Archiv des Stichworts „Faber-Castell”

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Kurz notiert

Mittwoch, 14. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers hat Faber-Castell eine limitierte Edition der „Poly­grade”-Bleistifte auf den Markt gebracht. Das Geschenketui enthält zwölf Stifte in 5H bis 5B, die wie das Original rund, schwarz lackiert, goldfarben bedruckt und ungespitzt sind1; bei der Gestaltung des Sets hat man sich an der alten Holzschachtel orientiert. Dazu gibt es eine 52-seitige Broschüre in acht Sprachen zur Unternehmensgeschichte A.W. Fabers und dem „Polygrade”, der 1837 in Paris auf den Markt kam und 1905 vom Castell 9000 abgelöst wurde. Das Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.

Janus 1

Samstag, 13. Mai 2017

Ende September letzten Jahres ist bei Prestel das Buch „Schreibwaren. Die Rückkehr von Stift und Papier”1 erschienen. Es geht (so der Verlag) auf die „neue Schreibkultur” und die Rückkehr der „guten alten Schreibgeräte” ein und ist mit seinem eher ungewöhnlichen, aber breiten Spektrum auch für diejenigen interessant, die bereits mit diesem Thema ver­traut sind. Uneingeschränkt empfehlen kann ich es jedoch leider nicht, da manche Dinge meiner Ansicht nach nur oberflächlich abgehandelt werden und einiges auf mich wie Wer­bung wirkt. Die Fülle und die Qualität der Fotos sind allerdings beeindruckend, und auch die Gestaltung ist sehr ansprechend.

Janus 1

Zum Größenvergleich ein Tombow Mono 100.

Ich habe mit einem Kapitel über den als „Granate” bekannten Handspitzer zu diesem Buch beigetragen.

Janus 2

Bei der Lektüre bin ich auf Seite 49 über „Janus 1″ gestolpert.

Janus 3

„Janus 1″ stimmt natürlich nicht, denn der gezeigte Spitzer ist ein Janus 4048. Doch wa­rum hat er eine Torxschraube? Genau, weil es mein Exemplar ist, bei dem ich die originale Schlitzschraube überdreht und durch eine Torxschraube ersetzt habe.

Janus 4

Faber-Castell Janus 4048 und Möbius+Ruppert 604 („Granate”) aus „Top Two (2)”

Das verwendete Foto stammt aus meinem Beitrag „Top Two (2)”. Man hatte es sich we­gen der Granate geben lassen, dann aber nur den Janus 4048 benutzt – allerdings ohne dies anzusprechen, und so habe ich weder auf die Schraube hingewiesen noch ein Foto ei­nes originalen Janus 4048 angeboten (wahrscheinlich hätte dann auch die korrekte Be­zeichnung dieses Spitzers ins Buch gefunden).

Janus 5

Janus 1 (Original und Abbild)2

So können alle Leser dieses Buches meinen persönlichen Janus 4048 bewundern, den ich ab jetzt „Janus 1″ nennen werde3.

Janus 6

Janus 1 und Janus 4048 in trauter Zweisamkeit

Nicht jedem Spitzer wird eine solche Ehre zuteil!

  1. Luca Bendandi, John Z. Komurki: Schreibwaren. Die Rückkehr von Stift und Papier. Prestel 2016, ISBN 978-3-7913-8268-5.
    Luca Bendandi, John Z. Komurki: Stationery Fever. From Pencils to Paper Clips and Everything In Between. Prestel 2016, ISBN 978-3-7913-8272-2.
  2. Das Messer ist ein anderes, weil ich es inzwischen ausgetauscht habe. – Man beachte auch die beiden Spuren an den hinteren hohen Stellen; diese kommen vom Lederetui.
  3. Nein, ich mache mich nicht über diesen Fehler lustig (außerdem wäre er sehr leicht vermeidbar gewesen).

Duo

Sonntag, 30. April 2017

Duo

Faber-Castell Janus 4048 und Pentel Black Polymer 999 HB

Paperworld 2016 (1)

Freitag, 5. Februar 2016

Vor wenigen Tagen gingen die Paperworld und die zeitgleich stattfindende Creativeworld in Frankfurt/Main zu Ende; hier der erste Teil meiner kurzen und nicht repräsentativen Noti­zen. – Diesmal nicht vertreten waren u. a. Atoma, Brunnen, Dahle, Haff, Herlitz, Koh- I-Noor, LAMY, Pilot, Plus, Schneider und Schwan-Stabilo.

Der Auftritt von STAEDTLER stand ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums von FIMO. Es gab auch einen Aufsteller mit Bleistiften, darunter der Mars Lumograph, doch zu meiner großen Überraschung wurde nicht dessen erweitertes Sortiment präsentiert. – Bei Faber-Castell und Eberhard Faber sind mir keine Neuheiten aufgefallen, ebenso wenig bei KUM.

Paperworld 2016 (1)

Neu vom Schweizer Hersteller Caran d'Ache ist der Bleistift GENIUS 353 mit Touch­screen-Tip, den es mit schwarzem und weißem Lack, aber nur in HB gibt. – Der Tip ist nicht abnehmbar.

Paperworld 2016 (1)

Zu sehen war auch das im vergangenen August eingeführte Geschenkset „Swiss Wood” mit einem Bleistift aus Jura-Buche und einem aus Arve nebst Radierer und Magnesium-Spitzer. Letzterer trägt außer „Made in Germany” auf dem Messer keine Kennzeichnung, doch ich vermute aufgrund der Ähnlichkeit, dass er wie der Spitzer im Technograph-Set von Eisen stammt.

Paperworld 2016 (1)

Paperworld 2016 (1)

Bei zwei der vier Bleistifte eines Sets der GRAFIK-Serie fielen mir außermittig sitzende Minen auf.

Paperworld 2016 (1)

Vorgestellt wurden zudem zwei Sonderausführungen des im Jahr 1930 erstmals erhältli­chen Fixpencil, mit dem der Schweizer Architekt Mario Botta gewürdigt wird. Die Sets mit Fixpencil, Graphitmine in B und vier wasservermalbaren Farbminen sind ab April erhältlich.

Paperworld 2016 (1)

Die wohl ungewöhnlichsten Bleistifte der diesjährigen Paperworld kommen vom Start-Up Manaomea.

Paperworld 2016 (1)

Das Münchener Unternehmen fertigt sie nach eigenem patentierten Verfahren aus Jute, Flachs und anderen Naturfasern sowie Biopolymeren. Die Materialien für die beiden Bleistif­te und das Mäppchen stammen meist aus Entwicklungsländern und immer aus Bio-Anbau, und beim gesamten Herstellungsprozess wird auf Fairness und Umweltverträglichkeit ge­achtet. Die verwendete Technik bietet große Gestaltungsfreiheiten, und so lassen sich Stifte in unterschiedlichen Profilen, Farben und Oberflächen fertigen.

Paperworld 2016 (1)

Bei Pentel konnte ich erfahren, dass die Verfügbarkeit der Metallvariante des 0,2-mm-Druckbleistifts Pentel orenz in Deutschland davon abhängt, wie gut die anderen Ausfüh­rungen ankommen.

Paperworld 2016 (1)

Die großartigen Ecoline-Wasserfarben des niederländischen Anbieters Royal Talens gibt es ab sofort auch als Pinselstift. – Interessantes Detail: Die Farbe in den Pinselstiften ist etwas konzentrierter als die im Glas, damit die Farben zueinander passen. Würde man den Pin­selstift nachfüllen (was möglich ist), wäre der Abstrich zu hell.

Paperworld 2016 (1)

Im zweiten Teil geht es um DOMS, Viarco und CARL.

„Two Knights to Remember”

Montag, 12. Oktober 2015

Sean von Contrapuntalism hat erneut Faber-Castell in Stein besucht; hier ist der erste Teil seines spannenden und wunderschön bebilderten Berichts: „Two Knights to Remember (I): Köln to Stein”.

Ramponiert (2)

Sonntag, 7. Juni 2015

Ramponiert (2)

Ein Faber-Castell GRIP 2001 in Mörfelden-Walldorf

Bleistifthölzer

Samstag, 9. Mai 2015

Wenn im Zusammenhang mit Bleistiften von Zeder gesprochen wird, so ist damit meist die Kalifornische Bleistiftzeder (auch Weihrauch-Zeder, Calocedrus decurrens, engl. incense cedar) gemeint, die vor etwa 100 Jahren die Virginische Bleistiftzeder (Juniperus virginiana, engl. red cedar) abgelöst hat. Die Kalifornische Bleistiftzeder muss imprägniert werden, um die gewünschten Eigenschaften zu erhalten, und wird dabei auch manchmal rot gefärbt, damit sie der Virginischen Bleistiftzeder ähnlich sieht. Als Ersatz kamen und kommen jedoch immer wieder andere Hölzer zum Einsatz; hier die meines Wissens zurzeit am häufigsten genutzten.

Bleistifthölzer

(zum Vergrößern anklicken)

Im Bild:

Erhard Sattmann nennt in „Vom Faustkeil zum Bleistift” (1949) zudem Espe, Pappel, Ahorn sowie Föhre, und Henry Petroski erwähnt in „Der Bleistift” (1995) die brasilianische Pinie, die dort von Faber-Castell angebaut wird. Auch Erle hat man früher eingesetzt, doch die ist sehr hart und lässt sich nur schwer spitzen.

Einen Blick auf die Geschichte der Zeder als Bleistiftholz gibt es im zweiten Teil, und „Von der Linde zum Bleistift” berichtet von einem Projekt um die Linde als Bleistiftholz.

Kurz notiert

Samstag, 2. Mai 2015
  • Vor kurzem wurde ein für STAEDTLER eingetragenes Gebrauchsmuster veröffent­licht. Es beschreibt eine durch Extrusion zu fertigende „Mine für Schreib-, Zeichen- und/oder Malgeräte”, die als Neuheit Tenside enthält. Der Wachsgehalt der extrudierten Minen verbessert zwar die Schreibeigenschaften und senkt den Extrusionsdruck, verringert aber die Festigkeit der Minen. Die Zugabe von Tensiden verbessert die Benetzung der Füllstoffe durch den Kunststoff und sorgt so für ein stabileres Gefüge, wodurch die Festigkeit steigt.
  • Holzgefasste Bleistifte sehe ich etwas anders als der Autor, aber sein großes Interesse an Druckbleistiften ist mir sympathisch: „I Can Never Have Too Many Mechanical Pencils”.
  • Wer sich in die Niederungen des Privatfernsehens begibt, sieht in „Achtung Kontrolle” ab 19:19 einen Einsatz des Zolls auf der Paperworld 2015 und dabei die Beschlagnahme von Kopien u. a. des STAEDTLER Mars Lumograph. – Danke an deh für den Hinweis!
  • Neu von Creas, Dänemark: Der Viking Valgblyant, ein dicker Bleistift mit ebensolcher Mine, der sowohl an den dänischen Staat zum Einsatz in Wahllokalen als auch an End­kunden verkauft wird. Mir gefällt die Gestaltung dieses Bleistifts außerordentlich gut!
  • Unter „Stein: Spannende Welt rund um den Bleistift” berichten die Fürther Nachrichten von Faber-Castells Plänen für eine Erlebniswelt in Stein, die voraussichtlich ab Sommer 2016 jährlich rund 130.000 Besucher anziehen soll. – Danke an den zonebattler für den Hinweis!

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