Monatsarchiv für Dezember 2009

Neuere Beiträge 

Graphitperipherie

Freitag, 4. Dezember 2009

Aus unerfindlichen Gründen steht mir der Sinn zurzeit nach Paraphernalien, und so kommt hier ein gleichermaßen nützlicher wie dekorativer Gegenstand, der mich schon eine ganze Weile täglich sowohl informiert als auch erfreut.

Wand-Thermometer von STAEDTLER

Dieser Artikel, eine 208 × 80 mm große Halterung mit einem 70 mm langen Thermometer für den Messbereich von –5 bis +40 °C und einer Öse zum Aufhängen, warb in den 1950er Jahren für STAEDTLER im Allgemeinen und die in blau gehaltenen Spitzenprodukte der Reihe MARS LUMOGRAPH, die mit dem holzgefassten Bleistift 2886 und dem Fallminenstift TECHNICO vertreten waren, im Besonderen.

Nachtrag vom 2.6.18: Die hier gezeigte Variante des Mars-Kopfes wurde von 1957 bis 1963 genutzt.

Rüssel und Radierer (2)

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Ohne die am Rüssel an den Haaren herbeigezogene Kombination allzu sehr strapazieren zu wollen: Diese zwei sind viel zu attraktiv, als dass man ihnen den Auftritt verwehren könnte.

Radierer von STAEDTLER

Gut gelaunt, leichtfüßig und farbenfroh im Stil der frühen Achtziger präsentierte sich dieser großohrige Geselle aus dem traditionsreichen Zoo Hause STAEDTLER. Zweifellos hat er sich in Kinderhänden am wohlsten gefühlt und mit seinen schlanken 33 × 23 × 9 mm selbst im kleinsten Mäppchen Platz gefunden.

Reklamemarke von Ferd. Marx & Co.

Ungleich ernster, ja fast bedrohlich trat gut 80 Jahre zuvor das Markentier des Herstellers Ferd. Marx & Co. aus Hannover auf, um mit Aufsehen erregender Silhouette vor karger Gebirgslandschaft für dessen „feinen Weichgummi” zu werben. Der kräftige Dickhäuter war offenbar schon zur damaligen Zeit fest etabliert und vermochte so auch ohne die Nennung seines Halters schwer zu beeindrucken.

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J.S. Staedtler 1919 (3)

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Nach dem Straßenbahn-Patentstift hier nun ein weiterer bemerkenswerter Artikel aus dem Katalog des Jahres 1919 von J.S. Staedtler.

Taschen-Bleistift „Famulus”

Der Taschen-Bleistift „Famulus” war nicht nur vom Namen her ein Helfer, sondern auch mit seiner sehr ungewöhnlichen Ausstattung, denn sein Spitzenschoner war als Schreibfeder ausgeführt. Zur Abdeckung dieser oder (wenn man die Feder nicht nutzte) der Spitze des Bleistifts diente eine Oberkapsel, die zudem in einer Variante mit eingeschraubtem Radierer erhältlich war. Und wie sah dieses Multitalent aus, wenn man alle Teile zusammensteckte?

Taschen-Bleistift „Famulus” (Montage)

Da sich ein solch kostbares Stück leider nicht in meinem Fundus befindet, möchte ich mich mit einer (hoffentlich weitgehend realistischen) Montage behelfen:

Taschen-Bleistift „Famulus” (Montage)

Geht man davon aus, dass der runde und mit silberfarbenem Prägedruck sowie dekorativer Metallkapsel versehene Taschen-Bleistift 8 mm dick war, so ergibt sich eine Gesamtlänge von etwa 13 cm – ein gutes Maß für Hemd- und Jackentasche.

Taschen-Bleistift „Famulus” (Detail)

Zweifellos ein pfiffiger und ansprechender Begleiter, dieser „Famulus”!

 Straßenbahn-Patentstift | J.S. Staedtler 1919 | Umsteckschoner 

Kunstvolle Kommunikation

Dienstag, 1. Dezember 2009

Das umfangreiche Drumherum des Bleistifts umfasst neben dessen vielfältigem Zubehör und dem Werbematerial wie Anzeigen, Prospekte usw. auch solche Dinge, mit denen man als Endkunde eher seltener zu tun hat. Dazu gehören u. a. Briefbögen der Hersteller; ein historisches und und meinen Augen besonders prächtiges Exemplar kam mir kürzlich unter.

Briefkopf einer Rechnung von A.W. Faber aus dem Jahr 1932

Gut 180 × 85 mm misst diese sehr aufwändige Illustration auf einer Rechnung von A.W. Faber aus dem Jahr 1932 und deckt damit beinahe ein Viertel des A4-Bogens ab. Die Beschriftung des mit einem Messer gespitzten Bleistifts unterhalb der außergewöhnlich detallierten und in Zentralperspektive mit zwei Fluchtpunkten ausgeführten Zeichnung ist goldglänzend gedruckt; hier ein Foto, da der Glanz im Scan nicht zu sehen ist (den zu einer leichten Verzerrung führenden Knick im Papier bitte ich zu entschuldigen):

Briefkopf einer Rechnung von A.W. Faber aus dem Jahr 1932 (Ausschnitt)

Ich weiß leider nicht, welche Techniken bei diesem Briefpapier zum Einsatz kamen, doch das Ergebnis halte ich für äußerst gelungen.

Briefkopf einer Rechnung von A.W. Faber aus dem Jahr 1932 (Ausschnitt)

Eine kleine Kostbarkeit – damals Gebrauchsgrafik und heute fast ein Kunstwerk.

Briefkopf einer Rechnung von A.W. Faber aus dem Jahr 1932 (Ausschnitt)

Danke an Faber-Castell für die Genehmigung zur Reproduktion!

Licht und Farbe (2)

Dienstag, 1. Dezember 2009

Ebenso wie die kürzlich gezeigte bewarb auch diese Anzeige der hier schon mehrfach genannten Vertretung von J.S. STAEDTLER in Hackensack, New Jersey (USA), den Zeichenfarbstift MARS-LUMOCHROM und betonte dabei seine attraktiven Eigenschaften, mit denen er sich selbst heute, ein halbes Jahrhundert danach, wohl immer noch sehen lassen könnte.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Mich verwundert, dass in diesen Anzeigen zwar die sehr gute Radierbarkeit der Farbstifte, nicht jedoch ein dazu passender Radierer beworben wurde.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

Die Gestaltung der Tauchkappe ist der des Bleistifts Noris 120, der wenige Jahre später auf den Markt kommen und diese – besonders deren Bögen – als eines seiner Markenzeichen tragen sollte, recht ähnlich.

Anzeige der J.S. STAEDTLER Inc.

 Mars vs. Mars | Alte Anzeigen von STAEDTLER | Gestaltungsmittel 


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