Archiv des Stichworts „Bücher”

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Fachliteratur

Donnerstag, 19. April 2012

Fachliteratur

Kürzlich erschienen: „How To Sharpen Pencils” von David Rees.

Schreibhärte M

Mittwoch, 14. März 2012

Dachte ich bisher, mit den Härtegraden vertraut zu sein, so hat mich das Lehrbuch „Tech­nisches Zeichnen im Technikunterricht” von Ulrich Lange (rotring-Werke/Verlag Julius Klink­hardt 1975) eines anderen belehrt.

Schreibhärte M

Die Schreibhärte M ist mir bis jetzt noch nicht begegnet. Kann meine geschätzte Leser­schaft etwas zu diesem Härtegrad sagen?

Spitzen-Idee

Mittwoch, 15. Februar 2012

Seit es den Bleistift gibt, haben sich kreative Köpfe mit seiner Verbesserung beschäftigt, doch nicht alle Ideen konnten sich durchsetzen. Vermutlich nicht über das Konzept hinaus kam diese Idee eines Schreibstifthalters, gezeigt in dem Buch „Blei­stifte, Farbstifte, far­bige Kreiden und Pastellstifte, Aquarell­farben, Tusche und ihre Herstel­lung nach bewähr­ten Ver­fahren” von August Buchwald, erschienen 1904 in A. Hartleben’s Verlag1.

Spitzen-Idee

Schreibstifthalter mit kurzen auswechselbaren Minenstücken von Rudolph Spear in Nürnberg.
Dieser Stift sucht die gewöhnlichen Übelstände der nicht genügenden Befesti­gung der Minen in der Weise zu vermeiden, daß gegen das hintere Ende des in die Gebrauchslage gebrachten Minenstückes ein am Halter befestigter Zapfen drückt, der mit seiner Spitze in eine entsprechende Höhlung des hinteren Minenendes eingreift. Selbstverständlich kann sich die Höhlung auch am vor­deren Zapfenende befinden, in welchem Fall das entsprechend gestaltete hintere Minenende in die Höhlung des Zapfens eingreift. In einem wie im anderen Fall wird hierdurch ein genaues Zentrieren des Minenstückes am Vor­derende des Halters und eine feste Verbindung desselben mit dem letzteren erzielt, so daß das lästige Wackeln des Minenstückes mit Sicherheit vermieden ist. Der neue Schreibstifthalter in in Fig. 95 und 96 in einer Ausführungsform veranschaulicht. Der Halter besteht in der Hauptsache aus zwei Teilen, dem etwa die Stärke des Bleistifts aufweisenden Unterteil a, welcher an seinem obe­ren Ende einen schwächeren Zapfen b trägt, und einer über diesen Zapfen zu steckenden, durch Reibung oder gegebenenfalls mit Hilfe mechanischer Ver­schlußvorrichtungen festgehaltenen Kapsel c. Die letztere ist am vorderen Ende mit einer Öffnung d versehen, welche so gestaltet und bemessen ist, daß der von unten in dieselbe eingedrückte Bleistift allseitig fest umschlossen wird. Das Einführen des in der Zeichnung in der Gebrauchsstellung gezeichneten Blei­stiftes e in den Halter geschieht nun in der …

Hier hat man zunächst den Eindruck, als ginge es dem Erfinder in erster Linie um eine fri­sche Spitze, und fühlt sich an den Perpetual Pencil und den Yoropen erinnert. Die Be­schreibung indes macht deutlich, dass der Aufwand hauptsächlich dem sicheren Halt der Mine gilt.

Spitzen-Idee

Fig. 95.
Schreibstift mit einer Spitze, die in eine entsprechende Vertiefung des Zapfens greift. (Schnitt.)

Fig. 96.
Schreibstift mit Höhlung, in die das entsprechend ugespitzte Ende des Zapfens tritt.

Spitzen-Idee

… Weise, daß der Schreibstift mit der Spitze (Schreibseite) nach unten in die zu diesem Zweck abgenommene Kapsel c eingeworfen und letztere sodann auf den Zapfen b aufgesteckt wird, so daß sie mit ihrem unteren Rand c1 auf dem Unterteil aufsitzt. Die Länge des Zapfens b ist so bemessen, daß beim Aufste­cken der Kapsel der Schreibstift mit einem gewissen Druck durch die Öffnung d hindurch geschoben wird, daß er um ein gewisses, für den Gebrauch geeig­netes Maß aus der Spitze hervortritt. Um nun die Festigkeit der Verbindung zu erhöhen, ist der Schreibstift an seiner unteren Seite mit einer kleinen Höhlung, in die das entsprechend zugespitzte Ende des Zapfens tritt, oder aber mit einer Spitze, die in eine entsprechende Vertiefung des Zapfens greift, versehen. Zum übrigen können natürlich die einzelnene Teile des beschriebenen Halters auch eine von der Zeichnung abweichende und dem jeweiligen Bedürfnis entspre­chende Form und Größe erhalten.
Die bei dem neuen Halter als Schreibstift verwendeten Minenstücke können entweder in einem besonderen Behälter beigegeben oder aber, wie in Fig. 95 angenommen, in den Hohlraum des ausgebohrten Halterteiles untergebracht werden.

Wie schon beim im selben Buch beschriebenen Drehbleistift fehlt leider jedes Detail zur technischen Umsetzung dieser Idee, und ich bezweifle, dass sie sich als alltagstauglich er­wiesen hätte. Interessant anzuschauen ist sie jedoch allemal!

  1. Da der Titel inzwischen gemeinfrei ist, gibt es die drei gezeigten Seiten hier als PDF.

LYRA 1906

Freitag, 10. Februar 2012

Aus der „Gedenkschrift anläßlich des 100jähr. Bestehens der LYRA-Bleistiftfabrik Nürnberg” (1906): Der Blick auf das Werk im Jubiläumsjahr.

LYRA 1906

LYRA 1906

LYRA 1906

LYRA 1906

LYRA 1906

LYRA 1906

The Catalogue of American Mechanical Pencils

Donnerstag, 20. Oktober 2011

Das Buch „The Catalogue of American Mechanical Pencils” ist nun erschienen und erhältlich. Der Preis in US-Dollar inklusive Versand beträgt 42,94 (USA), 53,94 (Deutschland und UK) und 49,65 (Kanada); wer außerdem die CD mit den Fotos des Buches möchte, legt 7,95 US-Dollar drauf. Bezahlt werden kann per Scheck oder PayPal (die Kontaktdaten des Au­tors finden sich auf seiner Website). – Nein, ich bekomme keine Provision, sondern unter­stütze bleistiftige Aktivitäten ganz uneigennützig.

Schmuckstück

Sonntag, 25. September 2011

Aus der „Gedenkschrift anläßlich des 100jähr. Bestehens der LYRA-Bleistiftfabrik Nürnberg” (1906): Die etwa 48 × 56 mm große Jugendstil-Illustration am Ende des Kapitels „Ein Gang durch die LYRA-Bleistiftfabrik”.

Schmuckstück

Der amerikanische Druckbleistift

Dienstag, 20. September 2011

Sammler aufgepasst: Jonathan A. Veley, der Betreiber des Mechanical Pencil Museum, hat die Veröffentlichung seines Buches „The Catalogue of American Mechanical Pencils” ange­kündigt. Neben dem Buch, das im November auf den Markt kommen und 39,95 USD kos­ten soll, gibt es noch einen Foto-Ergänzungsband, eine CD- sowie eine eBook-Version; eine Leseprobe ist verfügbar. – Danke an Dave von Dave’s Mechanical Pencils für den Hinweis!

Drehbleistift (2)

Donnerstag, 25. August 2011

Als August Buchwald in seinem Buch mit dem ausführlichen Titel „Blei­stifte, Farbstifte, far­bige Kreiden und Pastellstifte, Aquarell­farben, Tusche und ihre Herstel­lung nach bewähr­ten Verfahren” (1904) das Konzept eines Drehbleistifts beschrieb, beließ er es nicht bei der einfachsten Variante, sondern stellte noch weitere Bauformen vor.

Drehbleistift (2)

Bei einer anderen Ausführungsform ist das vordere Ende, ein Kopf, lösbar mit dem Stiel verbunden; entweder ist es aufgeschraubt, oder es ist der Kopf mit einem Konus versehen, welcher in eine entsprechende Bohrung des Stieles eingesteckt ist. Auch kann, im Fall die Graphiteinlage kurz abgebrochen ist, das Anschneiden mit dem Messer überflüssig werden, wenn man bei einer weiteren Ausführungsform die Befestigung zwischen Kopf und Stiel löst und die Einlage von hinten durch den Kopf herausschraubt.

Diese Ausführung löst gleich mehrere Probleme, die beim Gebrauch der ersten auftreten können, doch es geht noch weiter.

Drehbleistift (2)

Einsatz für den Halter. – Spitze frei auf das Ende des Halters aufgesetzt.

Drehbleistift (2)

Verschiedene Ausführungsformen.

Es soll weiter das Anfassen der Graphitseele ohne Anwendung einer beson­deren Mutter dadurch vermieden werden, daß die Spitze des Halters selbst drehbar ist und mit einem unrunden Loch eine unrunde Graphitseele aufnimmt, welche in einem Gewinde des Halters liegt, so daß bei Drehung der Spitze die Graphitseele mitgedreht und in dem Gewinde der runden Halterbohrung vor­geschoben wird.

Die unrunde Graphitseele mit Außengewinde sitzt jetzt also mittels Formschluss verdreh­sicher in der Spitze, schiebt sich aber bei Verdrehung im Halter durch dieselbe.

Drehbleistift (2)

Befestigungsart der Spitze.

Drehbleistift (2)

Längsschnitt mit abgenommender Spitze. – Ansicht des gebrauchsfertigen Bleistiftes.

In den Abbildungen sind mehrere Ausführungformen dargestellt: Fig. 98 ist ein Längsschnitt mit abgenommender Spitze; Fig. 99 zeigt einen Einsatz für den Halter einzeln; Fig. 100 ist eine Ansicht des gebrauchsfähigen Bleistiftes;

Hier hat Buchwald offenbar die Abbildungsnummern vertauscht, denn Fig. 98 zeigt den Einsatz und Fig. 99 den Längsschnitt.

Fig. 101 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Spitze frei auf das Ende des Halters aufgesetzt wird; Fig. 102–105 zeigen weitere Ausführungsformen; Fig. 103 veranschaulicht eine Befestigungsart der Spitze.

Drehbleistift (2)

Der Halter A ist mit Schraubengewinde versehen, welches entweder direkt im Halter, Fig. 101, oder in einem in demselben angeordneten Einsatz A1 (Fig. 104) angebracht sein kann. Der Einsatz kann eine beliebige Konstruktion haben und besteht beispielsweise aus einem bei A4 geschlitzten Rohr A3 (Fig. 98 und 99), welche eine bequeme Entfernung der Graphiteinlage gestattet, wenn dieselbe im Halterinneren zerbricht. Die Graphiteinlage ist in jedem Fall unrund und ebenso ist die Bohrung B3 der Spitze B entsprechend unrund und ohne Innengewinde. Es ist ersichtlich, daß infolgedessen durch Drehung der lose aufgesetzten Spitze die Graphitseele mitdreht und in dem Gewinde des Halters vorgeschoben werden kann. Bei der Ausführungsform nach Fig. 101 ist der Halter von einer dünnen Hülse D2 umgeben, auf welcher die Spitze D3 auf­gesetzt ist. Zum Verschieben der Einlage kann hierbei entweder der Halter mit der Hülse mittels des Griffes D4 oder es kann auch die Spitze D3 gedreht wer­den. Bei der Ausführungsform nach Fig. 100 ist das Ende des Halters A ge­schlitzt, so daß die aufgesetzte Spitze federnd gehalten wird. In der Spitze sitzt eine Sackung D5, welche die Graphiteinlage mit starker Reibung erfaßt. Fig. 102 zeigt die Spitze mit der Packung auf dem Halter.
Fig. 103 veranschaulicht eine Befestigungsart für die Spitze. Die Spitze besitzt innen eine Nase C4, mittels welcher sie in einer Längsnut C2 des Halters auf­geschoben werden und dann durch Drehung in der Ringnut C3 gesichert wird.

Die Beschreibung der Varianten ist nicht sofort zu durchschauen; hier eine Übersicht der Details:

  • Die Mine lässt sich über die lösbare Spitze drehen.
  • Das geschlitzte Ende des Halters (Fig. 98 und 99) erleichtert die Entnahme von Minen­resten.
  • Der Halters ist geschlitzt und hält die Spitze durch Kraftschluss (Buchwald verweist hier auf Fig. 100, doch dort kann ich keinen Schlitz erkennen).
  • Die Spitze sitzt nicht auf dem Halter, sondern auf einer Hülse, die den Halter umschließt (Fig. 101). Das Ende ist zur leichteren Drehbarkeit gerändelt.
  • Die Spitze hält die Mine nicht durch Formschluss, sondern mit starker Reibung (Fig. 102). Wie sich dann aber die Mine nach vorne durchschieben soll, ist mir unklar.
  • Durch eine Nase an ihrem rückwärtigen Ende sitzt die Spitze in einer Nut im Halters, ist aber drehbar (Fig. 103).
  • Das Gewinde befindet sich nicht im Halter, sondern in einem Einsatz nahe der Spitze (Fig. 104).
  • Die Spitze ist aufgeschraubt (Fig. 104), doch dazu lässt sich Buchwald nicht aus.

Diese Konstruktionen mögen zunächst reizvoll wirken, haben jedoch das Problem der nicht unerheblichen mechanischen Beanspruchung der Mine, die wohl hauptsächlich zu Graphit­staub, durch die Torsionslast aber auch zum Bruch geführt hätte. – Interessant zu sehen wäre nun, wer diese Ideen aufgegriffen hat und wie sie weiterentwickelt wurden.


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