Bleistifthölzer (3)

Nach einer klei­nen Über­sicht der heute am häu­figs­ten genutz­ten Blei­stift­höl­zer und dem Blick in deren Geschichte heute zwei weitere.

Bleistifthölzer (3)

Für den ursprüng­lich aus Jel­utong gefer­tig­ten STABILO GRE­EN­graph kommt schon seit ei­niger Zeit Pap­pel (bot. Popu­lus)1 zum Ein­satz. Sie ist weich, gut spitz­bar und das zur­zeit bil­ligste Blei­stift­holz, und so denke ich, dass wir sie bald häu­fi­ger sehen werden.

Bleistifthölzer (3)

Der indi­sche Her­stel­ler DOMS nutzt nicht nur für den Y1+ das in Nord-Thailand, Sri Lanka und Indien behei­ma­tete Vatta (auch Kanda, Kenda oder Chandada, bot. Maca­ranga pelta­ta). Es ist dun­kel und hat eine in mei­nen Augen recht inter­es­sante Mase­rung; lei­der lässt es sich nur mäßig gut spit­zen. Im Gegen­satz zur Pap­pel des GRE­EN­graph ist DOMS‘ Vatta nicht FSC-zertifiziert. – Zer­spant hat hier der Pol­lux von Möbius+Ruppert.

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  1. Wel­che Pap­pel­art das ist und wo sie her­kommt, weiß ich lei­der nicht.

4 Kommentare zu „Bleistifthölzer (3)“

  1. Ein tol­ler Beitrag.
    Die Mase­rung des Vatt­a­hol­zes ist sehr schön.
    Pap­pel gefällt mir weni­ger gut. Erklä­ren kann ich mir aber nicht warum, höchs­tens viel­leicht weil Blei­stift­holz eine ähn­li­che Farbe wie die Haut hat, Pap­pel aber nicht wie eine gesunde Haut­farbe aussieht.

  2. Danke! Ja, die Mase­rung des Vatta hat wirk­lich etwas. – Ein inter­es­san­ter Gedanke zur Pap­pel! Mir gefällt die Pap­pel auch nicht, doch die Linde – obwohl noch blas­ser – finde ich reiz­voll (viel­leicht wegen ihrer Bedeu­tung in den frü­hen Jah­ren der Blei­stift­fer­ti­gung in Deutschland).

  3. Poplars/Pappeln (Popu­lus) are often hybrids (cros­ses bet­ween dif­fe­rent spe­cies). So in many cases there is no spe­cies level desi­gna­tion pos­si­ble. The same accounts for Lime/Linde (Tilia). Just a bio­lo­gi­cal complexity :).

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