Archiv des Stichworts „Shinwa”

Werkzeug

Sonntag, 10. Juni 2018

Der japanische Hersteller Pilot hat die Typenbezeichnung „2020″ für etliche Druckbleistifte genutzt, angefangen vom sehr günstigen Modell aus Kunststoff bis hin zum 2020/ST mit Edelstahlschaft aus einem Stück (letzteren gab es zudem in zwei Größen). Alle mir bekann­ten Varianten hatten den „Shaker”-Mechanismus, bei dem die Mine durch kurzes Schütteln des Stifts transportiert wurde1. Der gezeigte wird auch als 2020 YOUNG bezeichnet und war in mindestens sieben Farben erhältlich. Diese Ausführung mit transparentem Griffstück spricht mich besonders an, da man hier einen Teil der Mechanik sieht. – Shinwa ist ein ja­panischer Anbieter von Messgeräten, zu dessen Sortiment auch Blei- und Farbstifte gehö­ren. Bei diesem Acryl-Lineal gefallen mir die Ziffern, die Hilfen zum einfachen Zeichnen von parallelen Linien und die sehr gute Verarbeitung.

  1. Die Typenbezeichung „2020″ hat einen besonderen Hintergrund: Im Japanischen kann die Zahl „20″ als „fure” ausgesprochen werden, ebenso das Verb „schütteln”; damit sagt „2020″, was man für den Minenvorschub tun muss. – Von Pilot gibt es auch zwei „Shaker”-Modelle mit „Fure Fure” im Namen, und zwar den Corone (HFC20R) und den Sprinter (HFST20R).

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Sonntag, 24. September 2017

Heute ein kurzer Blick auf Blei- und Rotstifte von Shinwa, einem japanischen Anbieter von Messgeräten.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Stifte haben die übliche Länge von 17,5 cm, den Durchmesser von 7,7 mm und Minen in den Stärken 2,5 mm (Bleistift) bzw. 3 mm (Rotstift). Neben den englischen Kennzeich­nungen finden sich „工事用鉛筆 PRO” (etwa „Konstruktionsbleistift PRO”) sowie das Logo und der Name „シンワ” des Herstellers. Die Tauchkappe des Bleistifts trägt „HB” und die des Rotstifts „〈赤〉ふつう”, grob übersetzt „Rot normal”. Ich nehme an, dass diese Stifte für den Gebrauch z. B. in der Werkstatt gedacht sind, und so sei das an die 1980er Jahre erin­nernde Design verziehen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Die Verarbeitungsqualität der Stifte könnte etwas besser sein. Der dünne Lack hat einige Unregelmäßigkeiten und an manchen Kappen gibt es rote und blaue Flecken; zudem ist ein Rotstift leicht verzogen.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

Gespitzt mit dem Kurbelspitzer CARL Decade DE-100 …

Die Qualität von Holz und Mine ist jedoch erfreulich. Beide Stifte machen im Kurbel- und im Handspitzer eine gute Figur, sind recht bruchfest und haben eine saubere Abgabe. Der Bleistift, dessen subjektive Härte etwa der des STAEDTLER Mars Lu­mograph B entspricht, gleitet und schwärzt gut, und der Rotstift, der wischfester ist als der Bleistift, hat eine or­dentliche Sättigung und ist vergleichsweise weich. Erwartungsgemäß lässt sich nur der Blei­stift radieren. – Beim Holz dürfte es sich um Weihrauch-Zeder handeln.

Blei- und Rotstifte von Shinwa

… und dem Pollux von Möbius+Ruppert

Gekauft habe ich diese Stifte beim deutschen Versender Dieter Schmidt, wo sie im Dreier­pack zu 1,95 Euro (Bleistift) und 2,45 Euro (Rotstift) angeboten werden. Den Bleistift gibt es in H und HB und den Rotstift in Hart und Mittel. – Vermutlich wurden diese Stifte von einem OEM für Shinwa gefertigt, doch wer das ist, konnte ich nicht herausfinden.

Blei- und Rotstifte von Shinwa


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