beim Goldfaber hat er überzeugt.

Paperworld 2018

Viarco

Der portugiesische Hersteller Viarco ist mir ans Herz gewachsen, und so war ich gleich mehr­mals am Stand. Neben Retro-Motiven hatten es mir vor allem das an ein Hemd erinnerndes Mäppchen und die Umhängetasche für bis zu 60 Stifte, Zubehör und einen Block angetan.

Paperworld 2018

Paperworld 2018

Sehr erfreulich waren auch die anregenden Gespräche, in denen ich viel über das Unter­nehmen und die Produkte erfahren konnte.

Paperworld 2018

Paperworld 2018

Awagami

Bei Awagami aus Japan gab es nicht nur geschmackvoll bedrucktes Papier zu sehen, sondern auch Produkte von Washida-Daigaku. Die Postkarte, die ich ergattern konnte, ist wie die anderen in dieser Reihe aus Baumwolle hergestellt und zeigt Tokugawa Tsuna­yoshi, einen Shōgun des späten 17. Jahrhunderts, der sich sehr für die Rechte und den Schutz der Tiere eingesetzt hat, aber besonders für Hunde, und daher auch als „Hunde-Shōgun” bekannt war. Natürlich gefallen mir diese Motive wegen des Shibas besonders gut!

Paperworld 2018

Caran d'Ache

Der Schweizer Hersteller Caran d'Ache hat dieses Jahr nur wenig neues gezeigt. Zudem fiel auf, dass ein großer Teil des Stands, der im vergangenen Jahr noch der Präsentation vor allem des Künstlersortiments diente, nur mit Tischen und Stühlen bestückt war.

In Zusammenarbeit mit Nestlé entstand eine limitierte Variante des Kugelschreibers 849, dessen Schaft aus wiederverwendeten Nespresso-Kapseln hergestellt wird.

Paperworld 2018

Vorgestellt wurde das „Bullet Journal Starter Set”, das den holzgefassten Graphit/High­lighter-Stift Graphicolor 370.240 enthält. Er kam zusammen mit dem Graphit/Rot-Stift Grap­hicolor 370.070 auf den Markt und hat ebenso wie dieser eine 3 mm starke Mine; beide sind auch einzeln erhältlich. – Letzterer unterscheidet sich vom „Editor” nur durch seine Kennzeichnung.

Paperworld 2018

Paperworld 2018

Ab März im Handel ist ein weiterer Bleistift der „Swiss Wood”-Reihe3. Er ist aus Waldkiefer gefertigt und wird nicht einzeln, sondern nur zusammen mit den Bleistiften aus Jura-Buche und Zirbe angeboten. – Der aktuelle Katalog führt übrigens einen „Edelweiss”-Bleistift auf, der ebenfalls aus Schweizer Waldkiefer gefertigt ist (Art.-Nr. 341.282), doch von Caran d'Cache konnte ich erfahren, dass dieser nicht in Deutschland erhältlich sein wird.

Paperworld 2018

Das war's! Die nächste Paperworld beginnt am 26. Januar 2019.

  1. Ich war auch im vergangenen Jahr dort und habe einiges gesehen, hatte aber keine Lust, darüber zu schreiben.
  2. Die sehr ansprechende Schrift auf dem Papier stammte von der Kalligrafin Elke Wunsch.
  3. Die Abkürzung „COBS” auf dem Bleistift steht für „Certificat d'origine bois Suisse”, d. h. das Holz dieses Bleistifts kommt aus der Schweiz.

Faber-Castell Magicus

Samstag, 18. November 2017

Kaum bekannt und mit langer Geschichte: Der Magicus von Faber-Castell.

Faber-Castell Magicus

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit seinem anthrazitfarbenen Schaft, der dunkelgrauen Tauchkappe und dem silbernen Prägedruck gibt der als Wirtestift angebotene Magicus eine elegante Erscheinung ab, und er passt gut zu der oft in Schwarz, Grau und Weiß gehaltenen Berufsbekleidung der Gas­tronomie.

Faber-Castell Magicus

Seine Kennzeichnung ist schlicht: Neben den üblichen Angaben1 trägt das Zeichen für das Securalverfahren, eine Blindprägung (hier: „h7″2) und „GERMANY”. Letzteres lässt mich vermuten, dass der Magicus nicht in Deutschland gefertigt wird, denn ansonsten würde ich wie beim hierzulande hergestellten Faber-Castell 9000 „Made in Germany” erwarten. – Ab­gesehen von den nicht ganz geraden Kanten der Tauchkappen ist die Verarbeitungs­qualität sehr gut. Farbe und Maserung des Holzes sowie die sehr gute Spitzbarkeit des Magicus sprechen für Weihrauch-Zeder.

Faber-Castell Magicus

Die Mine ist 3,2 mm dick und hat eine subjektive Härte, die der des STAEDTLER Mars Lumograph 3B entspricht. Sie schreibt etwas wachsig und gleitet dadurch nicht ganz so leicht, doch ihre Abgabe ist sauber. Der Magicus wird damit beworben, dass er auf fast allen glatten und auch nassen Oberflächen schreibt, und das kann ich nach ein paar schnel­len Tests bestätigen.

Faber-Castell Magicus

Die Schwärzung des Magicus auf Papier ist etwa wie bei einem Bleistift in HB bis B, doch sein Strich glänzt weniger, ist wischfester und lässt sich schlechter radieren. Die Mine ist allerdings nicht allzu bruchfest und schreibt sich auf nassem Papier schnell ab.

Faber-Castell Magicus

Die ältesten Belege zum damals „Schwarzstift unverwischlich” genannten Spezialstift finden sich in einem Rezeptbuch von A.W. Faber aus der Zeit von 1881–1890, das auch Wahlblei­stifte für London aufführt. 1921 wurde die Marke „Magicus” eingetragen, und im Waren­katalog3 dieses Jahres präsentierte man den verbesserten „Magicus”-Schwarzstift.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von A.W. Faber (1921)

Der in drei Versionen und sechs Härtegraden erhältliche Magicus wurde als „Ersatz für Tinte und Feder als Schreibstift und auch als Durchschreibstift für Briefe, Listen, Tabellen, No­tizbücher, Unterschriften, sowie als Markierstift z. B. für Straßenbahn-Fahrscheine” bewor­ben. Besonders hervorgehoben wurde seine Glanzlosigkeit, die seinen Strich selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen, z. B. bei Lampenlicht im Bahnpostwagen, gut lesbar macht. Auch für das Schreiben auf glattem Papier, glänzenden Karton, Holz, Leder und Textilien war er geeignet.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von A.W. Faber (1921)

Im Warenkatalog von 1927–30 fällt auf, dass der Magicus in Portefeuillestärke nicht mehr angeboten und der dicke Magicus 2858 mit einer Mine mit quadratischem Querschnitt dar­gestellt wird. Mit Gärtnern wird eine weitere Nutzergruppe genannt; Wirte sind noch nicht dabei.

Faber-Castell Magicus

Prospekt von A.W. Faber (1927–30)

Ende der 1950er Jahre wurde das Magicus-Sortiment um einen Fallminenstift erweitert; der holzgefasste Magicus hatte schon davor eine andere Gestaltung erhalten.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von Faber-Castell (um 1960)

Mit dem CASTELL 9120 gab es jetzt nur noch einen Magicus-Bleistift. Die 3,15 mm dicken Minen für den Fallminenstift TK 9400 Magicus waren in Schwarz, Rot, Blau und Gelb erhält­lich und schrieben auf Papier, Glas, Porzellan, Metall und Kunststoff. 1961 wurde zudem ein Magicus-Kugelschreiber zum Schreiben auf glatten, nicht fetthaltigen Flächen angeboten, und Ende der 1960er Jahre kamen rote Magicus-Kreiden mit Papierummantelung auf den Markt.

1979 wurde erstmals die Gastronomie erwähnt, doch die Bezeichnung „Gaststättenstift” war nur auf der Verpackung des etwa 20 Jahre zuvor eingeführten 9120 zu finden und nicht auf dem Stift.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von Faber-Castell (1979)

Wann der Magicus erneut umgestaltet und zum Wirtestift wurde, konnte ich noch nicht herausfinden. – Auf den Magicus bin ich durch Zufall aufmerksam geworden; für sechs Stifte habe ich bei Papiertiger Berlin knapp 10 Euro bezahlt.

Danke an Faber-Castell für die Details zur Geschichte des Magicus und die Scans!

Nachtrag vom 1.12.17: Ein Leser hat mir mitgeteilt, dass es auf der Kartonverpackung des Magicus „Made in Germany” heißt, der Stift also in Deutschland hergestellt wird.

  1. In der GTIN enthalten: Die Faber-Castell-Artikelnummer 215100.
  2. August 2017?
  3. In der Ich-Form schreibt hier Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, später Alexander Graf von Faber-Castell, der damals das Unternehmen A.W. Faber leitete und 1905 den Bleistift Faber-Castell 9000 herausgebracht hat. – Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hin­weis!

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Donnerstag, 22. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers am 12. Juni 2017 hat Faber-Castell eine auf 15.000 Exemplare limitierte Edition der „Polygrade”-Bleistifte von A.W. Faber herausge­geben1.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Der „Polygrade” wurde 1837 in Paris vorgestellt2. Mit ihm kam zum ersten Mal ein Bleistift­sortiment auf den Markt, das mehrere Härtegrade in einem Set vereinte. Zudem wurde besonderen Wert auf die Gestaltung der Stifte und ihrer Verpackung gelegt, und an dieser hat man sich auch beim Jubiläumsset orientiert: Die zwölf Stifte in den Härten HHHHH bis BBBBB3 sind rund, schwarz lackiert, linksbündig goldfarben bedruckt und ungespitzt4. Den Deckel und die Innenseite der Schachtel zieren die Medaillen, die der „Polygrade” errungen hat5.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Zum Jubiläumset gehört eine 52-seitige Broschüre, die in acht Sprachen über die Unter­nehmensgeschichte A.W. Fabers und den „Polygrade” informiert.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Wie früher enthält die Innenseite des Deckels Details zu den Härtegraden und zur Verwen­dung der Bleistifte.

A.W. Faber „Polygrades”-Edition

Mir ist nicht so ganz klar, welches historische Original die Vorlage für dieses Jubiläumsset war. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Sets gab (siehe z. B. „A. W. Faber's Poly­grade Lead Pencils” bei pencil talk und „To Edith From Will” bei Contrapuntalism), kann das erste noch nicht mit den Medaillen geschmückt gewesen sein, mit denen es später ausge­zeichnet wurde.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Die runden, ungespitzten Bleistifte haben einen Durchmesser von 7,3 mm und 2 mm dicke Minen (die der Grade 4B und 5B sind 3 mm dick). Der matte Lack ist glatt und regelmäßig und der goldfarbene Prägedruck6 sehr sauber; eine Blindprägung gibt es nicht. Ebenso wie die Stifte7 zeigen auch der Karton und die Broschüre eine sehr gute Verarbeitungsqualität. – Noch konnte ich mich nicht dazu durchringen, die Stifte anzuspitzen8 und zu testen; ich vermute allerdings, dass man die Minen des 9000 benutzt hat.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Das „Polygrades”-Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Die Pressemitteilung gibt es hier.
  2. 1905 hat der Castell 9000 den „Polygrade” abgelöst.
  3. Diese Angabe der Härtegrade war damals üblich; auch STAEDTLER hat sie genutzt.
  4. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
  5. Auf der Rückseite heißt es:
    Limited Edition 2017
    In Honour of Lothar von Faber's 200th Birthday
    Faber-Castell AG ⋅ 90546 Stein ⋅ Germany
  6. Ich wüsste gerne, ob das Zeichen zwischen Härtegrad und „A.W. Faber” nur Dekoration ist oder eine Bedeutung hat.
  7. Angesichts der Maserung gehe ich davon aus, dass sie aus Weihrauch-Zeder gefertigt wurden (alles andere wäre diesen Bleistiften auch nicht würdig).
  8. Wollte ich das historisch korrekt machen, so müsste ich ein Messer nehmen, denn Spitzer, wie wir sie heute kennen, gab es zur Zeit der „Polygrades” noch nicht.

Kurz notiert

Mittwoch, 14. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers hat Faber-Castell eine limitierte Edition der „Poly­grade”-Bleistifte auf den Markt gebracht. Das Geschenketui enthält zwölf Stifte in 5H bis 5B, die wie das Original rund, schwarz lackiert, goldfarben bedruckt und ungespitzt sind1; bei der Gestaltung des Sets hat man sich an der alten Holzschachtel orientiert. Dazu gibt es eine 52-seitige Broschüre in acht Sprachen zur Unternehmensgeschichte A.W. Fabers und dem „Polygrade”, der 1837 in Paris auf den Markt kam und 1905 vom Castell 9000 abgelöst wurde. Das Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
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