Kinder

Kurz notiert

  • Unter dem Titel „Die Macht des Blei­stifts in der digi­ta­len Welt“ wid­met sich das Baye­rische Fern­se­hen am heu­ti­gen 19.11. um 22.30 Uhr der Zeich­nung und ihrer zuneh­menden Be­deutung und beglei­tet dazu (so der Sen­der) „Zeich­ne­rin­nen und Zeich­ner, Künst­ler und Lai­en, in Deutsch­land und der Welt“. – Dan­ke an Mat­thi­as für den Hinweis!
  • Für den Blei­stift Sin­gle Bar­rel 106 hat die Mus­gra­ve Pen­cil Com­pa­ny aus Shel­by­vil­le, Ten­nessee (USA) alte Zeder-Brettchen genutzt, die Ende der 1930er Jah­re vom letz­ten Holz­export nach Euro­pa übrig geblie­ben sind und vie­le Jah­re spä­ter in einem ein­ge­stürz­ten Lager­haus ent­deckt wur­den. Die Gestal­tung des Stifts, sei­ne Verpa­ckung und natür­lich die Geschich­te gefal­len mir sehr gut, und so bedau­re ich, dass Mus­gra­ve kei­nen Ver­sand nach Deutsch­land anbie­tet. – Dan­ke an Ste­phen von pen­cil talk für den Hinweis!
  • Mit dem bruch­sta­bi­len Radie­rer Tough erwei­tert der japa­ni­sche Her­stel­ler am 28.11. Tom­bow sei­ne MONO-Reihe.
  • Neu von Mitsubishi/uni, ab 22.11. im japa­ni­schen Han­del und an Kin­der gerich­tet: Der Blei­stift Hata­to­co sowie wei­te­re Far­ben der Bleistift-Serie Palet­te.
  • Wohl schon eine Wei­le auf dem Markt, aber für mich neu: Der Radie­rer Zi-Keshi von Kut­s­u­wa mit Tier­mo­ti­ven, dar­un­ter auch ein Shi­ba Inu.

Nach­trag vom 20.11.19: Heu­te hat Tom­bow die Pres­se­mit­tei­lung zum Radie­rer Tough veröffentlicht.

Paperworld 2013 (2)

STAEDTLER hat­te einen der größ­ten Stän­de auf der Paper­world und eine Men­ge zu zeigen.

Paperworld 2013 (2)

Pas­send zu der Ende 1900 ange­mel­de­ten Mar­ke „MARS“ gibt es nun Mars, den jugend­lichen „Herrn der Far­ben“, der noch vor der Paper­world in einem Brow­ser­spiel sei­nen ers­ten Auf­tritt hatte.

Paperworld 2013 (2)

Auf der Mes­se beglei­te­te Mars die Pro­duk­te für Kin­der und Jugend­li­che, und auf einem groß­for­ma­ti­gen Bild­schirm wur­de sei­ne Ent­ste­hungs­ge­schich­te prä­sen­tiert (wer hier an „Star Wars“ denkt, liegt rich­tig – man hör­te auch die Titel­mu­sik des Science-Fiction-Klassikers).

Paperworld 2013 (2)

An der Wand hin­ter der The­ke (nicht im Bild) konn­te man den 1908 als Mar­ken­zei­chen re­gistrierten Mars-Kopf im Wan­del der Zeit sehen1.

Paperworld 2013 (2)

Doch auch die Kleins­ten kom­men nicht zu kurz, denn für sie wur­den „Mars & Mar­sy“ ge­schaffen; sie gibt es u. a. in Mal­bü­chern und als Anstecker.

Paperworld 2013 (2)

Zu den neu­en Pro­duk­ten gehört ein dicker, drei­flä­chi­ger Blei­stift mit Stylus-Funktion für Schreib­an­fän­ger, zu dem eine Schreiblern-App für iOS ange­bo­ten wird.

Paperworld 2013 (2)

Eben­falls neu sind der schlan­ke „Orga­ni­zer Pen“ und sein Druckbleistift-Pendant, die in vier ver­schie­de­nen Schaft­far­ben und für jeweils 20 Euro erhält­lich sein wer­den; das Notiz­buch dazu gibt es in A4, A5 und A62.

Paperworld 2013 (2)

Mit zwei neu­en Pro­dukt­li­ni­en stößt STAEDTLER ins Luxus-Segment vor. Die Linie „Ini­ti­um“ umfasst Füll­fe­der­hal­ter, Kugel­schrei­ber und Dreh­blei­stif­te (0,5 und 0,7 mm) mit Schäf­ten aus Edel­harz („Resi­na”), Holz („Lignum”) und Leder („Cori­um”). Bei den Model­len mit Holz kommt Pflau­me und Ahorn zum Ein­satz, und bei denen mit Leder bie­tet die für etwa 350 Euro erhält­li­che „Individuum“-Variante die Mög­lich­keit, sie mit einem Foto bedru­cken zu las­sen. Die dazu genutz­te Tech­nik und die Tin­ten, mit denen eine abrieb­fes­te Bedru­ckung erzielt wird, sind Eigenentwicklungen.

Paperworld 2013 (2)

Noch edler wird es mit der „Kol­lek­ti­on J.S. Sta­edt­ler“: Der Füll­fe­der­hal­ter „Princeps“ hat einen Schaft aus pal­la­di­um­be­schich­te­tem Metall und dem Holz der euro­päi­schen Schwarz­nuss und kommt für 1000 Euro in den Han­del. – Zur „Princeps“-Linie gehö­ren zudem ein Dreh­blei­stift sowie ein Kugelschreiber.

Paperworld 2013 (2)

Eine Hom­mage an den vor allem als Künst­ler bekann­ten Albrecht Dürer, der wie Johann Sebas­ti­an Sta­edt­ler aus Nürn­berg stammt, stellt der Füll­fe­der­hal­ter „Alber­tus Dure­rus Nori­cus“ mit bedruck­tem Leder­schaft für 2000 Euro dar. In Anleh­nung an die Zahl der seit Dürers Geburt ver­gan­ge­nen Jah­re wur­den von die­sem Schreib­ge­rät nur 541 Exem­pla­re gefertigt.

Paperworld 2013 (2)

Das mit Abstand teu­ers­te der gezeig­ten Pro­duk­te war der Füll­fe­der­hal­ter „Bava­ria“, des­sen Clip mit 48 Dia­man­ten bestückt ist. Bei einem Preis von 18.000 Euro wird die Auf­la­ge von nur 48 Stück3 sicher nicht so schnell aus­ver­kauft sein. Teil der Kol­lek­ti­on J.S. Sta­edt­ler ist auch der „Pen of the Sea­son“ mit einer Feder aus 18-karätigem Weiß­gold, von dem jähr­lich vier Vari­an­ten ange­bo­ten wer­den sol­len. – Acces­soires aus Leder4 ergän­zen die durch drei unter­schied­lich gro­ße Recht­ecke auf dem Clip gekenn­zeich­ne­ten Schreib­ge­rä­te der Lini­en „Ini­ti­um“ und „J.S. Staedtler“.

Paperworld 2013 (2)

Zuwachs gab es auch bei dem zur Paper­world 2009 ein­ge­führ­ten Blei­stift WOPEX.

Paperworld 2013 (2)

Neben den Aus­füh­run­gen in sechs Neon-Farben gibt es den extru­dier­ten Blei­stift auch in dem vom holz­ge­fass­ten Noris bekann­ten Strei­fen­de­sign. Der schwarz-grüne Noris eco wird in HB und wahl­wei­se mit Radier­tip ver­füg­bar sein. – Bei der Vari­an­te mit Radie­rer ist mir auf­ge­fal­len, dass die Zwin­ge nur rund- und nicht zusätz­lich punkt­ge­presst wur­de; auf mich wirkt dies eleganter.

Paperworld 2013 (2)

Der für mich größ­te Knül­ler unter den Expo­na­ten war (und ist) jedoch der Farb­stift Noris color in zwölf Far­ben, der wie der WOPEX durch Coex­tru­si­on her­ge­stellt wird.

Paperworld 2013 (2)

Sei­ne Markt­ein­füh­rung ist für das zwei­te Quar­tal geplant; der Preis ist noch offen.

Paperworld 2013 (2)

Doch damit nicht genug, denn als wei­te­re Beson­der­heit wur­de „The Pen­cil“ vor­ge­stellt, ein schwarz durch­ge­färb­ter WOPEX mit Stylus-Funktion und einem Aufsteck-Spitzer mit Radie­rer. Im Gegen­satz zu den ande­ren WOPEX-Stiften ist er rund und hat sechs Ril­len mit recht­ecki­gem Querschnitt.

Paperworld 2013 (2)

Die auf der Mes­se gezeig­ten Exem­pla­re des Auf­steck­spit­zers waren Hand­mus­ter aus la­ckiertem Kunst­stoff; das fer­ti­ge Pro­dukt hat eine Hül­le aus Metall. „The Pen­cil“ soll zum En­de des zwei­ten Quar­tals als Set mit drei Stif­ten für 38 Euro in die Geschäf­te kommen.

Paperworld 2013 (2)

Ange­sichts der vie­len Neu­hei­ten kann ich mich des Ein­drucks nicht erweh­ren, als hät­te es im Mar­ke­ting von STAEDTLER grö­ße­re Ver­än­de­run­gen gege­ben, und so wür­de ich mich nicht wun­dern, wenn es gera­de im geho­be­nen Preis­seg­ment zukünf­tig noch mehr gäbe. Ich hof­fe aber sehr, dass dies dann nicht auf Kos­ten der güns­ti­gen Pro­duk­te (z. B. des ein­fa­chen Blei­stifts 123 60) geschieht. Doch wie auch immer – ich habe die Prä­sen­ta­ti­on von STAEDTLER als sehr anspre­chend erlebt und hof­fe, bald das eine oder ande­re neue Pro­dukt in den Hän­den hal­ten und hier zei­gen zu können.

  1. Die letz­te Umge­stal­tung fand übri­gens 2001 statt.
  2. Die Kata­log­be­zeich­nun­gen „Mas­ter“, „Medi­um“, „Pocket“ sowie die ange­bo­te­ne Stift­schlau­fe „Pen Loop“ legen die Ver­mu­tung nahe, dass die Notiz­bü­cher von Leuchtturm1917 stam­men (was wäre eine gute Wahl wäre).
  3. Im Zusam­men­hang mit 48 Exem­pla­ren und eben­so vie­len Dia­man­ten gab es ein lus­ti­ges Miss­verständnis. Als ich die Zahl 48 hör­te, frag­te ich, war­um es nur so wenig sei­en, wor­auf ein Mit­ar­bei­ter sag­te, dass das doch eigent­lich rei­che. Doch wäh­rend ich bei mei­ner Fra­ge an die Stück­zahl dach­te, bezog er sich auf die Zahl der Dia­man­ten …
  4. Natür­lich habe ich gleich nach Zube­hör aus Leder für holz­ge­fass­te Blei­stif­te gefragt, aber lei­der erfah­ren, dass man die­ses den Premium-Linien vor­be­hal­ten will.

Eine besondere Spezies

Ele­fan­ten sind hier wohl­ge­lit­ten, und so freue ich mich heu­te über den Auf­tritt des farben­frohen Kid­di­fant, dem Werbe- und Sym­pa­thie­trä­ger des gleich­na­mi­gen Kinder-Sortiments von STAEDTLER. Ta-taa!

Eine besondere Spezies

Wann der Kid­di­fant in die Welt trat, weiß ich nicht, doch es sieht so aus, als wäre er immer noch aktiv, denn auf dem Tag der offe­nen Tür bei STAEDTLER konn­ten Kin­der jeden Al­ters die­sen Stift-Aufstecker bekommen.

Eine besondere Spezies

Hier gibt's wei­te­re gra­phito­p­hi­le Dickhäuter:

Der Kid­di­fant grüßt den Besu­cher vom Mars!

STAEDTLER Noris Club maxi

Zwölf Sei­ten statt der übli­chen sechs hat der Blei­stift Noris Club maxi, den STAEDTLER im Werk Neu­markt nahe Nürn­berg aus­schließ­lich für den aus­tra­li­schen Markt fertigt.

STAEDTLER Noris Club maxi

Der gut 8,5 mm dicke Stift mit 3 mm star­ker Mine hat einen matt­grau­en Lack mit wei­ßem Prä­ge­druck in Fru­ti­ger und eine zwei­stel­li­ge Blind­prä­gung; der sonst übli­che Bar­code fehlt (was mich freut, emp­fin­de ich die­sen doch oft als wenig attrak­tiv). Außer der schlich­ten Gestal­tung gefal­len mir das leicht geschär­fel­te Ende und die Grau­schat­tie­run­gen, die sich beim Dre­hen auf dem Schaft zei­gen; zudem fasst sich der Stift ange­nehm an.

STAEDTLER Noris Club maxi

Die bruch­sta­bi­le, gut radier­ba­re Mine des in den Här­te­gra­den 2B und 6B erhält­li­chen und haupt­säch­lich für Kin­der gedach­ten Blei­stifts hat eine sau­be­re Abga­be und eine gute Schwärzung, und so wer­den sicher auch älte­re Kin­der Freu­de am Noris Club maxi haben. Ich benut­ze die­sen schö­nen und unge­wöhn­li­chen Stift zur­zeit für Noti­zen und rasche Skizzen.

STAEDTLER Noris Club maxi

Links: Spit­ze ab Werk, rechts: gespitzt mit der Kur­bel­spitz­ma­schi­ne West­cott iPoint Classact

Vie­len Dank an STAEDTLER für die Muster!

DingsBums

Kaum zu glau­ben: Da fin­det man nach 36 Jah­ren einen Stem­pel wie­der, den man als Jun­ge bekom­men hat1. Doch es gibt noch mehr Bemerkenswertes.

DingsBums

Kreu­zer „Dings­Bums“ (1. Serie, 1975)

1975 begann die Kreu­zer Pro­duk­ti­on & Ver­trieb GmbH2 mit der Her­stel­lung von Stem­peln3, bei denen sich die Far­be im Stem­pel­kör­per befand. Die ers­te Ziel­grup­pe waren Kin­der, zu denen auch ich damals gehör­te, und noch im sel­ben Jahr war ich stol­zer Besit­zer des ge­zeigten Geräts, das unter dem tref­fen­den Namen „Dings­Bums“ ange­bo­ten wur­de. Die Mo­tive dien­ten der Ver­schö­ne­rung von allem, was nicht schnell genug in Sicher­heit war, und so habe ich oft und gern Gebrauch von die­sem Stem­pel gemacht (jedoch nicht immer zur unein­ge­schränk­ten Freu­de mei­ner Mitmenschen).

DingsBums

Im dar­auf­fol­gen­den Jahr brach­te Kreu­zer die zwei­te Serie die­ses Uten­sils auf den Markt; hier eine Anzei­ge für den Ver­kaufs­kar­ton4:

DingsBums

Der Knül­ler ist, dass die­ser Stem­pel auch nach über drei­ein­halb Jahr­zehn­ten noch funktio­niert – die Far­be ist nicht aus­ge­trock­net, der Gum­mi hat nur gerin­ge Spu­ren und die Rück­stellfeder ist in Ordnung.

Nach­trag vom 29.6.11: Die Stem­pel hie­ßen nur wäh­rend der ers­ten Jah­re „Dings­Bums“, danach „Bil­derstem­pel“, was für den Export bes­ser war (die­ser Arti­kel ging auch nach Eng­land). Die Rück­stell­fe­der dien­te der leich­te­ren Hand­ha­bung, denn damit konn­te der Stem­pel erst posi­tio­niert und dann der Abdruck gemacht wer­den. Bei der zwei­ten Mini-Version des Stem­pels hat man aus Kos­ten­grün­den auf die Feder ver­zich­tet. – Wie der US-amerika­nische Vor­gän­ger hat­te die ers­te Vari­an­te eine 2–3 mm dicke Stem­pel­mas­se, auf der das etwa 1 mm hohe Motiv saß. Die­se Stem­pel­mas­se wur­de mit Far­be getränkt und in das Ge­häuse ein­ge­klebt (die­ses Prin­zip nut­zen auch vie­le aktu­el­le Stem­pel). Für die zwei­te Vari­ante kam eine Mischung aus Kunst­stoff und Far­be zum Ein­satz, die in For­men gegos­sen und poly­me­ri­siert wur­de. Die­se sog. Mikro­ver­kap­se­lung käme ange­sichts der heu­te für die Sicher­heit von Spiel­zeug gel­ten­den Voschrif­ten (wie z. B. die EN 71) bei Kin­der­stem­peln nicht mehr in Fra­ge, wird aber noch bei Stem­peln für Erwach­se­ne und nach­füll­ba­ren Stem­pelkissen genutzt. – Vie­len Dank an Herrn Obor­ski für die­se Details!

  1. Es ist beru­hi­gend, dass die wich­tigs­ten Din­ge nicht ver­lo­ren gehen.
  2. Bekannt durch den „Blift“ und als OEM für Geha.
  3. 1983 erwei­ter­te man das Sor­ti­ment um Adress- und Büro­s­tem­pel.
  4. Mir gefällt der Slo­gan „Mehr Tech­nik als Preis“.
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