Archiv der Kategorie „Papier”

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Notizbücher von MUJI

Donnerstag, 15. Juni 2017

Für mich eine kleine Entdeckung: Diese Notizbücher, die mir bei MUJI in Frankfurt/Main auf­gefallen sind.

Notizbücher von MUJI

Die in Japan gefertigten und sehr gut verarbeiteten Notizbücher sind 125 × 88 mm groß, fadengeheftet und haben 48 Seiten sowie einen festen Kartoneinband. Das glatte Papier ist nicht reinweiß, sondern ganz leicht gelblich getönt, was ich sehr angenehm finde; die Grammatur schätze ich auf 90 g/m².

Notizbücher von MUJI

Zum Größenvergleich: Ein STAEDTLER Mars Lumograph 100 B.

Die Notizbücher gibt es kariert (grün), blanko (rot) und mit Punkteraster (dunkelgrau). Ich hatte erwartet, noch ein liniertes mit blauem Einband zu finden, doch das wird offenbar nicht angeboten. – Erfreulicherweise ist das Etikett leicht und rückstandslos ablösbar.

Notizbücher von MUJI

Als einzigen Nachteil empfinde ich, dass das Papier nur eingeschränkt tintentauglich ist, denn es besteht die Gefahr des Durchschlagens. – Das Fasern ist erkennbar, aber gering.

Notizbücher von MUJI

Mit beidem kann ich jedoch leben, da ich diese Notizbücher vorwiegend mit Bleistift und nur für Vorübergehendes nutze, ja sogar zuweilen Seiten herausreiße (und zwar nicht nur zu Testzwecken wie hier).

Notizbücher von MUJI

Das empfehlenswerte MUJI-Notizbuch ist einzeln erhältlich und kostet 1,95 Euro.

Schwarz

Sonntag, 4. Juni 2017

Schwarz

Manchmal habe ich keine Lust zu (be)schreiben, sondern möchte nur etwas fotografieren. Heute: Notizbuch von Design.Y, Bleistift Pentel Black Polymer 999 und Füllhalter Pilot Le­gno 89s. – Natürlich geht das alles noch wesentlich besser; so stört z. B. die weiße Refle­xion am rhodinierten Ende der Kappe.

Auf ein Neues!

Freitag, 1. Januar 2016

Auch 2016 im Einsatz: Der grandiose Hobonichi Techo.

Auf ein Neues!

Gutes neues Jahr!

Herausragendes Merkmal

Montag, 26. Januar 2015

Über ein im wahrsten Sinne des Wortes herausragendes Merkmal verfügt dieses Notizbuch von Hobonichi, dem Herausgeber des Hobonichi Techo, und Mizushima, einer Schreibwa­renmarke.

Herausragendes_Merkmal

Das Notizbuch1 im Format A5 hat 80 karierte Seiten; das Rastermaß beträgt 3,7 mm. Die erste Seite trägt einen Index.

Herausragendes_Merkmal

Jedes Blatt hat am Rand gegenüber der Bindung sechs halbkreisförmige Perforationen (hier mangels Kontrast nur sehr schwer zu erkennen).

Herausragendes_Merkmal

Trennt man diese Perforation auf, kann man das Papier herausklappen …

Herausragendes_Merkmal

… und erhält damit ein Griffregister.

Herausragendes_Merkmal

Der Umschlag des Notizbuchs ragt so weit über den Rand, dass das Griffregister geschützt ist.

Herausragendes_Merkmal

Das Notizbuch kostet 702 Yen (etwa 5,40 Euro) und ist auch als Blanko-Variante sowie in A6 verfügbar.

Anm.: Der Stoff im Hintergrund ist ein sog. Tenugui, ein traditionelles japanisches Hand­tuch, das stilisierte Piniennadeln zeigt. In Japan gilt die Pinie – ebenso wie der Bambus und die Ume – als Symbol für ein langes Leben.

  1. Die Zeichen auf der Banderole はみだし ノ–ト (hamidashi no-to) bedeuten hervortreten, herausstehen (hamidashi) und Notizbuch (no-to).

Jahreswechsel

Donnerstag, 1. Januar 2015

Jahreswechsel

Hobonichi Techo

Gutes neues Jahr!

Basteln mit dem Lexikaliker (13)

Sonntag, 26. Oktober 2014

Über das Notizbuchblog, das stets akkurat über das Marketing aus der PBS1-Welt berichtet, bin ich auf die „Mind-Papers”2 von X17 aufmerksam geworden.

Bemerkenswert an den „Mind-Papers” finde ich die Diskrepanz zwischen der Einfachheit des Produkts und der werbenden Überhöhung seines Nutzens. Den von einem Stück Leder eingeschlagenen Karteikarten, die durch eine Foldback-Klammer mit Stiftschlaufe, genannt „Sloop”, zusammengehalten werden, spricht X17 beeindruckende Leistungsmerkmale zu:

  • „Zusammen mit der Stiftklemme »Sloop« entsteht ein vollkommen neues Instrument zur Selbstorganisation, das so flexibel ist, dass es fast überall eingesetzt werden kann”3
  • „Ihr könnt problemlos euch selber, eure Notizen oder Dinge des täglichen Lebens managen”4
  • „Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt!”3

In seinem Buch „Management by Karteikarte – Die neue Zettelwirtschaft”, das zu den „Mind-Papers” empfohlen wird, legt Matthias Büttner, der Geschäftsführer von X17, noch eins drauf, und so findet sich unter „Lernen” der Eintrag „Verhalten ändern”. Oha!

STIFT & PAPIER wirft einen genauen Blick auf die „Mind-Papers”5 und stellt einige Ferti­gungsmängel fest: Die Karteikarten sind nicht gleich groß, und die Filzstückchen an der Klammer, die Leder und Stift schützen sollen, sitzen und passen nicht so recht. Beim Blick auf die Fotos dachte ich noch an anderes: Verhindert der Filz im Klammerinnern wirklich Druckstellen? Ich denke nicht, denn irgendwann ist der Filz platt, und wenn er sich lösen sollte, können Kleberreste bleiben. Und: Den Filz auf der Rückseite, der den Bleistift beim Einstecken schützen soll, halte ich sogar für entbehrlich, wenn man die Schlaufe umge­staltet. Und damit geht es ans Basteln.

Wir brauchen:

  • 1 Foldback-Klammer (hier: eine 32 mm breite von WEDO)
  • Leder, etwa 15 × 17 cm (hier: naturgegerbtes Rindsleder, ca. 1,5 mm dick)
  • 25 Karteikarten im Format A7 (hier: Exacompta, 205 g/m², gelb, kariert)

Wie hier üblich bedarf es keiner besonderen Fähigkeiten oder Gerätschaften – grundlegen­de Fingerfertigkeiten und der im gut sortierten Bastelhaushalt anzutreffende Kram rei­chen.

Der 17 × 11 cm große Lederlappen für die Karteikarten ist schnell zugeschnitten; eine An­leitung dazu erspare ich mir. Es empfiehlt sich, ihn etwas über den Rand der Karteikarten hinausstehen zu lassen (ich habe ihn 17 × 11 cm groß gemacht). – Tipp: Die Ecken kann man leichter verrunden, wenn man eine Münze an die Ecke hält und an ihrer Kante ent­lang schneidet.

Für die Stiftschlaufe schneidet man einen Lederstreifen in der Breite der Foldback-Klammer; der Streifen sollte etwas länger sein als nötig. In seiner Mitte bringt man im Abstand von 5 mm vom Rand zwei ungefähr 1,2 mm lange Schnitte ein. (Die Länge der Schnitte hängt vom Leder ab; je dicker es ist, desto länger müssen sie sein. Das Maß von 1,2 mm gilt für das verwendete Leder mit einer Dicke von 1,5 mm.) Sitzt der Bleistift stramm, haben sie die richtige Länge.

Nun setzt man die Klammer auf einen Block oder ein Brett, damit sie etwas weniger weit geöffnet ist als später auf dem in Leder gehüllten Karteikartenstapel. Anschließend richtet man den Lederstreifen mit eingestecktem Stift stramm so auf der Klammer aus, dass der Stift mittig auf der Klammer sitzt, markiert das überstehende Leder und schneidet es ab. Besonders hier lohnt es sich, sorgfältig zu arbeiten.

Das Leder – natürlich ohne Bleistift – klebt man auf die geöffnete Klammer, da sonst der Stift beim späteren Öffnen der Klammer nicht fest genug gehalten wird und herausfallen kann.

Ich habe Pattex Classic benutzt und damit gute Erfahrungen gemacht. – Das hier gezeigte Brett hat eine Dicke von 12 mm und so ein geeignetes Maß.

Nach dem Trocknen des Klebers löst man die Klammer und entfernt eventuelle Klebstoff­reste.

Wie schon oben zu sehen, muss das Leder auf den Außenseiten der Schnitte zur Foldback-Klammer hin gedrückt werden. Auch wenn es nach kurzer Benutzung in dieser Form bleibt, so ist es doch ratsam, es mit einem Tropfen Kleber zu fixieren, um ein Verrutschen beim Einstecken des Stifts zu vermeiden6.

Die beiden niedergedrückten Streifen am Rand machen das Filzstück auf dem Rücken der Foldback-Klammer überflüssig, da sie den Kontakt von Stift und Metall verhindern. – Der fertige Selbstbau kann schließlich so aussehen (ich habe das Leder noch mit einem Pflege­mittel behandelt):

Wenn der Stift zu stramm sitzt, kann man die Schlitze vorsichtig etwas größer schneiden. – „Der Stift dazu ist ungemein praktisch”7, meint X173 – klar, denn unbeschriftete Kartei­karten haben längst nicht das Potential beschrifteter. Ich habe nichts dagegen, dass man kräftig auf die Werbetrommel haut, doch durch Sprüche wie die hier zitierten fühle ich mich veralbert. Warum ich das dann nachbaue? Ich habe Freude an Bleistiften, Karteikar­ten und kleinen Basteleien, doch ob ich das Endprodukt nutzen werde, halte ich für frag­lich.

„Verhalten ändern” – ja, selber denken und selber machen.

Einige Sterne

Ich denke, dass der Reiz auch dieses Produkts darin liegt, dass es suggeriert, mit ihm – endlich! – das schaffen zu können, was man bisher nicht oder nur unzureichend geschafft hat. Der kleine, ästhetische Gegenstand erscheint als universelle Lösung, und das umso mehr, je mehr Fähigkeiten ihm zugesprochen werden. Der Zaubertrank aus dem Schreib­warenladen! Doch eines Tages muss man feststellen, dass man den Alltag mit ihm auch nicht besser auf die Reihe kriegt, nach wie vor viel vergisst, nicht kreativer geworden ist und die schlechten Angewohnheiten immer noch nicht abgelegt hat, und dann landet er bei den anderen Wundermitteln in der Schublade.

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  1. Papier, Büro, Schreibwaren.
  2. Wer dabei an den „Hipster PDA” denkt, liegt nicht ganz falsch.
  3. Quelle: „Das Konzept Mind-Papers”.
  4. Quelle: „Mind-Papers – wahrlich universell”.
  5. Der Preis für die „Mind-Papers” liegt je nach Format und Material zwischen 9,90 (A8) und 29,90 Euro (A5); den „Sloop” gibt es für 4,90 bis 5,90 Euro.
  6. Wer Klammer und Bleistift noch schneller verbinden möchte, wird hier fündig.
  7. „Mit ihm kann man sogar die Rückseite der Karteikarten beschriften”, bin ich geneigt hinzu­zufügen; zudem wundere ich mich, warum der Radierer keine Erwähnung findet.

Kurz notiert

Montag, 6. Oktober 2014

Nachtrag vom 8.10.14: Bemerkenswerte Details zur Tomoegawa Co., dem Hersteller des „Tomoe River”-Papiers, gibt es unter „Tomoe River Paper” bei pencilsandotherthings.

  1. Nein, ich bekomme nichts für diese Empfehlung.

Fachliteratur

Sonntag, 21. September 2014

Fachliteratur

Zum Größenvergleich: Der Rot-Blau-Stift Mitsubishi 772.

Das gut 280-seitige Buch „Adventures in Stationery. A Journey Through Your Pencil Case” von James Ward ist am 11. September erschienen und war sofort in meinem virtuellen Warenkorb. (Die für Mai 2015 angekündigte US-amerikanische Ausgabe trägt übrigens den Titel „The Perfection of the Paperclip: Curious Tales of Invention, Accidental Genius, and Stationery Obsession” – kurios, aber die beiden letzten Worte sprechen mich durchaus an.) Auf die Lektüre bin ich sehr gespannt, doch vorher lese ich noch „On the Dot. The Speck That Changed the World” von Alexander und Nicholas Humez zuende.

Nachtrag vom 28.9.14:
The Blackwing Pages: The Blackwing 602 in Adventures in Stationery
Bleistift: Don't mess with a pencil enthusiast.
The Independent: Adventures In Stationery: Author James Ward loves Post-it notes, pa­per clips and staplers so much he has written a whole book about them
The Guardian: From stationery fiends to hand dryer enthusiasts… who are you calling bor­ing?
Weblog des Autors James Ward: I Like Boring Things
Weblog zum Buch: Adventures In Stationery

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