Relikt

Nütz­li­ches Zube­hör nicht nur für die­je­ni­gen, die (so wie ich) gern einen Blei­stift in der Hemd­ta­sche mit sich füh­ren: Der Spitzenschoner.

Relikt

Die­ses 55 mm lange Exem­plar ist aus Metall und gezo­gen, hat also weder ein Loch an der Spitze noch eine Naht. Ein Klemm­ring, ver­schieb­bar zwi­schen Bör­de­lung und Zier­ring, sorgt für siche­ren Halt auf dem Stift. Kenn­zeich­nun­gen gibt es keine, und so kann ich auch nicht sagen, wer das sehr gut ver­ar­bei­tete und inzwi­schen wohl meh­rere Jahr­zehnte alte Uten­sil gefer­tigt hat. Schade, dass so etwas heute nicht mehr her­ge­stellt wird!

15 Kommentare zu „Relikt“

  1. Spit­zen­scho­ner ohne Klemm­ring wer­den noch her­ge­stellt – oder wur­den zumin­dest bis vor Kur­zem noch ver­trie­ben, z.B. vom öster­rei­chi­schen Her­stel­ler Cret­aco­lor. So schöne Scho­ner wie der abge­bil­dete wer­den lei­der nicht mehr hergestellt.
    Die Bör­de­lung des abge­bil­de­ten Spit­zen­scho­ner sieht aus wie die eines A.W. Faber Spit­zen­scho­ners, aber viel­leicht war diese Bör­de­lung ja auch bei ande­ren Her­stel­lern üblich.

  2. ich finde es auch bedau­er­lich, daß es sowas nicht mehr gibt. wer steckt sich schon einen blei­stift mit einer mit-integriertem-anspitzer-hülle in die hosentasche?

  3. Spit­zen­scho­ner ohne Klemm­ring gibt’s z.B. bei Manu­fac­tum – online offen­bar nur im Set mit einem Blei­stift­ver­län­ge­rer (die­ser wie­derum mit Klemm­ring, was die Din­ger sehr unbe­quem macht), vor Ort in den Fach­ge­schäf­ten aber auch ein­zeln und mit 40 Cent sehr preis­wert. Da kann man dann auch gleich noch eine Gra­nate kau­fen, so hab ich’s jeden­falls gemacht. :)

  4. Mat­thias: Die Scho­ner von Cret­aco­lor kenne ich. Lei­der sind sie gefal­tet, haben also eine Naht, und sind nicht so gut ver­ar­bei­tet. Das Pro­blem bei den Exem­pla­ren ohne Klemm­ring besteht darin, dass sie, wenn sie hal­ten sol­len, deut­li­che Spu­ren am Stift hin­ter­las­sen; tun sie das nicht, lösen sie sich von alleine. – Gut mög­lich, dass der gezeigte Spit­zen­scho­ner aus dem Sor­ti­ment von A.W. Faber stammt, doch ich denke, dass die Blei­stift­her­stel­ler auch damals schon zuge­kauft haben und die Scho­ner viel­leicht von den Anbie­tern kamen, die auch die Blech­schach­teln gefer­tigt haben.

    Viola: Die „Mit-integriertem-Anspitzer-Hülle“ (natür­lich in dun­kel­grün) hatte ich auch mal, doch ab­gesehen davon, dass ich die Form nie so toll fand, hat der Spit­zer eines Tages plötz­lich aus­ge­setzt; den Grund dafür habe ich nicht her­aus­fin­den können.

    Eule: Ja, die bei Manu­fac­tum ange­bo­te­nen Scho­ner sind die von Mat­thias erwähn­ten von Creta­color, doch deren Qua­li­tät reicht nicht an die des gezeig­ten Exem­plars heran. – Die Bau­form des Ver­län­ge­rers ist die für mich inzwi­schen am wenigs­ten prak­ti­sche, da sie sich nur für Stum­mel von etwa vier bis sie­ben Zen­ti­me­ter eig­net. Ver­län­ge­rer, die mehr vom Stift auf­neh­men (wie z. B. der in Deutsch­land lei­der nicht erhält­li­che STAEDTLER 900 25), haben für mich einen wesent­lich höhe­ren Gebrauchs­wert. – Eine Gra­nate zu kau­fen ist immer gut ;-)

  5. @Lexikaliker: Die Scho­ner sit­zen mei­ner Erfah­rung nach auf dem Lumo­graph sicher, ohne deut­li­che Spu­ren zu hin­ter­las­sen (wenn man genau hin­schaut, sind leichte Rei­be­spu­ren zu erken­nen), jeden­falls ist mir noch nie einer „abge­fal­len“. Auf dem Wopex hal­ten sie wegen der beson­de­ren Ober­flä­che bom­ben­fest – da muss man schon kräf­ti­ger zie­hen und hat schnell klar sicht­bare Spu­ren am Stift.

    Ein Nach­teil ist viel­leicht, dass sie schon nach eini­gen Mona­ten Gebrauch eine matt-stumpfe Ober­flä­che bekom­men. Das stört mich aber nicht.

  6. Danke für die Details aus der Pra­xis, die recht posi­tiv klin­gen. – Kann man denn erken­nen, warum die Ober­flä­che stumpf wird? Löst sich viel­leicht eine Schicht ab?

  7. Der 900 25 ist schon toll, für den Wopex benutze ich aber am liebs­ten den bereits erwähn­ten dun­kel­grü­nen Ver­län­ge­rer, denn der 900 25 hin­ter­lässt schnell Del­len an den sechs Ecken des Wopex.

  8. Mat­thias: Die Klem­mung des 900 25 packt schon kräf­tig zu, und außer­dem ist die Ober­flä­che des WOPEX ja auch wei­cher als die eines lackier­ten Holzbleistifts.

    Eule: Danke für die Fotos. Die Ober­flä­che des benutz­ten Exem­plars sieht in mei­nen Augen ziem­lich schlimm aus – schade, dass diese Kap­pen sol­che Gebrauchs­spu­ren bekom­men. Viel­leicht bin ich da etwas pin­ge­lig, aber mich würde das stö­ren (ebenso die Naht). Zudem denke ich, dass die Wahl eines etwas bes­se­ren Blechs den Preis auch nicht dra­ma­tisch erhö­hen würde.

  9. Danke für die­ses Detail und den Link. Ja, das sind wohl die letz­ten Spit­zen­scho­ner, die hier­zu­lande ange­bo­ten wer­den – „die letz­ten“ in bei­den Bedeu­tun­gen des Wor­tes. Obwohl: Ich bin mir eigent­lich sicher, dass man einen Weg fin­den wird, sie noch bil­li­ger zu machen.

  10. Ich nutze seit eini­ger Zeit Aufsteck-Rediergumis als Spitzen- und Taschen­scho­ner. Sie haben im Gegen­satz zu den Metall-Schoner sind sie noch Stoff-freundlicher :-)

  11. Es hat sich in den letz­ten fünf Jah­ren anschei­nend nichts geän­dert. Es gibt hier­zu­lande nur noch den Spit­zen­scho­ner von Stan­dard­graph, der ins­be­son­dere für lange Blei­stift­spit­zen kaum zu gebrau­chen ist. Eigent­lich eine Fehl­kon­struk­tion. Immer­hin ist die Metall­kappe von Kut­s­uwa STAD mitt­ler­weile von einem japa­ni­schen Händ­ler über Ama­zon erhält­lich. Meine Bestel­lung war in 10 Tagen da. Der STAD ist soweit okay, erfüllt den Zweck auch für Lang­ko­nus­spitze, aber was der Stan­dard­graph zu kurz ist, ist der STAD zu lang und er hat auch kei­nen Klemm­ring wie der oben abge­bil­dete Spit­zen­scho­ner, der die Unter­schiede in den Blei­stift­di­cken aus­zu­glei­chen ver­mag. Der Pro­du­zent war so viel ich weiss Caran d’Ache.

  12. Danke für diese Details! Gut, dass die Kappe von Kut­s­uwa über Ama­zon erhält­lich ist. – Das Ange­bot in Deutsch­land ist mau, und ich habe die Suche irgend­wann aufgegeben.

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