Bleistiftfutter

Meine heu­tige Emp­feh­lung gilt dem Web­log Pen­cil Fod­der, das schon seit Januar 2020 online ist und sei­nen Schwer­punkt auf his­to­ri­schen, limi­tier­ten und weni­gen bekann­ten Stü­cken hat. So gab es kürz­lich einen reich bebil­der­ten Bei­trag über die Blei­stifte zum 275-jährigen Jubi­läum von STAEDTLER, und in „Royal Sov­er­eign “Druid” pen­cils“ sowie „Wil­liam Mitchell’s “Monk” pen­cils“ geht es um Blei­stifte für kal­li­gra­fi­sche Zwe­cke. Auf die wei­te­ren Bei­träge bin ich sehr gespannt!

Tag des Bleistifts

Heute ist der Tag des Blei­stifts1, und zu die­sem Anlass hat mir mein Leser Chris­tof eine kleine Klapp­karte geschickt.

Tag des Bleistifts

Die Karte haben er und seine Toch­ter Lisa gestal­tet, und ich finde sie sehr gelun­gen. Vie­len Dank an beide, auch für die lie­ben Worte in Innern der Karte!

  1. Bis­her wusste ich nur vom „Natio­nal Pen­cil Day“ der USA, aber es sieht so aus, als wäre dar­aus der Inter­na­tio­nale Tag des Blei­stifts gewor­den. Wer den wann und zu wel­chem Anlass fest­ge­legt hat, weiß ich aller­dings nicht.

SEED Radarline

Für das prä­zise Radie­ren gedacht ist der Radar­line des japa­ni­schen Anbie­ters SEED.

SEED Radarline

Der 20 × 74 mm große und nur 5 mm dünne Radie­rer ist ver­gleichs­weise fest, was bei die­ser gerin­gen Dicke wohl auch nötig ist. Eine der bei­den gro­ßen Sei­ten­flä­chen ist längs gerif­felt, doch den Grund dafür kenne ich nicht. – Im Gegen­satz zum aus Viet­nam stam­men­den Radar wird der Radar­line in Japan hergestellt.

SEED Radarline

Mit dem Pen­tel Black Poly­mer 999

Die ers­ten schnel­len Tests waren viel­ver­spre­chend: Der Radar­line radiert sehr gut, hin­ter­lässt nur wenige Späne und ist recht spar­sam. Auf die Ergeb­nisse im täg­li­chen Ein­satz bin ich gespannt!

SEED Radarline

Der mit zwei unter­schied­li­chen Man­schet­ten erhält­li­che Radar­line kos­tet in Japan 120 Yen (knapp 1 Euro); ich habe ihn bei Lui­ban für 1,90 Euro erworben.

ATLAS

Aus der hier bereits in Aus­schnit­ten gezeig­ten Bro­schüre von J.S. STAEDTLER des Jah­res 1933: Der Schul- und Zei­chen­stift ATLAS.

ATLAS

Die Marke „ATLAS“ wurde 1896 ein­ge­tra­gen, und der gleich­na­mige Blei­stift war bis min­des­tens 2010 erhältlich.

Ich wüsste gerne, warum es den ATLAS in zwei Pro­fi­len gab. Wollte man nur eine grö­ßere Viel­falt anbie­ten oder hatte es kon­krete Gründe?

Goldfaber

Heute nur ein Foto, und zwar vom Schrift­zug „Gold­fa­ber“ auf zwei Farbstiften.

Goldfaber

Farb­stifte Gold­fa­ber 4101 (ver­mutl. 1970er Jahre) und Gold­fa­ber Aqua (2020)

Die Marke „Gold­fa­ber“ wurde am 11. Juni 1935 ein­ge­tra­gen und mei­nes Wis­sens haupt­säch­lich für Blei- und Farb­stifte des mitt­le­ren Preis­seg­ments genutzt. Den Schrift­zug fand ich schon frü­her anspre­chend, und mich freut, dass man ihn bereits vor eini­gen Jah­ren auf­ge­frischt, aber den etwas ver­spiel­ten Cha­rak­ter bei­be­hal­ten hat. Eine wohl­tu­ende Abwechs­lung zu den oft anzu­tref­fen­den Standard-Fonts!

„Etwas über das Spitzen der Stifte“

Aus einer Bro­schüre von J.S. STAEDTLER des Jah­res 1933: Eine Infor­ma­tion zum Spit­zen und die Reklame für den NORIS-Spezialspitzer 4510 „für alle Stifte mit wei­cher, emp­find­li­cher Mine“.

„Etwas über das Spitzen der Stifte“

Die­ser paten­tierte Spit­zer bot bereits damals einen Spitz­stopp, um eine zu feine Spitze und das unnö­tige Spit­zen zu ver­hin­dern. – Der Vier­tel­mond darf hier natür­lich nicht fehlen.

„Etwas über das Spitzen der Stifte“

Klei­nes Rate­spiel am Rande: Wer ent­deckt den Zwiebelfisch?

Kokuyo Sketch Book

Ein Klas­si­ker unter den japa­ni­schen Notiz­bü­chern ist das Sketch Book von Kokuyo.

Kokuyo Sketch Book

Mein aktu­el­les Exem­plar und der Num­ber 9, beide mit Gebrauchsspuren

Das Sketch Book1 wurde erst­mals 1959 von der japa­ni­schen Regie­rung an Mit­ar­bei­ter staat­li­cher Bau­pro­jekte für den Gebrauch vor Ort her­aus­ge­ben. Seit­dem ist es in nahezu unver­än­der­ter Gestal­tung erhältlich.

Es ist 9,5 × 16,5 cm groß und 6 mm dünn, so dass es sich gut ver­stauen lässt. Der Ein­band aus kräf­ti­gem Kar­ton hat einen dun­kel­grü­nen, feuch­tig­keits­ab­wei­sen­den Über­zug mit tex­til­ähn­li­cher Struk­tur und gold­far­be­nem Prägedruck.

Kokuyo Sketch Book

Die 80 Sei­ten des Sketch Books sind in fünf Lagen faden­ge­hef­tet, und so bleibt es offen lie­gen und lässt sich auch umschlagen.

Kokuyo Sketch Book

Das nicht ganz weiße Papier ist ver­gleichs­weise dünn (wohl um die 70 g/m2), recht glatt und hat ein hell­blaues 3-mm-Raster. Es eig­net sich für Blei­stift, Kugel­schrei­ber, Gel­rol­ler und Füll­hal­ter glei­cher­ma­ßen gut; ledig­lich Mar­ker und sehr nasse Füll­hal­ter kön­nen duchschlagen.

Kokuyo Sketch Book

Die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät des in Japan her­ge­stell­ten Sketch Books finde ich sehr gut. Natür­lich stößt es sich durch den Trans­port und die Nut­zung ab, doch die Faden­hef­tung bleibt fest.

Kokuyo Sketch Book

Neu und alt

Ich benutze es gerne, weil es in fast jeder Tasche Platz fin­det, durch den fes­ten Ein­band keine Unter­lage braucht, mit allen Stif­ten klar­kommt und sehr preis­wert ist.

Neben dem Sketch Book gibt es noch das Level Book und das Tran­sit Book, die sich vom Sketch Book nur in der Linea­tur und in der Kenn­zeich­nung unter­schei­den, und zum 60-jährigen Jubi­läum hat Kokuyo limi­tierte Son­der­aus­ga­ben und Zube­hör herausgebracht.

Das Sketch Book hat die Arti­kel­be­zeich­nung せ-Y32 und kos­tet in Japan 210 Yen (gut 1,60 Euro)3.

  1. In Japan auch „Soku­ryo Yacho“ (kurz „Yacho“) genannt.
  2. SE-Y3; der Strich­code mit der GTIN 4901480781174 fin­det sich auf der drit­ten Umschlag­seite.
  3. Ich habe es bei Ama­zon im Zeh­ner­pack für 28 Euro gekauft.
Scroll to Top