Archiv des Stichworts „Radierer”

 Ältere Beiträge

SEED Clear Radar

Montag, 20. Januar 2020

Ein echter Hin-, nein: Durchgucker ist der transparente Radierer Clear Radar von SEED aus Japan.

SEED Clear Radar

Der in zwei Größen erhältliche Clear Radar kam bereits Anfang September letzten Jahres auf den Markt und war gleich so begehrt, dass er lange ausverkauft war und es in einigen Ge­schäften sogar Wartelisten gab. – Wenn ich richtig informiert bin, ist er nicht der erste durch­sichtige Radierer. Auch von SEED gab es schon vor vielen Jahren einen, doch der war härter und hat schlecht radiert.

SEED Clear Radar

Nach dem Entfernen der Schutzfolie fällt auf, dass der Radierer mit einem Pulver über­zogen ist. Es soll verhindern, dass die Blöcke in der Fertigung aneinander kleben, lässt sich aber ab­waschen. Die Transparenz ist verblüffend, und die sehr glatte Oberfläche1 sowie die halb­durchsichtige Manschette aus Kunststoff unterstreichenden den ungewöhnlichen Effekt.

Beeindruckt die Radierleistung des SEED Clear Radar ebenso wie sein Aussehen? Das wird sich diese Woche im täglichen Gebrauch zeigen.

Danke an Sola von pencils and other things für den SEED Clear Radar!

  1. Lediglich an den schmalen Längsseiten kann man leichte Spuren erkennen (sie stammen ver­mutlich von einem Schneidwerkzeug).

Schwarzer Freitag

Freitag, 3. Januar 2020

Schwarzer Freitag

Wer unter dieser Überschrift düstere Meldungen aus der Börsenwelt befürchtet hat, kann sich entspannt zurücklehnen – die offizielle Blog-Währung ist der Graphit, und der steht im­mer hoch im Kurs. Und diejenigen, die sich bei diesem Stichwort ein Schnäppchen erhofft haben, muss ich enttäuschen, denn hier gibt es nach wie vor nichts zu kaufen. Es drängeln sich nur ein paar schwarze Radierer1 – sonst ist hier nichts los.

  1. Außer den gezeigten hatte ich noch den Faber-Castell Dust Free (den ich leider nicht mehr finden kann) und den KUM Correc Stick (der nach dem ersten Gebrauch in den Mülleimer kam).

Kurz notiert

Dienstag, 19. November 2019
  • Unter dem Titel „Die Macht des Bleistifts in der digitalen Welt” widmet sich das Baye­rische Fernsehen am heutigen 19.11. um 22.30 Uhr der Zeichnung und ihrer zuneh­menden Be­deutung und begleitet dazu (so der Sender) „Zeichnerinnen und Zeichner, Künstler und Laien, in Deutschland und der Welt”. – Danke an Matthias für den Hinweis!
  • Für den Bleistift Single Barrel 106 hat die Musgrave Pencil Company aus Shelbyville, Ten­nessee (USA) alte Zeder-Brettchen genutzt, die Ende der 1930er Jahre vom letzten Holz­export nach Europa übrig geblieben sind und viele Jahre später in einem eingestürzten Lagerhaus entdeckt wurden. Die Gestaltung des Stifts, seine Verpa­ckung und natürlich die Geschichte gefallen mir sehr gut, und so bedaure ich, dass Musgrave keinen Versand nach Deutschland anbietet. – Danke an Stephen von pencil talk für den Hinweis!
  • Mit dem bruchstabilen Radierer Tough erweitert der japanische Hersteller am 28.11. Tombow seine MONO-Reihe.
  • Neu von Mitsubishi/uni, ab 22.11. im japanischen Handel und an Kinder gerichtet: Der Bleistift Hatatoco sowie weitere Farben der Bleistift-Serie Palette.
  • Wohl schon eine Weile auf dem Markt, aber für mich neu: Der Radierer Zi-Keshi von Kutsuwa mit Tiermotiven, darunter auch ein Shiba.

Nachtrag vom 20.11.19: Heute hat Tombow die Pressemitteilung zum Radierer Tough veröffentlicht.

Kurz notiert

Donnerstag, 5. September 2019
  • Vom japanischen Hersteller SEED gibt es jetzt einen transparenten Radierer. Der block­förmige SEED Clear Radar ist in zwei Größen erhältlich und kostet 100 bzw. 150 Yen (etwa 0,90 bzw. 1,30 Euro). – Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis!
  • Das Patent „Pencil Lead” von Mitsubishi beschreibt die Verbesserung der Bruchfestig­keit von Bleistiftminen durch eine 5 µ dünne Kunstharz-Beschichtung. Die Patentschrift ist auch wegen anderer bemerkenswerter Details lesenswert, z. B. zur Herstellung einer Farbmine, bei der zunächst eine graue oder weiße Mine gebrannt und diese dann mit einem Färbemittel imprägniert wird. Darüber hinaus wird Bornitrit als Alternative zu Graphit genannt, und auch ein Bleistifthärteprüfer wird erwähnt (ähnlich dem Elco­meter 501); außerdem wird auf Normen des JISC (Japanese Industrial Standards Com­mittee) verwiesen.
  • Und noch ein Patent: In „Pencil For Writing Or Colouring” beschreibt der französische Hersteller Conté einen durch Coextrusion gefertigten Stift zum Schreiben oder Malen, dessen Mine durch eine schützende Zwischenschicht aus Polystyrol und EVA (Ethylen­vinylacetat) umgeben ist.
  • In diesem Monat kommen zwei neue Produkte von Mitsubishi/uni Japan auf den Markt. Mit einem neuen Rot-Blau-Stift richtet sich das Unternehmen an Schulkinder, und für den Schaft des Kugelschreibers Limex wird das gleichnamige, zu über 50% aus Kalkstein her­gestellte Material genutzt.
  • Am Samstag, den 14.9.19 um 20.15 Uhr zeigt die ARD den dreistündigen Film „Ottilie von Faber-Castell – Eine mutige Frau” (das „Making of” gibt es hier). Er basiert auf dem Roman „Eine Zierde in ihrem Hause. Ottilie von Faber-Castell” von Asta Scheib (Rowohlt 1998) und wurde in Tschechien gedreht; die Aufnahmen in der Bleistiftfabrik entstan­den in einer umgebauten Brauerei in Trebon (Quelle). Von Faber-Castell konnte ich erfahren, dass Asta Scheib Zugang zum Familienarchiv hatte, aber ein emanzipatorischer Roman mit nicht allzu viel Bezug zur historischen Realität entstanden ist und man an der Produktion des Films nicht beteiligt war.

Kurz notiert

Montag, 1. Juli 2019

Kurz notiert

Dienstag, 18. Juni 2019
  • Zum 50-jährigen Jubiläum des Radierers „Mono” gibt es vom japanischen Hersteller Tombow ab dem 5. Juli ein Set, das vier unterschiedliche Designs dieses Radierers und einen Anstecker vereint; es soll 600 Yen (knapp 5 Euro) kosten.
  • Hin und wieder ergänze oder korrigiere ich ältere Beiträge, so wie heute den zum Pica-Dry, bei dem es interessante Änderungen beim Material, der Fertigung und dem Vertrieb gab.
  • Martin aus Argentinien hat mich auf einen außergewöhnlich langen Bleistift von Mitsu­bishi hingewiesen, der im Video „Go Ahead – Threaten Me”, der dritten Episode von „10 Years with Hayao Miyazaki”, bei etwa 18:58 zu sehen ist. Ich vermute, dass dieser eine Sonder­anfertigung für Miyazakis Studio Ghibli ist. Wissen meine Leser vielleicht mehr? – Danke an Martin für den Hinweis!
  • Bereits seit 2018 im Sortiment des deutschen Herstellers Pica Marker ist der holz­gefasste Schwarzweiß-Stift Pica Classic 546 FOR ALL BLACK&WHITE mit einer Graphit­mine in 2B und einer weißen Farbmine für das Markieren auf hellen und dunklen Flächen.

Nachtrag vom 22.6.19: Zum 50-jährigen Jubiläum des Tombow Mono siehe auch „Japan's Iconic MONO Eraser Turns 50″ bei Spoon & Tamago.

Wer, wie, wann?

Samstag, 17. Februar 2018

Wer, wie, wann?

Wann und wie haben Bleistift und Radierer zusammengefunden und wer war daran betei­ligt? Spannende Antworten auf diese Fragen und überraschende Details liefert die dreitei­lige Serie “Regarding the First Attachable Eraser” (Teil 2, Teil 3) bei Contrapuntalism.

KUM Ultra CLN

Samstag, 30. Dezember 2017

Noch recht neu auf dem Markt ist der Ultra CLN von KUM. Das Versprechen des „super soft erasing” hat mich spontan zugreifen lassen, auch wenn mir die Gestaltung1 des Radierers nicht sonderlich zusagt.

KUM Ultra CLN

Laut Manschette kommt der Ultra CLN ohne PVC, Phtalate und Latex aus; zudem soll er nicht krümeln sowie papierschonend und für alle Oberflächen geeignet sein. Was mit „No discolouration of the eraser on paper” gemeint ist, erschließt sich mir allerdings nicht. – Neben diesen und den üblichen Angaben auf der Manschette findet sich „037″ als Blind­prägung direkt auf dem Radierer (ein Produktionscode?).

KUM Ultra CLN

Der Ultra CLN ist etwas weicher als der Tombow Mono, aber härter als z. B. der Hinodewa­shi Matomaru-kun, und so neigt er im Gegensatz zu letzterem nicht zum Einreißen. Seine Radierleistung empfinde ich als gut bis sehr gut und die Krümelbildung als gering (ich habe jedoch den Eindruck, als krümele der schwarze geringfügig mehr als der weiße). Positiv ist auch, dass er selbst bei weicheren Bleistiften2 nicht schmiert. Der Ultra CLN hat viel weni­ger „Grip” als die beiden genannten Radierer, kommt aber trotzdem mit geringer Anpress­kraft aus. Dies ist besonders bei empfindlichem Papier wie dem mit 52 g/m² sehr dünnen Tomoe River von großem Vorteil, denn es verringert die Gefahr der Beschädigung deutlich (so benutze ich den diesen Radierer bevorzugt im Hobonichi Techo). Obendrein ist der Ultra CLN sehr sparsam.

KUM Ultra CLN

Fazit: Der KUM Ultra CLN ist für mich eine sehr erfreuliche Radierer-Neuheit. – Meine Exem­plare habe ich im örtlichen Schreibwarenhandel für 80 Euro-Cent pro Stück gekauft.

  1. Zum Einsatz kam hier übrigens der Font Bauhaus von 1975.
  2. Getestet mit STAEDTLER Mars Lumograph 100 2H bis 6B und radierbaren Arterase-Farbstiften von Mitsubishi/uni.
 1 2 3 4 5 6 7 Nächste

Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK