Sieben

21. September 2020

Sieben

Kisho ist heute sieben! Und bevor die Party steigt, gibt es einen ausgedehnten Spazier­gang durch die herbstliche Morgensonne.

Kurz notiert

20. September 2020
  • Bereits im April hat der japanische Hersteller Tomoegawa den Herstellungsprozess sei­nes Papiers Tomoe River geändert. Bei den Nutzern, die dieses hervorragende Papier vor allem für den Gebrauch mit Tinte schätzen, hat dies für einige Unruhe gesorgt. Mehr in der offiziellen Ankündigung auf Facebook, der Diskussion im Fountain Pen Network und im ausführlichen Vergleich bei Macchiato Man.
  • Von Tombow Japan gibt es seit kurzem ein 16-seitiges Büchlein zum beliebten Mono mit einem Etui in Gestalt dieses klassischen Radierers.
  • In Zusammenarbeit von 590&Co. und Tombow Japan enstand ein Halbstift mit der Mine des Tombow Mono 2B. Die Gestaltung und die Verpackung sprechen mich sehr an!
  • Zu dem Noris digital von STAEDTER kam schon vor ein paar Monaten der Noris digital jumbo. Dessen Innenleben stammt von Wacom, doch im Gegensatz zur schlanken Vari­ante hat der 35 mm kürzere jumbo einen intergierten Radierer.
  • Mitsubishi/uni bietet jetzt auch einen digitalen Eingabestift an. Die Technik des Stifts im Hi-uni-Design stammt ebenfalls von Wacom, und in Kombination mit der Illustrations­software Clip Studio Paint von CELSYS soll es möglich sein, alle 22 Härtegrade des holz­gefassten Bleistifts Hi-uni digital nachzuempfinden.

13 Jahre

16. Juni 2020

13 Jahre

Dieses bunte Durcheinander feiert heute sein dreizehnjähriges Bestehen. Vielen Dank an meine Leser für ihr anhaltendes Interesse, die zahlreichen Anregungen und ihre Teilnahme per Kom­mentar und E-Mail auch dann, wenn hier mal – so wie in den letzten Monaten – fast nichts los it.

Kurz notiert

1. Juni 2020
  • Wer jemals einen nichtrunden Bleistift (z. B. einen Zimmermannsbleistift) in einem für normale Bleistifte gedachten Spitzer angespitzt hat, weiß vom unbefriedigenden Ergebnis: An der Seite mit dem größten Radius reicht das Holz zu weit an die Spitze. Möbius+Ruppert aus Erlangen geht dieses Problem mit dem – so die kürzlich veröffent­lichte Gebrauchs­musterschrift – „Spitzer für Bleistifte mit einem Querschnitt, der in orthogonalen Raum­richtungen unterschiedliche Abmessungen aufweist” an. In diesem werden Bleistifte mit ovalem oder rechteckigem Querschnitt über eine Zwangs­führungseinrichtung an einer definierten exzentrischen Bewegungsbahn am Messer entlang geführt, so dass eine an den Querschnitt des Stifts angepasste Spitzenform entsteht. Mit Adaptern kann der Spitzer auch für Stifte mit anderen Querschnitten genutzt werden.
  • Das Patent „Erasing Tool” des japanischen Herstellers Mitsubishi Pencil Co. beschreibt einen Radierer, der keine Radierspäne produzieren und die Pigmente von radierbaren Farbstiften absorbieren soll. Wenn ich die Beschreibung richtig verstehe, ist der Ra­dierer lichtdurchlässig und verfärbt sich durch den Gebrauch, indem er die Farbe des radierten Stifts aufnimmt.
  • Das Gebrauchsmuster „Vorrichtung zum Spitzen von Stiften mit spitzbarer Umhüllung, Minen und Kreiden” von Faber-Castell stellt einen Spitzer vor, der sich mit plattenför­migen Reduzierelementen an Stifte unterschiedlicher Durchmesser anpassen lässt. Die Reduzier­elemente sind dreh- oder klappbar ausgeführt und können mit dem Spitzer verbunden und zusätzlich mit einem Verschluss ausgestattet sein.
  • In einer erneuten Zusammenarbeit von UNIQLO und Tombow Japan entstand ein T-Shirt zum Klassiker Tombow 8900. Ich find's schick!
  • Und nochmal Mitsubishi: Der Ende vergangenen Jahres vorgestellte Kugelschreiber Jetstream Edge, der eine Spitze von nur 0,28 mm hat, ist ab Mitte Juni in drei weiteren limitierten Schaftfarben erhältlich.

In Szene gesetzt

22. März 2020

Wenn im Film ein Schreibtisch zu sehen ist, schaue ich noch genauer hin. So auch beim Tatort „Mein Revier” aus dem Jahr 2012, der kürzlich wiederholt wurde.

In Szene gesetzt

Quelle: Tatort „Mein Revier” (ARD, 2012)1, ca. 13:52. – Bilder zm Vergrößern anklicken.

In gleich vier Einstellungen konnte man einen STAEDTLER Mars stenofix erspähen, sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe.

In Szene gesetzt

Quelle: Tatort „Mein Revier” (ARD, 2012), ca. 14:022.

Die Marke „STENOFIX” wurde 1929 eingetragen, und 1935 kam der erste MARS STENOFIX unter der Artikelnummer 2884 auf den Markt. Als 1967 das neue Nummernsystem ein­geführt wurde, erhielt er die Nummer 101; bis in die 80er Jahre hinein war er außer in HB noch in B und 2B er­hältlich3. Ende 2011 hat man die Produktion eingestellt und Mitte 2019 die Marke gelöscht.

In Szene gesetzt

STAEDTLER Mars stenofix 101 HB (letzte Variante)4

Diese „Tatort”-Folge fand ich übrigens geschmacklos; nach 20 Minuten habe ich abge­schaltet. Der Auftritt des Mars stenofix war indes erfreulich!

  1. Ich gehe davon aus, dass die Veröffentlichung der Screenshots des genannten Films als Zitat nach § 51 UrhG gilt, da ich das in den Screenshots Gezeigte im Beitrag thematisiere und die Screenshots als Beleg für meine Ausführungen notwendig sind.
  2. Bei dem Radierer im Hintergrund könnte es sich um den Pelikan RW 40 handeln.
  3. In den 1960er/1970er Jahren hatte STAEDTLER mit dem rosafarbenen STENO 111 einen wei­teren Stenografie-Bleistift im Programm, zu dem ich jedoch bis heute keine weiteren Details finden konnte.
  4. 2003 wurde „STENOFIX” zu „stenofix”.

Kutsuwa Zi-Keshi

8. März 2020

Radierkrümel1 nerven, und so erfreuen sich sog. „dust-free”-Radierer großer Beliebtheit. Der japanische Hersteller Kutsuwa hat es jedoch geschafft, dass man Spaß an diesen Krümeln haben kann.

Bereits im vergangenen Jahr ging Kutsuwa mit dem Radierer Zi-Keshi an den Markt. Dieser enthält Eisenpulver und hat unter der Lasche am Ende der Manschette einen kleinen Mag­neten, mit dem sich die Krümel aufsammeln lassen. Über dem Papierkorb öffnet man die Lasche leicht, wodurch die Krümel nicht mehr gehalten werden und abfallen.

Seit einiger Zeit gibt es nun weitere Varianten des Zi-Keshi, darunter eine mit einem Shiba Inu.

Unnötig zu sagen, dass mich die Gestaltung sehr anspricht, doch am schönsten finde ich das Detail, das beim Öffnen der Lasche sichtbar wird. Grandios!

Der 64 × 16 × 16 mm große Zi-Keshi ist spürbar schwerer als andere Radierer, was nicht überrascht. Er radiert sehr gut, schmiert nicht und krümelt – erfreulicherweise!

Sowohl der reguläre Zi-Keshi als auch der mit Tiermotiven wird für 280 Yen (etwa 2,35 Euro) angeboten; zudem gibt einen Stangenradierer, der ähnlich arbeitet.

Danke an Matt für diesen besonderen Radierer!

  1. Fachleute nennen diese übrigens auch „Radierspäne”.

Kurz notiert

1. März 2020
  • pencil talk teilt mit, dass die Produktion des Bleistifts Mirado (vormals Mikado) nach 100 Jahren eingestellt wurde. – Es wäre interessant zu wissen, ob Papermate auch den Mar­kennamen aufgibt.
  • Den Druckbleistift Pentel orenz gibt es jetzt auch mit Metallgriff.
  • Mit dem uni-ball one hat Mitsubishi/uni einen neuen Gel-Roller auf den Markt gebracht. Er soll ein intensiveres Schwarz, lebendigere Farben und eine bessere Kantenschärfe ha­ben und ist in den Strichbreiten 0,38 und 0,5 mm und in jeweils zehn Farben erhält­lich.
  • Der Titel „Pencils You Should Know – A History of the Ultimate Writing Utensil in 75 Anecdotes” von Caroline Weaver, kürzlich erschienen bei Chronicle Books, hat mich erst neugierig gemacht, dann aber enttäuscht. Die Bindung ist so steif, dass man das Buch nur schwer aufschlagen kann, und auch der Inhalt überzeugt mich nicht. Die Auswahl der ge­zeigten Bleistifte finde ich seltsam und die Qualität der Fotos bestenfalls mittel­mäßig (so sind z. B. einige glänzende Prägedrucke schlecht abgebildet). Hinzu kommen Merkwürdig­keiten im Text: So schreibt die Autorin z. B. beim Caran d'Ache The Editor „I designed the Editor pencil”, doch das stimmt nicht, denn bereits 1857 hatte Johann Faber einen Rot-Graphit-Stift im Sortiment, und beim Craft Design Technology item 17 hätte ich den Hin­weis auf die Besonderheit dieses Bleistifts, nämlich dessen Polymer­mine, erwartet (warum sollte man ihn sonst kennen?). Die Idee hinter diesem Buch finde ich gut, doch die Um­setzung leider nicht; ich habe es retourniert.

SEED Clear Radar

20. Januar 2020

Ein echter Hin-, nein: Durchgucker ist der transparente Radierer Clear Radar von SEED aus Japan.

SEED Clear Radar

Der in zwei Größen erhältliche Clear Radar kam bereits Anfang September letzten Jahres auf den Markt und war gleich so begehrt, dass er lange ausverkauft war und es in einigen Ge­schäften sogar Wartelisten gab. – Wenn ich richtig informiert bin, ist er nicht der erste durch­sichtige Radierer. Auch von SEED gab es schon vor vielen Jahren einen, doch der war härter und hat schlecht radiert.

SEED Clear Radar

Nach dem Entfernen der Schutzfolie fällt auf, dass der Radierer mit einem Pulver über­zogen ist. Es soll verhindern, dass die Blöcke in der Fertigung aneinander kleben, lässt sich aber ab­waschen. Die Transparenz ist verblüffend, und die sehr glatte Oberfläche1 sowie die halb­durchsichtige Manschette aus Kunststoff unterstreichenden den ungewöhnlichen Effekt.

Beeindruckt die Radierleistung des SEED Clear Radar ebenso wie sein Aussehen? Das wird sich diese Woche im täglichen Gebrauch zeigen.

Danke an Sola von pencils and other things für den SEED Clear Radar!

  1. Lediglich an den schmalen Längsseiten kann man leichte Spuren erkennen (sie stammen ver­mutlich von einem Schneidwerkzeug).

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