Archiv des Stichworts „Tombow”

 Ältere Beiträge

Groß und klein

Mittwoch, 10. Juli 2019

Den japanischen Bleistift-Klassiker Tombow 8900, der dieses Jahr sein 70-jähriges Jubiläum feiert, gab es auch mal in einer sehr kleinen Ausführung.

Groß und klein

Während der große 8900 die üblichen Maße hat, ist der kleine gerade einmal 9,5 cm lang und 6,5 mm dick; beide haben eine 2 mm starke Mine. Wann und zu welchem Anlass es den Mini-8900 gab, weiß ich leider nicht. – Der große 8900 und die Faltschachtel tragen noch das alte JIS1-Zeichen, das bis 2008 genutzt wurde.

  1. Japanese Industrial Standards.

Kurz notiert

Montag, 1. Juli 2019

Graphit und Rot

Sonntag, 30. Juni 2019

Neben den Rot-Blau-Stiften gab und gibt es auch Stifte, die eine Graphit- und eine rote Mine kombinieren.

Graphit und Rot

(zum Vergrößern anklicken)

Mir bekannt sind:

Der Ursprung dieses Stifts liegt bemerkenswert weit zurück, doch dazu und zu einem be­sonderen Verwendungszweck demnächst mehr.

Danke an Stephen für den National Pencil Quote Re. № 2, Matthias für den Luise Fili Per­fetto № 2, Özgür für den Pensan Dual Pencil und Guillermo für die Graphit-Rot-Stifte aus Mexiko!

  1. Nicht mehr erhältlich.

Kurz notiert

Dienstag, 18. Juni 2019
  • Zum 50-jährigen Jubiläum des Radierers „Mono” gibt es vom japanischen Hersteller Tombow ab dem 5. Juli ein Set, das vier unterschiedliche Designs dieses Radierers und einen Anstecker vereint; es soll 600 Yen (knapp 5 Euro) kosten.
  • Hin und wieder ergänze oder korrigiere ich ältere Beiträge, so wie heute den zum Pica-Dry, bei dem es interessante Änderungen beim Material, der Fertigung und dem Vertrieb gab.
  • Martin aus Argentinien hat mich auf einen außergewöhnlich langen Bleistift von Mitsu­bishi hingewiesen, der im Video „Go Ahead – Threaten Me”, der dritten Episode von „10 Years with Hayao Miyazaki”, bei etwa 18:58 zu sehen ist. Ich vermute, dass dieser eine Sonder­anfertigung für Miyazakis Studio Ghibli ist. Wissen meine Leser vielleicht mehr? – Danke an Martin für den Hinweis!
  • Bereits seit 2018 im Sortiment des deutschen Herstellers Pica Marker ist der holz­gefasste Schwarzweiß-Stift Pica Classic 546 FOR ALL BLACK&WHITE mit einer Graphit­mine in 2B und einer weißen Farbmine für das Markieren auf hellen und dunklen Flächen.

Nachtrag vom 22.6.19: Zum 50-jährigen Jubiläum des Tombow Mono siehe auch „Japan's Iconic MONO Eraser Turns 50″ bei Spoon & Tamago.

Kurz notiert

Donnerstag, 18. April 2019

Blau-Weiß-Schwarz

Dienstag, 3. Oktober 2017

Wer es geschafft hat, sich eine Farbkombination als Markenzeichen schützen zu lassen, kann es sich auch leisten, nur mit dieser aufzutreten und auf jede weitere Kennzeichnung zu verzichten.

Blau-Weiß-Schwarz

Der japanische Hersteller Tombow brachte im November 1969 den Radierer MONO auf den Markt1 und wählte für ihn die Farben Blau, Weiß und Schwarz. Am 1. März 2017 gewährte das japanische Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie erstmals die Eintragung einer Farbkombination als Markenzeichen, und die erste geschützte Kombination ist die des Tombow MONO. Doch dass ausschließlich diese Farben die Pappmanschette dieses beson­deren Radierers zieren, hat einen anderen Grund: Man möchte Prüfungskandidaten ein Produkt anbieten, das den strengen Vorschriften für zu Prüfungen zugelassenen Dingen und deren Kennzeichnung entspricht2. Anstatt nun den Aufdruck auf das Nötigste zu re­duzieren, kann ihn Tombow aufgrund der Popularität dieser Farbkombination ganz weg­lassen3.

Blau-Weiß-Schwarz

Ja, die Rückseite sieht genauso aus; die Schmalseiten sind weiß.

Der minimalistische Radierer4 wurde Anfang August 2017 vorgestellt; er misst 43 × 17 × 11 mm und entspricht der kleinsten Ausführung PE-01A. – Vielen Dank an Yumiko für dieses Set!

Nachtrag vom 5.10.17: Einen vollständig weißen Radierer gibt es von Seed; auch dieser wird Prüfungskandidaten angedient. – Nebenbei: Der Tombow MONO wird von Seed her­gestellt.

  1. Genaugenommen gab es schon im September 1967 einen Radierer mit dem Namen MONO 100. Er hatte jedoch keine Manschette, war weiß-grau und wurde nur zusammen mit einem Dutzend des Bleistifts Tombow MONO 100 angeboten, der anlässlich des 55-jährigen Firmenjubiläums auf den Markt kam. – Quelle: The 100 Year History of Tombow Pencil (Tombow Pencil Co., Ltd., 2013).
  2. Bereits im Oktober 2015 hat Tombow eine Variante des „Mark Sheet”-Bleistifts auf den Markt gebracht, der nur das Logo, nämlich die Libelle, trägt.
  3. Ich denke allerdings, dass der Radierer aufgrund des fehlenden Strichcodes immer in einer Umverpackung verkauft werden muss.
  4. Dazu passt ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: „Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.”

Schon gewusst?

Mittwoch, 17. Mai 2017

Wer japanische Radierer benutzt, hat auf einigen sicher schon die rechteckige Kennzeich­nung mit zweistelliger Nummer bemerkt. Doch was bedeutet diese?

Von links: Seed Radar, Hinodewashi Matomaru-kun, Tombow MONO, Pentel Mark Sheet,
Pentel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegründeten Japanese Eraser Manufacturers Association und ga­rantiert Sicherheit, Qualität und Leistung des Radierers. Der Standard für diese Kennzeich­nung legt Höchstwerte für gesundheitsschädliche Bestandteile fest, macht Vorgaben für die Papier- und Kunststoffverpackung und definiert Verfahren zur Prüfung der Radierfähig­keit, der Härte und der Altersbeständigkeit. Der Japanese Eraser Manufacturers Association haben sich u. a. Seed (01), Hinodewashi (06) und Pentel (13) angeschlossen. Jedem Her­steller ist eine zweistellige Nummer zugewiesen, und so kann man leicht sehen, von wem der betreffende Radierer stammt (dabei hat mich überrascht, dass der Klassiker Tombow MONO von Seed gefertigt wird).

Danke an Sola von pencils and other things für den Hinweis auf diesen Standard!

Neues zum Tombow MONO 100

Montag, 1. Mai 2017

Der MONO 100 kam im September 1967 zum 55-jährigen Jubiläum des japanischen Unter­nehmens Tombow auf den Markt. Seitdem ist er der Spitzenbleistift dieses Herstellers und wohl einer der drei besten zurzeit erhältlichen Bleistifte der Welt1.

Neues zum Tombow MONO 100

Der Tombow MONO 100 von 1967 in der Broschüre „The 100 Year History of Tombow Pencil”.

Durch Zufall bin ich darauf aufmerksam geworden, dass es seit etwa vier Monaten2 Exem­plare des MONO 100 gibt, die in Vietnam hergestellt wurden. Tombow betreibt dort seit Oktober 2003 eine Produktionstätte3, doch dass jetzt ausgerechnet eines der Vorzeige­produkte des japanischen Unternehmens außerhalb des Heimatlandes produziert wird, hat mich überrascht. Ein Leser meines Weblogs war so freundlich, mir ein aktuelles Exemplar zukommen zu lassen, so dass ich vergleichen kann. – Selbstverständlich lässt sich daraus keine allgemeine Aussage ableiten, denn dafür ist die Stichprobe zu klein.

Neues zum Tombow MONO 100

Der deutlichste Unterschied ist der Wegfall des Prägedrucks „MADE IN JAPAN”; statt­dessen gib es nun die Blindprägung „MADE IN VIETNAM”, die aber nach wenigen Spitz­vorgängen verschwunden ist. – Interessant zu wissen wäre, ob „H1506″ und „K1608″ für das Produktionsdatum im Format JJMM stehen; wenn ja, so wäre der obere Bleistift im Juni 2015 und der untere im August 2016 hergestellt worden.

Neues zum Tombow MONO 100

Es fällt auf, dass die Lackierung des neuen MONO 100 nicht so stark glänzt wie die des alten und auch nicht so sauber ausgeführt ist; zudem finden sich kleine und große Ein­schlüsse. – Wer ganz genau schaut, erkennt kleine Unterschiede im Prägedruck: Beim Stift aus Japan ist das „R” in „FOR” und „DRAFTING” schmaler und „hi-precision” hat eine stär­kere Neigung sowie einen anderen Bindestrich. Die GTIN ist unverändert.

Neues zum Tombow MONO 100

Seltsam finde ich den Abstand zwischen weißem Streifen und goldfarbenem Ring auf bei­den Seiten. Wurde er bewusst gewählt, um die Exemplare aus japanischer und vietna­mesischer Produktion rasch zu identifizieren?

Neues zum Tombow MONO 100

Außer den Unregelmäßigkeiten im Lack gibt es bei dem Bleistift aus Vietnam zahlreiche kleine Punkte in der Farbe des Prägedrucks zu bemängeln. Wie diese entstehen, ist mir rätselhaft. – Die Stiftdicke ist geblieben; beide haben eine Schlüsselweite von 7,2 mm.

Neues zum Tombow MONO 100

Bedauerlicherweise gibt es auch bei der Mine spürbare Unterschiede, denn die des neuen Exemplars wirkt geringfügig härter und gleitet nicht ganz so leicht wie die des alten. Bei Schwärzung, Glanz und Radierbarkeit konnte ich jedoch keine Unterschiede feststellen.

Neues zum Tombow MONO 100

Hier mit dem Pollux von Möbius+Ruppert.

Angesichts meiner Testexemplare muss ich leider sagen, dass der in Vietnam gefertigte Tombow MONO 100 nicht an den aus Japan herankommt.

Nachtrag vom 2.5.17 Von Tombow Deutschland konnte ich heute Details erfahren. Die Mine des aktuellen MONO 100, deren Rezeptur gleich geblieben ist, wird nach wie vor in Japan hergestellt; auch die Brettchen werden dort noch gefräst. In Vietnam werden Brettchen und Minen verklebt, die so entstandenen Sandwiches gefräst, die Stifte ge­schliffen, lackiert, bedruckt und mit den Kunststoffkappen versehen. Die Verlagerung die­ser Produktionsschritte geschah aus Kostengründen; sie begann Ende Juni 2016 und war im September 2016 abgeschlossen. Die Kennzeichnung „Made in Japan” musste aus Zoll­gründen durch „Made in Vietnam” ersetzt werden. – Die Blindprägung hat tatsächlich das Format XJJMM, wobei X für die Charge steht; dies hilft, die Ursache für fehlerhafte Stifte ausfindig zu machen.

Nachtrag vom 2.5.17: Beim Betrachten älterer, noch in Japan hergestellter Exemplare im Fachgeschäft FORMAT in Darmstadt ist mir bei einigen auch der Abstand zwischen dem weißen Streifen und dem goldfarbenen Ring aufgefallen. Dies hat also nichts mit der Pro­duktion in Vietnam zu tun.

Nachtrag vom 3.5.17: Ich wundere mich immer noch über die Verlagerung der Produk­tion ausgerechnet des MONO 100 mit diesen Folgen für die Qualität. Der Absatz von Blei­stiften nicht nur in Japan mag nachlassen, ebenso die Nachfrage nach High-End-Bleistiften sowie die Bereitschaft, für diese einen höheren Preis zu zahlen. Ist vielleicht ein Nachfolger des MONO 100 in Arbeit, der im September, 50 Jahre nach der Markteinführung des MONO 100, vorgestellt wird? Mit der Verlagerung der Produktion könnten in Japan Kapa­zitäten frei­gesetzt worden sein. Und ein Nachfolger des MONO 100 würde diesen abwer­ten, so dass man nicht mehr den gleichen Preis verlangen kann und die Herstellungskosten senken muss. Aber das sind alles nur wilde Spekulationen …

  1. Die anderen sind der Mitsubishi Hi-uni und der STAEDTLER Mars Lumograph 100.
  2. Quelle: Caroline Weaver, CW Pencil Enterprise.
  3. Quelle: „The 100 Year History of Tombow Pencil”. Tombow Pencil Co., Ltd., 2013.
 1 2 3 4 5 Nächste

Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK