Schwan Othello 581

Ein wei­te­rer Notiz­blei­stift von Schwan war der 1930 vor­ge­stellte Othello 581.

Schwan Othello 581

Der Kata­log von 1938 führte ihn gleich zwei­mal auf, und zwar in der Rubrik „Othello“, der 1898 ein­ge­tra­ge­nen Marke, und unter „Spe­zi­al­stifte, Scho­ner­stifte, Notiz­stifte“1. Mit 87 mm war der Othello 581 etwas län­ger als der STABILO 8024, aber mit 4,2 mm2 genauso dick wie die­ser. Als Beson­der­heit hatte er einen gold­far­be­nen Ring und eine Tauchkappe.

Diese Notiz­blei­stifte waren dazu gedacht, in den Rücken von Kalen­dern und Notiz­bü­chern gesteckt zu wer­den; daher ihre geringe Dicke und Länge. Man­che hat­ten eine soge­nannte Tel­ler­kap­sel, die das Durch­rut­schen des ein­ge­steck­ten Stifts ver­hin­derte (siehe „Memo­ran­dum“).

Schwan Othello 581

Der Othello 582, auf den hier ver­wie­sen wurde, war ein 14 cm lan­ger und 6 mm dicker Notiz­blei­stift, der in vier Far­ben (hell­grün, rot, hell­blau und orange) erhält­lich und eben­falls mit Gold­ring und wei­ßer Kappe ver­se­hen war. – Spit­zer für Stifte mit die­sen gerin­gen Durch­mes­sern nannte der Kata­log nicht.

Schwan Othello 581

1940 wurde der Othello 581 wie­der aus dem Sor­ti­ment genommen.

  1. Es fällt auf, dass die Abbil­dun­gen im Kata­log die Kenn­zeich­nung „BAVARIA“ zei­gen, auf dem Blei­stift aber „GERMANY“ steht. Gab es viel­leicht unter­schied­li­che Vari­an­ten?
  2. Die im Kata­log ange­ge­be­nen 3,8 mm bezeich­ne­ten offen­bar die Schlüs­sel­weite.

Kurz und knapp

Noch kür­zer als die­ser Bei­trag ist der STABILO 8024, den Schwan in den 1930er Jah­ren als Notiz­blei­stift ange­bo­ten hat.

Kurz und knapp

Er ist 84 mm kurz, 4,2 mm dick und hat eine etwa 1,5 mm dünne Mine. Beein­dru­ckend, dass sogar ein Prä­ge­druck mög­lich war!

Bleistiftfutter

Meine heu­tige Emp­feh­lung gilt dem Web­log Pen­cil Fod­der, das schon seit Januar 2020 online ist und sei­nen Schwer­punkt auf his­to­ri­schen, limi­tier­ten und weni­gen bekann­ten Stü­cken hat. So gab es kürz­lich einen reich bebil­der­ten Bei­trag über die Blei­stifte zum 275-jährigen Jubi­läum von STAEDTLER, und in „Royal Sov­er­eign “Druid” pen­cils“ sowie „Wil­liam Mitchell’s “Monk” pen­cils“ geht es um Blei­stifte für kal­li­gra­fi­sche Zwe­cke. Auf die wei­te­ren Bei­träge bin ich sehr gespannt!

Tag des Bleistifts

Heute ist der Tag des Blei­stifts1, und zu die­sem Anlass hat mir mein Leser Chris­tof eine kleine Klapp­karte geschickt.

Tag des Bleistifts

Die Karte haben er und seine Toch­ter Lisa gestal­tet, und ich finde sie sehr gelun­gen. Vie­len Dank an beide, auch für die lie­ben Worte in Innern der Karte!

  1. Bis­her wusste ich nur vom „Natio­nal Pen­cil Day“ der USA, aber es sieht so aus, als wäre dar­aus der Inter­na­tio­nale Tag des Blei­stifts gewor­den. Wer den wann und zu wel­chem Anlass fest­ge­legt hat, weiß ich aller­dings nicht.

SEED Radarline

Für das prä­zise Radie­ren gedacht ist der Radar­line des japa­ni­schen Anbie­ters SEED.

SEED Radarline

Der 20 × 74 mm große und nur 5 mm dünne Radie­rer ist ver­gleichs­weise fest, was bei die­ser gerin­gen Dicke wohl auch nötig ist. Eine der bei­den gro­ßen Sei­ten­flä­chen ist längs gerif­felt, doch den Grund dafür kenne ich nicht. – Im Gegen­satz zum aus Viet­nam stam­men­den Radar wird der Radar­line in Japan hergestellt.

SEED Radarline

Mit dem Pen­tel Black Poly­mer 999

Die ers­ten schnel­len Tests waren viel­ver­spre­chend: Der Radar­line radiert sehr gut, hin­ter­lässt nur wenige Späne und ist recht spar­sam. Auf die Ergeb­nisse im täg­li­chen Ein­satz bin ich gespannt!

SEED Radarline

Der mit zwei unter­schied­li­chen Man­schet­ten erhält­li­che Radar­line kos­tet in Japan 120 Yen (knapp 1 Euro); ich habe ihn bei Lui­ban für 1,90 Euro erworben.

ATLAS

Aus der hier bereits in Aus­schnit­ten gezeig­ten Bro­schüre von J.S. STAEDTLER des Jah­res 1933: Der Schul- und Zei­chen­stift ATLAS.

ATLAS

Die Marke „ATLAS“ wurde 1896 ein­ge­tra­gen, und der gleich­na­mige Blei­stift war bis min­des­tens 2010 erhältlich.

Ich wüsste gerne, warum es den ATLAS in zwei Pro­fi­len gab. Wollte man nur eine grö­ßere Viel­falt anbie­ten oder hatte es kon­krete Gründe?

Goldfaber

Heute nur ein Foto, und zwar vom Schrift­zug „Gold­fa­ber“ auf zwei Farbstiften.

Goldfaber

Farb­stifte Gold­fa­ber 4101 (ver­mutl. 1970er Jahre) und Gold­fa­ber Aqua (2020)

Die Marke „Gold­fa­ber“ wurde am 11. Juni 1935 ein­ge­tra­gen und mei­nes Wis­sens haupt­säch­lich für Blei- und Farb­stifte des mitt­le­ren Preis­seg­ments genutzt. Den Schrift­zug fand ich schon frü­her anspre­chend, und mich freut, dass man ihn bereits vor eini­gen Jah­ren auf­ge­frischt, aber den etwas ver­spiel­ten Cha­rak­ter bei­be­hal­ten hat. Eine wohl­tu­ende Abwechs­lung zu den oft anzu­tref­fen­den Standard-Fonts!

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