Archiv der Kategorie „Papier”

Haltestelle

Freitag, den 27. November 2009

Klemmbretter sind ungemein praktisch, verfügen jedoch leider – ebenso wie die als Mappe ausgeführten Varianten – nur selten über eine Halterung für das Schreibgerät. Stifte mit Clip lassen sich vielleicht noch am Brett oder dem Papier anklemmen, doch was machen die Nutzer des holzgefassten Graphits?

Klemmbrettmappe von Herlitz

Ein gelungene Lösung kommt von Herlitz in Form der A4-Klemmbrettmappe, die über eine ringförmige Flachspirale zur Aufnahme von 7 bis 14 mm dicken Stiften verfügt und damit wohl fast alles Schreibende zuverlässig hält. Die in rot, blau und schwarz angebotene Mappe mit starkem, vernickeltem Klemmer und angenehm anzufassender Beschichtung ist sehr gut verarbeitet und kostet etwa 5 Euro. – Im Fachgeschäft FORMAT in Darmstadt konnte ich neben den mit Clip ausgestatteten Haltern auch Varianten mit Magnet und Klebepad sehen; letztere entsprechen weitgehend dem hier gezeigten.

Notiz-Knirps

Freitag, den 23. Oktober 2009

Platz nicht nur für große Ideen, sondern auch in der kleinsten Tasche hat dieses winzige Notizbuch im Format A8 des niederländischen Anbieters Presign.

A8-Notizbuch von Presign

Trotz seiner geringen Abmessungen von gerade einmal 76 × 59 × 15 mm³ bietet das 45 g leichte Büchlein mit Fadenheftung, Lesezeichenband, Verschlussgummi und klassischem Einband alle vertrauten Merkmale der großen Brüder (die auf der Verpackung angedeutete Falttasche im Einband konnte ich bei meinem Exemplar jedoch nicht finden).

A8-Notizbuch von Presign

Die 192 linierten und an zwei Ecken abgrundeten Seiten aus glattem Papier der üblichen Grammatur von 80 g lassen sich überraschend komfortabel blättern und beschreiben, so dass einer kreativen Nutzung der insgesamt 0,75 Quadratmeter nichts im Wege steht.

A8-Notizbuch von Presign

Das gut verarbeitete A8-Notizbuch wird mit Papierbanderole in schützender Klarsichtfolie für etwa 1,50 Euro angeboten.

Rasterfahndung

Montag, den 12. Oktober 2009

Bei meiner Suche nach Notizbüchern mit anderen als den hier üblichen Lineaturen bin ich auf den Hersteller Hightide gestoßen, der mit seiner „Grid System Notebook”-Reihe gleich fünf erfrischende Alternativen zum immer gleichen Dreiklang aus liniert, kariert und blanko bietet.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die Notizbücher mit 60 Seiten im Format A5 sind aus glattem 90-g-Papier fadengeheftet, haben einen Umschlag aus Karton mit goldfarbenem Prägedruck, eine unaufdringliche, aber gut sichtbare Rasterung in hellem Blau und zwei abgerundete Ecken.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die isometrische Variante hat es mir besonders angetan. Deren Raster aus Rechtecken der Größe 4,33 × 2,5 mm² (im Bild fünfach vergrößert eingezeichnet) ist in jeder dritten Zeile mit wechselnden Diagonalen durchzogen, die in den Winkeln +30° und -30° zur Grundlinie stehen.

„Grid System Notebook” von Hightide

Die „Grid System Notebooks” kosten 420 Yen (gut 3 Euro) pro Stück und sind u. a. bei Bundoki erhältlich.

Kurz notiert

Mittwoch, den 9. September 2009

Notizbuch „Kompagnon” von Brunnen

Während es im englischsprachigen Raum von Blogs zu Notizbüchern nur so wimmelt, ist das in Deutsch gehaltene Angebot recht überschaubar. Ein kürzlich entdecktes und (wie ich finde) lesens- und beobachtenswertes Weblog zu diesem Thema ist das Notizbuchblog, das sich seit einem knappen halben Jahr auf vielfältige und interessante Weise mit den kleinen, nicht immer schwarzen Dingern sowie derem Drumherum beschäftigt. Mir gefällt dabei auch, dass sich der Autor nicht auf die reine Darstellung des Angebots beschränkt, sondern wie z. B. in „Schriftlichkeit hilft” weit über den Notizbuchrand hinausschaut. Fazit: Empfehlenswert!

Frischer Freitag

Freitag, den 28. August 2009

„Casual Friday” mal anders: Bereits 42 Haftnotizen, ein Filzstift und etwas Platz an der Wand oder einer Tür reichen, um die Kollegen vom Einkauf auf unkonventionelle, aber wirksame Weise über den erschöpften Vorrat der kleinen klebrigen Helfer zu informieren und dem Wunsch nach rascher Aufstockung des Bestands humorvoll Ausdruck zu verleihen.

Frischer Freitag

So etwas kommt an, hebt die Stimmung und sorgt für eine lustige Abwechslung im tristen Büroalltag.

Vier Fünftel

Dienstag, den 7. Juli 2009

Der nicht ganz erst gemeinte Zusatz „merkwürdige Dinge” rechts oben auf der Startseite dieses Weblogs mag für all diejenigen, die an das hiesige Schreibwarenangebot gewöhnt sind, eine treffende Charakterisierung der folgenden zwei Produktgattungen darstellen.

Vier Fünftel

Hierzulande unüblich und nicht einfach zu bekommen ist Papier mit 4-mm-Karos. Lose und als Block im Programm des Schweizer Herstellers Seetal Elco kann man es in dessen Heimat leicht, hier jedoch gar nicht erhalten, denn der deutsche Vertrieb Staufen-Demmler bietet diese für uns untypisch karierten Artikel nicht an.

Vier Fünftel

In Japan, dem Paradies der Schreibwaren und Büroartikel, schließen gleich vier der größten Anbieter von Druckbleistiften die schmale und auch hier vorhandene Lücke zwischen den Minenstärken 0,3 und 0,5 Millimeter – Pentel, Pilot, Mitsubishi/uni und OHTO haben mehrere 0,4-mm-Druckbleistifte und die ersten drei obendrein eine große Auswahl an Minen dieses hier nahezu unbekannten Durchmessers im Sortiment.

Ich weiß nicht, ob die 4 Millimeter im einen und die 0,4 Millimeter im anderen Fall einen ganz konkreten Hintergrund haben oder lediglich der Erweiterung des Sortiments dienen, finde jedoch auch ohne diese Kenntnisse großen Gefallen am Umgang mit diesen um 20% geschrumpften Büro-Maßen.

Zettelzwerg

Donnerstag, den 28. Mai 2009

Jetzt gibt’s wirklich keine Ausrede mehr, nichts zum Schreiben dabeizuhaben, denn dieser winzige Notizblock passt selbst in die kleinste Tasche: Nur 74 mm kurz, 52 mm schmal und knapp 9 mm dünn ist der „Bloc № 10″ des französischen Herstellers Rhodia.

Zettelzwerg

Rhodia Bloc № 10 mit Tombow Mono J HB (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Das im Rhodia-typischen, inzwischen 75 Jahre alten orange-schwarzen Design gehaltene „Nanopad” verfügt – ebenso wie seine großen Brüder – über die praktischen Falze im beschichteten Deckkarton, die dessen Umschlagen erleichtern, sowie die Mikroperforation zum einfachen und zuverlässigen Abtrennen der 80 Blätter.

Zettelzwerg

Der aus hellviolett kariertem 80 g/m²-Papier hergestellte „Bloc № 10″ ist mit orange und schwarzem Karton erhältlich und kostet knapp 1,30 Euro.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Donnerstag, den 26. Februar 2009

Kräftig punkten in Sachen Zeichenzubehör können bei mir die beiden nordamerikanischen Niederlassungen von STAEDTLER mit ihren „MARS Drafting Dots”: Diese kreisrunden, attraktiven Klebepunkte halten, was sie versprechen, nämlich Entwürfe, Zeichnungen und anderes fest am Platz.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Die in den USA hergestellten und etwa 0,12 mm dünnen Positionierpunkte mit einem Durchmesser von 22,5 mm tragen den STAEDTLER-Schriftzug sowie das inzwischen seit über vier Jahrzehnten genutzte und mehrfach umgestaltete Logo des Unternehmens, den stilisierten Kopf des römischen Gottes Mars, und zieren damit jeden Schreibtisch.

Die Gebrauchseigenschaften sind hervorragend, denn im Gegensatz zu herkömmlichem Klebeband lassen sich die Punktkleber ohne Beschädigung des Beschreibmaterials ablösen und sogar einige Male wiederverwenden – meine Tests mit Standard-Druckerpapier, Zeichentransparent, Aquarellpapier und farbigem Karton verliefen sehr zufriedenstellend. Zudem ist dank der praktischen und dreisprachig im Font Eras beschrifteten Papp-Box, die 500 Stück enthält, die Handhabung denkbar einfach.

STAEDTLER MARS Drafting Dots

Vorne: Mars Lumograph B und graphite 925 25 05

Die sehr nützlichen Papierpunkte haben die Artikelnummer 999172D, kosten umgerechnet etwa 7,20 Euro (entspricht gut 36 Euro/m2) und sind nicht nur für STAEDTLER-Fans ein lohnender Kauf.

Vielen Dank an Stephen von penciltalk für seine Hilfe bei der Beschaffung der „Drafting Dots”!

Schrift zu Stift

Samstag, den 10. Januar 2009

Schrift zu Stift

(zum Vergrößern anklicken)

Bei einem Besuch des kleinen, sehr interessanten Geschäfts, das dem Gutenberg-Museum in Mainz angeschlossen ist, fielen mir diese ungewöhnlichen Bleistifte auf. Ebenso wie die Stifte von O’Bon wurden auch diese aus dem Papier alter Zeitungen hergestellt, laut Anbieter jedoch ausschließlich aus chinesischen. Da man auf eine einheitliche Umhüllung verzichtet und stattdessen den Bleistift lediglich transparent lackiert hat, gleicht keiner dem andern; zudem kann man noch zahlreiche Schriftzeichen erkennen.

Schrift zu Stift

Der runde Zeitungsstift hat mit der Länge von 17,3 cm lang und dem Durchmesser von 7 mm Standardmaße. Die 2 mm dicke Mine ist recht hart, schreibt gut und kratzt nicht.

Schrift zu Stift

Die Verarbeitung ist sehr ordentlich, und so lässt sich der Bleistift auch gut spitzen. Sowohl die „Granate” von Möbius & Ruppert als auch der Tischspitzer Carl Decade DE-100 sorgen für eine saubere Spitze und hinterlassen eine glatte Oberfläche.

Schrift zu Stift

Da wurden Zeitungsartikel zu Büroartikeln, etwas Geschriebenes zu einem Schreibgerät – eine Wiederverwertung der besonderen Art, die zu einem sehr ungewöhnlichen und attraktiven Bleistift geführt hat.

Vom Log zum Blog

Montag, den 16. Juni 2008

Ein spontaner, nicht zielgerichteter Ausflug an das Frankfurter Museumsufer brachte meine bessere Hälfte und mich gestern überraschend in den Genuss einer äußerst sehenswerten Ausstellung, die bereits seit dem 6. März im Museum für Kommunikation zu sehen ist.

Die im Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich Erinnerungskulturen der Justus-Liebig-Universität in Gießen entstandene Ausstellung „Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog” zeigt historische Dokumente berühmter Autoren, aber auch Aufzeichnungen von gänzlich Unbekannten, zum Beispiel jenen, die ihre Tagebücher dem Deutschen Tagebucharchiv in Emmendingen bei Freiburg überlassen haben. Zahlreiche sehr unterschiedliche und ansprechend präsentierte Exponate aus fünf Jahrhunderten spannen den Bogen vom Schiffslogbuch über das private Journal bis hin zum Weblog und geben damit einen hervorragenden Überblick über Kultur und Geschichte des Tagebuchs.

„Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog” ist noch bis zum 14. September 2008 geöffnet und danach in Nürnberg und Berlin zu sehen.

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Tagbuch, Logbuch und gedrucktes Buch mit handschriftlichen Notizen

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Tagebücher einer Unbekannten

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Der ungewöhnliche Fund der Bloggerin Anke Gröner

Absolut privat!? Vom Tagebuch zum Weblog

Die Frankfurter Bloggerin Andrea Diener

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53 (Museumsufer)
60596 Frankfurt/Main

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 11–19 Uhr
Eintritt: ab 6 Jahre 1 Euro, ab 16 Jahre 2,50 Euro
Öffentliche Führungen: Sonntag 15 Uhr und Mittwoch 16 Uhr

Zur Ausstellung sind ein immerwährender Kalender und ein Katalog erschienen.

Links:
Tagwerke – Vom Tagebuch zum Weblog (Weblog zur Ausstellung)
Gießener Sonderforschungsbereich Einnerungskulturen
Deutsches Tagebucharchiv