Wundersame Welt der Waren (23) H wie Hand 

Eberhard Faber Cartograph 541

Bereits dreimal gab es hier Landkartenstifte zu sehen1, nämlich den LYRA-ORLOW № 2736 sowie den schwarzen und die farbigen von Eberhard Faber. Vermutlich der Nachfolger von letzteren ist der aus den 1940ern stammende Cartograph 541.

Eberhard Faber Cartograph 541

(Bilder2 zum Vergrößern anklicken)

Die flache und in meinen Augen sehr ansprechend gestaltete Blechschachtel bietet Platz für sechs Farbstifte, von denen noch drei vorhanden sind.

Eberhard Faber Cartograph 541

Die drei runden Cartograph-Stifte haben einen Durchmesser von 6,5 mm und eine 4 mm dicke, kreideartige Mine, die sich recht gut radieren lässt.

Eberhard Faber Cartograph 541

Neben ihrem Namen, der im Gegensatz zu dem auf der Schachtel gerade verläuft, tragen die Stifte die Kennzeichen ihres Herstellers, die Typenbezeichnung und einen Farbcode.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Wie schon das Behältnis der älteren Landkartenstifte zeigt auch dieses einen Kartenaus­schnitt, allerdings ohne Ortsangaben. Die Markierungen legen einen militärischen Gebrauch nahe, bei dem die Position der eigenen Truppen in blau und die der gegnerischen in rot eingetragen wurde.

Eberhard Faber Cartograph 541

Beim Kauf dabei waren drei CARTOR 2890 von A.W. Faber, die nur unwesentlich dicker sind und über eine sehr ähnliche Mine verfügen. Dem Namen nach könnten sie dem gleichen Zweck gedient haben.

Eberhard Faber Cartograph 541

Eberhard Faber Cartograph 541

Die für „Cartograph” genutzte Schrift gefällt mir ausgemacht gut3, und das ungewöhnliche C erinnert ein wenig an das auf diesem Schild der Eberhard Faber KG. Den Schatten finde ich gelungen, ebenso die Neigung nach links, die mich sofort an die früher auf topogra­fischen Karten übliche Schriftart Römisch Linkskursiv hat denken lassen.

Eberhard Faber Cartograph 541

Für mich ein prächtiges Stück aus der Geschichte des Schreibzeugs!

  1. Die nächsten sind von Johann Faber – soviel sei schon verraten.
  2. Bei der topografischen Karte im Hintergrund handelt es sich um das Blatt Lau­terbach, bearbeitet durch das hessische Katasteramt 1909.
  3. Ich hätte die Schachtel wohl auch leer erworben.

Stichwörter: A.W. Faber, Eberhard Faber, Farbstifte, Landkartenstifte, Museum

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