Mars vs. Mars

Den holz­ge­fass­ten und den metall­ge­hal­ter­ten Mars Lumo­graph stellte die J.S. STAEDTLER Inc. mit Sitz in Hacken­sack, New Jer­sey (USA), in die­ser ele­gant kolo­rier­ten Schwarzweiß-Anzeige gegen­über und ver­sprach den Lesern der Zeit­schrift „Archi­tec­tu­ral Record“ im Mai 1960, mit bei­den das Beste zu bekommen.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Neben den ver­trau­ten Pro­duk­ten bewarb der Text auch den Blei­stift „Mars Dura­lar“, der in den fünf Här­te­gra­den K1 bis K5 erhält­lich und für das Zeich­nen auf PET-Folie gedacht war. Diese dün­nen Folien, die Anfang der 1950er Jahre unter den Mar­ken­na­men „Host­a­phlon“ und „Mylar“ auf den Markt kamen, waren äußerst maß­hal­tig, trans­pa­rent und halt­bar. Da jedoch her­kömm­li­che Blei­stifte auf die­sem Mate­rial schmier­ten, nutzte man neben Tusche spe­zi­elle Poly­mer­mi­nen, die zudem den Vor­teil der sehr guten Radier­bar­keit boten. Die zu beschrei­bende Seite der Folie war leicht auf­ge­r­auht und recht emp­find­lich; bereits kleine Beschä­di­gun­gen beim Radie­ren oder geringe Ver­schmut­zun­gen mit Fett oder Öl mach­ten die Ober­flä­che abwei­send und damit unbrauchbar.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)   Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

Eben­falls Erwäh­nung fand der „Mars Lumochrom“, dem auch eigene Anzei­gen gewid­met waren; eine davon gibt es hier und eine wei­tere folgt in Kürze.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc. (1960)

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2 Kommentare zu „Mars vs. Mars“

  1. Die Beschrei­bung der Host­a­phlon Folien erin­nert an Folien fuer den Tages­licht­pro­jek­tor, die mit Tin­ten­strahl­dru­ckern bedruck­bar sind und noch erha­elt­lich sind, aber wahr­schein­lich nicht viel mit ihren Vor­fah­ren zu tun haben…

    Die Anzeige wirkt sehr ele­gant. Wirk­lich schoen!

  2. Stimmt – es kann gut sein, dass die rauhe, zu bear­bei­tende Seite die­ser Folien mit einer Beschich­tung ver­se­hen war. Die Folien für Tin­ten­strahl­dru­cker tru­gen eine was­sere­ak­tive Schicht, für die es damals auch Anlei­tun­gen zum Sel­ber­mi­schen und -auf­brin­gen gab (wenn ich mich rich­tig erin­nere, war Gela­tine ein Bestand­teil der Rezep­tur). – Es freut mich, dass Dir die Anzeige auch gefällt!

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