Archiv der Kategorie „Fundsachen”

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Stille Beobachter (36)

Montag, den 9. November 2009

Mülleimer-Verriegelung

Eine ganz tolle Aussicht, die dieser stille Beobachter da hat – darf sich den lieben langen Tag (und wohl auch noch die Nacht) vor dem Rüsselsheimer Stadtkrankenhaus anschauen, was die Leute so wegwerfen, und das obendrein im unangenehmen Herbstwetter. Kein Wunder, dass er nicht sonderlich begeistert dreinschaut!

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Märchenhafte Begegnung

Sonntag, den 8. November 2009

Die Prinzessin auf der Erbse ist seit weit über 150 Jahren gut in das kulturelle Leben eingebettet und erfreut sich dahr nicht nur in unseren Breiten großer Popularität. Nahezu unbekannt hingegen ist ihre entfernte Verwandte, die Prinzessin auf der Gurke – kein Wunder, hält sich diese doch aus bis heute unerklärlichen Gründen fast ausschließlich im Verborgenen auf und ist deswegen äußerst selten anzutreffen.

Die Prinzessin auf der Gurke

Als investigativer Blogger, der für seine anspruchsvolle Leserschaft rund um die Uhr mit Kamera und Notizbuch im Einsatz und immer auf der Suche nach spannenden Themen ist, war ich sowohl überrascht als auch sehr angetan, besagte Prinzessin in einem Supermarkt in Rüsselsheim-Bauschheim erspähen zu können (übrigens genau dort, wo die Kunden mit bildverarbeitender Wägetechnik verwöhnt werden). Leider bot sich selbst für ein kurzes Gespräch mit der recht unauffällig und für diese Jahreszeit denkbar ungeeignet gekleideten Adeligen keine Gelegenheit, so dass ich den Grund ihres Ausritts wohl nie erfahren werde.

Freitagsfrage

Freitag, den 6. November 2009

Als unterhaltsames und hoffentlich erfreuliches Gegenstück zur Sonntagsfrage, die hier zu stellen ich mich nicht im Traume wagen würde, möchte ich meine Leserschaft heute mit einer Freitagsfrage zum Nachdenken anregen und ihr damit auch die Möglichkeit geben, einen attraktiven und in Deutschland nicht offiziell erhältlichen Preis zu gewinnen.

Im Mittelpunkt steht dieses etwa 46 × 52 mm² große und noch nicht einmal 2 g leichte Ding aus weißem und festem, aber noch biegbarem Kunststoff, hier gleich in dreifacher Ausführung zu sehen:

Freitagsfrage

(zum Vergrößern anklicken)

Welchem Zweck dient dieses Teil?

Wer als erste(r) einen Kommentar mit der richtigen Lösung sowie einer funktionierenden E-Mail-Adresse hinterlässt, bekommt ein Mini-Notizbuch im Format A8 von Presign frei Haus.

Stille Beobachter (35)

Montag, den 2. November 2009

Hochhaus-Fassade in Marburg (Lahn)

Einen sehr guten Blick auf den herbstlich gefärbten Wald in seiner unmittelbaren Nähe hat dieser mehrere Meter große stille Beobachter an der Fassade eines Hochhauses im Süden von Marburg an der Lahn, und so wie er sich freut, scheint ihm diese Aussicht zu gefallen.

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Schmetterbretter

Sonntag, den 1. November 2009

Kleinholz in spe am Rande eines Taekwondo-Turniers in Marburg (Lahn)

Kleinholz in spe am Rande eines Taekwondo-Turniers in Marburg (Lahn)

Stille Beobachter (34)

Sonntag, den 20. September 2009

Beschlag an der Rückseite eines Bilderrahmens

Hat der mich jetzt vielleicht erschreckt! Da will man am Sonntagabend noch schnell ein Bild aufhängen, wühlt im Rahmen-Fundus, dreht ein vielleicht passendes Modell um – und starrt plötzlich in zwei hohle Augen! Und erst die scharfen, spitzen Zähne in diesem kantigen Metallschädel … Diese Kerle lauern aber auch wirklich überall.

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Was macht eigentlich …

Sonntag, den 20. September 2009

… der metallene Greifvogel, der hier vor gut einem Jahr klappernd zuschnappen durfte?

Greifvogel

Die meisten werden sicher denken, „was wohl, der steht immer noch da und hält eine Tür auf”, aber weit gefehlt: Sein Revier wurde gründlich umgebaut und er dabei freigesetzt, doch als Jäger und Sammler konnte ich ihn nebst seinem steinernen Nest retten.

Greifvogel

So steht er nun bei mir zuhause als – ja, als was eigentlich? Als Briefbeschwerer ist er mir zu groß (selbst wenn er diese verantwortungsvolle Aufgabe mit einem Abfluggewicht von 3,8 kg hervorragend meistern würde) und eine Tür zum Aufhalten kann ich ihm auch nicht anbieten, aber trennen möchte ich mich von ihm trotzdem nicht.

Bunte Beschallung

Donnerstag, den 10. September 2009

Radio DC011 von DeWALT in Colijnsplaat (Niederlande)

Dieser farbenfrohe, von der Sommersonne bestrahlte Baustellen-Blaster in ebensolchem Umfeld kam mir in dem kleinen Dorf Colijnsplaat an der niederländischen Nordseeküste vor die Linse und war mir viel zu schön, als dass ich auf ein HDR-Foto hätte verzichten können. Der Apparat versorgte einen Handwerker, der die geklinkerte Fassade des ehemaligen Gemeindehauses, eines der ältesten Häuser im Ort, fachkundig renovierte, mit der Musik eines lokalen Senders. – Bei dem Radio handelt es sich übrigens um das zusätzlich als Akku-Ladegerät verwendbare Modell DC011 von DeWALT, Entwickler und Hersteller von Elektrowerkzeugen für die Industrie.

Kurz notiert

Mittwoch, den 9. September 2009

Notizbuch „Kompagnon” von Brunnen

Das Angebot englischsprachiger Blogs zu Notizbüchern ist umfangreich, doch das deutsche immer noch recht überschaubar. Ein kürzlich entdecktes und (wie ich finde) lesens- und beobachtenswertes Weblog zu diesem Thema ist das Notizbuchblog, das sich seit einem knappen halben Jahr auf vielfältige und interessante Weise mit den kleinen, nicht immer schwarzen Dingern sowie deren Drumherum beschäftigt. Mir gefällt dabei auch, dass sich der Autor nicht auf die reine Darstellung des Angebots beschränkt, sondern wie z. B. in „Schriftlichkeit hilft” auch mal über den Notizbuchrand hinausschaut. Empfehlenswert!

Flohmarkt-Fund

Montag, den 7. September 2009

Auch wenn ich bei mechanischen Bleistiften die Modelle mit Feinmine und Druckmechanik bevorzuge, so bin ich doch anderen Varianten längst nicht abgeneigt. Dieser Drehbleistift unbekannten Fabrikats kam mir auf einem Flohmarkt im niederländischen Middelburg unter die Augen und gleich in die Tasche, da mich seine Gestaltung, sein sehr guter Zustand und der attraktive Preis sehr angesprochen haben.

Flohmarkt-Fund

Er ist 86 mm kurz, 10 mm dick, gut 11 g leicht und arbeitet mit 1,18-mm-Minen, die durch Drehen der metallenen Spitze transportiert werden. Seine geringe Länge lässt vermuten, dass er für den mobilen Gebrauch gedacht war. Wie „Mechanical pencil lead diameters” bei pencil talk informiert, waren Minen dieses Durchmessers bis in die 60er Jahre der Standard und kommen auch heute noch zum Einsatz.

Flohmarkt-Fund

Lediglich 26 mm der Mine passen in das Vorderteil und werden in diesem durch eine 3,5 mm lange, geschlitzte Hülse aus weichem Blech gehalten. Dies erscheint mir sehr wenig, und so kann ich trotz gründlicher Reinigung einen Defekt nicht ganz ausschließen. – Die Befüllung des Stifts findet von vorne statt.

Flohmarkt-Fund

Der Drehbleistift wurde zusammen mit einem unvollständig gefüllten Pappröhrchen Minen des englischen Herstellers Platignum verkauft; diese haben den für den Stift notwendigen Durchmesser.

Flohmarkt-Fund

Bei dem Material des in dunkelrot und braun marmorierten Korpus mit einer Wandstärke von etwa 2,5 mm und ohne jede erkennbare Markierung könnte es sich um Bakelit handeln. – Ein gut sitzender Schraubdeckel aus Metall verschließt den für Reserveminen gedachten Hohlraum des Stifts.

Flohmarkt-Fund

Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie alt diese Schreibutensilien sind. Kann vielleicht meine geschätzte Leserschaft etwas dazu sagen?

Nachtrag vom 8.9.09: Ein kundiges Mitglied des Fountain Pen Network geht davon aus, dass dieser Drehbleistift aus Galalith, einem halbsynthetischen Werkstoff auf der Basis von entfettetem Casein, gefertigt wurde. Angesichts des einfachen Aufbaus und der großen Wandstärke kämen auch kleinere Werkstätten, die derartiges ab 1910 fertigen konnten, als Hersteller des Stifts in Frage. – Danke an Thomas für diese Informationen!