Kugelschreiber

Kurz notiert

  • Wer sei­nen Druck­blei­stift Pen­tel P200 kor­rekt datie­ren möchte, fin­det unter „Pen­tel P200 Gene­ra­tion Guide“ ein hilf­rei­ches Fluss­dia­gramm und unter „Pen­tel P200 Collector’s Deep Dive: Spot Every Gene­ra­tion Dif­fe­rence“ ein eben­sol­ches Video.
  • Das japa­ni­sche Unter­neh­men Pen­tel (genauer: Pen­tel Co., Ltd.), das seit 2022 zu 76% PLUS (eben­falls Japan) gehört, wird am 1. April 2026 sei­nen Namen zu „Astrum Co., Ltd.“ ändern; die Pro­dukt­marke „Pen­tel“ bleibt jedoch bestehen. – Quelle: Red­dit.
  • Es gibt wie­der einige neue und inter­es­sante Pro­dukte von Mitsubishi/​uni, dar­un­ter den one 3, mit dem die one-​Reihe erwei­tert wurde. Die­ser Drei­far­ben­stift (schwarz/​rot/​blau) ist in 0,38 und 0,5 mm in jeweils drei Schaft­far­ben erhält­lich und kos­tet 1300 (ca. 7 Euro); die bei­den Vari­an­ten in der Geschenk­ver­pa­ckung kom­men für 1800 Yen (ca. 9,80 Euro) in den Han­del. Auch bei den Druck­blei­stif­ten hat sich etwas getan: Den Kuru Toga Metal gibt es erst­mals in 0,3 mm (nur in Schwarz) und als limi­tierte Auf­lage in Orange (nur 0,5 mm). Reiz­voll finde ich zudem die limi­tierte Vari­ante des Zento Signa­ture, dem Spit­zen­mo­dell der Zento-​Reihe, in „stone brass“, die für 4000 Yen (knapp 22 Euro) ange­bo­ten wird.
  • Das kürz­lich ver­öf­fent­lichte Patent „Wrist-​mounted pen­cil sharpener-​eraser“ beschreibt eine am Hand­ge­lenk zu tra­gende Kom­bi­na­tion aus Spit­zer und Radie­rer, wobei der Spit­zer fest ange­bracht ist und der Radie­rer an einer feder­be­las­te­ten Schnur hängt, durch die er nach Gebrauch zurück­ge­zo­gen wird. Mit die­ser Erfin­dung soll vor allem bei jun­gen Benut­zern ver­mie­den wer­den, dass die Uten­si­lien ver­lo­ren gehen.
  • Die Prä­sen­ta­tion der Druck­blei­stifte von STAEDTLER Japan mit futu­ris­ti­schen Figu­ren finde ich unge­wöhn­lich und ansprechend.
  • Kurios: Laut dem Bei­trag „Estate sale of Henry Petro­ski“ auf Red­dit wurde vor weni­gen Tagen der Nach­lass des bekann­ten Autors („Der Blei­stift“), ver­kauft, dar­un­ter seine Blei­stift­samm­lung. Ein­fach so, still und leise? Warum hat man diese Kost­bar­kei­ten nicht versteigert?
  • Bereits im Februar hat Pilot Japan die Opt-​Reihe erwei­tert. Die neuen Kugel­schrei­ber haben eine 0,5-mm-Spitze und die neuen Druck­blei­stifte nut­zen 0,4-mm-Minen; damit gibt es die­sen unge­wöhn­li­chen Minen­durch­mes­ser erst­mals mit „Shaker“-Mechanismus, bei dem die Mine durch kur­zes Schüt­teln des Stifts trans­por­tiert wird. Sowohl den Kugel­schrei­ber als auch den Druck­blei­stift gibt es in vier Schaft­far­ben für 330 Yen (ca. 1,80 Euro).

Nach­trag vom 9.4.26:

  • Neu von STAEDTLER Japan: Der Druck­blei­stift 925 15 Metal. Im Gegen­satz zu den ande­ren Druck­blei­stif­ten von STAEDTLER mit Metall­griff ist seine Spitze in den lan­gen Griff inte­griert. Der 925 15 Metal ist ab Ende April in Schwarz (0,3/0,5/0,7/0,9 mm) und Weiß (0,3/0,5 mm) für knapp 6,50 Euro erhält­lich. – Quelle: Red­dit.

Kurz notiert

  • Mit dem FUMI hat Tom­bow einen Druck­blei­stift vor­ge­stellt, des­sen Schaft aus Nagori gefer­tigt wird. Die­ser Ver­bund­werk­stoff von Mitusi Che­mi­cals besteht aus Kunst­stoff sowie Res­ten von Muscheln und Koral­len aus dem Meer. Er hat eine Keramik-​ähnliche Tex­tur und eine hohe Wär­me­leit­fä­hig­keit, und durch das spe­zi­elle Fer­ti­gungs­ver­fah­ren erhal­ten die mar­mo­rier­ten Schäfte ein­zig­ar­tige Mus­ter. Der FUMI kommt am 5. März in vier Tönen und für 0,5-mm-Minen auf den Markt und kos­tet 2000 Yen (knapp 11 Euro).
  • Eine Fülle an Fall­mi­nen­stif­ten gibt es in der Vin­tage Lead­hol­der Coll­ec­tion von Allan Mac­do­nald zu sehen.
  • Aus der Über­nahme von LAMY durch Mitsubishi/​uni ist ein wei­te­res Pro­dukt her­vor­ge­gan­gen: Mit dem LAMY safari KURU TOGA gibt es nun den Druck­blei­stift LAMY safari mit Kuru-​Toga-​Mechanismus. Er ist ab 13. März in drei Far­ben sowie mit trans­pa­ren­tem Schaft für 3800 Yen (gut 15 Euro) erhältlich.
  • Für den Ein­satz in rau­her Umge­bung gedacht ist der neue Druck­blei­stift Dr. Grip Pro Marker’s Pen­cil von Pilot. Er nutzt 2-​mm-​Minen und ist ab 1. März in Schwarz, Rot und Vio­lett ver­füg­bar. – Wei­tere Details gibt es auf der Web­site zu die­sem Blei­stift.
  • Anläss­lich dess 20-​jährigen Jubi­lä­ums der Jetstream-​Kugelschreibermine lässt Mitsubishi/​uni seine Kun­den aus zehn Schaft­far­ben aus­wäh­len. Im Okto­ber gibt es dann das Standard- und das Dreifarb-​Modell des Jetstream-​Kugelschreibers in den vier am häu­figs­ten genann­ten Far­ben als limi­tierte Auf­lage. – Quelle: Red­dit.
  • Ein Lob­lied auf den Blei­stift: „In Praise of the Pen­cil“.

Nach­trag vom 4.3.26: Eine Vor­stel­lung des Tom­bow FUMI gibt es im Knockology-​Forum unter „Tom­bow FUMI – the true suc­ces­sor to the ‘Ocea­nic’?“.

Nach­trag vom 7.3.26: Alan Mac­do­nalds Web­site ist jetzt unter https://leadholders.my.canva.site/product-and-service-catalog-website/ erreich­bar. Danke an Guil­lermo für den Hinweis!

Kurz notiert

  • Dem Bei­trag „New Releases from Mitsu­bi­shi Pen­cil (Uni, Lamy) in March 2026“ auf Red­dit zufolge soll es von Mitsubishi/​uni im Mai einige neue und sehr inter­es­sante Pro­dukte geben. Dazu gehö­ren ein LAMY-​Druckbleistift mit Kuru-​Toga-​Mechanismus, ein 3-​Farben-​Stift im Stil des one P und natür­lich limi­tierte Farb­va­ri­an­ten belieb­ter Schreib­ge­räte, dar­un­ter den Kuru Toga Metal in Orange und den Zento Signa­ture in Messing/​Sand, die mich beide ansprechen.
  • Tom­bow hat den Kata­log 2026/​2027 ver­öf­fent­licht. Über das Hamburger-​Menü kön­nen ein­zelne Sei­ten und der kom­plette Kata­log als PDF her­un­ter­ge­la­den werden.
  • Auch von Zebra gibt es den neuen Kata­log 2026-​2027; ein Down­load als PDF ist nur von Einzel- oder Dop­pel­sei­ten mög­lich. Die Neu­hei­ten sind im Novelty Cata­lo­gue (PDF) zusammengefasst.
  • Die Schreib- und Zei­chen­ge­rä­te­fa­brik Phil­ipp Mutsch­ler, 1928 in Hei­del­berg gegrün­det und bis 2015 aktiv, hat u. a. für STAEDTLER pro­du­ziert und ist heute weit­ge­hend ver­ges­sen. Ich habe sie im Knockology-​Forum ange­spro­chen, wor­auf es einige inter­es­sante Ant­wor­ten gab.
  • Der popu­läre Druck­blei­stift Pen­tel Kerry ist seit kur­zem in der limi­tier­ten und exklu­siv für Kitera her­ge­stell­ten Vari­ante „Retro Green“ erhält­lich. Die Farbe, der halb­trans­pa­rente Kunst­stoff und das alte Logo machen ihn in mei­nen Augen sehr attrak­tiv. – Quelle: Red­dit.
  • Mit dem Intaglio gibt es einen neuen Druck­blei­stift von Sakura. Er hat einen Schaft aus Alu­mi­nium und wird in vier Far­ben, aber nur für 0,5-mm-Minen ange­bo­ten und kos­tet 2700 Yen (knapp 15 Euro).
  • 2014 hat Pen­tel den Druck­blei­stift orenz her­aus­ge­bracht. Er nutzt 0,2-mm-Minen und ist der Nach­fol­ger des PG2, der 1981 auf den Markt kam und um 2007 aus dem Sor­ti­ment genom­men wurde. Dem ers­ten orenz folg­ten etli­che Vari­an­ten, auch in 0,3 und 0,5 mm, und 2017 stellte Pen­tel den orenz­nero mit auto­ma­ti­schem Minen­vor­schub vor. Von die­sem gibt es ab 23. Januar drei Sets mit farb­lich abge­stimm­tem Radie­rer und Minen­be­häl­ter in Schwarz sowie in den limi­tier­ten Far­ben „green black“ und „car­bon black“1. Diese Sets sind für die Minen­durch­mes­ser 0,3 und 0,5 mm erhält­lich und kos­ten 7200 Yen (gut 39 Euro). – Zum orenz­nero siehe auch die sehr lesens­wer­ten Bei­träge „Pen­tel orenz­nero Review“ und „Homage to the Pen­tel orenz­nero“.

Nach­trag:

  1. Wer meint, dass auf­grund des Namens­zu­sat­zes „nero“ die Aus­wahl zukünf­ti­ger limi­tier­ter Far­ben ein­ge­schränkt ist, irrt – da gäbe es z. B. „true black“, „real black“, „dark black“, „mid­night black“, „soft black“, „medium black“, „warm black“ und „clas­sic black“.

Kurz notiert

  • Nach der Neu­auf­lage des Druck­blei­stifts REG 925 85-​05 im Juni (die 0,3-mm-Version folgte im Okto­ber) hat STAEDTLER Japan nun eine limi­tierte Ver­sion in Schwarz her­aus­ge­bracht. Der REG 925 85-​05B kam bereits am 21. Novem­ber in den japa­ni­schen Han­del und kos­tet 4180 Yen (ca. 31 Euro). Unbe­stä­tig­ten Quel­len zufolge soll der REG 925 85-​05B jedoch nicht schwarz lackiert sein, son­dern eine grif­fige Beschich­tung wie der STAEDTLER HEXAGONAL haben, die laut eini­gen Nut­zern unan­sehn­lich wird oder sich sogar ablöst. Dies und die in mei­nen Augen wenig attrak­tive Kenn­zeich­nung „Limi­ted Edi­tion“ hal­ten mich noch mehr vom Kauf ab als der Umstand, dass ich die meis­ten limi­tier­ten Auf­la­gen in Schwarz inzwi­schen ziem­lich lang­wei­lig finde.
  • Ich habe ja inzwi­schen schon etli­che – wie soll ich sagen? – spe­zi­elle Mar­ke­ting­texte gele­sen, doch das, was Faber-​Castell zum Kugel­schrei­ber Avori schreibt, lässt mich sprach­los zurück.
  • Vom japa­ni­schen Anbie­ter Craft Design Tech­no­logy gibt es ein neues Set mit drei schwarz lackier­ten Farb­stif­ten in schwarz durch­ge­färb­tem Holz und einem Kunst­stoff­spit­zer. Das Black Edi­tion Colo­red Pen­cils Set wurde von CAMEL und NJK gefer­tigt und kos­tet 990 Yen (etwa 5,50 Euro). – Danke an Frank für den Hinweis!
  • Der Reddit-​Nutzer Kei_​Kobayashi hat hat aus drei Druck­blei­stif­ten den Dou­ble knock mars micro franken-​pencil gefer­tigt. Grandios!
  • Mit dem ALTDRAW hat der japa­ni­sche Anbie­ter Lud­dite einen wei­te­ren Druck­blei­stift mit Holz­schaft ange­kün­digt. Er soll in vier Vari­an­ten erhält­lich sein und 6000 Yen (gut 33 Euro) kos­ten. – Quelle: Red­dit.
  • Eine trau­rige Ent­wick­lung: STAEDTLER will 2028 die Werke in Neu­markt und Sugen­heim schlie­ßen und Faber-​Castell plant den Abbau von 130 Stel­len an den Stand­or­ten Stein und Gerolds­grün.
  • Tom­bow Japan hat einen Druck­blei­stift mit hexa­go­na­lem Holz­schaft vor­ge­stellt. Der Kimo­no­ga­tari wird in sechs Pas­tell­far­ben, aber nur für 0,5-mm-Minen erhält­lich sein. Er kommt am 10. Dezem­ber auf den Markt und kos­tet 540 Yen (knapp 3 Euro).
  • End­lich mal Druck­blei­stifte in limi­tier­ten Far­ben: Von Pen­tel Japan soll es Mitte Dezem­ber den Klas­si­ker P205 als „Neo Clas­si­cal Series“ in sechs gedeck­ten Far­ben mit abge­stimm­tem Minen­be­häl­ter und Radie­rer geben. – Quelle: Red­dit.

Ballograf Epoca P

Kugel­schrei­ber mochte ich lange nicht, und ich habe sie nur benutzt, wenn es sich nicht ver­mei­den ließ; erst mit dem Jet­stream von Mitsubishi/​uni änderte sich das1. So hat mein hart­nä­cki­ges Des­in­ter­esse an die­sem Schreib­ge­rät dazu geführt, dass ich vie­les nicht mit­be­kom­men habe und mir auch der Epoca P des schwe­di­schen Her­stel­lers Bal­lo­graf2 bis­her nicht auf­ge­fal­len ist, obwohl er bereits 1961 auf den Markt kam und seit­dem fast unver­än­dert und in enor­men Stück­zah­len pro­du­ziert wird3.

Ballograf Epoca P

Der von Wolf­gang Schwei­zer gestal­tete Stift hat ein unge­wöhn­li­ches Design4. Der Griff ist rund und der obere, sich zum Drü­cker hin leicht ver­jün­gende Teil des Schafts acht­flä­chig; zudem fällt die beson­dere Form des Clips auf. Das Design wurde mehr­mals kopiert, u. a. vom pol­ni­schen Her­stel­ler Zenith in den 1970er Jah­ren (dort hieß er Zenith 7, weil es das siebte Pro­dukt war). Inzwi­schen gibt es von Monami (Korea) und Astra Pol­ska (Polen) lizen­zierte Vari­an­ten, die eben­falls unter dem Namen Zenith ange­bo­ten wer­den5. Aber das wäre ein Thema für einen eige­nen Bei­trag. – Der Epoca P ist in etli­chen Far­ben und für 6 bis 9 Euro erhält­lich; ich habe mich für Gelb entschieden.

Ballograf Epoca P

Der Schaft des in Schwe­den gefer­tig­ten Schreib­ge­räts ist aus Cell­i­dor6, einem Kunst­stoff, der etwa zur Hälfte aus Cel­lu­lose besteht, und die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät ist sehr hoch. Es fin­den sich weder Press­grate7 noch unschöne Über­gänge der Teile, und die Mecha­nik (auf die es eine lebens­lange Garan­tie gibt) arbei­tet per­fekt und mit ange­neh­mer Hap­tik. Als ein­zi­gen Wer­muts­trop­fen emp­finde ich jedoch das leichte radiale Spiel der Mine in der Spitze. – Ein wei­te­res attrak­ti­ves Detail ist der koni­sche Ring mit der Kenn­zeich­nung „○ BALLOGRAF epoca ○ SWEDEN“.

Die Mine mit doku­men­ten­ech­ter Tinte8 soll 8000 Meter schrei­ben, also etwa neun­mal so lang wie die eines her­kömm­li­chen Kugel­schrei­bers, doch ihre Schreib­ei­gen­schaf­ten gefal­len mir nicht so gut. Ihr For­mat ist dem weit ver­brei­te­ten Par­ker G2 aller­dings sehr ähn­lich, und so habe ich nach einem Weg gesucht, die uni­ball Jet­stream SXR-​600 in den Epoca P zu bekom­men. Auf Red­dit wurde ich fün­dig – der Nut­zer Cht­hulhu hat den Stift zer­legt und ein Teil bear­bei­tet, damit eine G2-​Mine passt; mit gro­ßer Begeis­te­rung habe ich es ihm sofort nachgetan.

Ballograf Epoca P

So wird’s gemacht: Den Griff abschrau­ben, den obe­ren Teil des Schafts mit der Öff­nung auf ein Tuch set­zen, damit die Teile spä­ter nicht weg­rol­len kön­nen und den Knopf gegen den Wider­stand hin­ein­drü­cken; dadurch lösen sich die Teile. Dann den Schaft zur Seite nei­gen, um die Teile her­aus­rut­schen zu las­sen, dabei aber unbe­dingt auf ihre Rei­hen­folge ach­ten, um sie nach­her wie­der rich­tig zusam­men­set­zen zu kön­nen. Nun den Zap­fen (Pfeil) bün­dig vom zwei­ten Kunst­stoff­teil ent­fer­nen und alles wie­der zusam­men­set­zen; dabei das lange Teil hin­ein­drü­cken, bis es einrastet.

Aber: Setzt man nun die Mine im G2-​Format ein, schaut sie selbst im ein­ge­zo­ge­nen Zustand etwas her­aus9, was mir auf­ge­fal­len wäre, wenn ich vor dem Ein­griff die Minen sorg­fäl­ti­ger ver­gli­chen hätte. Mit der Bear­bei­tung des Kunst­stoff­teils ist es also nicht getan – es muss zusätz­lich die Mine (genauer: der Stop­fen) um etwa 2 mm gekürzt wer­den10. Damit passt die SXR-​600, und um das Spiel in der Spitze zu ver­rin­gern, habe ich noch eine Lage Kle­be­band auf der Mine ober­halb der Spitze ange­bracht. – Die Ballograf-​Mine lässt sich nach der Modi­fi­ka­tion übri­gens wei­ter benut­zen11.

Ballograf Epoca P

Für etwa 12 Euro (Epoca P und SXR-​600) und mit 15 Minu­ten Bas­te­lei habe ich jetzt den – natür­lich! – bes­ten Kugel­schrei­ber, den ich jemals hatte.

Nach­trag vom 29.11.25: Eine wei­tere Kopie des Bal­lo­graf Epoca war der BALL-​PEN, her­ge­stellt in den 1970er Jah­ren von Pevdi in Ungarn. Statt des „i“ beim Ori­gi­nal trug der Clip des BALL-​PEN die Kenn­zeich­nung „P“; die für das öster­rei­chi­sche Part­ner­un­ter­neh­men Hemos gefer­tigte Vari­ante war mit „H“ gekenn­zeich­net. Die Ril­len auf den Flä­chen des obe­ren Schaft­teils des BALL-​PEN erin­nern an den Epoca Chrome.

  1. Viele Kugel­schrei­ber mag ich aber immer noch nicht.
  2. Die Geschichte des 1945 gegrün­de­ten Unter­neh­mens finde ich recht inter­es­sant.
  3. Ich habe von 2,5 bis 4 Mil­lio­nen Exem­pla­ren pro Jahr gehört.
  4. Laut Bal­lo­graf bestand der Wunsch, einen Stift mit ergo­no­misch kor­rek­ter Form zu gestal­ten, nach­dem die schwe­di­sche Post wegen Kla­gen ihrer Mit­ar­bei­ter über Beschwer­den in den Hän­den durch den Gebrauch der damals übli­chen Stifte ange­fragt hatte. Der Stift wurde zunächst zwei Jahre lang getes­tet, bevor er schließ­lich als Epoca auf den Markt kam.
  5. MonAmi hat eine Nie­der­las­sung in Polen; gut mög­lich, dass es noch wei­tere Ver­bin­dun­gen gibt.
  6. Genauer: Cell­i­dor CP, Cellulose-​Aceto-​Propionat. Die­ses Mate­rial ist bestän­dig gegen Was­ser, Fette, Mine­ral­öle und Schweiß sowie sehr lang­le­big, UV-​stabil, selbst­po­lie­rend und auch bei tie­fen Tem­pe­ra­tu­ren sehr schlag­zäh. Cell­i­dor wird von Albis her­ge­stellt und ver­trie­ben.
  7. Hallo LAMY! Ginge das nicht auch beim Kugel­schrei­ber safari? Des­sen Press­grate finde ich grau­sig.
  8. Zur Geschichte der doku­men­ten­ech­ten Kugel­schrei­ber­tinte fin­den sich wider­sprüch­li­che Anga­ben. Laut Bal­lo­graf kam sie 1952 auf, und das Unter­neh­men gibt an, sie als ers­ter in Europa genutzt zu haben. Eine abwei­chende Angabe fin­det sich beim Schreib­wa­ren­her­stel­ler Doku­men­tal. Die­sem zufolge wurde die erste doku­men­ten­echte Kugel­schrei­ber­paste 1954 von Mit­ten­wald Che­mie ent­wi­ckelt (Mit­ten­wald, gegrün­det 1952, und IKF (Indus­trie Kleb­stoffe Far­ben), gegrün­det 1964, fusio­nier­ten 1992 zur Doku­men­tal GmbH & Co. KG Schreib­far­ben). Laut Bal­lo­graf erfolgte 1956 eine Wei­ter­ent­wick­lung, die die Anfor­de­run­gen des „Svenskt arkiv“-Standards erfüllte und die Tinte zum Stan­dard in schwe­di­schen Behör­den und Ämtern machte. So bie­tet Bal­lo­graf sogar eine Vari­ante des Epoca P mit der Kenn­zeich­nung „Till­hör Stats­ver­ket“ (frei über­setzt „Staats­ei­gen­tum“) für den all­ge­mei­nen Ver­kauf an. – Der „Svenskt arkiv“-Standard ging spä­ter in der ISO 11798 auf.
  9. Warum wurde das auf Red­dit nicht ange­spro­chen? Die Anlei­tung zum Umbau ist zwei­ein­halb Jahre alt. Hat man das Innen­le­ben des Epoca P danach ver­än­dert?
  10. Für die ganz Pin­ge­li­gen: Die Ballograf-​Mine ist 96 mm lang und die SRX-​600 98,2 mm. Da letz­tere aber einen klei­ne­ren Spit­zen­win­kel hat, wirkt sie aus­ge­fah­ren etwas zu kurz, wenn man sie auf die glei­che Länge wie die Ballograf-​Mine bringt; bes­ser ist eine Länge von 96,5 mm. – Bear­bei­tet man das Teil im Epoca P nicht, muss man nicht nur die Mine kür­zen, son­dern auch das Loch im Stop­fen der Mine auf­wei­ten, damit der Zap­fen (⌀ 2,6 mm, Länge 6,5 mm) des Kunst­stoff­teils hin­ein­passt (man­che tau­schen auch die Stop­fen der Minen).
  11. Laut einer unbe­stä­tig­ten Quelle nutz­ten frü­here Vari­an­ten des Epoca P eine Mine im G2-​Format.

Kurz notiert

  • Vom popu­lä­ren Video-​Blogger Sea­sar aus Japan, der seit ein paar Jah­ren Pro­dukte unter sei­nem Namen anbie­tet, gibt es jetzt den drit­ten Druck­blei­stift1. Der Gra­vium ver­fügt über einige bemer­kens­werte Merk­male wie z. B. eine hoch­wer­tige Mecha­nik, die mich an die im STAEDTLER Hexa­go­nal und im Kaweco Spe­cial erin­nert2, einen zwölf­flä­chi­gen Schaft und eine Beschich­tung mit Neora­ba­san, die sich sam­tig anfasst und sehr lang­le­big sein soll (sie wurde bereits von Tom­bow für zwei Schreib­ge­räte der ZOOM-​Serie und den Druck­blei­stift MONO graph fine genutzt). Er ist nur für 0,5-mm-Minen ver­füg­bar und kos­tet 6600 Yen (ca. 39 Euro), doch die erste Charge ist schon ausverkauft.
  • Mitsubishi/​uni hat sein Sor­ti­ment der Jetstream-​Kugelschreiber um vier neue Prime-​Modelle erwei­tert. Den Jet­stream Sin­gle und den Jet­stream 3+1 gibt es in dun­kel­blau (0,5 mm) und schwarz (0,7 mm), wobei das Single-​Modell eine Mine im For­mat Par­ker G2 nutzt und der Mehr­fach­stift D1-​Minen, beide Stifte also nicht von der ver­bes­ser­ten Tin­ten­re­zep­tur pro­fi­tie­ren, die vor gut einem Jahr unter den Namen Jet­stream Lite Touch vor­ge­stellt wurde. Die vier Stifte kamen Ende Juni auf den Markt und kos­ten 3500 Yen (gut 24 Euro) bzw. 5500 Yen (ca. 38 Euro).
  • Unter „Regu­la­tory Stan­dards for Mecha­ni­cal Pen­cils: Ensu­ring Qua­lity, Safety, and Glo­bal Com­pli­ance“ hat der Nut­zer Pdunc67 im Knockology-​Forum eine umfang­rei­che und infor­ma­tive Über­sicht der Nor­men und Stan­dards für Druck­blei­stifte und deren Minen zusammengestellt.
  • Mit dem Tect 2way RO wird es im Sep­tem­ber einen neuen Druck­blei­stift von Zebra geben. Der Tect 2way, bei dem die Mine außer durch Drü­cken auch durch einen arre­tier­ba­ren Schüttel-​Mechanismus trans­por­tiert wer­den kann, kam 2007 als Stan­dard– und als Light-​Variante auf den Markt (spä­ter folg­ten etli­che, zum Teil limi­tierte Farb­va­ri­an­ten3 und 2011 eine ver­ein­fachte ohne „Shaker“). Bei­den gemein­sam ist der Kunst­stoff­griff mit drei Gum­mi­rin­gen4, doch der Tect 2way RO wird ein gerän­del­tes Metall­griff­stück ohne Gum­mi­ringe haben und in vier Far­ben, aber nur für 0,5-mm-Minen erhält­lich sein5 und 2500 Yen (knapp 15 Euro) kos­ten. – Quelle: Knocko­logy.
  • Unter „Why Shop­ping at Itoya Feels Like a Spe­cial Occa­sion“ gibt es einen inter­es­san­ten Ein­blick in das inzwi­schen 120 Jahre alte Schreib­wa­ren­ge­schäft ITOYA in Tokyo. – Quelle: Knocko­logy.
  • Modi­fi­ka­tio­nen mecha­ni­scher Blei­stifte erfreuen sich gro­ßer Beliebt­heit, und die Krea­ti­vi­tät kennt auch da keine Gren­zen. Unter „Cus­tom Pen­tel Kerry Wood“ zeigt der Nut­zer Progstu einen Pen­tel Kerry mit einem Holz­schaft aus Res­ten eines Pilot S20.
  • Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr beherrschte ein Drama die Tinten-​Gemeinde. Als LAMY 2016 die Tinte „Dark Lilac“ auf den Markt brachte, war die Begeis­te­rung groß, doch viele gin­gen leer aus, weil diese Tinte stark limi­tiert war und schließ­lich unter Samm­lern für über das zwan­zig­fa­che des ursprüng­li­chen Prei­ses gehan­delt wurde. Umso grö­ßer war die Freude, als LAMY diese Tinte 2024 erneut anbot, doch die Begeis­te­rung währte nur kurz: Es stellte sich näm­lich her­aus, dass die neue „Dark Lilac“ nicht der alten ent­sprach. Nach anfäng­li­cher Ver­wir­rung bestä­tigte LAMY, dass man­che Zuta­ten der alten Tinte nicht mehr ver­füg­bar waren und man eine neue Rezep­tur fin­den musste. Einen detail­lier­ten Ver­gleich der bei­den Tin­ten und wei­tere Details gibt es unter „LAMY dark lilac is Back!“. – Danke an Kai für den Hinweis!
  1. Der erste war der Pen­tel Smash Sea­sar Brown (Q1005-​SSKS) und der zweite der Aero. – Die Form des letz­te­ren erin­nert mich sehr an die der Dreh­ku­gel­schrei­ber aus der Urban-​Serie von Par­ker.
  2. Ich ver­mute, sie stammt von Preco.
  3. Erwäh­nens­wert in die­sem Zusam­men­hang sind die trans­pa­ren­ten Aus­füh­run­gen, die Zebra für MUJI und Hi-​Note her­ge­stellt hat (einen Ver­gleich gibt es bei Knocko­logy).
  4. Die Standard-​Variante hat jedoch Metall im Griff­stück.
  5. Auch Zebra folgt dem Trend, nur noch die­sen Minen­durch­mes­ser anzu­bie­ten; den ursprüng­li­chen Tect 2way gab es in drei (0,3/0,5/0,7).
Nach oben scrollen