Archiv des Stichworts „Faber-Castell”

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Bleistifthölzer (4)

Samstag, 17. Oktober 2020

Bei meinem Bemühen, das Holz des aktuellen Faber-Castell 9000 zu identifizieren, bin ich auf einige bemerkenswerte Details gestoßen.

In „Vom Baum zum Bleistift” stellt Faber-Castell die in Brasilien angebaute Karibische Kiefer (genauer: die Varietät Pinus caribaea hondurensis1) vor, und die hat mich an die in Henry Petroskis Buch „Der Bleistift”2 erwähnte brasilianische Pinie erinnert. Im Kapitel „Findet man einen besseren Bleistift oder macht man ihn?” geht es um den komplizierten Prozess der Bleistiftherstellung im späten 20. Jahrhundert, der ein hochmodernes und weltum­spannendes System voraussetzt. Zu Beginn wird auf Vielzahl und Herkunft der Rohstoffe eines deutschen oder amerikanischen Bleistifts eingegangen:

Der Holzkörper wird sehr wahrscheinlich aus dem Holz der Kalifornischen Flußzeder (Inszentzeder) oder der brasilianischen Pinie gemacht sein, der Ring möglicherweise aus Messing oder Aluminium aus dem amerikanischen Westen, und der Radiergummi ist vielleicht eine Mischung aus südamerikanischem Gummi und italienischem Bimsstein.

Und was steht im Original? In „The Pencil”3 heißt es unter „Does One Find or Make a Bet­ter Pencil?” auf Seite 67:

The wooden case would most likely be made of western incense cedar from California, the ferrule possibly of brass or aluminum from the American West, and the eraser perhaps of a mixture of South African rubber and Italien pumice stone.

Die brasilianische Pinie ist also im Original gar nicht vorhanden, sondern wurde – wie soll ich sagen? – hineinübersetzt4.

Doch was genau ist mit der „brasilianischen Pinie” gemeint? Ist dies vielleicht eine etwas sa­loppe Bezeichnung des in Brasilien angebauten Baums?5. Die weitere Suche hat mich zu einer alten Ausgabe des Warenkundehandbuchs von Faber-Castell (2010) geführt, und darin liest man auf Seite 8 unter „Holz und Brettchen”:

Das qualitativ hochwertigste Holz für Blei- und Farbstifte liefert die kalifornische Zeder und die brasilianische Pinie, die in FABER-CASTELL eigenen Plantagen angebaut wird. Zedernholz ist fast astfrei, langfaserig und hat (aufgrund der geringen jahreszeitlichen Schwankungen in Kalifornien) einen gleichmäßigen Wuchs. Deshalb ist es leicht und sauber spitzbar, was für einen Qualitätsstift wichtig ist.

In diesem Jahr erschien eine neue Ausgabe dieses Warenkundehandbuchs, in dem auf Seite 41 unter „Aus hochwertigem Holz” steht:

Das qualitativ hochwertigste Holz für Blei- und Buntstifte liefert die Kalifornische Zeder.
Zedernholz ist fast astfrei, langfaserig und hat, aufgrund der geringen jahreszeitlichen Schwankungen in Kalifornien, einen gleichmäßigen Wuchs. Deshalb lässt es sich leicht und sauber spitzen, was für einen Qualitätsstift wichtig ist.

Wo ist die brasilianische Pinie geblieben? Und warum nennt man stattdessen nicht die Karibische Kiefer?

Natürlich habe ich Faber-Castell nach dem Holz des 9000 gefragt, aber noch keine Antwort bekommen. Das Unternehmen kann allerdings mehrere Gründe haben, diese Details nicht zu nennen: Es ist ein Firmeninternum, und außerdem ist es so einfacher, ein anderes Holz zu nutzen, falls es Probleme bei der Versorgung geben sollte (z. B. durch einen Brand in der Plantage oder Verzögerungen beim Transport). Zudem ist es sicher eine Heraus­forderung für das Marketing, ein anderes Holz überzeugend zu bewerben, nachdem man jahrzehntelang die Zeder als die beste Wahl verkauft hat und diese weiterhin für andere höherpreisige Produkte nutzt.

Faber-Castell 9000 3B mit Möbius+Ruppert Pollux

Faber-Castell 9000 3B (aktuelle Variante) mit Möbius+Ruppert Pollux

Ganz gleich, welches Holz das ist: Ich bin geneigt zu sagen, dass es die beste Alternative zur Weihrauch-Zeder ist, die mir bis jetzt untergekommen ist, denn es lässt sich fast eben­so leicht und sauber spitzen6.

  1. Neben Pinus caribaea hondurensis gibt es noch Pinus caribaea caribaea und Pinus caribaea bahamensis, wobei die beiden letzten als gefährdet gelten.
  2. Birkhäuser Verlag 1995.
  3. Alfred A. Knopf, 1. Auflage 1989.
  4. Die deutsche Ausgabe dieses Buchs enthält einen Anhang zur Unternehmensgeschichte von Faber-Castell, und auf Seite 355 findet sich in einer Bildunterschrift: „Auf 8000 Hektar ehe­maligem Steppenland zieht Faber-Castell schnellwüchsige Pinien für die Holzversorgung auf.” – Das Buch wurde damals zusammen mit einem Faber-Castell 9000 HB verkauft und den Schutz­umschlag ziert ein ebensolcher (zwar nicht vollständig gekennzeichnet, aber zweifelsfrei iden­tifizierbar).
  5. Es gibt die „Brazilian pine”, aber das ist die Brasilianische Kiefer (auch Brasilianische Araukarie, Araucaria angustifolia) und damit ein ganz anderer Baum. – Die Biologen unter meinen Lesern mögen über kleine Ungenauigkeiten hinwegsehen, mich aber bitte auf grobe Fehler hinwei­sen.
  6. Interessant zu wissen wäre auch, ob (und wenn ja, wie) dieses Holz behandelt wird und wel­chen Einfluss das auf die Spitzbarkeit hat, aber das herauszufinden dürfte weitaus kniffliger sein.

Alt und neu

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Ein Leser meines Weblogs hat mich auf das geänderte Design des Bleistift-Klassikers Faber-Castell 9000 aufmerksam gemacht.

Alt und neu

Oben: alt, unten: neu (zum Vergrößern anklicken)

Bei der neuen Variante ist der linke Teil des Schriftzugs etwas versetzt, der Härtegrad fett und der Tauchring goldfarben1. Mir gefallen diese Änderungen!

Alt und neu

Ich habe bei Faber-Castell angefragt und erfahren, dass es sich bei der neuen um die inter­nationale Variante handelt, die bereits 2018 eingeführt wurde2.

Alt und neu

Bei dieser Gelegenheit habe ich erneut auf das Holz geschaut. Der 9000 ist meines Wissens schon recht lange nicht mehr aus Weihrauch-Zeder – diese ist offenbar den „Graf von Faber-Castell”-Bleistiften vorbehalten –, doch was stattdessen zum Einsatz kommt, weiß ich nicht3.

Linde, Pappel, Gmelina, Weymuth-Kiefer und Kolorado-Tanne schließe ich aus, und das sehr leichte Aroma kann ich nicht einordnen4. Ist es die Karibische Kiefer (Pinus caribaea hondu­rensis), die Faber-Castell in Brasilien anbaut und in „Vom Baum zum Bleistift” prä­sentiert? Interessant ist die Färbung der beiden Stifte im Foto, denn die Karibische Kiefer hat rot­braunes Kernholz und weißgelbes Splintholz. Das Holz lässt sich jedenfalls gut bis sehr gut spitzen5, selbst im Pollux und im Janus 4048, und so hat Faber-Castell meiner Ansicht nach eine gute Alter­native zur Weihrauch-Zeder gewählt6.

  1. Hier nicht gezeigt: Die Schriften auf der Seite mit dem Hinweis auf den Wasserlack und die GTIN auf der anderen haben jetzt eine etwas größere Laufweite und sind dadurch besser lesbar; zudem ist der URI durchgehend klein geschrieben.
  2. Die Version aus Indonesien hatte schon früher einen goldfarbenen Ring, wie man unter „Wanted Down Under: the Castell 9000″ bei Bleistift sehen kann.
  3. Ich wüsste zu gerne, wann dieser Umstieg stattgefunden hat.
  4. Ich kann außerdem nicht sicher sagen, dass das Aroma nur vom Holz und nicht etwa von anderen Materialien des Bleistifts stammt.
  5. Getestet an einem aktuellen 9000 der Härte 2B. – Natürlich gibt es immer wieder Unterschiede bei den Holz-Chargen.
  6. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch der Eintrag für Faber-Castell in der Datenbank des FSC, der für Bleistiftbrettchen (Produkttyp W5.9) Rotbuche, Kadam, Karibische Kiefer und Kiefer allgemein aufführt.

Kurz notiert

Montag, 1. Juni 2020
  • Wer jemals einen nichtrunden Bleistift (z. B. einen Zimmermannsbleistift) in einem für normale Bleistifte gedachten Spitzer angespitzt hat, weiß vom unbefriedigenden Ergebnis: An der Seite mit dem größten Radius reicht das Holz zu weit an die Spitze. Möbius+Ruppert aus Erlangen geht dieses Problem mit dem – so die kürzlich veröffent­lichte Gebrauchs­musterschrift – „Spitzer für Bleistifte mit einem Querschnitt, der in orthogonalen Raum­richtungen unterschiedliche Abmessungen aufweist” an. In diesem werden Bleistifte mit ovalem oder rechteckigem Querschnitt über eine Zwangs­führungseinrichtung an einer definierten exzentrischen Bewegungsbahn am Messer entlang geführt, so dass eine an den Querschnitt des Stifts angepasste Spitzenform entsteht. Mit Adaptern kann der Spitzer auch für Stifte mit anderen Querschnitten genutzt werden.
  • Das Patent „Erasing Tool” des japanischen Herstellers Mitsubishi Pencil Co. beschreibt einen Radierer, der keine Radierspäne produzieren und die Pigmente von radierbaren Farbstiften absorbieren soll. Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe, ist der Ra­dierer lichtdurchlässig und verfärbt sich durch den Gebrauch, indem er die Farbe des radierten Stifts aufnimmt.
  • Das Gebrauchsmuster „Vorrichtung zum Spitzen von Stiften mit spitzbarer Umhüllung, Minen und Kreiden” von Faber-Castell stellt einen Spitzer vor, der sich mit plattenför­migen Reduzierelementen an Stifte unterschiedlicher Durchmesser anpassen lässt. Die Reduzier­elemente sind dreh- oder klappbar ausgeführt und können mit dem Spitzer verbunden und zusätzlich mit einem Verschluss ausgestattet sein.
  • In einer erneuten Zusammenarbeit von UNIQLO und Tombow Japan entstand ein T-Shirt zum Klassiker Tombow 8900. Ich find's schick!
  • Und nochmal Mitsubishi: Der Ende vergangenen Jahres vorgestellte Kugelschreiber Jetstream Edge, der eine Spitze von nur 0,28 mm hat, ist ab Mitte Juni in drei weiteren limitierten Schaftfarben erhältlich.

Kurz notiert

Donnerstag, 5. September 2019
  • Vom japanischen Hersteller SEED gibt es jetzt einen transparenten Radierer. Der block­förmige SEED Clear Radar ist in zwei Größen erhältlich und kostet 100 bzw. 150 Yen (etwa 0,90 bzw. 1,30 Euro). – Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis!
  • Das Patent „Pencil Lead” von Mitsubishi beschreibt die Verbesserung der Bruchfestig­keit von Bleistiftminen durch eine 5 µ dünne Kunstharz-Beschichtung. Die Patentschrift ist auch wegen anderer bemerkenswerter Details lesenswert, z. B. zur Herstellung einer Farbmine, bei der zunächst eine graue oder weiße Mine gebrannt und diese dann mit einem Färbemittel imprägniert wird. Darüber hinaus wird Bornitrit als Alternative zu Graphit genannt, und auch ein Bleistifthärteprüfer wird erwähnt (ähnlich dem Elco­meter 501); außerdem wird auf Normen des JISC (Japanese Industrial Standards Com­mittee) verwiesen.
  • Und noch ein Patent: In „Pencil For Writing Or Colouring” beschreibt der französische Hersteller Conté einen durch Coextrusion gefertigten Stift zum Schreiben oder Malen, dessen Mine durch eine schützende Zwischenschicht aus Polystyrol und EVA (Ethylen­vinylacetat) umgeben ist.
  • In diesem Monat kommen zwei neue Produkte von Mitsubishi/uni Japan auf den Markt. Mit einem neuen Rot-Blau-Stift richtet sich das Unternehmen an Schulkinder, und für den Schaft des Kugelschreibers Limex wird das gleichnamige, zu über 50% aus Kalkstein her­gestellte Material genutzt.
  • Am Samstag, den 14.9.19 um 20.15 Uhr zeigt die ARD den dreistündigen Film „Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau” (das „Making of” gibt es hier). Er basiert auf dem Roman „Eine Zierde in ihrem Hause. Ottilie von Faber-Castell” von Asta Scheib (Rowohlt 1998) und wurde in Tschechien gedreht; die Aufnahmen in der Bleistiftfabrik entstan­den in einer umgebauten Brauerei in Trebon (Quelle). Von Faber-Castell konnte ich erfahren, dass Asta Scheib Zugang zum Familienarchiv hatte, aber ein emanzipatorischer Roman mit nicht allzu viel Bezug zur historischen Realität entstanden ist und man an der Produktion des Films nicht beteiligt war.

Kurz notiert

Donnerstag, 18. April 2019

Kurz notiert

Donnerstag, 3. Januar 2019
  • Kein alltäglicher Fund: Ein alter Katalog von J.S. Staedtler USA bei archive.org, wohl von etwa 1930. – Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hinweis!
  • Neu in der Welt der Schreibgeräte-Blogs ist das Pen Museum, das sich Füllhaltern, Ku­gelschreibern und einigem mehr widmen will und in den ersten Beiträgen detailliert auf ältere Druckbleistifte wie z. B. den Pentel Mechanica eingegangen ist. Ich werde es gespannt verfolgen! – Nicht so gut finde ich jedoch, dass das Foto im ersten Beitrag aus einer Auktion bei Yahoo Japan stammt, aber die Quellenangabe fehlt.
  • Heute wurde die Gebrauchsmusterschrift „Stift” von Faber-Castell veröffentlicht (DPMA, Espacenet). Beschrieben ist die Gestaltung eines Stiftschafts mit noppenförmigen Vor­sprüngen und/oder napfförmigen Vertiefungen, die sich aus mehreren Facettenflächen zusammensetzen, wobei diese Flächen aufgrund ihrer Beschichtung eine höhere Licht­reflexion und/oder -beugung aufweisen als die übrige Schaftfläche. Diese Flächen, die auch konkav oder konvex sein können, lassen sich z. B. mit einem Prägestempel anbrin­gen und erlauben eine Vielzahl optischer Effekte. – Mich erinnert die Beschreibung an den 2013 vorgestellten Bleistift „Sparkle”.

Insights-X 2018

Montag, 31. Dezember 2018

Anfang Oktober fand die Insights-X, die Fachmesse für Papier-, Büro- und Schreibwaren, in Nürnberg statt; hier einige späte, kurze und vor allem sehr subjektive Notizen.

Insights-X 2018

Cleo Skribent

Bei der Cleo Schreibgeräte GmbH, Anbieter von Schreibgeräten der Marke Cleo Skribent1, haben mich die Füllhalter mit Holzschaft der Natura-Serie angesprochen.

Insights-X 2018

Neben den in vier Hölzern, drei Federbreiten (F/M/B) und Metallgriffstück angebotenen Varianten des Natura (unverbindliche Preisempfehlung 800 Euro) gibt es eine Ausführung aus Amboina Maser mit einem Griffstück aus Holz und rotvergoldeten statt palladinierten Beschlägen.

Insights-X 2018

Noch reizvoller fand ich indes den Füllhalter Optima, dessen Schaftform von elffach facet­tiert zu oval übergeht. Er wird für 500 Euro und auch mit drei Federbreiten angeboten; einen passenden Tintenroller gibt es auch.

Koh-I-Noor

Am Stand von Koh-I-Noor hat mich ein aus spitzen Stiften gefertigter Orang Utan emp­fangen.

Insights-X 2018

Da ich dieses Unternehmen ausnahmslos als abweisend empfunden habe, wollte ich mich den Mitarbeitern ebenso wenig nähern wie diesem stacheligen Orang Utan und bin schnell weitergegangen.

Platinum

Beim japanischen Anbieter Platinum, der im kommenden Jahr sein hundertjähriges Jubiläum feiert, habe ich mich deutlich länger aufgehalten.

Insights-X 2018

Präsentiert wurde auch der Füllhalter #3776 Century in acht Federbreiten. Es hat Spaß ge­macht, ihn zu testen, doch die beiden Exemplare des Century #3776 F, die ich vor ein paar Monaten bei Versendern erworben habe, hatten im Gegensatz zu den gezeigten Exemplaren leider Probleme mit der Feder, und so musste ich sie retournieren.

Insights-X 2018

Im #3776 Century und in einigen anderen Modellen von Platinum kommt der „Slip & Seal”-Mechanismus zum Einsatz, die ein Austrocknen der Feder verhindert und eine erheblich längerer Lagerung des gefüllten Schreibgeräts ermöglicht. An einem Modell wurde die Funktionsweise gezeigt.

Insights-X 2018

Bereits im August kam der Procyon auf den Markt.

Insights-X 2018

Dieser Füllhalter hat als Besonderheit eine sehr weit an der Federspitze liegende Ansaug­öffnung, wodurch sich selbst ein kleiner Tintenrest aus dem Glas holen lässt. Der Procyon ist in fünf Farben sowie zwei Federbreiten (F/M) erhältlich und verfügt ebenfalls über den „Slip & Seal”-Mechanismus.

Insights-X 2018

Aus mir unbekannten Gründen habe ich die Tinten der Reihe „Classic Ink” zwar foto­grafiert, aber nicht näher betrachtet. Gewundert habe ich mich darüber, dass alle „Black” in Namen tragen, aber keine schwarz ist.

Insights-X 2018

Pentel

Der deutsche Ableger des japanischen Herstellers Pentel feiert im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen.

Insights-X 2018

Zu den Neuheiten gehört der Boardmarker Maxiflow Flex-Feel mit flexibler Schreibspitze, die eine Variation der Strichstärke ermöglicht.

Insights-X 2018

Eine bemerkenswert feine Pinselspitze hat der Faserschreiber Sign Pen Artist aus dem „Pentel Arts”-Sortiment.

Insights-X 2018

Er ist in zwölf Farben erhältlich.

Insights-X 2018

Weniger attraktiv fand ich die holzgefassten, wasservermalbaren Farbstifte, die vermutlich der Sortimentsabrundung dienen und mit ihrer Qualität meiner Ansicht nach nicht zu Pen­tel passen.

Insights-X 2018

Pilot

Auch der japanische Hersteller Pilot war in Nürnberg vertreten.

Insights-X 2018

Sehr schön und aus der Nähe anzusehen waren die Namiki-Füllhalter.

Insights-X 2018

Im Gespräch konnte ich u. a. erfahren, dass die Iroshizuku-Tinten auch hierzulande erhält­lich sind (meine beiden hatte bei einem Versender im Ausland gekauft).

Faber-Castell

Selbstverständlich war auch Faber-Castell dabei.

Insights-X 2018

Zu den präsentierten Neuheiten gehörten neue Tinten in Türkis und Pink, wobei letztere sogar löschbar ist.

Insights-X 2018

Zusammen mit dem silberfarbenen Bleistift GRIP 2001, inzwischen ein Klassiker, wurden ein blauer sowie ein farblich abgestimmter Radierer und Dosenspitzer gezeigt.

Insights-X 2018

Den Marker Textliner pastell gibt es jetzt in den neuen Farben Lichtgrün, Vanille und Ultra­marin, die auch zusammen mit den anderen Farben in einem 8er-Etui erhältlich sind.

Insights-X 2018

STAEDTLER

Die meisten und für mich interessantesten Neuigkeiten gab es bei STAEDTLER.

Insights-X 2018

Besonders beeindruckt hat mich die umfangreiche Sortimentserweiterung des Mars Lumo­graph. Mit 10H, 10B, 11B und 12B kamen vier Härtegrade hinzu, so dass es nun 24 sind; damit bietet der Mars Lumograph den größten Härtegradbereich und läuft sogar dem Mit­subishi Hi-uni (22 Grade) den Rang ab.

Insights-X 2018

Neu ist der Mars Lumograph jumbo, den es in fünf Härtegraden geben wird. Er ist 11 mm dick und hat eine etwa 5,3 mm starke Mine.

Insights-X 2018

Insights-X 2018

Mit dem Mars Lumograph charcoal kommt ein holzgefasster Kohlestift in drei Härtegraden auf den Markt.

Insights-X 2018

Ebenfalls neu ist der Vollgraphitstift Mars Lumograph pure graphite, der in neun Härte­graden angeboten wird; die drei weichsten Grade werden zusätzlich in einer wasservermal­baren Variante erhältlich sein.

Insights-X 2018

Auch der Ende 2015 vorgestellte Mars Lumograph black erfuhr eine Erweiterung, denn es wird ihn jetzt auch in HB und damit in sechs Härtegraden geben. – Hinzu kam der Mars Lu­mograph pastel, ein holzgefasster Pastellstift, der in fünf Farbtönen und als Blender auf den Markt kommen wird.

Insights-X 2018

Von den zahlreichen weiteren Neuigkeiten, auf die ich hoffentlich in Kürze werde eingehen können, sei noch der dicke, wasservermalbare Farb- und Wachsmalstift buddy erwähnt. Er ist aus Zedernholz gefertigt und kommt in 18 Farben in den Handel.

Insights-X 2018

Die neuen Produkte von STAEDTLER werden ab Januar 2019 verfügbar sein.

Insights-X 2018

Die nächste Insights-X öffnet am 9. Oktober 2019, und ich hoffe, dann auch wieder dabei sein zu können.

  1. Der Name setzt sich zusammen aus den ehemaligen Markennamen „Cleopatra” für Füllhalter, der zu „Cleo” wurde, und dem für Tuschezeichner verwendeten „Skribent”.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Samstag, 18. August 2018

Seit April auf dem Markt ist der Jumbo Grip Bicolor von Faber-Castell mit roter und blauer Mine.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Der dreiflächige Stift mit der im Jahr 2001 eingeführten „Soft-Grip-Zone” ist knapp 10 mm dick1 und hat die übliche Länge von 17,5 cm.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Die Material- und Verarbeitungsqualität des aus Zeder gefertigten Jumbo Grip Bicolor emp­finde ich als sehr gut: Der silbern glänzende Wasserlack, die Grip-Punkte und die Prägungen sind makellos; auch an der Verleimung der Holzhälften und der Mine gibt es nichts auszu­setzen. – Neben den üblichen Kennzeichnungen im mittleren Teil des Stiftes findet sich auf der roten Hälfte eine zweistellige Blindprägung2.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Die etwa 4,3 mm starke Mine hat eine saubere Abgabe und eine sowohl für das Schreiben als auch das Malen angenehme Härte; erwartungsgemäß ist sie nur eingeschränkt radier­bar. Es macht Freude, den Jumbo Grip Bicolor zu benutzen: Er gleitet recht leicht, bietet eine gute Sättigung und behält seine Spitze lange. Darüber hinaus ist er vergleichsweise wischfest und bruchstabil. – Laut Faber-Castell soll die Mine wasservermalbar sein, doch das kann ich nicht bestätigen.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Mit dem Möbius+Ruppert 602

Der Stift lässt sich im Hand- und im Kurbelspitzer sehr gut spitzen. Die feine, am Spitzanfall gut erkennbare Maserung des Zedernholzes ist beeindruckend!

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Faber-Castell bewirbt den für Kinderhände gedachten Jumbo Grip Bicolor als „[i]deal zum Silbentrennen und Korrigieren”; er soll zudem das das Regellernen der Rechtschreibung vi­suell unterstützen.

Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor

Von links: Spitze ab Werk, Möbius+Ruppert 602, Westcott iPoint ClassAct

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor beträgt 1,95 Euro.

Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis auf diesen großartigen Rot-Blau-Stift!

  1. Durchmesser des Umkreises.
  2. Bei meinen Exemplaren: d8 (April 2018?).
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