Archiv des Stichworts „A.W. Faber”

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Rot und Blau

Samstag, 22. Juni 2019

Wann kam der Rot-Blau-Stift in die Welt? Im Jahr 1869 schrieb Lothar von Faber rück­blickend in einem Brief an seinen Bruder Eberhard Faber in New York:

Bei den Farbstiften kam ich auf die Idee, einen Stift herzustellen, halb mit Zinnober u. halb mit Blau, wie er zuvor von keinem anderen Fabrikanten gemacht wurde. Du selbst weißt welchen Erfolg dieser Stift in America hatte, wohin sie anfangs 100 Groß weise gesandt wurden u. heute noch allenthalben verkauft werden.1

Den Rot-Blau-Stift gab es also bereits vor 1869, und Lothar von Faber hatte ihn erdacht. Doch wie sah der Stift aus? Die Dokumentation des Sortiments von A.W. Faber beginnt mit den ersten in den 1860er Jahren gedruckten Warenkatalogen, und die Rot-Blau-Stifte wurden erstmals um 1870 genannt. Allerdings enthielten die damaligen Kataloge noch kei­ne Abbil­dungen.

Rot und Blau

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (um 1870)

Unter „Neue Patent-Farbstifte mit beweglicher Farbe” finden sich „1 Dzd. Patentstifte 6eckig, doppelte mit feinsten Zinnober und Blau, Nr. 12, naturpolirt-Gold, 16 Centimeter lang” und „1 Dzd. Patentstifte 6eckig, doppelte mit feinsten Zinnober und Blau, zweifarbig polirt mit Ring”. Nach diesen mechanischen werden im selben Katalog unter „Neue verbes­serte Farbstifte” holzgefasste Rot-Blau-Stifte aufgeführt.

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (um 1870)

Neben diesen, die in drei Qualitäten und jeweils zwei Profilen erhältlich waren, gab es Rot-Grün- und sogar Rot-Graphit-2 und Blau-Graphit-Stifte3. Alle wurden auch im Ausland ange­boten.

Rot und Blau

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (um 1874)

Zu den 1881 angebotenen Taschenbleistiften mit Hülsen aus Nickel gehörte auch der „Spit­zenbewahrer, 2seitig, mit Zinnober und Blaustift” (Ordnungs-Nummer 0360).

Rot und Blau

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (1881)

Die Patent-Farbstifte mit beweglicher Farbe wurden im 1884 gedruckten Londoner Katalog farbig abgebildet4.

Rot und Blau

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (1884)

Neben „movable points” gab es hier noch „propelling and repelling action”. War damit ein Dreh­stift gemeint, bei dem die Mine durch Drehen der Spitze aus- und eingefahren wer­den konnte? Auch im Katalog von 1885 waren zwei unterschiedliche Minenhalter mit roter und blauer Mine zu sehen.

Rot und Blau

Aus einem Warenkatalog von A.W. Faber (1885)

Ab etwa 1885 erschien der holzgefasste Rot-Blau-Stift in weiteren Ausführungen, u. a. als Magazin-, Büro- und Poststift5, doch diesen wird ein eigener Beitrag gewidmet sein.

Danke an Faber-Castell für die Scans und die Details!

  1. Zitiert nach Eich, Dieter: Lothar von Faber. Ein Nürnberger Unternehmer des 19. Jahrhun­derts. Diplomarbeit an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nürnberg 1969, Anlage I, S. 40.
  2. Die bekanntesten Vertreter dieser Gattung dürften der Tombow LV-KEV, der Caran d'Ache Graphicolor und der Caran d'Ache × CWPE „The Editor” sein, doch es gab (und gibt) noch einige mehr.
  3. Der einzige mir bekannte Stift dieser Art ist der Koh-I-Noor Duo.
  4. Diese Art Minenhalter wurden später als „Schraub-Klemm­stifte” angeboten und waren einige Jahrzehnte lang erhältlich.
  5. Zum Begriff des Poststifts siehe „Markiges Marketing (22)”.

Faber-Castell Magicus

Samstag, 18. November 2017

Kaum bekannt und mit langer Geschichte: Der Magicus von Faber-Castell.

Faber-Castell Magicus

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Mit seinem anthrazitfarbenen Schaft, der dunkelgrauen Tauchkappe und dem silbernen Prägedruck gibt der als Wirtestift angebotene Magicus eine elegante Erscheinung ab, und er passt gut zu der oft in Schwarz, Grau und Weiß gehaltenen Berufsbekleidung der Gas­tronomie.

Faber-Castell Magicus

Seine Kennzeichnung ist schlicht: Neben den üblichen Angaben1 trägt das Zeichen für das Securalverfahren, eine Blindprägung (hier: „h7″2) und „GERMANY”. Letzteres lässt mich vermuten, dass der Magicus nicht in Deutschland gefertigt wird, denn ansonsten würde ich wie beim hierzulande hergestellten Faber-Castell 9000 „Made in Germany” erwarten. – Ab­gesehen von den nicht ganz geraden Kanten der Tauchkappen ist die Verarbeitungs­qualität sehr gut. Farbe und Maserung des Holzes sowie die sehr gute Spitzbarkeit des Magicus sprechen für Weihrauch-Zeder.

Faber-Castell Magicus

Die Mine ist 3,2 mm dick und hat eine subjektive Härte, die der des STAEDTLER Mars Lumograph 3B entspricht. Sie schreibt etwas wachsig und gleitet dadurch nicht ganz so leicht, doch ihre Abgabe ist sauber. Der Magicus wird damit beworben, dass er auf fast allen glatten und auch nassen Oberflächen schreibt, und das kann ich nach ein paar schnel­len Tests bestätigen.

Faber-Castell Magicus

Die Schwärzung des Magicus auf Papier ist etwa wie bei einem Bleistift in HB bis B, doch sein Strich glänzt weniger, ist wischfester und lässt sich schlechter radieren. Die Mine ist allerdings nicht allzu bruchfest und schreibt sich auf nassem Papier schnell ab.

Faber-Castell Magicus

Die ältesten Belege zum damals „Schwarzstift unverwischlich” genannten Spezialstift finden sich in einem Rezeptbuch von A.W. Faber aus der Zeit von 1881–1890, das auch Wahlblei­stifte für London aufführt. 1921 wurde die Marke „Magicus” eingetragen, und im Waren­katalog3 dieses Jahres präsentierte man den verbesserten „Magicus”-Schwarzstift.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von A.W. Faber (1921)

Der in drei Versionen und sechs Härtegraden erhältliche Magicus wurde als „Ersatz für Tinte und Feder als Schreibstift und auch als Durchschreibstift für Briefe, Listen, Tabellen, No­tizbücher, Unterschriften, sowie als Markierstift z. B. für Straßenbahn-Fahrscheine” bewor­ben. Besonders hervorgehoben wurde seine Glanzlosigkeit, die seinen Strich selbst unter schwierigen Lichtverhältnissen, z. B. bei Lampenlicht im Bahnpostwagen, gut lesbar macht. Auch für das Schreiben auf glattem Papier, glänzenden Karton, Holz, Leder und Textilien war er geeignet.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von A.W. Faber (1921)

Im Warenkatalog von 1927–30 fällt auf, dass der Magicus in Portefeuillestärke nicht mehr angeboten und der dicke Magicus 2858 mit einer Mine mit quadratischem Querschnitt dar­gestellt wird. Mit Gärtnern wird eine weitere Nutzergruppe genannt; Wirte sind noch nicht dabei.

Faber-Castell Magicus

Prospekt von A.W. Faber (1927–30)

Ende der 1950er Jahre wurde das Magicus-Sortiment um einen Fallminenstift erweitert; der holzgefasste Magicus hatte schon davor eine andere Gestaltung erhalten.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von Faber-Castell (um 1960)

Mit dem CASTELL 9120 gab es jetzt nur noch einen Magicus-Bleistift. Die 3,15 mm dicken Minen für den Fallminenstift TK 9400 Magicus waren in Schwarz, Rot, Blau und Gelb erhält­lich und schrieben auf Papier, Glas, Porzellan, Metall und Kunststoff. 1961 wurde zudem ein Magicus-Kugelschreiber zum Schreiben auf glatten, nicht fetthaltigen Flächen angeboten, und Ende der 1960er Jahre kamen rote Magicus-Kreiden mit Papierummantelung auf den Markt.

1979 wurde erstmals die Gastronomie erwähnt, doch die Bezeichnung „Gaststättenstift” war nur auf der Verpackung des etwa 20 Jahre zuvor eingeführten 9120 zu finden und nicht auf dem Stift.

Faber-Castell Magicus

Warenkatalog von Faber-Castell (1979)

Wann der Magicus erneut umgestaltet und zum Wirtestift wurde, konnte ich noch nicht herausfinden. – Auf den Magicus bin ich durch Zufall aufmerksam geworden; für sechs Stifte habe ich bei Papiertiger Berlin knapp 10 Euro bezahlt.

Danke an Faber-Castell für die Details zur Geschichte des Magicus und die Scans!

Nachtrag vom 1.12.17: Ein Leser hat mir mitgeteilt, dass es auf der Kartonverpackung des Magicus „Made in Germany” heißt, der Stift also in Deutschland hergestellt wird.

  1. In der GTIN enthalten: Die Faber-Castell-Artikelnummer 215100.
  2. August 2017?
  3. In der Ich-Form schreibt hier Alexander Graf zu Castell-Rüdenhausen, später Alexander Graf von Faber-Castell, der damals das Unternehmen A.W. Faber leitete und 1905 den Bleistift Faber-Castell 9000 herausgebracht hat. – Danke an Sean von Contrapuntalism für den Hin­weis!

A.W. Faber 254x

Samstag, 24. Juni 2017

Hier einige historische Details zu den Minenhaltern 254x von A.W. Faber, die ich kürzlich gezeigt habe.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1900)

Erstmals angeboten wurden die – wie sie korrekt heißen – achteckigen Schraub-Klemm­stifte 2540–2543 im Jahr 1900; der damalige Warenkatalog führte sie in der Rubrik „Förs­terstifte”.

A.W. Faber 254x

Detail-Preis-Liste (um 1909)

In der um 1909 herausgegebenen Detail-Preis-Liste werden auch die zum Klemmstift pas­senden Minen angeboten. Blei- und Farbstifte zum Markieren waren für die verschiedens­ten Berufsgruppen unverzichtbar, doch in dieser Liste wird der Verwendungszweck keiner bestimmten Berufsgruppe mehr zugeordnet.

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

In den späteren Jahren bleibt die Produktnummer gleich, aber die Form der Nickelspitze und die Stempelung variieren. Im Warenkatalog von 1952 wird der Klemmstift zusätzlich in Gelb aufgeführt (2544).

A.W. Faber 254x

Warenkatalog (um 1952)

Die letzte Erwähnung findet dieser Klemmstift im Jubläumskatalog von 1961; in späteren Katalogen erscheint er nicht mehr. Möglich, dass ihm die Ausweitung des TK-Sortiments Konkurrenz gemacht hat oder die Kunden zu anderen Mitteln der Kennzeichnung gewech­selt sind.

Danke an Faber-Castell für die Scans und die Details!

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Donnerstag, 22. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers am 12. Juni 2017 hat Faber-Castell eine auf 15.000 Exemplare limitierte Edition der „Polygrade”-Bleistifte von A.W. Faber herausge­geben1.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Der „Polygrade” wurde 1837 in Paris vorgestellt2. Mit ihm kam zum ersten Mal ein Bleistift­sortiment auf den Markt, das mehrere Härtegrade in einem Set vereinte. Zudem wurde besonderen Wert auf die Gestaltung der Stifte und ihrer Verpackung gelegt, und an dieser hat man sich auch beim Jubiläumsset orientiert: Die zwölf Stifte in den Härten HHHHH bis BBBBB3 sind rund, schwarz lackiert, linksbündig goldfarben bedruckt und ungespitzt4. Den Deckel und die Innenseite der Schachtel zieren die Medaillen, die der „Polygrade” errungen hat5.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Zum Jubiläumset gehört eine 52-seitige Broschüre, die in acht Sprachen über die Unter­nehmensgeschichte A.W. Fabers und den „Polygrade” informiert.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Wie früher enthält die Innenseite des Deckels Details zu den Härtegraden und zur Verwen­dung der Bleistifte.

A.W. Faber „Polygrades”-Edition

Mir ist nicht so ganz klar, welches historische Original die Vorlage für dieses Jubiläumsset war. Mal abgesehen davon, dass es verschiedene Sets gab (siehe z. B. „A. W. Faber's Poly­grade Lead Pencils” bei pencil talk und „To Edith From Will” bei Contrapuntalism), kann das erste noch nicht mit den Medaillen geschmückt gewesen sein, mit denen es später ausge­zeichnet wurde.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Die runden, ungespitzten Bleistifte haben einen Durchmesser von 7,3 mm und 2 mm dicke Minen (die der Grade 4B und 5B sind 3 mm dick). Der matte Lack ist glatt und regelmäßig und der goldfarbene Prägedruck6 sehr sauber; eine Blindprägung gibt es nicht. Ebenso wie die Stifte7 zeigen auch der Karton und die Broschüre eine sehr gute Verarbeitungsqualität. – Noch konnte ich mich nicht dazu durchringen, die Stifte anzuspitzen8 und zu testen; ich vermute allerdings, dass man die Minen des 9000 benutzt hat.

A.W. Faber „Polygrades” Jubiläums-Edition

Das „Polygrades”-Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Die Pressemitteilung gibt es hier.
  2. 1905 hat der Castell 9000 den „Polygrade” abgelöst.
  3. Diese Angabe der Härtegrade war damals üblich; auch STAEDTLER hat sie genutzt.
  4. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.
  5. Auf der Rückseite heißt es:
    Limited Edition 2017
    In Honour of Lothar von Faber's 200th Birthday
    Faber-Castell AG ⋅ 90546 Stein ⋅ Germany
  6. Ich wüsste gerne, ob das Zeichen zwischen Härtegrad und „A.W. Faber” nur Dekoration ist oder eine Bedeutung hat.
  7. Angesichts der Maserung gehe ich davon aus, dass sie aus Weihrauch-Zeder gefertigt wurden (alles andere wäre diesen Bleistiften auch nicht würdig).
  8. Wollte ich das historisch korrekt machen, so müsste ich ein Messer nehmen, denn Spitzer, wie wir sie heute kennen, gab es zur Zeit der „Polygrades” noch nicht.

A.W. Faber 2540–2543

Montag, 19. Juni 2017

A.W. Faber 2540–2543

Heute nur ein Foto der Minenhalter 2540 bis 2543 von A.W. Faber, zu denen ich lediglich sagen kann, dass sie 5,6-mm-Minen aufnehmen und bemerkenswert schwer sind; das Alter und weitere Details kenne ich leider nicht.

Nachtrag vom 20.6.17: Der 2540 im US-amerikanischen Katalog von A.W. Faber des Jah­res 1960:

Aus dem Katalog von A.W. Faber (USA 1960)

(zum Vergrößern anklicken)

Danke an Sean von Contrapuntalism für den Scan!

Nachtrag vom 24.6.17: Die hier gezeigten Exemplare dürften aus den 1950er Jahren stammen (siehe „A.W. Faber 254x”).

Kurz notiert

Mittwoch, 14. Juni 2017

Zum 200. Geburtstag Lothar von Fabers hat Faber-Castell eine limitierte Edition der „Poly­grade”-Bleistifte auf den Markt gebracht. Das Geschenketui enthält zwölf Stifte in 5H bis 5B, die wie das Original rund, schwarz lackiert, goldfarben bedruckt und ungespitzt sind1; bei der Gestaltung des Sets hat man sich an der alten Holzschachtel orientiert. Dazu gibt es eine 52-seitige Broschüre in acht Sprachen zur Unternehmensgeschichte A.W. Fabers und dem „Polygrade”, der 1837 in Paris auf den Markt kam und 1905 vom Castell 9000 abgelöst wurde. Das Set kostet 25 Euro und kann bei Faber-Castell bestellt werden.

  1. Aus fertigungstechnischen Gründen haben sie jedoch keine viereckige, sondern eine runde Mine.

„Janus”

Donnerstag, 28. April 2016

„Janus”

Werbemotiv 1910/1920

Danke an Faber-Castell für den Scan!

Granate 1903–1908

Mittwoch, 30. März 2016

Auch im Archiv von Faber-Castell findet sich der Handspitzer „Granate”.

Granate 1903–1908

(zum Vergrößern anklicken)

In den Warenkatalogen von A.W. Faber Berlin wurden von 1903 bis 1907 unter dem Pro­duktnamen „Granate” der Bleistiftspitzer No. 1903 und der Farbstiftspitzer No. 1696 sowie Ersatzmesser angeboten. – Der höhere Preis für den Farbstiftspitzer lässt mich vermuten, dass er ähnlich dieser Variante von Möller & Breitscheid für dickere Stifte ausgelegt und da­her größer war.

Granate 1903–1908

(zum Vergrößern anklicken)

1908 bewarb ein französischer Warenkatalog von A.W. Faber auf Seite 232 (!) die „Gra­nate”, diesmal mit der Artikelnummer 4001.

Über den (oder die) Hersteller dieser Spitzer hat das Archiv von Faber-Castell keine Infor­mationen. – Bereits ein paar Mal bin ich auf die 1953 gegründete Fabrik für Feinmechanik und Elektrotechnik Hermann Mellert (heute: Mellert SLT GmbH & Co. KG) aufmerksam geworden. Dieses Unternehmen hat in den 1950er Jahren Messingspitzer gefertigt und könnte daher auch die (spätere) „Granate” hergestellt haben, doch leider gibt es im Unter­nehmen keine Dokumente zur Spitzerfertigung mehr.

Granate 1903–1908

Es fällt übrigens die bemerkenswerte Ähnlichkeit der beiden Abbildungen auf (man be­achte u. a. die Darstellung der Reflexionen auf Rändelschraube und Messer); ich gehe da­von aus, dass beiden Katalogeinträgen dieselbe Illustration zu Grunde lag.

Hier noch die Titel der zitierten Kataloge:

Granate 1903–1908

Granate 1903–1908

Danke an Faber-Castell für die Scans!

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