Paperworld 2015 „Die Leistung” 

Zeichen oder Zeichnen?

Das Fachgeschäft Gieselberg in Darmstadt wirbt über dem Eingang mit „schreiben · ordnen · zeichnen”, hat aber auf der Fassade „PAPIER + ZEICHEN” stehen.

Zeichen oder Zeichnen?

Wurde da vor 30+ Jahren ein „N” vergessen?

Stichwörter: Darmstadt

9 Kommentare zu „Zeichen oder Zeichnen?”

  1. Matthias

    Wir haben Ihr N. Es geht ihm gut. Wenn Sie es gesund wiedersehen wollen dann senden Sie 1000 Euro in unmarkierten Scheinen.

  2. Lexikaliker

    Hehe :-)

  3. Jens

    Das große N möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden. Bitte holen Sie das große N aus dem Kinderparadies ab.

  4. Wowter

    Fascinating question! But, I do not think they forgot the N. I think you should read Zeichen in the symbolical way as: mark or marking. Combining paper with this symbolizes all the uses paper can have. You can use it for producing a text (marking), making a drawing (marking), painting (marking), doing a calculation (marking), cutting a special form (marking) and even for folding origami (the folds being markings too). For all of these you need the other tools they sell at the shop: pencils, ballpoints, fountain pens, rulers, erasers, paints … you name them. Combining a noun with another noun with a very expanded meaning here is perfect. Combining a noun with a verb just does not seem right. To compensate they combined three verbs below: schreiben, ordnen and zeichnen. Just my view though the idea the forgot the N and left it for thirty years is a very comic one I agree! But as I am Dutch maybe I have the wrong perspective. I am not a native German. I only translate and try to find my meaning. In Dutch we have the word ‚teken’ (noun for marking) and ‚tekenen’ (verb for drawing). Similar to Zeichen and Zeichnen. Well this is becoming far too complicated and philosophical and that is not my area either :-).

  5. Lexikaliker

    Jens: Das N möchte aber noch ein bisschen mit seinen Nachbarn M und O plaudern.

    Wowter: Your thoughts sound very plausible! Although „Zeichen” in this context sounds rather abstract for an advertising lettering it can be possible that they have meant it that way. Of course it is a comic idea that they forgot the N and left it for so long but I find this thought very appealing so I had to show the photo :-) The similarity with „teken” and „tekening” in Dutch is interesting. I have just looked at the ethymology of „Zeichen” and „zeichnen” and found that these words go back to the 8th century; besides that „Zeichen” and „teken” have the same origin.

  6. AndreasP

    Wenn man sich die Wortzusammensetzungen im Deutschen anschaut, gehört zum „zeichnen” immer „Zeichen-”, seltener „Zeichnungs-”, nie aber „Zeichnen-”.

    Beispiele: Zeichenkreide, Zeichengerät, Zeichenkünstler, Zeichenpapier und der hier sicherlich gemeinte Zeichenbedarf (und eben nicht Zeichnenbedarf).

    In diesem Zusammenhang vielleicht interessant der Wörterbucheintrag woerterbuchnetz.de/DWB/.....id=GZ03219

  7. Lexikaliker

    Das ist richtig, doch oben an der Fassade tritt „Zeichen” nicht als Teil eines Kompositums, sondern allein auf.

  8. AndreasP

    Ich lese das schon als Quasi-Kompositum (sozusagen als „Zeichen-Gieselberg”) nach dem Muster von Firmennamen wie „Blumen Müller”. „Zeichnen Müller” wäre jedenfalls gegen mein Sprachempfinden.

  9. Lexikaliker

    Möglich, dass man es so gemeint hat.

Kommentieren

Ich versuche, auf alle Kommentare einzugehen, und sei es auch nur, um Danke zu sagen.


Diese Website nutzt Cookies. Wenn Sie weiter auf dieser Seite bleiben, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Browsers zu ändern, stimmen Sie zu, diese Cookies zu verwenden. Mehr Informationen erhalten Sie im Datenschutzhinweis.
OK