Monat: August 2017

Pensan Dual Pencil

Nach dem LV-KEV von Tom­bow und „The Edi­tor“ von Caran d’Ache und CWPE hier ein wei­te­rer Graphit/Rot-Stift, näm­lich der Dual Pen­cil des tür­ki­schen Her­stel­lers Pensan.

Pensan Dual Pencil

Der 17,5 mm lange, drei­flä­chige Dual Pen­cil ist 9,5 mm dick1, hat eine 3 mm starke Mine und offene Enden. Neben den übli­chen Kenn­zeich­nun­gen wie die GTIN fin­den sich das Kür­zel „SB“ und der Schrift­zug „FATIH”, die mir beide nichts sagen2.

Pensan Dual Pencil

Gespitzt mit der iPoint Clas­sact von Westcott.

Die sub­jek­tive Härte der Gra­phit­mine ent­spricht etwa der des STAEDTLER Mars Lumo­graph B, und so passt die Angabe des Här­te­grads. Sie schreibt etwas rauh und ist gut radier­bar3. Die rote Mine hat eine für mich ange­nehme Schreib­härte, aber einen leich­ten Blau­stich; wie zu erwar­ten, lässt sie sich nicht so gut radie­ren. Beide Minen haben eine sau­bere Ab­gabe und sind bruch­sta­bil. – Beim Holz tippe ich wegen der Poren und der dunk­len Ein­schlüsse auf Gme­lina.

Pensan Dual Pencil

Die Minen sind zen­trisch und die Ver­lei­mung ist sehr gut, so dass es außer eini­gen Unregel­mäßigkeiten im Lack nichts aus­zu­set­zen gibt. – Der Laden­preis des Dual Pen­cil in der Tür­kei beträgt umge­rech­net etwa 42 Euro-Cent.

Pensan Dual Pencil

Danke an Özgür für seine Hilfe bei der Beschaf­fung des Pensan Dual Pencil!

  1. Durch­mes­ser des Umkrei­ses.
  2. „SB” könnte für das ste­hen, was STAEDTLER als „Sicher­heits­ver­lei­mung“ bezeich­net, näm­lich die Ver­wen­dung zweier unter­schied­li­cher Leime für Holz/Mine und Holz/Holz.
  3. Getes­tet mit dem Tom­bow MONO.

Platinum Carbon Pen

Durch Zufall bin ich auf den Car­bon Pen1 des japa­ni­schen Her­stel­lers Pla­ti­num auf­merk­sam gewor­den. Er ist für die schnell­trock­nende, was­ser­feste Carbon-Tinte aus­ge­legt und hat eine EF-Feder.

Platinum Carbon Pen

Das Design des Car­bon Pen ist typisch für die sog. „desk pens“2, d. h. für die Fül­ler und Ku­gelschreiber, die griff­be­reit in einem Stän­der auf dem Schreib­tisch ste­hen. So ist die Steck­kappe nur ein Behelf mit sehr schlich­tem Design.

Platinum Carbon Pen

Pen­tel Graph­Gear 500 (0,5 mm), Pilot Prera EF, Pla­ti­num Car­bon Pen

Die ver­gol­dete Stahl­fe­der ist etwas fei­ner als die EF-Feder des Pilot Pen­manship3, schreibt aber trotz­dem spür­bar glat­ter. Erwar­tungs­ge­mäß arbei­ten sie und das Tin­ten­leit­sys­tem sehr gut mit der Carbon-Tinte4 zusam­men, und so konnte ich noch keine Anschreibproble­me oder Aus­set­zer bemerken.

Der Car­bon Pen mit einer Patrone5 kos­tet um die 10 Euro und ist mei­ner Ansicht nach je­den Cent wert.

  1. Auch „Car­bon Ink Pen“, Arti­kel­num­mer DP-800S. – Die japa­ni­sche und die Export­va­ri­ante unter­schei­den sich in der Ver­pa­ckung und bei der Bedruckung des Schafts.
  2. Diese Schreib­ge­räte gibt es auch von Pilot und Sailor.
  3. Der Car­bon Pen schreibt sogar senk­recht und hat dann einen gering­fü­gig fei­ne­ren Strich.
  4. Die Tinte ist jedoch nicht ganz so schwarz wie z. B. die Leip­zi­ger Schwarz von Roh­rer & Kling­ner oder die Aurora Black. – Außer in der Patrone gibt es die Carbon-Tinte auch im Glas.
  5. Pfif­fi­ges Detail: Die Kugel, mit der die Patrone ver­schlos­sen ist, wird beim Ein­set­zen hinein­gedrückt. Sie ist dann beweg­lich und durch­mischt die Tinte.

Kurz notiert

  • Das ideale T-Shirt für Bleistift-Fans ist das „Graphi-Tee“, denn es wird mit Gra­phit ge­färbt. Heute wird dafür Abfall­gra­phit aus der Indus­trie genutzt, doch das Fär­ben mit Gra­phit soll bis in die Antike zurück­ge­hen. Das von dem ita­lie­ni­schen Unter­nehmen WRAD gestal­tete und gefer­tigte „Graphi-Tee“ wurde bereits 2017 mit dem red­dot award „best of the best“ aus­ge­zeich­net. – Danke an Wow­ter für den Hinweis!
  • Die Weeks-Variante des Hobo­ni­chi Techo wird es im kom­men­den Jahr zusätz­lich in einer Mega-Ausführung geben, die mehr als drei­mal so viele Blanko-Seiten wie die nor­male bie­tet. Der Ver­kauf des Weeks Mega beginnt am 1. Novem­ber. – Danke an Sola von pen­cils and other things für den Hinweis!
  • Wer sei­nen Hand­spit­zer nobel unter­brin­gen möchte, könnte an die­sem Schatz­käst­chen des japa­ni­schen Anbie­ters Maru­zen Gefal­len fin­den. Wenn ich rich­tig infor­miert bin, ist es bereits für schlappe 200 Euro zu haben.
  • Lei­der sind die her­vor­ra­gen­den Spit­zer von Möbius+Ruppert nicht so leicht erhält­lich, doch wie ich heute erfah­ren konnte, hat der Ver­sen­der tz-bedarf.de gleich meh­rere im Sor­ti­ment, dar­un­ter den Minen­spit­zer Mino­fix, die Gra­nate und den Dosen-Minenspitzer 970. – Danke an Herrn Groß­mann für den Hinweis!

Feine Feder

Als frisch­ge­ba­cke­ner Füllhalter-Nutzer1 bin ich schnell ein Freund fei­ner Federn gewor­den. Nicht nur aus die­sem Grund fiel mir diese Anzeige für den Peli­kano von Peli­kan in der Publi­kation „Schrift und Schrei­ben“, her­aus­ge­ge­ben von den Pelikan-Werken in Han­no­ver, auf2.

Feine Feder

Wie fein die EF des Peli­kano war, weiß ich nicht, doch ich nehme an, dass sie brei­ter war als die EF des Pilot Pen­manship. Letz­tere gefällt mir so gut, dass ich sie in den Pilot Prera ein­ge­setzt habe3, denn die­sen gibt es nur in F und M.

Feine Feder

Das Schrei­ben mit die­ser Feder ist gewöh­nungs­be­dürf­tig, da sie nicht nur sehr sen­si­bel auf die Eigen­hei­ten des Papiers reagiert (was einen zudem so man­ches ent­de­cken lässt), son­dern zum ver­gleichs­weise lang­sa­men Schrei­ben mit mög­lichst wenig Druck zwingt. Doch das hat sei­nen Reiz! – Zur­zeit benutze ich im Prera die Aurora Black.

  1. Nein, ich werde dem Blei­stift nicht untreu.
  2. Eine Jah­res­an­gabe konnte ich nicht fin­den, aber ich tippe auf die frü­hen 1960er Jahre.
  3. Dies geht pro­blem­los, weil die Federn und die Tin­ten­lei­ter fast aller güns­ti­gen Fül­ler von Pilot kom­pa­ti­bel und gesteckt sind.
Scroll to Top