SEED

Kurz notiert

  1. Das gezeigte Exem­plar der „Alvin-Granate“ (gekauft vor gut zehn Jah­ren) trägt im Gegen­satz zu dem hier erhält­li­chen am ver­jüng­ten Ende die Kenn­zeich­nung „GERMANY“.

SEED Clear Radar

Ein ech­ter Hin-, nein: Durch­gu­cker ist der trans­pa­rente Radie­rer Clear Radar von SEED aus Japan.

SEED Clear Radar

Der in zwei Grö­ßen erhält­li­che Clear Radar kam bereits Anfang Sep­tem­ber letz­ten Jah­res auf den Markt und war gleich so begehrt, dass er lange aus­ver­kauft war und es in eini­gen Ge­schäften sogar War­te­lis­ten gab. – Wenn ich rich­tig infor­miert bin, ist er nicht der erste durch­sichtige Radie­rer. Auch von SEED gab es schon vor vie­len Jah­ren einen, doch der war här­ter und hat schlecht radiert.

SEED Clear Radar

Nach dem Ent­fer­nen der Schutz­fo­lie fällt auf, dass der Radie­rer mit einem Pul­ver über­zogen ist. Es soll ver­hin­dern, dass die Blö­cke in der Fer­ti­gung anein­an­der kle­ben, lässt sich aber ab­waschen. Die Trans­pa­renz ist ver­blüf­fend, und die sehr glatte Ober­flä­che1 sowie die halb­durchsichtige Man­schette aus Kunst­stoff unter­strei­chen­den den unge­wöhn­li­chen Effekt.

Beein­druckt die Radier­leis­tung des SEED Clear Radar ebenso wie sein Aus­se­hen? Das wird sich diese Woche im täg­li­chen Gebrauch zeigen.

Danke an Sola von pen­cils and other things für den SEED Clear Radar!

  1. Ledig­lich an den schma­len Längs­sei­ten kann man leichte Spu­ren erken­nen (sie stam­men ver­mutlich von einem Schneid­werk­zeug).

Schwarzer Freitag

Schwarzer Freitag

Wer unter die­ser Über­schrift düs­tere Mel­dun­gen aus der Bör­sen­welt befürch­tet hat, kann sich ent­spannt zurück­leh­nen – die offi­zi­elle Blog-Währung ist der Gra­phit, und der steht im­mer hoch im Kurs. Und die­je­ni­gen, die sich bei die­sem Stich­wort ein Schnäpp­chen erhofft haben, muss ich ent­täu­schen, denn hier gibt es nach wie vor nichts zu kau­fen. Es drän­geln sich nur ein paar schwarze Radie­rer1 – sonst ist hier nichts los.

  1. Außer den gezeig­ten hatte ich noch den Faber-Castell Dust Free (den ich lei­der nicht mehr fin­den kann) und den KUM Cor­rec Stick (der nach dem ers­ten Gebrauch in den Müll­ei­mer kam).

Kurz notiert

  • Vom japa­ni­schen Her­stel­ler SEED gibt es jetzt einen trans­pa­ren­ten Radie­rer. Der block­förmige SEED Clear Radar ist in zwei Grö­ßen erhält­lich und kos­tet 100 bzw. 150 Yen (etwa 0,90 bzw. 1,30 Euro). – Danke an Sola von pen­cils and other things für den Hinweis!
  • Das Patent „Pen­cil Lead“ von Mitsu­bi­shi beschreibt die Ver­bes­se­rung der Bruchfestig­keit von Blei­stift­mi­nen durch eine 5 µ dünne Kunstharz-Beschichtung. Die Patent­schrift ist auch wegen ande­rer bemer­kens­wer­ter Details lesens­wert, z. B. zur Her­stel­lung einer Farb­mine, bei der zunächst eine graue oder weiße Mine gebrannt und diese dann mit einem Fär­be­mit­tel imprä­gniert wird. Dar­über hin­aus wird Bor­ni­trit als Alter­na­tive zu Gra­phit genannt, und auch ein Blei­stift­här­te­prü­fer wird erwähnt (ähn­lich dem Elco­meter 501); außer­dem wird auf Nor­men des JISC (Japa­nese Indus­trial Stan­dards Com­mittee) verwiesen.
  • Und noch ein Patent: In „Pen­cil For Wri­ting Or Colou­ring“ beschreibt der fran­zö­si­sche Her­stel­ler Conté einen durch Coex­tru­sion gefer­tig­ten Stift zum Schrei­ben oder Malen, des­sen Mine durch eine schüt­zende Zwi­schen­schicht aus Poly­sty­rol und EVA (Ethylen­vinylacetat) umge­ben ist.
  • In die­sem Monat kom­men zwei neue Pro­dukte von Mitsubishi/uni Japan auf den Markt. Mit einem neuen Rot-Blau-Stift rich­tet sich das Unter­neh­men an Schul­kin­der, und für den Schaft des Kugel­schrei­bers Limex wird das gleich­na­mige, zu über 50% aus Kalk­stein her­gestellte Mate­rial genutzt.
  • Am Sams­tag, den 14.9.19 um 20.15 Uhr zeigt die ARD den drei­stün­di­gen Film „Otti­lie von Faber-Castell – Eine mutige Frau“ (das „Making of“ gibt es hier). Er basiert auf dem Roman „Eine Zierde in ihrem Hause. Otti­lie von Faber-Castell“ von Asta Scheib (Rowohlt 1998) und wurde in Tsche­chien gedreht; die Auf­nah­men in der Blei­stift­fa­brik entstan­den in einer umge­bau­ten Braue­rei in Tre­bon (Quelle). Von Faber-Castell konnte ich erfah­ren, dass Asta Scheib Zugang zum Fami­li­en­ar­chiv hatte, aber ein eman­zi­pa­to­ri­scher Roman mit nicht allzu viel Bezug zur his­to­ri­schen Rea­li­tät ent­stan­den ist und man an der Pro­duk­tion des Films nicht betei­ligt war.

Schon gewusst?

Wer japa­ni­sche Radie­rer benutzt, hat auf eini­gen sicher schon die recht­eckige Kennzeich­nung mit zwei­stel­li­ger Num­mer bemerkt. Doch was bedeu­tet diese?

Von links: Seed Radar, Hino­de­wa­shi Matomaru-kun, Tom­bow MONO, Pen­tel Mark Sheet,
Pen­tel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegrün­de­ten Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion und ga­rantiert Sicher­heit, Qua­li­tät und Leis­tung des Radie­rers. Der Stan­dard für diese Kennzeich­nung legt Höchst­werte für gesund­heits­schäd­li­che Bestand­teile fest, macht Vor­ga­ben für die Papier- und Kunst­stoff­ver­pa­ckung und defi­niert Ver­fah­ren zur Prü­fung der Radierfähig­keit, der Härte und der Alters­be­stän­dig­keit. Der Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion haben sich u. a. Seed (01), Hino­de­wa­shi (06) und Pen­tel (13) ange­schlos­sen. Jedem Her­steller ist eine zwei­stel­lige Num­mer zuge­wie­sen, und so kann man leicht sehen, von wem der betref­fende Radie­rer stammt (dabei hat mich über­rascht, dass der Klas­si­ker Tom­bow MONO von Seed gefer­tigt wird).

Danke an Sola von pen­cils and other things für den Hin­weis auf die­sen Standard!

Gummi für Gäste

Gummi für Gäste

(zum Ver­grö­ßern anklicken)

Zum Wochen­ende gibt’s ein Mit­ma­ch­an­ge­bot! Der 500. Kom­men­tar in die­sem Web­log steht ins Haus, doch einige wenige feh­len noch bis dahin. Wer in der nächs­ten Zeit einen inhalts­rei­chen Kom­men­tar nebst einer funk­tio­nie­ren­den E-Mail-Adresse hin­ter­lässt und mit die­sem die 500 voll­macht, bekommt den oben gezeig­ten und bis jetzt offi­zi­ell nur in Japan erhält­li­chen Radie­rer SEED KESUGOMU EP-MJ-K inklu­sive welt­wei­tem Ver­sand. – Mehr zu die­sem unge­wöhn­li­chen Stück gibt es hier.

Radierer-Radierer

Radierer-Radierer

Das Pro­fil des Radie­rers KESUGOMU EP-MJ-K vom japa­ni­schen Her­stel­ler SEED ist Pro­gramm, denn es zeigt das Kanji-Zeichen 消 („kesu”), zu deutsch in die­sem Kon­text „ent­fer­nen“, „löschen“1. Der neue und nicht all­täg­li­che EP-MJ-K ist knapp fünf Zen­ti­me­ter lang, in fünf Far­ben erhält­lich und wird für umge­rech­net etwa 1,20 Euro angeboten.

Radierer-Radierer

Getes­tet habe ich ihn noch nicht, doch wenn er so gut ist wie der popu­läre Radar aus dem glei­chen Haus, dann kann man ihn sehr empfehlen.

Ein anspre­chen­des Pro­dukt, wie ich finde. – Der SEED KESUGOMU ist außer in weiß noch in schwarz, rot und blau erhältlich.

  1. Die der japa­ni­schen Spra­che Kun­di­gen mögen bitte über even­tu­elle Unge­nau­ig­kei­ten hinweg­sehen, mich auf grobe Feh­ler jedoch hin­wei­sen.
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