Archiv des Stichworts „Bücher”

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Schönschreiben

Freitag, 10. August 2012

Schrift fasziniert mich, und auch Beschreibendes übt großen Reiz auf mich aus. In diesem 50 Jahre alten Übungsbuch für das Beschriften technischer Zeichnungen findet sich bei­des.

Schönschreiben

„Lessons in Lettering” von Thomas E. French1 und William D. Turnbull, erschienen 1952 bei McGraw-Hill, dient dem Selbststudium des Fonts „Vertical Single Stroke Commercial Gothic”.

Schönschreiben

Einer kurzen Einführung folgen die charakteristischen Details der Schrift und die Vorge­hensweise beim Erlernen. Auch der Bleistift kommt nicht zu kurz:

Sharpen an F drawing pencil to a long conical point, cutting the wood away with a pen knife and rubbing the lead on a sandpaper pad. For these large let­ters the pencil should have a rather blunt rounded point on the lead. Hold the pencil with the end of the forefinger about an inch from the point, keeping the muscles relaxed and comfortable.

Auf Feder und Tusche sowie Hilfsmittel zum Linieren wird ebenfalls eingegangen.

Schönschreiben

Knapp die Hälfte der 40 Seiten sind Übungsblätter; dazwischen gibt es typografische De­tails.

Schönschreiben

Etwas kniffliger wird es beim Beschriften isometrischer Darstellungen.

Schönschreiben

Komplette Zeichnungen, zu denen auch ein Liniendiagramm und eine Landkarte gehören, machen den Abschluss.

Schönschreiben

Schönschreiben

Die dritte Umschlagseite bietet eine Übersicht des Fonts.

Schönschreiben

Dass dieses Büchlein in mehrfacher Hinsicht überholt ist, macht es für mich noch anspre­chender. – Band 2 befasst sich mit dem Font „Inclined Single Stroke Commercial Gothic”.

  1. Thomas E. French ist der Autor des Standardwerks „A Manual of Engineering Drawing For Students and Draftsmen”, das erstmals 1911 erschien.

Spitzen

Dienstag, 7. August 2012

Spitzen

French, Thomas E.; Vierck, Charles J.: Fundamentals of Engineering Drawing. New York: McGraw-Hill, 2. Auflage 1966.

Zeichnung und Zierde

Mittwoch, 18. Juli 2012

Alte Literatur zum technischen Zeichnen finde ich faszinierend. Vor allem ihre Ästhetik und die Details zu den Werkzeugen begeistern mich, aber auch die – im Fall von Lehrbüchern – instruktive Sprache mit ihrer nüchternen Sorgfalt übt großen Reiz auf mich aus.

Zeichnung und Zierde

Manchmal lohnt bereits die Umschlaggestaltung den (oft sehr günstigen) Kauf, so auch beim Titel „Technisches Zeichnen” von Arthur Gruber1. Dieses Design hat etwas, beson­ders die Illustration! – Dazu Verwandtes gibt es unter „Kunst und Konstruktion”.

  1. Gruber, Dipl.-Ing. Arthur: Technisches Zeichnen. Ravensburg: Otto Maier Verlag, 3. Auflage, vermutl. 1940er Jahre.

Wochenend-Lektüre

Samstag, 7. Juli 2012

Wochenend-Lektüre

Wochenend-Lektüre

Wochenend-Lektüre

Nelms, Henning: Thinking with a Pencil. New York: Gramery Publishing Company, 1985. ISBN 0517476789. 347 Seiten mit 692 Illustrationen, Gr. 8°.

Handreichung

Dienstag, 3. Juli 2012

Handreichung

Handreichung

French, Thomas E.: A Manual of Engineering Drawing For Students and Draftsmen. New York und London: McGraw-Hill, 6. Auflage 1941.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Sonntag, 24. Juni 2012

Ich mag kleine Nachschlagewerke, besonders dann, wenn sie alt sind und „Kleines a-b-c …” heißen. Heute daher ein Blick auf und in Hermann Palmers „Kleines a-b-c der Druckerei” aus dem Thebal-Verlag in Stuttgart. – Bilder zum Vergrößern anklicken.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Augenpulver, Bezeichnung für besonders kleine, enggesetzte u. deshalb schwer lesbare Schriftarten.

Charakterzeile ist die Zeile einer Besuchs- (Visiten-) Karte, die Beruf, Stellung od. Rang angibt. Wortkürzungen sollen bei ihr tunlichst vermieden werden.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Eierkuchen, scherzhafte Bezeichnung für einen in- oder durcheinander­geschobenen Satz.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Englische Höhe der Lettern beträgt 62,03 Punkte gegen 62⅔ der deutschen Normalhöhe.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Faktor (lat. Faktor = der Besorgende) nennt man den technischen Leiter einer Druckerei und in Großbetrieben die Vorsteher der einzelnen Zweige im Buch­gewerbe, z. B. Setzerei, Buchdruckerei, Buchbinderei, gleichsam Meister, der auch im allgemeinen die Meisterprüfung abgelegt haben muß.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Hering, beim Buchdrucker die Bezeichnung für Verweis, Rüge, Rüffel.

Kustos, die am Schluß einer rechten Seite meist allein auf dem Ende einer Zeile stehenden Anfangssilben oder Wörter der nächstfolgenden Seite, die den Leser hinüberleiten sollten. Heute nicht mehr üblich.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Landkartenpapier, zum Druck von Landkarten aus besten Faserstoffen her­gestelltes, gut geleimtes Spezialpapier, an das besondere Anforderungen in Bezug auf Dehnbarkeit gestellt werden, da es sich beim Übereinanderdrucken verschiedener Farben, das meist im Steindruck unter starkem Feuchten erfolgt, nicht verziehen darf.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Lay-out, eine aus dem Amerikanischen übernommene Bezeichnung für eine → Anordnungsskizze für einen Druckauftrag.

Lexikon, ein früher übliches Papierformat von 50×65 cm Seitenlänge. Heute ersetzt durch DIN → Papierformate.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Melotypie, Bezeichnung für die satztechnische Herstellung von Musiknoten.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Pachulke, Bezeichnung für den Setzer, der nicht vollständige Satzarbeit liefert, sondern nur Teilsatz herstellt.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Signatur. 1. eine runde oder eckige Einkerbung an der Vorderseite jeder Drucktype. Sie dient zur leichteren Unterscheidung von ähnlichen Schriften gleichen Kegels und ermöglicht dem Setzer, die Typen durch bloßes Abfühlen mit dem Finger in die richtige Stellung im Winkelhaken zu bringen. 2. Signatur des Druckbogens → Norm.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Speck, scherzhafte, aber oft gebräuchliche Bezeichnung für irgendeinen Vorteil (Specksatz, Speckzeile, Speckschiebung für günstiges Manuskript usw.).

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Zeug nennt der Setzer alle Buchstaben, die am Schriftbild oder sonst beschä­digt und zum Druck nicht mehr geeignet sind. Sie werden in der Zeugkiste gesammelt und später eingeschmolzen.

Von Abbreviatur bis Zwischenschlag

Heinrich Palmer: Kleines a-b-c der Druckerei. Mit vier Farbtafeln, Leineneinband. Theba-Ver­lag, Stuttgart, 2. erweiterte Auflage, ohne Jahresangabe (vermutl. 1950er Jahre). 11 × 15 cm, 120 Seiten. – Der Bleistift im ersten Bild ist ein A.W. Faber Goldfaber 1221 HB; die Bleilettern halten das Büchlein offen.

Bleistifte und Nichtigkeiten

Samstag, 16. Juni 2012

Das Magazin „The New Yorker” hat eine sehr lesenswerte Besprechung1 des Buchs „How To Sharpen Pencils” von David Rees: „Pencils and Nothingness”.

Danke an Max für den Hinweis!

  1. Der Autor Mark O’Connell hat auch schon mit David Rees gesprochen: „On Point: David Rees, The Proust of Pencil Sharpeners”.

(low) tech writer

Samstag, 26. Mai 2012

Es ist schon einige Zeit her, dass ich auf den Artikel „General's Semi-Hex 498 2 2/4 … Rea­sons Why #1″ gestoßen bin, doch ich weiß noch, dass er mir gut gefallen hat – so gut, dass ich das Weblog „(low) tech writer” von David Maddalena im Auge behalten habe.

Wie ich später erfuhr, gehört der Artikel über den Bleistift von General zu 50 Essays, in de­nen sich der im Silicon Valley lebende Autor zwischen Januar 2009 und Dezember 2010 mit altmodischen, einfachen und schönen Dingen und Orten auseinandergesetzt hat. Aus die­sen zunächst als Weblog veröffentlichen Texten wurde danach eine Website und im April dieses Jahres ein Buch.

(low) tech writer

In „(low) tech writer” betrachtet David Maddalena u. a. einfache Werkzeuge, Landkarten, Wörterbücher und Selbstgemachtes und spricht mich damit gleich in mehrfacher Hinsicht an. Doch er ist kein Maschinenstürmer – ganz im Gegenteil: Er tritt ein für ein sinnvolles, über­legtes Nebeneinander von alter und neuer Technik und so für eine bewusstere Wahl der Mittel. Seiner Wertschätzung schlichter, dem High-Tech zuweilen überlegener Dinge verleiht er klug und humorvoll Ausdruck und regt zum Nachdenken an.

„(low) tech writer – low tech principles in a high tech world” hat etwa A5-Format, 158 Seiten und enthält zahlreiche Schwarzweiß-Abbildungen sowie einige zuvor nicht veröf­fentlichte Texte. Es ist bei Lulu als Print-on-Demand erschienen und kostet 11,39 Euro.

Danke an Kai für den Hinweis auf das Buch!

Im Bild: Becher von Wächtersbach (alt), Notizbuch „Agenda” (heute „Pocket”) von Leuchtturm1917, Blei­stift STAEDTLER Noris 120 B, Spitzer Faber-Castell Janus 4048 und Radierer Mitsubishi Boxy.


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