Archiv der Kategorie „Kultur”

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Schnitzen statt spitzen

Samstag, 28. Februar 2015

Zum Staunen: Der russische Künstler Salavat Fidai zaubert Miniatur-Skulpturen aus Bleistift­spitzen. – Danke an Andreas zum Winkel für den Hinweis!

Noch ein Sluggo

Freitag, 30. Januar 2015

„Another Sluggo” bei Orange Crate Art hat mich heute auf die Sluggo-Serie bei this isn't happiness aufmerksam gemacht und zu etwas angeregt:

Noch ein Sluggo

Klar, dass Sluggo missmutig ist, sind doch zwei Steine einer zu wenig.

Tier und Tuch

Sonntag, 18. Januar 2015

Die erste Begegnung mit dem Tenugui, dem traditionellen japanischen Handtuch aus dün­ner und bunt gefärbter oder bedruckter Baumwolle, hatte ich vor knapp vier Jahren, als ich mir zwei geschmackvoll und thematisch passend bedruckte Exemplare zugelegt habe. Seitdem habe ich immer wieder mal nach schönen Stücken geschaut; dabei bin ich kürzlich auf eine Besonderheit gestoßen.

Tier und Tuch

Der Hersteller Hamamonyo hat sich 2005 die Idee des Tenugui-Buchs schützen lassen. Für dieses wird das etwa 30 × 90 cm große Tuch einmal längs und dann im Zickzack gefaltet und mit zwei Schlaufen zusammengehalten. Diese Bücher gibt es in zahlreichen Vari­anten, und als ich das Tenugui „Was Hunde denken”1 sah, war es um mich geschehen.

Tier und Tuch

Das in meinen Augen sehr schöne Tenugui stellt einige Hunde dar, darunter – wenn ich es richtig sehe – ein paar der traditionellen japanischen Rassen wie z. B. den Akita.

Tier und Tuch

Eines der schönen Details: Während die Vorderseite des Buchs einen Hund von vorne zeigt, ist auf der Rückseite einer von hinten zu sehen. – Wie gerne würde ich alle japani­schen Schriftzeichen dieses Tenuguis lesen können …

Tier und Tuch

Da noch ein zweites Exemplar unterwegs ist, das in der gebundenen Form bleiben wird, habe ich dieses geöffnet.

Tier und Tuch

Wunderschön, erst recht mit Kisho!

  1. Übersetzung des Anbieters.

Der Spaziergang

Mittwoch, 5. November 2014

Ohne Spazieren und damit verbundene Naturanschauung, ohne diese ebenso liebliche wie ermahnungsreiche Erkundigung fühle ich mich wie verloren und bin es auch. Höchst liebevoll und aufmerksam muß der, der spaziert, jedes kleinste lebendige Ding, sei es ein Kind, ein Hund, eine Mücke, ein Schmetterling, ein Spatz, ein Wurm, eine Blume, ein Mann, ein Haus, ein Baum, eine Hecke, eine Schnecke, eine Maus, eine Wolke, ein Berg, ein Blatt oder auch nur ein armes weggeworfenes Fetzchen Schreibpapier, auf das vielleicht ein liebes gutes Schulkind seine ersten ungefügen Buchstaben geschrieben hat, studieren und betrachten. Die höchsten und niedrigsten, die ernstesten und lustigsten Dinge sind ihm gleicherweise lieb und schön und wert.

Aus: Robert Walser, Der Spaziergang (1917). – Auf diese Passage aufmerksam geworden bin ich durch „Walser Walking” bei Orange Crate Art.

Zitat

Freitag, 31. Oktober 2014

Zitat

Einige Steine (3)

Samstag, 20. September 2014

Im Wald bei Rüsselsheim gibt es einen Haufen Steine. Über den Zweck dieser Steine habe ich lange gerätselt, doch angesichts des recht aufwändigen Schutzes1 muss es ein wich­tiger sein.

Einige Steine (3)

Vor wenigen Tagen kam ich endlich darauf: Wer mag, nimmt sich drei Steine und formt mit diesen seine persönliche Variante „einiger Steine”. Das war meine:

Einige Steine (3)

Offenbar kümmert sich jemand um die Pflege des Haufens, denn am nächsten Tag waren meine einigen Steine wieder weg.

  1. Der Umstand, dass ausgerechnet drei Seiten geschützt sind und nicht etwa nur eine oder alle vier, hätte mich eigentlich rasch auf die Erklärung bringen müssen.

Zeichen der Zeit

Donnerstag, 18. September 2014

Schrift, die sich auflöst und verschwindet, übt einen besonderen Reiz auf mich aus.

Zeichen der Zeit

Nakskov (Lolland, Dänemark)

Zeichen der Zeit

Nakskov (Lolland, Dänemark)

Zeichen der Zeit

Perleberg (Brandenburg, Deutschland)

Zeichen der Zeit

Perleberg (Brandenburg, Deutschland)

Zeichen der Zeit

Perleberg (Brandenburg, Deutschland)

Zeichen der Zeit

Perleberg (Brandenburg, Deutschland)

Zeichen der Zeit

Perleberg (Brandenburg, Deutschland)

Zeichen der Zeit

Rohrberg (Sachsen-Anhalt, Deutschland)

Einige Sterne

Montag, 15. September 2014

Meine Freude an „some rocks” des US-amerikanischen Zeichners Ernie Bushmiller hat sich zu einer angenehmen Obsession entwickelt. So halte ich nicht nur Ausschau nach dieser For­mation in meiner Umgebung, sondern freue mich auch über die Varianten, die Michael Led­dy in seinem Weblog Orange Crate Art1 präsentiert. In seiner neuesten nutzt er ein 5000 Jahre altes Piktogramm aus Mesopotamien, das drei Steine zeigt, „Berg” bedeutet und schließlich zum Keilschriftzeichen „kur” wurde. So wandeln Nancy und Sluggo nun in „Nancy revised” auf schrifthistorischen Pfaden.

Einige Sterne

Nachdem mir kürzlich auf einem Werbeplakat ein Sternchen aufgefallen ist, habe ich etwas über dieses Zeichen gelesen und bin dabei auf den Asterismus gestoßen. Das im Engli­schen „asterism” genannte Satzzeichen (Unicode U+2042) heißt in der Zeichentabelle von Microsoft Windows „Sterngruppe” und besteht ebenso wie „some rocks” und „kur” aus drei Ele­menten. Klar, dass ich diesen Fund nicht unverarbeitet lassen konnte:

Einige Sterne

Während in dieser kleinen Albernheit die Sterngruppe als solche und – ebenso wie die drei Steine für die Landschaft – für den Sternenhimmel auftritt, kennzeichnet sie in der Typo­grafie eine kleine Unterbrechung im Text oder weist auf einen Abschnitt hin.

  1. Orange Crate Art feiert heute seinen zehnten Geburtstag. Happy Birthday! :-)

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