Pentel Smash

Zu den belieb­tes­ten Druck­blei­stif­ten in Japan gehört der 1987 ein­ge­führte Pen­tel Smash1.

Pentel Smash

Das groß­ar­tige Video „Pen­tel Smash: From R&D to Rare Finds“ aus dem sehr emp­feh­lens­wer­ten Kanal „Great Mecha­ni­cal Pen­cils“ stellt die­sen beson­de­ren Druck­blei­stift, des­sen Pro­duk­tion bei­nahe ein­ge­stellt wor­den wäre, aus­führ­lich vor und prä­sen­tiert zahl­rei­che span­nende Details, dar­un­ter ein über­ra­schend unbe­kann­tes. Aber Vor­sicht: Wenn man noch kei­nen Smash hat, kann das Video dazu füh­ren, dass man unbe­dingt einen haben möchte, und wenn man bereits einen hat, besteht die Gefahr, dass man einen wei­te­ren kauft.

  1. Warum Pen­tel Deutsch­land ihn nicht im Sor­ti­ment hat, ist mir ein Rät­sel.

STAEDTLER FIBLOGRAPH

Für einen ganz beson­de­ren Zweck diente STAEDTLER sei­nen Kun­den vor gut einem hal­ben Jahr­hun­dert den Farb­stift FIBLOGRAPH an.

STAEDTLER FIBLOGRAPH

Der FIBLOGRAPH war gedacht für die Arbeit mit der Rechen­fi­bel „Welt der Zahl“1, einem Mathe­ma­tik­buch für Grund­schü­ler. Es gab ihn in den Far­ben Rot, Blau und Gelb zusam­men mit einem Kunst­stoff­spit­zer und einem ein­fa­chen Ver­län­ge­rer aus Pappe in einer Schiebeschachtel.

STAEDTLER FIBLOGRAPH

Der FIBLOGRAPH ist gut 11 cm lang und 7,6 mm dick. Seine Kenn­zeich­nung umfasst den Vier­tel­mond, der bis in die 1960er Jahre hin­ein genutzt wurde, sowie das astro­no­mi­sche Zei­chen für den Pla­ne­ten Mars (Speer und Schild) und seine bei­den Monde Pho­bos und Dei­mos. Die Lücke in den Arti­kel­num­mern (7310, 7311 und 7313) lässt ver­mu­ten, dass es die­sen Farb­stift auch noch in ande­ren Zusam­men­stel­lun­gen gab. – Die Vari­ante des Mars­kopfes auf der Schach­tel wurde 1963 eingeführt.

Sein Abstrich ist sau­ber und leicht krei­dig, aber auch bei leich­tem Schreib­druck nicht gut radier­bar2. Die Far­ben sind kräf­tig, wobei das Blau ganz leicht in Rich­tung Vio­lett geht.

STAEDTLER FIBLOGRAPH

Ich habe mich an STAEDTLER gewandt und fol­gen­des erfahren:

Der Fib­lograph 7310H ist in den uns vor­lie­gen­den Kata­lo­gen nur im Jahr 1961 zu fin­den. Dort wer­den die Fiblograph-​Stifte unter der Rubrik „Für die Schule“ geführt: „Diese Stifte sind spe­zi­ell für das Arbei­ten mit der Rechen­fi­bel ‚Die Welt der Zahl‘ ent­wi­ckelt wor­den.“ Sie waren in den Minen­far­ben rot, blau und gelb erhält­lich. Als Beson­der­heit wurde erwähnt, dass sie „abwasch­bar auf glat­ten Flä­chen und Folien“ schreiben.
Fiblograph-​Stifte wer­den in den Preis­lis­ten von 1963 bis 1965 auf­ge­führt. Bei der Umstel­lung der Arti­kel­num­mern 1966 schei­nen sie keine neue Arti­kel­num­mer erhal­ten zu haben. Da sie ab 1966 auch nicht mehr in den Preis­lis­ten zu fin­den sind, ist anzu­neh­men, dass sie seit­dem nicht wei­ter pro­du­ziert wurden.

Kurz nach­dem ich das obige Set gefun­den hatte, stieß ich auf ein weiteres.

STAEDTLER FIBLOGRAPH

Die Stifte in die­sem Set haben die neue Arti­kel­num­mer und den gold­far­be­nen Prä­ge­druck in Ver­sa­lien, der mei­nes Wis­sens zeit­gleich eingführt wurde. Der Rest ist iden­tisch, und ange­sichts der soge­nann­ten Links­händ­be­schrif­tung ver­mute ich, dass die­ses neuere Set aus den spä­ten 1960er Jah­ren stammt.

Der FIBLOGRAPH ist ver­schwun­den, doch der Ein­satz von Farb­stif­ten für den Mathe­ma­tik­un­ter­richt ist geblie­ben. So schrei­ben Rechen­an­fän­ger in deut­schen Grund­schu­len die Zeh­ner mit Rot und die Einer mit Blau und nut­zen dafür gerne einen Rot-​Blau-​Stift. Ein inter­es­san­tes Pro­dukt ist auch der Mathe­stift des öster­rei­chi­schen Her­stel­lers JOLLY, der die Far­ben Rot, Blau und Grün und eine Blei­stift­mine vereint.

Danke an STAEDTLER für die Details!

  1. Der Unter­neh­mens­ge­schichte der Westermann-​Gruppe zufolge ging das bis heute ver­wen­dete Schul­buch „Welt der Zahl“ aus den Rechen­wer­ken für Volks- und Bür­ger­schu­len von August Braune und Hein­rich Hanft, ver­öf­fent­licht 1887 bei Schroe­del, her­vor und erschien erst­mals 1949.
  2. Getes­tet mit dem SEED Radar.

Ramponiert (9)

Ramponiert (9)

Trotz sei­nes bedau­erns­wer­ten Zustands noch zwei­fels­frei zu iden­ti­fi­zie­ren ist die­ser BIC Cris­tal, des­sen gut gefüll­ter Tin­ten­tank auf einen nur kur­zen Gebrauch schlie­ßen lässt.

Der BIC Cris­tal kam 1950 auf den Markt und gilt als der meist­ver­kaufte Kugel­schrei­ber – kein Wun­der also, dass er auch mal auf einer Straße im Osten Rüs­sels­heims herumliegt.

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Kurz notiert

Einige Steine

Wenn ich zu Fuß unter­wegs bin – und das bin ich dank Kisho recht oft –, halte ich gerne Aus­schau nach eini­gen Stei­nen, wobei „einige“ unbe­dingt drei sein müs­sen. Doch warum drei?

Einige Steine

Drei Steine, „some rocks“, sind ein wie­der­keh­ren­des Motiv der mini­ma­lis­ti­schen und pfif­fi­gen Comic-​Serie „Nancy“ des US-​amerikanischen Zeich­ners Ernie Bush­mil­ler (1905–1982), auf die ich schon vor lan­ger Zeit durch das Web­log Orange Crate Art von Michael Leddy auf­merk­sam gewor­den bin.

Einige Steine

Der Comic­zeich­ner und -theo­re­ti­ker Scott McCloud schreibt zu „some rocks“:

Art Spie­gel­man explains how a dra­wing of three rocks in a back­ground scene was Ernie’s way of show­ing us there were some rocks in the back­ground. It was always three. Why? Because two rocks wouldn’t be “some rocks.” Two rocks would be a pair of rocks. And four rocks was unac­cep­ta­ble because four rocks would indi­cate “some rocks” but it would be one rock more than was neces­sary to con­vey the idea of “some rocks.”

Nach den drei bemer­kens­wert ordent­li­chen Exem­pla­ren vor einem Neu­bau sind mir vor­ges­tern die mit Abstand größ­ten eini­gen Steine im Ost­park, Rüs­sels­heims größ­ter Park­an­lage, aufgefallen.

Einige Steine

Ich habe bereits meh­rere große einige Steine gese­hen, doch die im Ost­park stel­len alle in den Schatten.

(Ja, ich weiß, dass ich schon ein­mal über die­ses Thema geschrie­ben habe, aber zum einen ist das lange her und zum ande­ren musste ich unbe­dingt Kisho mit den größ­ten eini­gen Stei­nen zeigen.)

Frühling

Damit nie­mand denkt, die­ses Web­log und sein Betrei­ber seien ein­ge­schla­fen, hier ein Foto von drei farb­lich zur Früh­lings­sonne pas­sen­den Druck­blei­stif­ten des japa­ni­schen Her­stel­lers Pilot. Von oben: H223 (1980–2000), H233 (1990–2000), H-​323 (ab 20001). – Nur letz­ter wird noch ange­bo­ten; er ist die Export­va­ri­ante des nur in Japan erhält­li­chen S32.

Frühling

Das war’s auch schon für heute.

  1. Quelle für die Jah­res­an­ga­ben: Twitter/​X.
  2. Den S3 für 0,3- und 0,5-mm-Minen gab es auch mal in einem trans­pa­ren­ten Gelb, doch diese Vari­ante wurde Ende 2022 aus dem Sor­ti­ment genom­men.

Kurz notiert

  • Wer sei­nen Druck­blei­stift Pen­tel P200 kor­rekt datie­ren möchte, fin­det unter „Pen­tel P200 Gene­ra­tion Guide“ ein hilf­rei­ches Fluss­dia­gramm und unter „Pen­tel P200 Collector’s Deep Dive: Spot Every Gene­ra­tion Dif­fe­rence“ ein eben­sol­ches Video.
  • Das japa­ni­sche Unter­neh­men Pen­tel (genauer: Pen­tel Co., Ltd.), das seit 2022 zu 76% PLUS (eben­falls Japan) gehört, wird am 1. April 2026 sei­nen Namen zu „Astrum Co., Ltd.“ ändern; die Pro­dukt­marke „Pen­tel“ bleibt jedoch bestehen. – Quelle: Red­dit.
  • Es gibt wie­der einige neue und inter­es­sante Pro­dukte von Mitsubishi/​uni, dar­un­ter den one 3, mit dem die one-​Reihe erwei­tert wurde. Die­ser Drei­far­ben­stift (schwarz/​rot/​blau) ist in 0,38 und 0,5 mm in jeweils drei Schaft­far­ben erhält­lich und kos­tet 1300 (ca. 7 Euro); die bei­den Vari­an­ten in der Geschenk­ver­pa­ckung kom­men für 1800 Yen (ca. 9,80 Euro) in den Han­del. Auch bei den Druck­blei­stif­ten hat sich etwas getan: Den Kuru Toga Metal gibt es erst­mals in 0,3 mm (nur in Schwarz) und als limi­tierte Auf­lage in Orange (nur 0,5 mm). Reiz­voll finde ich zudem die limi­tierte Vari­ante des Zento Signa­ture, dem Spit­zen­mo­dell der Zento-​Reihe, in „stone brass“, die für 4000 Yen (knapp 22 Euro) ange­bo­ten wird.
  • Das kürz­lich ver­öf­fent­lichte Patent „Wrist-​mounted pen­cil sharpener-​eraser“ beschreibt eine am Hand­ge­lenk zu tra­gende Kom­bi­na­tion aus Spit­zer und Radie­rer, wobei der Spit­zer fest ange­bracht ist und der Radie­rer an einer feder­be­las­te­ten Schnur hängt, durch die er nach Gebrauch zurück­ge­zo­gen wird. Mit die­ser Erfin­dung soll vor allem bei jun­gen Benut­zern ver­mie­den wer­den, dass die Uten­si­lien ver­lo­ren gehen.
  • Die Prä­sen­ta­tion der Druck­blei­stifte von STAEDTLER Japan mit futu­ris­ti­schen Figu­ren finde ich unge­wöhn­lich und ansprechend.
  • Kurios: Laut dem Bei­trag „Estate sale of Henry Petro­ski“ auf Red­dit wurde vor weni­gen Tagen der Nach­lass des bekann­ten Autors („Der Blei­stift“), ver­kauft, dar­un­ter seine Blei­stift­samm­lung. Ein­fach so, still und leise? Warum hat man diese Kost­bar­kei­ten nicht versteigert?
  • Bereits im Februar hat Pilot Japan die Opt-​Reihe erwei­tert. Die neuen Kugel­schrei­ber haben eine 0,5-mm-Spitze und die neuen Druck­blei­stifte nut­zen 0,4-mm-Minen; damit gibt es die­sen unge­wöhn­li­chen Minen­durch­mes­ser erst­mals mit „Shaker“-Mechanismus, bei dem die Mine durch kur­zes Schüt­teln des Stifts trans­por­tiert wird. Sowohl den Kugel­schrei­ber als auch den Druck­blei­stift gibt es in vier Schaft­far­ben für 330 Yen (ca. 1,80 Euro).

Nach­trag:

  • Neu von STAEDTLER Japan: Der Druck­blei­stift 925 15 Metal. Im Gegen­satz zu den ande­ren Druck­blei­stif­ten von STAEDTLER mit Metall­griff ist seine Spitze in den lan­gen Griff inte­griert. Der 925 15 Metal ist ab Ende April in Schwarz (0,3/0,5/0,7/0,9 mm) und Weiß (0,3/0,5 mm) für knapp 6,50 Euro erhält­lich. – Quelle: Red­dit.
  • Es gibt einen neuen Ver­län­ge­rer in der Mimic-​Serie, und zwar den Mimic Ashige mit elfen­bein­far­be­nem Schaft und trans­pa­ren­ter, grau getön­ter Kappe. Er ist mit Chrom- und Mes­sing­s­zwinge erhält­lich und und kos­tet 19200 Yen (knapp 103 Euro). – Danke an Jan-​Henning für den Hinweis!
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