Am Abend Faber-Castell Jumbo Grip Bicolor 

Fundstück

Beim Sichten noch unsortierter Dinge fiel mir kürzlich dieses Etui in die Hände.

Fundstück

Es ist 12 × 17 cm groß aus Kunstleder gefertigt.

Fundstück

Neben dem Taschenrechenstab Aristo Rietz 89 mit vierseitiger Anleitung und Hinweisen zu Reinigung und Aufbewahrung enthält es ein Bündel länglicher Notizzettel mit Banderole so­wie den Fallminenstift Faber-Castell TK 9500.

Fundstück

Das Etui trägt keine Kennzeichnungen, doch dem Inhalt nach könnte es von Aristo und aus den späten 1970er Jahren stammen. Gut möglich, dass der Fallminenstift ursprünglich nicht dabei war und vom Vorbesitzer stammt.

Fundstück

Ich vermute, dass man dieses Etui Technikern und Ingenieuren angedient hat.

Nachtrag vom 9.8.18: Aristo hat die Produktion der Rechenschieber 1979 eingestellt (Quelle: Rechnerlexikon: Aristo). Das Etui dürfte damit knapp 40 Jahre oder älter sein.

Stichwörter: Aristo, Druckbleistifte, Faber-Castell, Museum, Zubehör

12 Kommentare zu „Fundstück”

  1. Guillermo de la Maza

    Is that ruler special for engineers?

    By the way, I recently found that Mexico has a pretty nice notebook scene, with some pretty amazing and creative producers. Glad people is carrying this items once again.

  2. Lexikaliker

    Yes, I think that this slide rule was targeted at engineers. Max Rietz, a German engineer, has added the mantissa and the cubic scales, and while these scales surely have been useful for other professions too I think that mainly engineers benefitted from it.

    I'm happy to hear that there is a notebook scene in Mexico! Do you have and use one or the other locally produced notebook? Which are most important brands?

  3. Matthias

    Die Farbe passt genau zum Stift von Faber-Castell. In meiner Erfahrung ist Kunstleder nicht besonders langlebig. Schade, denn so traut man sich oft gar nicht die schönen alten Dinge zu benutzen.

  4. Lexikaliker

    Stimmt, die Farben passen gut zusammen! – In diesem Fall fällt es mir leicht, das alte Stück zu schonen, denn für seinen speziellen Zweck habe ich keine Anwendung.

  5. Jens

    Ich habe so ein ähnliches Etui (rechts 3 Bleistifte 9000er HB,B und 2H, 3 Farbstifte Faber Castell Color 251,222 und 266.Daneben ein Rechenstab. Rechte Seite ein Notizblock)und fragte bei Faber Castell an,
    Die Antwort:
    Das „Arbeitsetui für Techniker mit Reißverschluss“ (30806) war um 1960 auf dem Markt. Unter dem Schreibblock befand sich ein TK-Radiergummi 7030/80. Dieser ist aber nicht mehr im Sortiment.

  6. Bernhard

    Das war auch die große Zeit der Rechenschieber. In den 70er Jahren war mit den ersten damals noch ziemlich teuren Taschenrechnern von HP das Ende eingeleitet und durch die günstigeren TI-Rechner auch sehr schnell besiegelt.

  7. Lexikaliker

    Jens: Danke für diese Details – das klingt ja sehr interessant! Ein Foto dieses Arbeitsetuis würde mich sehr interessieren.

    Bernhard: Soweit ich weiß, hatte Faber-Castell damals so viele Rechenschieber auf Lager, dass immer noch welche übrig sind (und gekauft werden können). – Der Wechsel ging damals recht schnell; ich gehörte zu dem Jahrgang, der in der Schule sowohl den Rechenschieber als auch den Taschenrechner kennengelernt hat. Natürlich hatten wir alle einen TI-30!

  8. Jens

    Gerne schicke ich ein Foto, bloß wie?

  9. Lexikaliker

    Entweder an die im Impressum genannte E-Mail-Adresse oder als Link zu einem Bilder-Hoster einem Kommentar.

  10. Lexikaliker

    Das Arbeitsetui für Techniker mit Reißverschluss 30806 von Faber-Castell (zum Vergrößern ankli­cken):

    Faber-Castell Arbeitsetui für Techniker mit Reißverschluss 30806

    Danke an Jens für das Foto!

  11. Bernhard

    So nen kleinen und nen großen Rechenschieber hatte ich auch, ich hab sie wohl noch irgendwo. Taschenrechnerisch war meine Karriere TI-57 - TI-59 - HP-15C und final und ziemlich lange HP-41 CX mit Kartenleser. Später hab ich nur noch Billigmodelle aller möglichen Hersteller verwendet, da ich früh schon mit spreadsheet-Programmen angefangen habe. Ein Fan der UPN bin ich allerdings geblieben. Seit 2 Jahren rechne ich oft mit einer HP 41 Emulation auf dem Handy, fast so gut wie das Original. Die Haptik der Tasten war seinerzeit gut, aber so kriegt das heute eh kein Hersteller mehr hin. Kopfrechnen war übrigens immer mein Hobby und ich kann den Kollegen das Ergebnis oft schon sagen, wenn sie noch ihren Taschenrechner suchen.

  12. Lexikaliker

    So haben wohl viele ihre persönliche Geschichte mit diesen Geräten! – Ich hatte übrigens das Glück, in der Schule sowohl den Rechenschieber als auch den Taschenrechner kennenzulernen (vermutlich war das gerade die Übergangsphase).

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