Johann Faber

„Ein paar Buntstifte“

Schreib­wa­ren sind in der ZDF-Sendereihe „Bares für Rares“ nur sel­ten zu sehen, doch Ende August gab es eine Besonderheit.

„Ein paar Buntstifte”

Mit „Ich habe heu­te ein paar Bunt­stif­te dabei“ trat ein Gast zunächst vor den Exper­ten und dann vor die fünf Händ­ler, um ein wohl gut 100 Jah­re altes und unbe­nutz­tes Set Kro­kierstif­te von Johann Faber anzu­bie­ten. Der Kauf­be­trag lag zum Schluss weit über der Schät­zung des Exper­ten, war aber mei­ner Ansicht nach immer noch recht nied­rig. – Der Aus­schnitt ist hier1 zu sehen.

Dan­ke an den unbe­kann­ten Leser, der mich über das Kon­takt­for­mu­lar dar­auf hin­ge­wie­sen hat!

  1. Der Titel ist jedoch irre­füh­rend.

„Faber-Castell since 1761“ (2)

Mit „Faber-Castell sin­ce 1761“ gibt es seit kur­zem eine umfang­rei­che Unternehmens- und Fami­li­en­ge­schich­te der Blei­stift­dy­nas­tie. Hier ein paar sub­jek­ti­ve Anmerkungen.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Der üppig gestal­te­te, etwa 24,5 × 29 cm gro­ße und 520-seitige Band aus der Collec­tion Rolf Hey­ne ist faden­ge­hef­tet, gebun­den und durch­ge­hend vier­far­big. Die Verarbeitungs­qualität des in Ita­li­en gedruck­ten Wer­kes ist, soweit ich das beur­tei­len kann, sehr gut.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Die Glie­de­rung des chro­no­lo­gisch auf­ge­bau­ten Buchs ori­en­tiert sich im wesent­li­chen an den acht Genera­tio­nen und bie­tet über die mit „Wie die Welt aus­sah“ beti­tel­ten Rubri­ken den zeit­ge­schicht­li­chen Kon­text, was mir gut gefällt. Den Bau­wer­ken ist ein eige­nes Kapi­tel gewid­met, und der Anhang ent­hält u. a. einen Aus­schnitt aus den Stamm­ta­feln der Fami­li­en Faber und Cas­tell sowie den Familienstammbaum.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Das Buch erfreut mit sehr ästhe­ti­schen Dar­stel­lun­gen; hier der Erwerb einer Gra­phit­mi­ne in Süd­si­bi­ri­en durch Lothar von Faber im Jah­re 1856 und Wer­be­ma­te­ri­al für die Mar­ken ACME und Apol­lo von Johann Faber.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Sämt­li­che Pro­dukt­be­rei­che von ges­tern und heu­te wer­den prä­sen­tiert, dar­un­ter – neben Blei- und Farb­stif­ten – Schie­fer­ta­feln und -grif­fel, Tin­ten und Tuschen, Rechen­stä­be, Füll­halter, Zei­chen­ge­rä­te sowie Kosmetik.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Man­ches hät­te ich ger­ne jedoch etwas aus­führ­li­cher gese­hen, so z. B. das Sor­ti­ment von Eber­hard Faber in den USA und die Blei­stift­spit­zer; viel­leicht wäre auch das eine oder an­dere unge­wöhn­li­che und heu­te fast ver­ges­se­ne Pro­dukt (wie etwa der Flach­minen-Dreh­bleistift TK 9600) eine Erwäh­nung wert gewesen.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Ange­sichts des gan­zen Know-how hin­ter den viel­fäl­ti­gen Pro­duk­ten ver­wun­dert mich, wie wenig Tech­nik gezeigt wird – Patent­zeich­nun­gen, Werk­zeu­ge, Maschi­nen, Pro­to­ty­pen, halb­fer­ti­ge Pro­duk­te und ande­re Details zu Ent­wick­lung und Fer­ti­gung feh­len fast völ­lig, was ich sehr scha­de finde.

„Faber-Castell since 1761” (2)

Mar­ken­ge­schich­te und Image­pfle­ge indes sind aus­führ­lich doku­men­tiert, und so wir­ken nicht weni­ge Sei­ten wie aus einer Wer­be­bro­schü­re (und auf mich in einem sol­chen Buch unangenehm).

„Faber-Castell since 1761” (2)

Dass mich die aus­führ­li­che Dar­stel­lung der Bau­wer­ke wenig und die zahl­rei­chen pri­va­ten Ein­bli­cke kaum anspre­chen, liegt ver­mut­lich dar­an, dass ich nicht zur Ziel­grup­pe die­ses Buchs gehöre.

„Faber-Castell since 1761” (2)

„Faber-Castell sin­ce 1761“ ist sicher reiz­voll, wür­de mir aber erheb­lich bes­ser gefal­len, wenn es weni­ger Fami­li­en­fo­tos und Eigen­wer­bung und dafür mehr tech­nik­ge­schicht­li­che Details ent­hal­ten wür­de; so kann ich das 58 Euro teu­re Buch lei­der nur ein­ge­schränkt empfehlen.

Nach­trag vom 20.10.13: Unter „Faber-Castell Sin­ce 1761 (3)“ bie­tet Sean von Contra­puntalism einen Blick auf die eng­li­sche Aus­ga­be die­ses Buches, zu der mir der Ver­lag Ende Sep­tem­ber sag­te, es gäbe sie nicht.

„Faber-Castell since 1761“

Nach eini­gen Ver­schie­bun­gen end­lich ver­öf­fent­licht: „Faber-Castell sin­ce 1761“. – Entge­gen den Anga­ben auf der Pro­dukt­sei­te ist das etwa drei Kilo­gramm schwe­re und 58 Euro teu­re Buch aus dem Ver­lag Collec­tion Rolf Hey­ne seit dem 19. Sep­tem­ber lieferbar.

Nach­trag vom 7.10.13: Hier gibt es eine kur­ze Besprechung.

Patent Nr. 618308

Wer hat­te als ers­ter die Idee zu einem Blei­stift­spit­zer mit gebo­ge­nem Mes­ser1 (wie z. B. dem Faber-Castell Janus 4048) und ließ sie sich paten­tie­ren? Die­se Fra­ge ist nicht leicht zu beant­wor­ten, doch das Patent Nr. 618308 für einen „Blei­stift­spit­zer mit Klin­gen“, erteilt am 31. August 1932 für Leo­pold Jacob­sohn in Ber­lin und bekannt­ge­ge­ben am 22. August 1935, könn­te Auf­schluss geben.

Patent Nr. 618308

In der Patent­schrift heißt es:

Die Erfin­dung betrifft Blei­stift­spit­zer mit Klin­gen zur Erzeu­gung einer kurvenför­migen oder gebro­che­nen Schnitt­li­nie am Holz und Minenteil.

Und wei­ter:

Es ist bekannt, Klin­gen so her­zu­stel­len, daß sie eine geknick­te oder gebo­ge­ne Schnei­de auf­wei­sen. Sie müs­sen infol­ge die­ser Form beim Schlei­fen mehr­mals ein­ge­stellt und genau geschlif­fen wer­den. Da eine wirk­li­che Genau­ig­keit die­ser mehr­fa­chen Schleif­kan­ten nicht zu erzie­len ist, muß jede Klin­ge beim Ein­set­zen in den Spit­zer erst ein­ge­stellt wer­den. Dadurch wer­den der­ar­ti­ge Blei­stift­spit­zer teuer.

Hier dach­te ich zunächst, dass man Spit­zer mit geschwun­ge­nem Mes­ser bereits kann­te, doch streng genom­men geht dies aus dem Absatz nicht hervor.

Nun die Idee:

Der Erfin­dungs­ge­gen­stand besei­tigt die­se Nach­tei­le, daß die Klin­gen gerad­li­nig her­ge­stellt und geschlif­fen wer­den. Die gerad­li­ni­ge Klin­gen­schnei­de wird dann in den Klin­gen­hal­ter durch eine ent­spre­chend ange­ord­ne­te und aus­ge­bil­de­te Klin­gen­trä­ger­plat­te und durch ent­spre­chend ange­ord­ne­te und aus­ge­bil­de­te Spann­mit­tel in ungleich­mä­ßig gebo­ge­ne oder gebro­che­ne Schnitt­for­men gebracht, der­art, daß der Holz­teil bei­spiels­wei­se gerad­li­nig und der Minen­teil kur­ven­för­mig bzw. aus der Ebe­ne des Holz­teils gerad­li­nig abge­setzt geschnit­ten wird.

Es fol­gen die Auf­zäh­lung der Vor­tei­le eines sol­chen Spit­zers, Details zu zwei Mög­lich­kei­ten der Umset­zung und die Patentansprüche.

Patent Nr. 618308

Vari­an­te 1

In der ers­ten Vari­an­te wur­de eine gera­de Klin­ge (c) mit­hil­fe eines Klin­gen­hal­ters (a, wohl der Spit­zer­kor­pus) und Spann­mit­teln (b, d) gebo­gen. Ver­mut­lich soll­te hier der Teil einer gebrauch­ten Rasier­klin­ge2 ver­wen­det und die Nach­tei­le ihrer gerin­gen Dicke durch das beid­sei­ti­ge und auf der gan­zen Län­ge arbei­ten­de Spann­mit­tel aus­ge­gli­chen wer­den; auch sprä­che der klei­ne Bie­ge­ra­di­us dafür.

Patent Nr. 618308

Vari­an­te 2

Für die zwei­te Vari­an­te3 kam eine 0,8 mm dicke Klin­ge (e) mit einer 0,6 mm tie­fen Aus­sparung (f) zum Ein­satz. Zwei Schrau­ben spann­ten die Klin­ge auf die Trag­plat­te (a), wobei sich die Klin­ge an der Mate­ri­al­schwä­chung krümmte.

Mich wür­de nicht wun­dern, wenn die­ses Patent die Grund­la­ge für die Ent­wick­lung des Ja­nus 4046 von A.W. Faber und des Heli­os von Johann Faber war, denn bei­de Spit­zer kamen drei Jah­re nach der Paten­ter­tei­lung und im Jahr der Patent­ver­öf­fent­li­chung auf den Markt. Bei die­sen bei­den Spit­zern ging die Schrau­be durch den Spit­zer hin­durch in ein Gewin­de im Mes­ser und zog es an die gekrümm­te Auf­la­ge­flä­che; die­se Vari­an­te wür­de ich als die drit­te bezeich­nen. Der nächs­te Schritt, für mich die vier­te Vari­an­te, könn­te dann der Janus 4048 von Faber-Castell aus dem Jahr 1965 gewe­sen sein, des­sen Mes­ser kein Gewin­de, son­dern nur noch eine Boh­rung auf­wies. Durch die­se dreh­te man die Schrau­be in den Spit­zer und brach­te so das Mes­ser in die gebo­ge­ne Form. – In den ers­ten bei­den Vari­an­ten hat das Mes­ser einen sehr klei­nen Bie­ge­ra­di­us, wodurch das Mate­ri­al an der Knick­stel­le stark stra­paziert wur­de. Für einen wei­te­ren Nach­teil der (wie es in der Patent­schrift heißt) gebro­chenen Schnitt­form hal­te ich die höhe­re Bruch­ge­fahr der resul­tie­ren­den Spit­ze auf der Hö­he des klei­nen Radi­us. Bei den spä­te­ren Mes­sern war die Bie­ge­last gleich­mä­ßi­ger ver­teilt, was nicht nur der Halt­bar­keit des Mes­sers, son­dern wohl auch der Bruch­sta­bi­li­tät der Spit­ze zugu­te kam (ein über die gan­ze Län­ge des Mes­sers kon­stan­ter Bie­ge­ra­di­us ist ange­sichts der Mate­ri­al­schwä­chung durch das Gewin­de (4046/Helios) bzw. die Boh­rung (4048) und der Ver­jün­gung durch die Schnei­de natür­lich illusorisch).

Mei­ne Recher­chen zur Geschich­te die­ses Spit­zer­typs dau­ern an. Und es blei­ben Fra­gen: Gab es seit den frü­hen 70er Jah­ren, also nach dem Janus 4048, wirk­lich kei­nen Spit­zer mit gebo­ge­nem Mes­ser mehr? Die Schutz­dau­er des Patents ist längst abge­lau­fen. Hat denn kei­ner das Kon­zept erneut umge­setzt? Und: Wie könn­te eine Wei­ter­ent­wick­lung ausse­hen? Lie­ße sich das Mes­ser so mon­tie­ren, dass man den Krüm­mungs­ra­di­us variie­ren kann? (Die­ser Gedan­ke kam mir beim Blick auf das US-Patent 4506716 von Hir­ro Haya­shi aus dem Jahr 1982.) Könn­te man in den Spit­zer eine zwei­te Boh­rung ein­brin­gen, um an der gegen­überliegenden Schnei­de 2-mm-Minen zu spitzen?

Dan­ke an Wow­ter für sei­nen Hin­weis auf die­ses Patent!

Nach­trag vom 27.5.13: Bemer­kens­wer­tes fin­det sich im US-Patent Nr. 521744, Hen­ry A. Vea­zie am 19. Juni 1894 erteilt:

Patent Nr. 521744

Die­ses zeigt ein gekrümm­tes Mes­ser (hier zum Ein­ste­cken) in einem Aufsteckspitzer (!).

  1. Ich benut­ze hier „Klin­ge“ und „Mes­ser“ syn­onym; letz­te­ren Begriff bevor­zu­ge ich und wäh­le ers­te­ren daher vor­wie­gend bei Zita­ten.
  2. Spit­zer mit Rasier­klin­gen habe ich in schlech­ter Erin­ne­rung; sie­he „Spit­zen anno dazu­mal“.
  3. Hier fiel mir zudem der kon­ka­ve Schliff auf, den ich nur von alten Spit­zer­mes­sern ken­ne.

Johann Faber No. 5837

Heu­te ein kur­zer Blick auf ein beson­de­res Dut­zend1.

Johann Faber No. 5837

Die­se fla­chen und nur 62 mm kur­zen Blei­stif­te von Johann Faber nutz­te man mit einem Umsteck­scho­ner (ähn­lich die­sem), der gleich­zei­tig als Ver­län­ge­rer dien­te. Gedacht waren sie laut „Der Blei­stift“ von Hen­ry Petroski für die Westentasche.

Johann Faber No. 5837

Johann Faber No. 5837

Sie haben einen 4 × 9 mm gro­ßen, abge­run­de­ten Quer­schnitt und eine run­de 2-mm-Mine etwa des Här­te­grads H. Gespitzt hat man sie wohl mit dem Messer.

Johann Faber No. 5837

Links ein Mitsu­bi­shi Hi-uni HB.

Außer dem unge­wöhn­li­chen und (westen-)taschenfreundlichen For­mat die­ser Blei­stif­te ge­fällt mir die Kom­bi­na­ti­on aus Mase­rung, Klar­lack und Silberstempel.

Johann Faber No. 5837

Johann Faber No. 5837

  1. Ich weiß, dass es nur elf sind, aber ich sehe das jetzt mal nicht so streng.

Markiges Marketing (21)

Markiges Marketing (21)

Anfang des 20. Jahr­hun­derts gab es meh­re­re zum Teil kon­kur­rie­ren­de Stift­her­stel­ler mit dem Namen Faber, und an ande­re konn­ten sich die Kun­den zumin­dest noch erin­nern. So war es für die­se Unter­neh­men beson­ders wich­tig, sich abzu­set­zen und nicht nur auf ihren Namen (oder wie im Fal­le von A.W. Faber sogar auf Namens­be­stand­tei­le), son­dern auch auf ihr Mar­ken­zei­chen hin­zu­wei­sen, wie es Johann Faber mit die­ser etwa 100 Jah­re alten und 5 × 5 cm gro­ßen Rekla­me­mar­ke getan hat. Statt eines Pro­dukt­bilds ste­hen hier Schlä­gel und Eisen im Mit­tel­punkt, die bis ins 17. Jahr­hun­dert hin­ein die typi­schen Werk­zeu­ge des Berg­manns waren und auch heu­te noch als Sym­bol in Gebrauch sind (es kenn­zeich­net u. a. den Werk­tag in Fahr­plä­nen und ist im Unicode-Standard ent­hal­ten). Ich ver­mu­te, dass Johann Faber die­ses (übri­gens sei­ten­ver­kehr­te) Zei­chen wegen des Gra­phit­berg­baus gewählt hat, und wür­de mich nicht wun­dern, wenn man mit dem Bogen auf die­ser in mei­nen Augen sehr anspre­chen­den Rekla­me­mar­ke einen Stol­len hat andeu­ten wol­len. – Apro­pos Mar­ke: Das 1875 in Kraft getre­te­ne Mar­ken­schutz­ge­setz geht auf die Peti­ti­on eines ande­ren Faber zurück, näm­lich auf die des Lothar von (und Bru­der des Johann).

Nach­trag vom 28.2.13: In der Fest­schrift „Die Bleistift-Fabrik von Johann Faber in Nürn­berg“ von Carl Faber, her­aus­ge­ge­ben anläss­lich des 70. Geburts­tags von Johann Faber und des zehn­jäh­ri­gen Bestehens der Fabrik (Bieling-Dietz 1889), heißt es:

„Alle Blei­stift von Johann Faber sind mit dem vol­len Namen der Fir­ma: Johann Faber und der Schutz­mar­ke (zwei sich kreu­zen­den Häm­mern) gestempelt.“

Den Kopf der Sei­te 1 ziert die­se Grafik:

Markiges Marketing (21)

Somit han­delt es sich bei die­sem Logo nicht um Schlä­gel und Eisen, wie ich bis­her dach­te, son­dern um zwei Hämmer.

Dan­ke an Sean von Con­trap­un­ta­lism für den Hin­weis auf die­se Festschrift!

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Wer ist das?

Die­se Fra­ge (hier in Süt­ter­lin) stell­te Johann Faber 1930 in einer Anzei­ge, die den „Apol­lo“-Bleistift bewarb.

Wer ist das?

Der Text in Süt­ter­lin lau­tet „Bedin­gun­gen in den Fachgeschäften“.

Die offi­zi­el­le Ant­wort ken­ne ich nicht, doch ich den­ke, das man Maler Kleck­sel von Wil­helm Busch gemeint hat:

Wer ist das?

Nach­dem Kleck­sel sei­nen Lehr­meis­ter Quast vor­zei­tig und in einem bedau­erns­wer­ten Zu­stand ver­las­sen hat, schrei­tet der durch die Gul­den sei­nes Vaters gestärk­te Künst­ler selbst­bewusst und mit gro­ßer Map­pe dahin.

Jetzt hat der Kuno Geld in Masse.
Stolz geht er in die Zeichenklasse.
Von allen Schü­lern, die da sitzen,
Kann kei­ner so den Blei­stift spitzen.
Auch sind nur weni­ge dazwischen,
Die so wie er mit Gum­mi wischen.
Und im Schraf­fie­ren, was das Schwerste,
Da wird er unbe­dingt der Erste.
Jedoch zun­acht, wenn er sich setzte,
Beim Schim­mel­wirt, blieb er der Letzte.
Mit Leich­tig­keit genießt er hier
So sei­ne ein, zwei, drei Glas Bier.

Das voll­stän­di­ge Werk ist u. a. bei zeno.org zu fin­den; die Zeich­nung und das Zitat stam­men aus dem vier­ten Kapi­tel.

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