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Schwarzer Freitag

Schwarzer Freitag

Wer unter die­ser Über­schrift düs­tere Mel­dun­gen aus der Bör­sen­welt befürch­tet hat, kann sich ent­spannt zurück­leh­nen – die offi­zi­elle Blog-Währung ist der Gra­phit, und der steht im­mer hoch im Kurs. Und die­je­ni­gen, die sich bei die­sem Stich­wort ein Schnäpp­chen erhofft haben, muss ich ent­täu­schen, denn hier gibt es nach wie vor nichts zu kau­fen. Es drän­geln sich nur ein paar schwarze Radie­rer1 – sonst ist hier nichts los.

  1. Außer den gezeig­ten hatte ich noch den Faber-Castell Dust Free (den ich lei­der nicht mehr fin­den kann) und den KUM Cor­rec Stick (der nach dem ers­ten Gebrauch in den Müll­ei­mer kam).

Kurz notiert

Taschenschere PLUS SC-130P

Ab sofort in mei­nem Mäpp­chen: Die Taschen­schere SC-130P des japa­ni­schen Anbie­ters PLUS1.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die aus ABS und Edel­stahl gefer­tigte SC-130P ist 135 mm lang, etwa 10 mm dick und sehr ordent­lich ver­ar­bei­tet; ihre Blät­ter sind gut 40 mm lang. Die Schnei­den sind gekrümmt, wodurch – so der Anbie­ter – die „Schnei­de­ob­jekte fest gegrif­fen und der opti­male Win­kel zwi­schen den Klin­gen bewahrt“ werden.

Taschenschere PLUS SC-130P

Zum Gebrauch zieht man die gut sit­zende Kappe ab und schiebt den Drü­cker etwas vor, um die Ver­rie­ge­lung zu lösen; eine Feder drückt dann das beweg­li­che Blatt weg.

Taschenschere PLUS SC-130P

Die SC-130P ist in drei Farb­va­ri­an­ten erhält­lich und kos­tet etwa 6 Euro.

Taschenschere PLUS SC-130P

Danke an Wow­ter für die SC-130P!

  1. Sie löst die Ray­may Pen Cut ab.

Wundersame Welt der Waren (7)

Heute schauen wir auf eine kleine, nicht­re­prä­sen­ta­tive Aus­wahl jener Gerät­schaf­ten, die so man­chen Lebens­mit­teln bei­lie­gen und den sofor­ti­gen Ver­zehr auch ohne das ver­traute Ess­be­steck ermög­li­chen. Dabei wer­den wir sehen, dass es jen­seits der all­ge­gen­wär­ti­gen Speiseeis-Spatel und Pommes-Pieker Bemer­kens­wer­tes zu ent­de­cken gibt.

Hölzener Nordsee-Dreizack

Wir ste­chen in See mit der schlich­ten und funk­tio­nel­len Gabel aus hel­lem Holz, die der für aller­lei schmack­haf­tes Mee­res­ge­tier bekannte Anbie­ter Nord­see sei­nen Gäs­ten zum mobi­len Genuss der „Fish & Chips“ andient (wenn ich dort vor Anker gehe, nehme ich gerne die große Por­tion mit Remou­la­den­soße, aber das nur neben­bei). Das fast 2 mm dicke und daher ziem­lich robuste Ess­ge­rät ist mit groß­zü­gi­gen 17 cm etwa so lang die inter­es­sant bedruckte Tüte der „Fish & Chips“ tief, damit man auch den letz­ten der lecke­ren Hap­pen zuver­läs­sig her­aus­an­geln kann und erin­nert sicher nicht zufäl­lig an Nep­tuns Dreizack.

Göffel? Label? Gaböffel?

Im Kühl­re­gal mei­nes Lieb­lings­dis­coun­ters Plus fin­det man eine Reihe appe­tit­li­cher und ver­zehr­fer­ti­ger Salate, zu deren Lie­fer­um­fang diese unge­wöhn­li­che Ver­schmel­zung aus Gabel und Löf­fel gehört. („Göf­fel“? „Label“? „Gab­öf­fel“? Hier gäbe es bestimmt noch beträcht­li­ches Marketing-Potential.) Lei­der sind weder die Zin­ken die­ses 10 cm kur­zen Appa­ra­tes spitz genug noch seine Laffe aus­rei­chend tief, um wirk­lich prak­tisch zu sein, und da sich die­ses sehr dünne, aus trans­pa­ren­tem Kunst­stoff gefer­tigte Gerät zudem beim Ein­satz recht leicht ver­biegt, erfüllt es den ange­streb­ten Ver­wen­dungs­zweck lei­der nur bedingt.

Plus-Klappspaten

Gut ver­steckt im hohen, mit knusp­ri­gen Flo­cken gefüll­ten Deckel der gesun­den Joghurt-Müsli-Kombination vom sel­ben Dis­coun­ter ist ein klei­ner klapp­ba­rer Löf­fel aus orange­farbenem Kunst­stoff, der nicht nur über einen außer­or­dent­li­chen Gebrauchs­wert ver­fügt, son­dern auch dem auf­merk­sa­men Betrach­ter pfif­fige Kon­struk­ti­ons­de­tails offen­bart: Zwei ganz unter­schied­lich gestal­tete Ras­tun­gen arre­tie­ren die fast 11 cm lange Schau­fel sowohl im ein- als auch im aus­ge­klapp­ten Zustand, wobei letz­te­rer zusätz­lich durch einen klei­nen Steg sta­bi­li­siert wird – beein­dru­ckend, mit wel­cher Sorg­falt der Her­stel­ler Poli­moon (seit 2007 Pro­mens) bei die­sem Pro­dukt, das eigent­lich nichts kos­ten darf, zu Werke ging. – Bedau­er­li­cher­weise hat die Plus-Filiale in der Nähe mei­nes Arbeits­plat­zes kürz­lich alle drei Vari­an­ten die­ser attrak­ti­ven Zwi­schen­mahl­zeit aus­ge­lis­tet und damit auch den raf­fi­nier­ten Löf­fel ver­schwin­den lassen.

Im Zusam­men­hang nicht nur mit Klapp­ba­rem sei das über­aus lesens­werte Buch „Col­lapsibles – Ein Album platz­spa­ren­der Objekte“ von Per Mol­lerup aus dem Ver­lag Stieb­ner lobend erwähnt und allen an der­ar­ti­gen Din­gen Inter­es­sier­ten wärms­tens empfohlen.

Zackige  Kiwi-Säge von Zespri

Wurde meine Genera­tion noch mit einem ein­fa­chen Pau­sen­brot in die Penne geschickt, so ver­wöhnt man die Kids von heute bereits vor ìhrem ers­ten Schul­tag mit zum Teil fremd­artigen Din­gen. Anläss­lich der Ein­schu­lung in Hes­sen vor weni­gen Tagen gab eine nahr­hafte nam­hafte Supermarkt-Kette gegen Gut­schein Zucker­tü­ten (hier wohl ange­brach­ter: Obst­tü­ten) aus, die unter ande­rem neu­see­län­di­sche Kiwis ent­hiel­ten. Pas­send zu die­ser Vitamin-C-reichen Frucht aus dem fer­nen Land fand sich im bun­ten Papp­ke­gel ein hell­grünes Instru­ment von einem fer­nen Pla­ne­ten – so zumin­dest mutet die­ses aus­ge­fal­lene und äußerst sta­bile Ess­werk­zeug an, das zwar Asso­zia­tio­nen an eine sehr grobe Säge weckt, aber zwei­fel­los alle ande­ren Hilfs­mit­tel zum Ver­zehr der Kiwi ent­behr­lich macht. – Nota­bene: Den zacki­gen, aus Poyl­sty­rol (Recycling-Code 06) gefer­tig­ten Kiwi-Löffel der inter­na­tio­na­len Marketing-Organisation Zes­pri gibt (gab?) es hier­zu­lande in min­des­tens zwei Varianten.

Mein Favo­rit? Natür­lich der gran­diose Klapplöffel.

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Wundersame Welt der Waren (6)

Noch vor dem Anpfiff des bevor­ste­hen­den Fußball-Höhepunkts am 7. Juni lan­det mein Lieb­lings­dis­coun­ter Plus mit dem Toi­let­ten­pa­pier „Sammy Traum­tor“ einen spek­ta­ku­lä­ren Voll­tref­fer und zeigt damit erneut, dass er in der ers­ten Kon­sum­liga ganz vorne mit­wischt mitspielt.

Sammy Traumtor mit Fußball-Motiven und Rasenduft

Das seit ver­gan­ge­nem Mon­tag im Rah­men einer zeit­lich begrenz­ten Aktion erhält­li­che Hygie­ne­pa­pier (Abpfiff ist am kom­men­den Sams­tag) punk­tet mit „Fußball-Motiven und Rasen­duft“ und ver­weist damit selbst die Publi­kums­lieb­linge „Spa­gat“ und „Happy End“ sou­ve­rän auf die hin­te­ren Tabellenplätze.

Sammy Traumtor mit Schiedsrichter-Pfeife Fox 40 Classic

„Sammy Traum­tor“ im Anlauf, Schiedsrichter-Pfeife Fox 40 Clas­sic Offi­cial (nicht Teil des Ensembles)

Wah­rend die hell­grü­nen, skiz­zen­haf­ten Ball­jon­gleure auf den drei wei­ßen Lagen eher defen­siv antre­ten, geht der Duft des fri­schen Grüns spiel­stark in die Offen­sive und schafft auch dort Fuß­ball­at­mo­sphäre, wo es kein Publi­kum, dafür jedoch so man­che Ver­län­ge­rung gibt.

Eine Packung „Sammy Traum­tor mit Fußball-Motiven und Rasen­duft“ ent­hält zehn Rol­len mit jeweils 150 Blatt (ent­spricht gut 1,8 Elf­me­tern) und kommt für 1,99 Euro in den hei­mi­schen Spind. Auch wenn sich elf Akteure pro Packung zwei­fel­los bes­ser gemacht hät­ten, so steht mein EM-Sieger bereits jetzt fest: Es ist Plus mit „Sammy Traum­tor“, der jeden Abstoß in ein sau­be­res Ereig­nis verwandelt.

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Wundersame Welt der Waren (5)

Schwe­res Gerät fährt mein Lieblings-Discounter Plus seit ver­gan­ge­nem Mon­tag für all jene auf, die an der Genuss-Premiere teil­neh­men und sich das dop­pelte Schoko-Erlebnis schme­cken las­sen wollen.

Weckt die 3-stufige Kas­kade mit 2 För­der­schne­cken zunächst des Heim­wer­kers Hoff­nungen, end­lich mit dem eige­nen Koh­le­berg­bau begin­nen zu kön­nen, so zeigt der genaue Blick in den Pro­spekt, dass die ange­ge­be­nen 230 Watt allein dem Schmel­zen der schmack­haften Fondue-Schokolade dient. Wäh­rend letz­tere dann lang­sam in die Edelstahl-Auffangschale tropft und dort zum genüss­li­chen Ver­zehr vor­ge­hal­ten wird, wacht ein Ther­mo­stat mit Über­hit­zungs­schutz über den Appa­rat, um unap­pe­tit­li­che Überra­schungen zu verhindern.

Die zu die­ser Hard­ware pas­sende Soft­ware – hoch­wer­tige, zart­schmel­zende Schoko­lade, leicht zu por­tio­nie­ren – gibt es in hand­li­chen 600-g-Einheiten im sel­ben Hause. Da die Maschine die gleich­zei­tige Ver­ar­bei­tung von zwei ver­schie­de­nen Schokoladen-Sorten ermög­licht, emp­fiehlt sich der Griff sowohl zur Vollmilch- als auch zur Zartbitter-Variante des Schmelz­guts, um die ganze Sys­tem­leis­tung auszukosten.

Der Edelstahl-Schokoladenbrunnen ist etwa 40 cm hoch und kommt für 29,99 Euro auf den hei­mi­schen Schlemmertisch.

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Schau‘ mir in die Astlöcher, Kleines!

Die von grau-feuchtem Herbst­wet­ter geprägte und allein schon dadurch recht unlus­tige Zeit attrak­ti­ver zu gestal­ten hilft der Dis­coun­ter Plus, der ab dem heu­ti­gen Don­ners­tag sei­ner deko­ra­ti­ons­freu­di­gen Kund­schaft ein „Fluo­res­zie­ren­des Baum­ge­sicht“ zu 4,99 Euro andient.

Fluoreszierendes Baumgesicht

Das aus den übli­chen vier Tei­len bestehende Ant­litz soll dank fluo­res­zie­ren­der Ober­flä­che nach Licht­be­strah­lung in der Dun­kel­heit leuch­ten und damit ein „beson­de­rer Blick­fang für Gar­ten oder Vor­gar­ten“ sein (so jeden­falls der Ver­pa­ckungs­text). Die „ori­gi­nelle und wit­zige Baum­de­ko­ra­tion“ ist aus Magne­si­um­oxid gefer­tigt, wiegt knapp 800 Gramm und misst bei einer an mensch­li­che Pro­por­tio­nen ange­lehn­ten Mon­tage etwa 27 cm × 22 cm; zur Befes­ti­gung wer­den han­dels­üb­li­che Nägel emp­foh­len. Lieb­ha­ber der grie­chi­schen Mytho­lo­gie kön­nen auf die Anbrin­gung des zwei­ten Auges ver­zich­ten und so güns­tig zu einem fluo­res­zie­ren­den Baum­zy­klo­pen kommen.

Als kri­ti­scher Ver­brau­cher habe ich jedoch noch vor dem Öff­nen der Blis­ter­ver­pa­ckung das Nach­leuch­ten genau geprüft und dabei bedau­er­li­cher­weise ein lan­ges Gesicht gemacht: Ledig­lich der Ring um die Augen des Baum­freun­des leuch­ten nach, und so muss ich ihn mor­gen lei­der retour­nie­ren. Eigent­lich schade, denn das etwas höl­zerne, aber kon­zi­li­ante Lächeln des Baum­ge­sichts hat sei­nen Reiz und hätte bestimmt den einen oder ande­ren Besu­cher erfreut.

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