Monat: Oktober 2015

PROMINENT 3502

Mein Leser Mar­tin Enge­wicht hat auf dem Floh­markt alte Blei­stifte ent­deckt und mich ge­fragt, ob ich zu die­sen etwas sagen kann. Da ich pas­sen musste und eben­falls mehr wis­sen möchte, wende ich mich an meine geschätzte Leserschaft.

PROMINENT 3502

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Der gold­far­bene, vom Ende zur Spitze lau­fende Prä­ge­druck umfasst den Här­te­grad „№ 2“, einen Stern, die Num­mer 3502, den (übri­gens gran­dio­sen) Namen „PROMINENT“ sowie den Zusatz „FEINER BLEISTIFT“; zwei in mei­nen Augen unge­wöhn­li­che Schmuck­ele­mente schlie­ßen den Namen ein.

PROMINENT 3502

Der Blei­stift, den es in min­des­tens fünf Far­ben gab, ist von mitt­le­rer Qua­li­tät. Der nicht immer gleich­mä­ßige Lack ist sehr dünn, so dass das Holz manch­mal an den Kan­ten durch­scheint, und der Prä­ge­druck lässt sich mit dem Fin­ger abrei­ben. Wie so oft kann ich das Holz nicht iden­ti­fi­zie­ren: Die feine, gleich­mä­ßige Mase­rung könnte für die Kali­for­ni­sche Weihrauch-Zeder spre­chen, nicht jedoch die Härte, bei der sich sogar der Kur­bel­spit­zer CARL Decade DE-100 schwer tut. Die für № 2 ver­gleichs­weise wei­che Mine hat eine sau­bere Abgabe, schreibt recht ordent­lich und schwärzt gut, ist aber nur mäßig radierbar.

Weiß jemand unter mei­nen Lesern, woher der PROMINENT 3502 kommt und wie alt er ist?

Danke an Mar­tin Enge­wicht für die Bleistifte!

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

STAEDTLER hat auf der Insights X 2015 die Sor­ti­ments­er­wei­te­rung des Bleistift-Klassikers Mars Lumo­graph1 vorgestellt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

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Die Neue­run­gen:

  • Mit 7H, 8H, 9H und 9B kamen vier Här­te­grade hinzu, so dass es nun 20 sind2.
  • Die Här­te­grade 7B und 8B ent­hiel­ten Ruß; dies ist nun nicht mehr der Fall.
  • Neu ist der Lumo­graph black, des­sen Minen einen hohen Ruß­an­teil haben und den es in 2B, 4B, 6B und 8B gibt.

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

STAEDTLER Mars Lumograph 2016

Das neue Lumograph-Sortiment kommt im Januar 2016 in den Handel.

  1. Er kam am 1. August 1930 als Lumo­graph 2886 auf den Markt und trägt seit 1967 die Artikel­nummer 100.
  2. Zum Ver­gleich: Den Faber-Castell 9000 gibt es in 16 (8B–6H), den Tom­bow Mono 100 in 17 (6B–9H) und den Mitsu­bish Hi-uni in 22 (10B–10H) Här­te­gra­den.

Unterwegs

In Erman­ge­lung der für einen län­ge­ren Bei­trag not­wen­di­gen Zeit ein schnel­ler Griff in die Mottenkiste.

Unterwegs

Die­ses Stra­ßen­schild fiel mir 2011 in Unter­gries­bach auf, nahe dem Gra­phit­werk Kropf­mühl, das ich damals besucht habe.

Von der Linde zum Bleistift

Über ein sehr inter­es­san­tes Pro­jekt berich­tet der Arti­kel „Blei­stifte aus baye­ri­schem Linden­holz“1 von Eck­art von Reit­zen­stein, Diplom-Forstwirt bei STAEDTLER, im Holz-Zentralblatt in der Num­mer 37 vom 11. Sep­tem­ber 2015.

Von der Linde zum Bleistift

Das heute belieb­teste Holz für Blei­stifte ist die Kali­for­ni­sche Weihrauch-Zeder (Calo­cedrus decur­rens, auch Bleistift-Zeder), die vor etwa 100 Jah­ren die Vir­gi­ni­sche Bleistift-Zeder (Juni­perus vir­gi­niana) abge­löst hat. Im 17. Jahr­hun­dert, als sich in Nürn­berg das Bleistift­machergewerbe ent­wi­ckelte, war jedoch die hei­mi­sche Linde (Tilia) die wich­tigste Holz­art für Blei­stifte. An diese Wur­zeln hat man sich erin­nert, als man für das zehn­jäh­rige Jubi­läum der Baye­ri­schen Staats­fors­ten ein beson­de­res Wer­be­ge­schenk suchte. Die Idee, einen Wer­be­blei­stift aus hei­mi­scher Linde zu fer­ti­gen, haben schließ­lich die Baye­ri­schen Staats­forsten, PEFC Deutsch­land und STAEDTLER Nürn­berg umgesetzt.

Von der Linde zum Bleistift

Das Lin­den­holz aus dem Forst­be­trieb Arn­stein in Unter­fran­ken wurde im Säge­werk Monn­heimer im Oden­wald zu Brett­chen ver­ar­bei­tet, aus denen STAEDTLER im Werk Neu­markt 50.000 Blei­stifte gefer­tigt hat. Die Stifte gin­gen dann an die Baye­ri­schen Staats­fors­ten sowie an die Baye­ri­sche Forst­ver­wal­tung, PEFC Deutsch­land, den Baye­ri­schen Waldbe­sitzerverband, die Arbeits­ge­mein­schaft Deut­scher Wald­be­sit­zer­ver­bände in Ber­lin und das Bran­chen­bünd­nis Pro Holz Bayern.

Von der Linde zum Bleistift

Ein Kame­ra­team hat den gesam­ten Her­stel­lungs­pro­zess beglei­tet; der dar­aus ent­stan­dene Film „Von der Linde zum Blei­stift“ ist seit weni­gen Tagen im YouTube-Kanal der Bayeri­schen Staats­fors­ten zu sehen. – Danke an die Baye­ri­schen Staats­fors­ten für die Bleistifte!

  1. Die­ser Arti­kel ist lei­der nicht online ver­füg­bar.
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