Versunkene Kulturen (1)

Party Time der 70er in der Rüsselsheimer Altstadt

Party Time der 70er in der Rüs­sels­hei­mer Alt­stadt, foto­gra­fiert am 4. April 2011

10 Kommentare zu „Versunkene Kulturen (1)“

  1. Gerade der Font für „Top Club“ hat sei­nen Reiz und ist typisch „Sieb­zi­ger“. Beim „M“ in „TIME“ habe ich den Ver­dacht, dass man ein „W“ umge­dreht hat:

    Party Time der 70er in der Rüsselsheimer Altstadt (Detail)

    Mir völ­lig rät­sel­haft ist jedoch, wie sich diese Deko so lange hal­ten konnte (und immer noch kann).

  2. Viel­leicht waren einige der Buch­sta­ben ja uni­ver­sal ein­setz­bar. Das S in SHOW könnte auch als 8 durch­ge­hen. Ande­rer­seits ist das M unten gerade. Das W wird oben nach außen gezo­gen, was eigent­lich gar nicht zum Stil der ande­ren Buch­sta­ben passt.
    Die Schrift­ar­ten in Rüs­sels­heim sind ja schön. Wo ich wohne sind Beschrif­tun­gen oft ent­we­der sehr ein­falls­los und mit vie­len nicht­pro­por­tio­nale Schrift­ar­ten ver­se­hen wäh­rend sich die Macher vie­ler Pro­spekte, vor allem von Eta­blis­se­ment die Stu­den­ten bewer­ben, sich am DTP Pro­gramm mal so rich­tig aus­to­ben (nach dem Motto: jeder Effekt, den es im Pro­gramm gibt, muss auch auf den Flugzettel).

  3. Gut mög­lich, dass das Alpha­bet für eine der­ar­tige Nut­zung aus­ge­legt war, doch für die De­formation der Buch­sta­ben ist sicher der Zahn der Zeit ver­ant­wort­lich. Aber ich werde mir das noch­mal aus nächs­ter Nähe anschauen.

    Was Schö­nes angeht, so sind wir in Rüs­sels­heim nicht gerade über­ver­sorgt (um’s mal vor­sich­tig aus­zu­drü­cken). Die gezeigte Deko ist eine Aus­nahme und auch eine Kurio­si­tät, da sie sich wohl über drei Jahr­zehnte hal­ten konnte. Ansons­ten sind wir hier mit den glei­chen Mach­wer­ken geseg­net, unter denen auch viele andere lei­den – statt gestal­te­risch Erträg­li­chem gibt es oft Dinge, bei denen es den Hund graust. Hin und wie­der jedoch gibt es echte Per­len zu sehen, wie z. B. die Pla­kate des Pal­men­gar­tens Frank­furt, die in mei­nen Augen durch­weg gelun­gen sind.

  4. Ah, jetzt weiss ich end­lich warum in Wun­der­same Welt der Waren (11) der Hund die Treppe hoch­steigt (= vor lau­ter Graus vor der schlech­ten Gestal­tung — WWW(11) ist ueb­ri­gens einer mei­ner Lieb­lings­bei­tra­ege bei Lexi­ka­li­ker, der mich immer wie­der zum Lachen bringt).

  5. Mir erscheint das so als würde SHOW TIME wie bei einem Erpres­ser­brief aus dem zusam­men­ges­setzt, was gerade da war. Die Buch­sta­ben – gerade das W erscheint mir etwas abewgig. Andere Theo­rie wäre, dass es von jeder Farbe ein Alpha­bet gab. Denn die Buch­sta­ben I W E sind gleich groß, haben die­selbe Farbe. Damit hätte man des Rät­sels Lösung.

  6. Als Zeit­zeuge der 70er ist diese Fas­sade sicher inter­es­sant und hat Ihren Wert. Auch allein wegen der Asso­zia­tio­nen und Vor­stel­lun­gen die man haben kann wenn man sich vorstellt,was damals da wohl „abging“ ist das ganze nicht zu verachten.
    Es des­we­gen aber als schön zu bezeich­nen ist finde ich sehr weit her­ge­holt. Das kann man das wohl wirk­lich nur im Ver­gleich zu noch häss­li­che­ren Ecken tun.

  7. Als Kind der Sieb­zi­ger und beharr­li­cher Freund so man­cher (vor allem media­ler) Pro­dukte die­ser Zeit bin ich da ziem­lich unkri­tisch ;-) Aber es stimmt – schön ist das wirk­lich nicht, und was die noch häss­li­che­ren Ecken angeht, so haben wir in Rüs­sels­heim kei­nen Mangel.

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