Archiv der Kategorie „Fundsachen”
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Schattenspiel
Dienstag, 25. Mai 2010Dunkler Stern
Freitag, 7. Mai 2010Duales System
Montag, 26. April 2010Angeknabbert
Sonntag, 11. April 2010Verputzt
Freitag, 2. April 2010Im Gegensatz zu mir, der ich mich stets der ungeschminkten Wahrheit verpflichtet fühle und nur selten dick auftrage, hat das schokoladige Langohr, dessen schlichte Visitenkarte hier zu sehen ist, geschmackvoll aufgelegt, um anlässlich der Feiertage eine appetitliche Erscheinung abzugeben. Mit meiner undekorierten Aufmachung kann ich da natürlich nicht konkurrieren, und so werde ich an den österlichen Tagen vorzugsweise im Hintergrund herumeiern.
Ich wünsche meinen Lesern ein angenehmes Osterfest!
Aufstiegsmöglichkeiten
Mittwoch, 31. März 2010Bemusterung
Mittwoch, 3. März 201022400 Radierer …
Donnerstag, 28. Januar 2010… und damit wohl mehr als jedes Fachgeschäft hat Emese Kocsis aus Ungarn, noch dazu in einer Ordnung, die ihresgleichen sucht (und zumindest bei mir sicher nicht findet). Äußerst bemerkenswert!
Rätselhafte Leere
Dienstag, 26. Januar 2010Manche merkwürdigen Dinge verbergen sich ausgerechnet dort, wo man sie am wenigsten vermutet. So hat mir das praktische, im Betriebssystem „Windows” für den komfortablen Zugriff auf die über die Tastatur nicht ohne weiteres erreichbaren Symbole integrierte und „Zeichentabelle” benannte Hilfsmittel kürzlich ein „Dauerleerzeichen” präsentiert und mich mit diesem äußerst nachdenklich gestimmt.

Als ein an Typografie sehr Interessierter bin ich mit dem klassischen Leerzeichen recht gut vertraut und schätze seine Vorzüge, trägt es doch – besonders wenn in ausreichender Zahl und fachkundig verteilt – nicht unerheblich zur Lesbarkeit des umgebenden Textes bei. Auch sind mir die Gefahren dieses besonderen Zeichens, das ja strenggenommen keines ist, sondern elegant die Abwesenheit eines solchen verkörpert, durchaus bewusst. So sorgt sein Umfeld gelegentlich dafür, dass es sich in der Breite an dieses anpasst, um seinen Teil zum harmonischen Ganzen beizutragen, und manchmal drängeln sich sogar zwei an dem für ein einzelnes vorgesehenen Platz, was nur durch sehr sorgfältige Kontrolle, per Zufall oder gar nicht (!) entdeckt wird.
Habe ich bei den meisten der in der Zeichentabelle vorrätigen Charaktere überhaupt keine Berührungsängste und würde sie daher bedenkenlos in mein Werk übernehmen (falls es zielführend wäre), so hatte ich nicht den Mut, bei dem mir völlig fremden Dauerleerzeichen beherzt zuzugreifen.
Nimmt es etwa die ihm einmal zugewiesene Position auf Dauer ein und zerteilt später ein an dieselbe Stelle rückendes Wort unaufgefordert, skrupellos und sinnentstellend? Wenn ja, wie bekomme ich es wieder weg? Verbreitet es womöglich dauerhafte Leere? Bei den Texten, für die ich verantwortlich zeichne, könnte ich mir dies nun wirklich nicht erlauben, erst recht dann nicht, wenn dieser kritische Vorgang schleichend und zunächst unbemerkt stattfände. Oder verweilt es nur für eine ganz bestimmte Dauer am Ort, um anschließend, noch nicht mal eine Leerstelle hinterlassend, spurlos zu verschwinden? Dies würde das beträchtliche Risiko bergen, dass zwei bis dahin getrennte Worte plötzlich verschmelzen und mir das Dauerleerzeichen ein unerwünschtes Kompositum hinterlässt, was mir selbst bei frei wählbarer Dauer des Verbleibs nicht genehm wäre (allerdings konnte ich bis jetzt nichts einer Zeitsteuerung ähnliches finden). Und: Käme es irgendwann wieder zurück?
Ab und zu probiere ich ja schon gerne etwas Neues, und es hat mir im Finger über der linken Maustaste gejuckt, das Dauerleerzeichen auszuwählen, es unverzagt in meine Arbeit einzubauen und seine Eignung für diese gründlich zu prüfen. In diesem Fall aber habe ich das Wagnis einfach nicht kalkulieren können, so dass ich – wenn auch schweren Herzens – weiterhin mit dem Standard-Leerzeichen vorlieb nehmen und damit wohl vorerst auf die Enträtselung des Dauerleerzeichens verzichten muss.








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