Tombow

Kurz notiert

Graphit und Rot

Neben den Rot-Blau-Stiften gab und gibt es auch Stifte, die eine Graphit- und eine rote Mine kombinieren.

Graphit und Rot

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Mir bekannt sind:

Der Ursprung die­ses Stifts liegt bemer­kens­wert weit zurück, doch dazu und zu einem be­sonderen Ver­wen­dungs­zweck dem­nächst mehr.

Danke an Ste­phen für den Natio­nal Pen­cil Quote Re. № 2, Mat­thias für den Luise Fili Per­fetto № 2, Özgür für den Pensan Dual Pen­cil und Guil­lermo für die Graphit-Rot-Stifte aus Mexiko!

  1. Nicht mehr erhält­lich.

Kurz notiert

  • Zum 50-jährigen Jubi­läum des Radie­rers „Mono“ gibt es vom japa­ni­schen Her­stel­ler Tom­bow ab dem 5. Juli ein Set, das vier unter­schied­li­che Designs die­ses Radie­rers und einen Anste­cker ver­eint; es soll 600 Yen (knapp 5 Euro) kosten.
  • Hin und wie­der ergänze oder kor­ri­giere ich ältere Bei­träge, so wie heute den zum Pica-Dry, bei dem es inter­es­sante Ände­run­gen beim Mate­rial, der Fer­ti­gung und dem Ver­trieb gab.
  • Im Video „Go Ahead – Threa­ten Me“, der drit­ten Epi­sode von „10 Years with Hayao Miya­zaki“, gibt es bei etwa 18:58 einen außer­ge­wöhn­lich lan­gen Blei­stift von Mitsu­bishi zu sehen. Ich ver­mute, dass die­ser eine Sonder­anfertigung für Miya­za­kis Stu­dio Ghi­bli ist. Wis­sen meine Leser mehr? – Danke an Mar­tin für den Hinweis!
  • Bereits seit 2018 im Sor­ti­ment des deut­schen Her­stel­lers Pica Mar­ker ist der holz­gefasste Schwarzweiß-Stift Pica Clas­sic 546 FOR ALL BLACK&WHITE mit einer Graphit­mine in 2B und einer wei­ßen Farb­mine für das Mar­kie­ren auf hel­len und dunk­len Flächen.

Nach­trag vom 22.6.19: Zum 50-jährigen Jubi­läum des Tom­bow Mono siehe auch „Japan’s Ico­nic MONO Era­ser Turns 50“ bei Spoon & Tamago.

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Blau-Weiß-Schwarz

Wer es geschafft hat, sich eine Farb­kom­bi­na­tion als Mar­ken­zei­chen schüt­zen zu las­sen, kann es sich auch leis­ten, nur mit die­ser auf­zu­tre­ten und auf jede wei­tere Kenn­zeich­nung zu verzichten.

Blau-Weiß-Schwarz

Der japa­ni­sche Her­stel­ler Tom­bow brachte im Novem­ber 1969 den Radie­rer MONO auf den Markt1 und wählte für ihn die Far­ben Blau, Weiß und Schwarz. Am 1. März 2017 gewährte das japa­ni­sche Minis­te­rium für Wirt­schaft, Han­del und Indus­trie erst­mals die Ein­tra­gung einer Farb­kom­bi­na­tion als Mar­ken­zei­chen, und die erste geschützte Kom­bi­na­tion ist die des Tom­bow MONO. Doch dass aus­schließ­lich diese Far­ben die Papp­man­schette die­ses beson­deren Radie­rers zie­ren, hat einen ande­ren Grund: Man möchte Prü­fungs­kan­di­da­ten ein Pro­dukt anbie­ten, das den stren­gen Vor­schrif­ten für zu Prü­fun­gen zuge­las­se­nen Din­gen und deren Kenn­zeich­nung ent­spricht2. Anstatt nun den Auf­druck auf das Nötigste zu re­duzieren, kann ihn Tom­bow auf­grund der Popu­la­ri­tät die­ser Farb­kom­bi­na­tion ganz weg­lassen3.

Blau-Weiß-Schwarz

Ja, die Rück­seite sieht genauso aus; die Schmal­sei­ten sind weiß.

Der mini­ma­lis­ti­sche Radie­rer4 wurde Anfang August 2017 vor­ge­stellt; er misst 43 × 17 × 11 mm und ent­spricht der kleins­ten Aus­füh­rung PE-01A. – Vie­len Dank an Yumiko für die­ses Set!

Nach­trag vom 5.10.17: Einen voll­stän­dig wei­ßen Radie­rer gibt es von SEED; auch die­ser wird Prü­fungs­kan­di­da­ten ange­dient. – Neben­bei: Der Tom­bow MONO wird von SEED her­gestellt.

  1. Genau­ge­nom­men gab es schon im Sep­tem­ber 1967 einen Radie­rer mit dem Namen MONO 100. Er hatte jedoch keine Man­schette, war weiß-grau und wurde nur zusam­men mit einem Dut­zend des Blei­stifts Tom­bow MONO 100 ange­bo­ten, der anläss­lich des 55-jährigen Fir­men­ju­bi­lä­ums auf den Markt kam. – Quelle: The 100 Year History of Tom­bow Pen­cil (Tom­bow Pen­cil Co., Ltd., 2013).
  2. Bereits im Okto­ber 2015 hat Tom­bow eine Vari­ante des „Mark Sheet“-Bleistifts auf den Markt gebracht, der nur das Logo, näm­lich die Libelle, trägt.
  3. Ich denke aller­dings, dass der Radie­rer auf­grund des feh­len­den Strich­codes immer in einer Umver­pa­ckung ver­kauft wer­den muss.
  4. Dazu passt ein Zitat von Antoine de Saint-Exupéry: „Per­fek­tion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen gibt, son­dern wenn man nichts mehr weg­las­sen kann.“

Schon gewusst?

Wer japa­ni­sche Radie­rer benutzt, hat auf eini­gen sicher schon die recht­eckige Kennzeich­nung mit zwei­stel­li­ger Num­mer bemerkt. Doch was bedeu­tet diese?

Schon gewusst?

Von links: SEED Radar, Hino­de­wa­shi Matomaru-kun, Tom­bow MONO, Pen­tel Mark Sheet, Pen­tel Ain Hi-Polymer.

Sie stammt von der 1943 gegrün­de­ten Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion und ga­rantiert Sicher­heit, Qua­li­tät und Leis­tung des Radie­rers. Der Stan­dard für diese Kennzeich­nung legt Höchst­werte für gesund­heits­schäd­li­che Bestand­teile fest, macht Vor­ga­ben für die Papier- und Kunst­stoff­ver­pa­ckung und defi­niert Ver­fah­ren zur Prü­fung der Radierfähig­keit, der Härte und der Alters­be­stän­dig­keit. Der Japa­nese Era­ser Manu­fac­tu­rers Asso­cia­tion haben sich u. a. SEED (01), Hino­de­wa­shi (06) und Pen­tel (13) ange­schlos­sen. Jedem Her­steller ist eine zwei­stel­lige Num­mer zuge­wie­sen, und so kann man leicht sehen, von wem der betref­fende Radie­rer stammt (dabei hat mich über­rascht, dass der Klas­si­ker Tom­bow MONO von SEED gefer­tigt wird).

Danke an Sola von pen­cils and other things für den Hin­weis auf die­sen Standard!

Neues zum Tombow MONO 100

Der MONO 100 kam im Sep­tem­ber 1967 zum 55-jährigen Jubi­läum des japa­ni­schen Unter­nehmens Tom­bow auf den Markt. Seit­dem ist er der Spit­zen­blei­stift die­ses Her­stel­lers und wohl einer der vier bes­ten zur­zeit erhält­li­chen Blei­stifte der Welt1.

Neues zum Tombow MONO 100

Der Tom­bow MONO 100 von 1967 in der Bro­schüre „The 100 Year History of Tom­bow Pencil“

Durch Zufall bin ich dar­auf auf­merk­sam gewor­den, dass es seit etwa vier Mona­ten2 Exem­plare des MONO 100 gibt, die in Viet­nam her­ge­stellt wur­den. Tom­bow betreibt dort seit Okto­ber 2003 eine Pro­duk­ti­on­stätte3, doch dass jetzt aus­ge­rech­net eines der Vorzeige­produkte des japa­ni­schen Unter­neh­mens außer­halb des Hei­mat­lan­des pro­du­ziert wird, hat mich über­rascht. Ein Leser mei­nes Web­logs war so freund­lich, mir ein aktu­el­les Exem­plar zukom­men zu las­sen, so dass ich ver­glei­chen kann. – Selbst­ver­ständ­lich lässt sich dar­aus keine all­ge­meine Aus­sage ablei­ten, denn dafür ist die Stich­probe zu klein.

Neues zum Tombow MONO 100

Der deut­lichste Unter­schied ist der Weg­fall des Prä­ge­drucks „MADE IN JAPAN“; statt­dessen gib es nun die Blind­prä­gung „MADE IN VIETNAM“, die aber nach weni­gen Spitz­vorgängen ver­schwun­den ist. – Inter­es­sant zu wis­sen wäre, ob „H1506“ und „K1608“ für das Pro­duk­ti­ons­da­tum im For­mat JJMM ste­hen; wenn ja, so wäre der obere Blei­stift im Juni 2015 und der untere im August 2016 her­ge­stellt worden.

Neues zum Tombow MONO 100

Es fällt auf, dass die Lackie­rung des neuen MONO 100 nicht so stark glänzt wie die des alten und auch nicht so sau­ber aus­ge­führt ist; zudem fin­den sich kleine und große Ein­schlüsse. – Wer ganz genau schaut, erkennt kleine Unter­schiede im Prä­ge­druck: Beim Stift aus Japan ist das „R“ in „FOR“ und „DRAFTING“ schma­ler und „hi-precision“ hat eine stär­kere Nei­gung sowie einen ande­ren Bin­de­strich. Die GTIN ist unverändert.

Neues zum Tombow MONO 100

Selt­sam finde ich den Abstand zwi­schen wei­ßem Strei­fen und gold­far­be­nem Ring auf bei­den Sei­ten. Wurde er bewusst gewählt, um die Exem­plare aus japa­ni­scher und vietna­mesischer Pro­duk­tion rasch zu identifizieren?

Neues zum Tombow MONO 100

Außer den Unre­gel­mä­ßig­kei­ten im Lack gibt es bei dem Blei­stift aus Viet­nam zahl­rei­che kleine Punkte in der Farbe des Prä­ge­drucks zu bemän­geln. Wie diese ent­ste­hen, ist mir rät­sel­haft. – Die Stift­di­cke ist geblie­ben; beide haben eine Schlüs­sel­weite von 7,2 mm.

Neues zum Tombow MONO 100

Bedau­er­li­cher­weise gibt es auch bei der Mine spür­bare Unter­schiede, denn die des neuen Exem­plars wirkt gering­fü­gig här­ter und glei­tet nicht ganz so leicht wie die des alten. Bei Schwärzung, Glanz und Radier­bar­keit konnte ich jedoch keine Unter­schiede feststellen.

Neues zum Tombow MONO 100

Hier mit dem Pol­lux von Möbius+Ruppert

Ange­sichts mei­ner Test­ex­em­plare muss ich lei­der sagen, dass der in Viet­nam gefer­tigte Tom­bow MONO 100 nicht an den aus Japan herankommt.

Nach­trag vom 2.5.17 Von Tom­bow Deutsch­land konnte ich heute Details erfah­ren. Die Mine des aktu­el­len MONO 100, deren Rezep­tur gleich geblie­ben ist, wird nach wie vor in Japan her­ge­stellt; auch die Brett­chen wer­den dort noch gefräst. In Viet­nam wer­den Brett­chen und Minen ver­klebt, die so ent­stan­de­nen Sand­wi­ches gefräst, die Stifte ge­schliffen, lackiert, bedruckt und mit den Kunst­stoff­kap­pen ver­se­hen. Die Ver­la­ge­rung die­ser Pro­duk­ti­ons­schritte geschah aus Kos­ten­grün­den; sie begann Ende Juni 2016 und war im Sep­tem­ber 2016 abge­schlos­sen. Die Kenn­zeich­nung „Made in Japan“ musste aus Zoll­gründen durch „Made in Viet­nam“ ersetzt wer­den. – Die Blind­prä­gung hat tat­säch­lich das For­mat XJJMM, wobei X für die Charge steht; dies hilft, die Ursa­che für feh­ler­hafte Stifte aus­fin­dig zu machen.

Nach­trag vom 2.5.17: Beim Betrach­ten älte­rer, noch in Japan her­ge­stell­ter Exem­plare im Fach­ge­schäft FORMAT in Darm­stadt ist mir bei eini­gen auch der Abstand zwi­schen dem wei­ßen Strei­fen und dem gold­far­be­nen Ring auf­ge­fal­len. Dies hat also nichts mit der Pro­duktion in Viet­nam zu tun.

Nach­trag vom 3.5.17: Ich wun­dere mich immer noch über die Ver­la­ge­rung der Produk­tion aus­ge­rech­net des MONO 100 mit die­sen Fol­gen für die Qua­li­tät. Der Absatz von Blei­stiften nicht nur in Japan mag nach­las­sen, ebenso die Nach­frage nach High-End-Bleistiften sowie die Bereit­schaft, für diese einen höhe­ren Preis zu zah­len. Ist viel­leicht ein Nach­fol­ger des MONO 100 in Arbeit, der im Sep­tem­ber, 50 Jahre nach der Markt­ein­füh­rung des MONO 100, vor­ge­stellt wird? Mit der Ver­la­ge­rung der Pro­duk­tion könn­ten in Japan Kapa­zitäten frei­gesetzt wor­den sein. Und ein Nach­fol­ger des MONO 100 würde die­sen abwer­ten, so dass man nicht mehr den glei­chen Preis ver­lan­gen kann und die Her­stel­lungs­kos­ten sen­ken muss. Aber das sind alles nur wilde Spekulationen …

  1. Die ande­ren sind der Mitsu­bi­shi Hi-uni, der STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 und der Faber-Castell 9000.
  2. Quelle: Caro­line Wea­ver, CW Pen­cil Enter­prise.
  3. Quelle: „The 100 Year History of Tom­bow Pen­cil“. Tom­bow Pen­cil Co., Ltd., 2013.

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