Monat: Dezember 2011

Na und?

Das et aus der Coo­per Black1 (1921) gefällt mir so gut, dass ich mir einen Gum­mistem­pel mit die­ser Gly­phe habe machen lassen.

Na und?

Wozu? Zum Aus­le­ben der Freu­de, zur Deko­ra­ti­on und um zu ver­mei­den, dass die­ses Jahr ver­nünf­tig ausklingt.

Ich wün­sche mei­nen Lesern einen ange­neh­men Jah­res­wech­sel und einen guten Start ins neue Jahr!

  1. Wei­te­re Schnit­te führt Word­s­hape: Ita­lic, Hili­te, Con­den­sed und Swa­sh Ita­lic; Swa­sh gibt es bei Lino­ty­pe. – Lite­ra­tur­tipp dazu: „BIG Black & Beau­ti­ful“ von Ward Nico­l­a­as (BIS Publis­hers 2011).

Noch einer

Fei­er­ta­ge kann man nicht ver­län­gern, wohl aber Blei­stif­te. Das neh­me ich zum Anlass, um am heu­ti­gen zwei­ten Weih­nachts­fei­er­tag ein wei­te­res dafür not­wen­di­ges Zube­hör vorzustellen.

Noch einer

Die­ses his­to­ri­sche Uten­sil unbe­kann­ten Fabri­kats und Alters dient nicht nur der Verlänge­rung eines Blei­stift­rests, son­dern auch des­sen taschen­freund­li­chem Transport.

Noch einer

Die schüt­zen­de Kap­pe, abge­zo­gen und auf das Ende gesteckt, macht den Umsteckscho­ner län­ger und damit gut handhabbar.

Noch einer

Gleich­zei­tig schränkt sie jedoch die Län­ge des nutz­ba­ren Blei­stifts ein: Er muss min­des­tens 25 mm lang sein, um vom Über­wurf noch zuver­läs­sig geklemmt zu wer­den, darf aber 75 mm nicht über­schrei­ten, da sonst die Kap­pe nicht mehr schließt.

Noch einer

Hier mit einem STABILO GRE­EN­graph 6003.

Mich beein­druckt der Auf­wand, der hier für einen klei­nen Blei­stift getrie­ben wurde.

Noch einer

Vie­len Dank an Kai für die­ses schö­ne Stück!

Verlängern mit ITO-YA

Ein beson­ders pfif­fi­ger unter den Bleistift-Verlängerern ist die­ser von ITO-YA, der Ei­genmarke des gro­ßen japa­ni­schen Anbie­ters glei­chen Namens.

Verlängern mit ITO-YA

Der 105 mm lan­ge, gut 9 mm dicke und mit 20 g feder­leich­te Ver­län­ge­rer besteht aus zwei Tei­len, bei deren Ver­schrau­ben sich die drei­ge­teil­te Klem­me am inne­ren Teil schließt und den Blei­stift greift. Wie manch ande­re sei­ner Art nimmt er den größ­ten Teil des Stifts auf (hier: mehr als 100 mm) und lässt sich daher nicht nur mit Stum­meln verwenden.

Verlängern mit ITO-YA

Das Gewin­de ist auch außen sicht- und fühl­bar und macht so das gum­mi­be­schich­te­te, aber ange­nehm anzu­fas­sen­de Äuße­re noch grif­fi­ger. – Eine Längs­rif­fe­lung am Ende erleich­tert die Handhabung.

Verlängern mit ITO-YA

Außer in schwarz gibt es die­sen Ver­län­ge­rer in rot, weiß und grau; er kos­tet zwi­schen 3,70 (Bun­do­ki) und 5,20 Euro (ITO-YA).

Verlängern mit ITO-YA

Hier mit einem Pen­tel Black Poly­mer 999 HB.

Für mich ein güns­ti­ges, prak­ti­sches und attrak­ti­ves Zube­hör. – Eine eng­li­sche Bespre­chung die­ses Ver­län­ge­rers gibt es unter „Ito-ya pen­cil hol­der“ bei pen­cil talk.

Allen Lesern ein fro­hes Weihnachtsfest!

e+m Endless 1156

Heu­te ein rascher Blick auf den End­less 1156, einen Blei­stift­ver­län­ge­rer der e+m Holz­produkte in Neu­markt nahe Nürnberg.

e+m Endless 1156

Der ange­nehm schlich­te End­less hat einen zylin­dri­schen Kor­pus aus Wild­kir­sche, der 80 mm lang und etwa 14 mm dick ist. Die vier­ge­teil­te Klem­mung mit matt­ver­chrom­tem, 11 mm star­ken Über­wurf hält den Blei­stift zuver­läs­sig und bie­tet den Fin­gern auf einer Län­ge von knapp 30 mm Platz.

e+m Endless 1156

Hier mit dem Rest eines Mitsu­bi­shi Hi-uni HB.

Das gerin­ge Gewicht des Ver­län­ge­rers von 14,6 g kommt daher, dass er fast voll­stän­dig aus­gehöhlt ist und so auch 96 mm des Blei­stifts auf­neh­men kann; das ist sehr prak­tisch. Sei­ne Hand­ha­bung ist gut, könn­te aber noch ange­neh­mer sein, wenn die Holz­kan­te an der Klem­mung etwas ent­schärft wäre. – Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen ist der nicht exakt zen­trische Sitz des Metall­teils im Holz mei­nes Exem­plars, doch man hat mir ange­bo­ten, es umzutauschen.

e+m Endless 1156

Der e+m End­less 1156 wird in einem schwar­zen Papp­kar­ton gelie­fert und kos­tet 16,50 Euro.

Reise in den Stift

Die Mine eines Blei­stifts kennt jeder, doch wie sieht es in ihrem Inne­ren aus? Die­se Aufnah­men des Ras­ter­elek­tro­nen­mi­kro­skops LEO 1530 VP las­sen uns in eine ver­bor­ge­ne Welt schauen.

Reise in den Stift

(Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Hier die Mine eines STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 HB in unter­schied­li­chen Vergrößerungen.

Reise in den Stift

Die mäan­dern­de Struk­tur der Graphit-Ton-Matrix ergibt sich durch den Formgebungsprozess.

Reise in den Stift

Das letz­te Bild zeigt eine ein­zel­ne Gra­phit­flo­cke und die schich­ten­för­mi­ge Anord­nung der he­xagonalen Graphitplättchen.

Reise in den Stift

Vie­len Dank an STAEDTLER und das Zen­trum für Werk­stoff­ana­ly­tik Lauf für die Auf­nah­men und die Geneh­mi­gung zur Veröffentlichung!

Anm.: STAEDTLER möge mir nach­se­hen, dass ich mich mit „Rei­se in den Stift“ bei dem Titel des her­vorragenden und schon oft gezeig­ten Expo­nats bedient habe.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Es pas­siert nur sehr sel­ten, dass man eine über 110 Jah­re alte Anzei­ge zeigt und wenig spä­ter den dar­in bewor­be­nen Blei­stift in der Hand hält. Die­ses Glück hat­te ich dank Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auk­ti­on des hal­ben Dut­zend Mon­gol Steno­graphic 596 von Eber­hard Faber USA hin­ge­wie­sen und mir bei der Beschaf­fung die­ser Rari­tät gehol­fen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Sil­ber, Blau und Weiß gehal­te­ne Schie­be­schach­tel ist recht auf­wän­dig gestal­tet. Alle Außen­sei­ten sind bedruckt, ohne dass es über­la­den wirkt, und auch das Innen­teil hat man farb­lich pas­send ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die sil­ber­ne Far­be fin­det sich im Prä­ge­druck des Blei­stifts wie­der und passt gut zum rot­braunen, etwas unre­gel­mä­ßi­gen Lack, der in einem reiz­vol­len Kon­trast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der run­de, mit 6,5 mm ver­gleichs­wei­se dün­ne und ab Werk beid­sei­tig ange­spitz­te Steno­graphic 596 hat eine Mine nor­ma­len Durch­mes­sers und der Här­te HB bis B. Ein kur­zer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qua­li­tät ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points“, „slen­der grip“, „firm lead for speed and long wear“ – der Ste­no­gra­phic 596 hält die­se Ver­spre­chen auch heu­te noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Dan­ke an Sean für sei­ne Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass die­se Exem­pla­re nicht ganz so alt sind, son­dern aus den ers­ten Jahr­zehn­ten des letz­ten Jahr­hun­derts stam­men.

Goldstück

Auf dem Höhe­punkt des kali­for­ni­schen Gold­rau­sches im Jah­re 1849 begann Eber­hard Fa­ber in den USA mit dem Ver­kauf von Blei­stif­ten und ande­ren Schreib­wa­ren. 1861 eröffne­te er in New York an der Stel­le, wo heu­te das UNO-Gebäude steht, die ers­te Blei­stift­fa­brik der USA.

Goldstück

Zum 100-jährigen Jubi­lä­um gab es dann auch ein pas­sen­des Geschenk für die Freun­de und Part­ner des Unter­neh­mens, näm­lich die Nach­bil­dung eines Nug­gets in einem 58 mm × 50 mm × 15 mm gro­ßen Stück Gießharz.

Goldstück

Mit im Kar­ton war ein Falt­blatt, des­sen Innen­sei­te auch im Kata­log des sel­ben Jah­res zu sehen war und wohl den Ursprung des bekann­ten gold­far­be­nen Rings auf der Zwin­ge des Mongol-Bleistifts erklärt.

Goldstück

Goldstück

Die Prä­gung auf der Rück­sei­te des klei­nen Qua­ders infor­miert noch ein­mal über den Zusammenhang.

Goldstück

Für mich ein inter­es­san­tes Stück Bleistift-Geschichte! – Dan­ke an Sean von The Blackwing Pages, der mich auf die Auk­ti­on die­ser Kost­bar­keit hin­ge­wie­sen hat.

Goldstück

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