Shinwa

Werkzeug

Der japa­ni­sche Her­stel­ler Pilot hat die Typen­be­zeich­nung „2020“ für etli­che Druck­blei­stifte genutzt, ange­fan­gen vom sehr güns­ti­gen Modell aus Kunst­stoff bis hin zum 2020/ST mit Edel­stahl­schaft aus einem Stück (letz­te­ren gab es zudem in zwei Grö­ßen). Alle mir bekann­ten Vari­an­ten hat­ten den „Shaker“-Mechanismus, bei dem die Mine durch kur­zes Schüt­teln des Stifts trans­por­tiert wurde1. Der gezeigte wird auch als 2020 YOUNG bezeich­net und war in min­des­tens sie­ben Far­ben erhält­lich. Diese Aus­füh­rung mit trans­pa­ren­tem Griff­stück spricht mich beson­ders an, da man hier einen Teil der Mecha­nik sieht. – Shinwa ist ein ja­panischer Anbie­ter von Mess­ge­rä­ten, zu des­sen Sor­ti­ment auch Blei- und Farb­stifte gehö­ren. Bei die­sem Acryl-Lineal gefal­len mir die Zif­fern, die Hil­fen zum ein­fa­chen Zeich­nen von par­al­le­len Linien und die sehr gute Verarbeitung.

  1. Die Typen­be­zei­chung „2020“ hat einen beson­de­ren Hin­ter­grund: Im Japa­ni­schen kann die Zahl „20“ als „fure“ aus­ge­spro­chen wer­den, ebenso das Verb „schüt­teln“; damit sagt „2020“, was man für den Minen­vor­schub tun muss. – Von Pilot gibt es auch zwei „Shaker“-Modelle mit „Fure Fure“ im Namen, und zwar den Corone (HFC20R) und den Sprin­ter (HFST20R).

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Heute ein kur­zer Blick auf Blei- und Rot­stifte von Shinwa, einem japa­ni­schen Anbie­ter von Messgeräten.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Stifte haben die übli­che Länge von 17,5 cm, den Durch­mes­ser von 7,7 mm und Minen in den Stär­ken 2,5 mm (Blei­stift) bzw. 3 mm (Rot­stift). Neben den eng­li­schen Kennzeich­nungen fin­den sich „工事用鉛筆 PRO“ (etwa „Kon­struk­ti­ons­blei­stift PRO“) sowie das Logo und der Name „シンワ” des Her­stel­lers. Die Tauch­kappe des Blei­stifts trägt „HB“ und die des Rot­stifts „〈赤〉ふつう“, grob über­setzt „Rot nor­mal“. Ich nehme an, dass diese Stifte für den Gebrauch z. B. in der Werk­statt gedacht sind, und so sei das an die 1980er Jahre erin­nernde Design verziehen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Ver­ar­bei­tungs­qua­li­tät der Stifte könnte etwas bes­ser sein. Der dünne Lack hat einige Unre­gel­mä­ßig­kei­ten und an man­chen Kap­pen gibt es rote und blaue Fle­cken; zudem ist ein Rot­stift leicht verzogen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Gespitzt mit dem Kur­bel­spit­zer CARL Decade DE-100 …

Die Qua­li­tät von Holz und Mine ist jedoch erfreu­lich. Beide Stifte machen im Kurbel- und im Hand­spit­zer eine gute Figur, sind recht bruch­fest und haben eine sau­bere Abgabe. Der Blei­stift, des­sen sub­jek­tive Härte etwa der des STAEDTLER Mars Lu­mograph B ent­spricht, glei­tet und schwärzt gut, und der Rot­stift, der wisch­fes­ter ist als der Blei­stift, hat eine or­dentliche Sät­ti­gung und ist ver­gleichs­weise weich. Erwar­tungs­ge­mäß lässt sich nur der Blei­stift radie­ren. – Beim Holz dürfte es sich um Weihrauch-Zeder handeln.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

… und dem Pol­lux von Möbius+Ruppert

Gekauft habe ich diese Stifte beim deut­schen Ver­sen­der Die­ter Schmidt, wo sie im Dreier­pack zu 1,95 Euro (Blei­stift) und 2,45 Euro (Rot­stift) ange­bo­ten wer­den. Den Blei­stift gibt es in H und HB und den Rot­stift in Hart und Mit­tel. – Ver­mut­lich wur­den diese Stifte von einem OEM für Shinwa gefer­tigt, doch wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

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