Monatsarchiv für Juli 2008

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Stille Beobachter (3)

Dienstag, 29. Juli 2008

Schaltschrank in Leipzig, Stadtteil Gohlis

Dilbert, der Ingenieur, als Schaltschrank getarnt unterwegs in Leipzig? Nizuglohm!

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Druck und Kunst

Montag, 28. Juli 2008

Einer der Höhepunkte unseres kürzlichen Aufenthalts in Leipzig (siehe u. a. hier, da und dort) war der Besuch des Museums für Druckkunst in der Nonnenstraße im Stadtteil Plag­witz, direkt gegenüber den ehemaligen Buntgarnwerken.

Das 1995 gegründete und 2000 in eine Stiftung überführte Museum präsentiert Druck­maschinen und Handpressen, Holzbuchstaben und Bleilettern für den Handsatz, Schriftma­trizen, Gieß- und Setzmaschinen sowie Stahlstempel, Schriftschablonen und etliche Geräte für die Buchbinderei, wobei ein Großteil der Exponate nur noch dort existiert.

Bei dem hervorragend ausgestatteten Druckkunst-Museum handelt es sich weniger um ein typisches Museum, sondern vielmehr um eine Druckwerkstatt zum Anfassen und Erleben, und so können Interessierte die Maschinen und die Arbeit an ihnen in Kursen praktisch kennen lernen (wir hatten das Glück, die Zeilensetz- und -gießmaschine „Rossia 7 H” im Betrieb durch einen sehr fachkundigen und freundlichen Mitarbeiter bewundern zu können und eine Schriftzeile gegossen zu bekommen). Künstler haben die Möglichkeit, das Mu­seum für eigene Arbeiten zu nutzen, und auch zur Ausbildung und Berufsförderung kommt die Vielzahl der kostbaren Stücke zum Einsatz.

Die folgenden HDR-Bilder werden beim Anklicken vergrößert angezeigt (mehr dazu unter „Schon gewusst?”).

Museum für Druckkunst Leipzig

Links: Komplettgießmaschine, H. Berthold AG, Berlin, 1. Hälfte des 20. Jh.;
rechts: Komplettgießmaschine, Leningrader Werk für Polygraphische Maschinen, St. Petersburg, Russland, 1967

Museum für Druckkunst Leipzig

Satzregal

Museum für Druckkunst Leipzig

Druck- und Setzmaschinensaal

Museum für Druckkunst Leipzig

Rechts: Stoppzylinder-Druckmaschine, Vereinigte Maschinenfabrik Augsburg und Maschinengesellschaft Nürnberg AG, Werk Augsburg, 1906

Museum für Druckkunst Leipzig

Weniger ein Museum als vielmehr eine Druckwerkstatt

Museum für Druckkunst Leipzig

Zeilensetz- und -gießmaschine „Rossia 7 H”, Leningrader Werk für Polygraphische Maschinen,
St. Petersburg, Russland, 1967

Museum für Druckkunst Leipzig

„Linotype”-Großkegel-Setzmaschine, Modell 20 „Universa”, Berliner Maschinenbau AG, Berlin, 1969

Museum für Druckkunst Leipzig

Links: Zeilensetz- und -gießmaschine „Intertype Modell C”, Intertype Corp., Brooklyn,
New York, USA, um 1927

Museum für Druckkunst Leipzig

Lochband-Perforator „Lino-Quick-Perforator”, Linotype GmbH, Berlin und Frankfurt/Main, 1966

Zusätzlich zur ständigen gibt es wechselnde Ausstellungen sowie Vorträge und Symposien, und ein kleiner Laden bietet Bücher, Plakate, Postkarten, Bleilettern und einiges mehr an (darunter auch zahlreiche Titel des Verlages Hermann Schmidt in Mainz, den ich sehr schät­ze).

Mein besonderer Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Einsatz und hoher Fachkompetenz ein außergewöhnliches und sehr hinteressantes Museum ge­schaffen haben. Ich freue mich darauf, bei meinem nächsten Aufenthalt in Leipzig diese einzigartige Sammlung erneut bewundern zu können!

Museum für Druckkunst
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig
Tel. 0341-23162-0
Website
Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 10–17 Uhr
So. 11–17 Uhr

Wer nicht nach Leipzig kommt, aber Interesse an dieser Thematik und zudem Darm­stadt in erreichbarer Nähe hat, dem empfehle ich einen Besuch der ebenfalls sehr sehenswerten Außenstelle Schriftguss, Satz & Druckverfahren des Hessischen Landesmuseums Darmstadt.

Sonntagsfrühstück

Sonntag, 27. Juli 2008

Sonntagsfrühstück

Stille Beobachter (2)

Samstag, 26. Juli 2008

Halterung an einem Müllcontainer

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Spaßbremse

Freitag, 25. Juli 2008

Gründliches Verbotsschild an einem See in Rüsselsheim-Bauschheim

Gründliches Verbotsschild an einem See in Rüsselsheim-Bauschheim

Das Ende meines Tellerrands

Donnerstag, 24. Juli 2008

Die im englischen Original mit „Dashboard” bezeichnete Verwaltungs-Schnittstelle der hervorragenden Blog-Software WordPress, die auch ich benutze, bekam bei der deutschen Lokalisierung den merkwürdigen Namen „Tellerrand”. Verstanden und gemocht habe ich dies nie, da am Tellerrand die eher weniger attraktiven Dinge landen (wie z. B. Fischgräten und Kirschkerne) und man – im sprichwörtlichen Sinne – nicht nur als Blogger gerne über denselben hinausschaut.

Alt: Lexikalikers Tellerrand

Trotz heftigen Nachdenkens konnte ich keinen besseren Begriff finden – bis kürzlich mein kreativer Kollege D. mit der rettenden Lösung kam: Arbeitsplatte! Damit hatte er bei mir einen Volltreffer gelandet, und der schnelle Eingriff in die deutsche Sprachdatei mit Poedit folgte umgehend.

Neu: Lexikalikers Arbeitsplatte

Na also! Das sieht bestens aus und hat zudem eine ganz andere Konnotation, werden doch auf der Arbeitsplatte appetitliche Dinge zubereitet und andere interessante Dinge angestellt. – Später fiel mir dann noch Amboss ein, doch das böte sich wohl eher für eine Textschmiede an oder für ein Weblog, in dem es insgesamt gröber zur Sache geht.

Nachtrag vom 28.12.08: Eine weitere Alternative:

Noch neuer: Lexikalikers Maschinenraum

Oder in Kombination mit dem hervorragenden Plugin „Lighter Admin Menu”:

Noch neuer: Lexikalikers Maschinenraum

Wachposten

Donnerstag, 24. Juli 2008

Auf- und Übersicht habendes Erdmännchen im Leipziger Zoo

Auf- und Übersicht habendes Erdmännchen im Leipziger Zoo (zum Vergrößern anklicken)

Redewendung des Tages

Mittwoch, 23. Juli 2008

„In die Möhre gucken”: sich wieder einmal mit irgendwelchen gesunden Resten abgeben müssen, weil man vergessen hat, etwas anderes einzukaufen. – Siehe dazu auch „in die Röhre gucken” (Lutz Röhrich, Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, Berlin 2004, Band 4, Seite 1249).

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