STAEDTLER Mars Impulsograph № 8390

Den STAEDTLER Mars Impul­so­graph zum maschi­nen­les­ba­ren Mar­kie­ren gab es als holz­ge­fass­ten Blei­stift und als Mine für den Fall­mi­nen­stift. Letz­tere sei hier kurz vor­ge­stellt1.

STAEDTLER Mars Impulsograph № 8390

Diese Minen kamen 1959 auf den Markt, und da 1967 ein neues Num­mern­sys­tem ein­ge­führt wurde, gehe ich davon aus, dass das Etui um die 60 Jahre alt ist. – Die Kunst­stoff­ver­pa­ckung ist die bei STAEDTLER für Fall­mi­nen des Mars-Sortiments übli­che; ledig­lich das Eti­kett auf dem Ver­schluss infor­miert über den Inhalt2. Die Gestal­tung des Schrift­zugs „Impul­so­graph“ gefällt mir sehr gut.

STAEDTLER Mars Impulsograph № 8390

Die Minen sind 2 mm dick, 128 mm lang und leicht gerif­felt, was den Halt in der Klemm­zange ver­bes­sert. Sie tra­gen die Kenn­zeich­nung „STAEDTLER MARS-IMPULSOGRAPH GERMANY“ und haben am Ende die „Zwing­chen“ genannte Metall­hülse3, die ver­hin­dert, dass die Mine bei geöff­ne­ter Klemm­zange her­aus­fällt4.

STAEDTLER Mars Impulsograph № 8390

Der sub­jek­tive Här­te­grad der Mine ent­spricht etwa dem des STAEDTLER Mars Lumo­graph 2B, womit sie här­ter ist als die im STAEDTLER Mars Impul­so­graph 108 70. Sie hat eine sau­bere Abgabe und lässt sich sehr gut radie­ren5, glei­tet aber nicht so leicht wie der Lumo­graph 2B. Dies, die sehr gute Radier­bar­keit und die ange­strebte Ver­wen­dung las­sen mich ver­mu­ten, dass die Mine nicht imprä­gniert ist, denn eine Imprä­gnie­rung würde die für die Zei­chen­lo­chung not­wen­dige Leit­fä­hig­keit verringern.

Danke an Matt für die­ses inter­es­sante und schöne Stück Bleistiftgeschichte!

  1. Neben dem hier gezeig­ten Etui mit zwölf Minen gab es auch eines mit sechs; die­ses hatte die Arti­kel­num­mer 8392.
  2. Auf der ange­wand­ten Seite fin­det sich das gene­ri­sche, unter „Rück­seite“ gezeigte Eti­kett.
  3. Zunächst war diese Hülse fest ange­bracht, doch spä­ter ließ sie sich abzie­hen, so dass die Minen auch in andere Minen­hal­ter pass­ten. – Das Zwing­chen gab es bis 1991. Es wurde abge­schafft, weil es in der obe­ren Öff­nung der Klem­mung eini­ger ande­rer Fall­mi­nen­stifte hän­gen blieb.
  4. Siehe dazu auch „Kunst und Tech­nik“.
  5. Getes­tet mit dem Tom­bow Mono und dem SEED Radar.

4 Kommentare zu „STAEDTLER Mars Impulsograph № 8390“

  1. Hallo Gun­ther,
    ich freue mich immer wie­der über den Abwechs­lungs­reich­tum Dei­ner Bei­träge – ein­mal kurzweilig-bunt, dann wie­der fachlich-interessant. Bei der Lek­türe die­ses Bei­trags ist mir wie­der eine Frage ein­ge­fal­len, auf die ich schon seit eini­ger Zeit eine Ant­wort suche. Wäh­rend die dicke­ren Fall­mi­nen, wenn ich rich­tig infor­miert bin, wie klas­si­sche Blei­stift­mi­nen aus Gra­phit und Ton gebrannt wer­den, kommt bei den dün­ne­ren Druck­blei­stift­mi­nen wohl ein Polymer-Bindemittel zum Ein­satz, das syn­the­ti­schen oder natür­li­chen Ursprungs sein kann. Staedtler ver­wen­det mei­nes Wis­sens ein natür­li­ches (ich nutze sehr gerne die „Mars micro car­bon“ in HB, ein tolle Mine). Aber um wel­ches Mate­rial han­delt es sich hier? Ich habe mal irgendwo auf­ge­schnappt, dass es sich um Lignin oder Cel­lu­lose han­deln könnte.
    Viele Grüße
    Kai

  2. Hallo Kai,
    danke für deine lie­ben Worte, die mich freuen und moti­vie­ren! – Was das Bin­de­mit­tel der STAEDTLER Mars micro car­bon angeht, so kann ich nur auf die­sen Kom­men­tar bei pen­cil talk hin­wei­sen, in dem von Cel­lu­lose die Rede ist. Da wüsste ich auch gerne mehr!
    Viele Grüße,
    Gunther

  3. Hallo Gun­ther
    das ist inter­es­sant. Der Kom­men­tar ist zwar offen­bar vor­über­ge­hend nicht erreich­bar. Aber trotz­dem danke für die Infor­ma­tion. Ich habe auch noch ein­mal recher­chiert und im Waren­kun­de­hand­buch von Faber-Castell den Hin­weis gefun­den, dass neben Kunst­stof­fen Lignin ver­wen­det wird. Offen­bar kom­men je nach Her­stel­ler bzw. Pro­dukt beide natür­li­chen Mate­ria­lien zum Einsatz.
    Viele Grüße
    Kai

  4. Hallo Kai,
    inzwi­schen ist der Kom­men­tar wie­der erreich­bar, aber lei­der nicht das darin ver­linkte Dokument.
    Danke für den Hin­weis auf das Waren­kun­de­hand­buch von Faber-Castell! Zu den Fein­mi­nen Mars micro car­bon 255 schreibt STAEDTLER: „PVC-freies Her­stell­ver­fah­ren – über 90% Roh­stoffe auf Basis nach­wach­sen­der natür­li­cher Res­sour­cen“; dies könnte für Cel­lu­lose, aber auch für Lignin sprechen.
    Ein span­nen­des Thema!
    Viele Grüße,
    Gunther

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