Bleistifte

e+m Endless 1156

Heute ein rascher Blick auf den End­less 1156, einen Blei­stift­ver­län­ge­rer der e+m Holz­pro­dukte in Neu­markt nahe Nürnberg.

e+m Endless 1156

Der ange­nehm schlichte End­less hat einen zylin­dri­schen Kor­pus aus Wild­kir­sche, der 80 mm lang und etwa 14 mm dick ist. Die vier­ge­teilte Klem­mung mit matt­ver­chrom­tem, 11 mm star­ken Über­wurf hält den Blei­stift zuver­läs­sig und bie­tet den Fin­gern auf einer Länge von knapp 30 mm Platz.

e+m Endless 1156

Hier mit dem Rest eines Mitsu­bi­shi Hi-​uni HB.

Das geringe Gewicht des Ver­län­gerers von 14,6 g kommt daher, dass er fast voll­stän­dig aus­ge­höhlt ist und so auch 96 mm des Blei­stifts auf­neh­men kann; das ist sehr prak­tisch. Seine Hand­ha­bung ist recht gut, könnte aber deut­lich ange­neh­mer sein, wenn die Holz­kante ober­halb der Klem­mung etwas ent­schärft wäre. – Ein klei­ner Wer­muts­trop­fen ist der nicht exakt zen­tri­sche Sitz des Metall­teils im Holz mei­nes Exem­plars, doch man hat mir ange­bo­ten, es umzutauschen.

e+m Endless 1156

Der e+m End­less 1156 wird in einem schwar­zen Papp­kar­ton gelie­fert und kos­tet 16,50 Euro.

Reise in den Stift

Die Mine eines Blei­stifts kennt jeder, doch wie sieht es in ihrem Inne­ren aus? Diese Aufnah­men des Ras­ter­elek­tro­nen­mi­kro­skops LEO 1530 VP las­sen uns in eine ver­bor­gene Welt schauen.

Reise in den Stift

(Bil­der zum Ver­grö­ßern anklicken)

Hier die Mine eines STAEDTLER Mars Lumo­graph 100 HB in unter­schied­li­chen Vergrößerungen.

Reise in den Stift

Die mäan­dernde Struk­tur der Graphit-​Ton-​Matrix ergibt sich durch den Formgebungsprozess.

Reise in den Stift

Das letzte Bild zeigt eine ein­zelne Gra­phit­flo­cke und die schich­ten­för­mige Anord­nung der he­xagonalen Graphitplättchen.

Reise in den Stift

Vie­len Dank an STAEDTLER und das Zen­trum für Werk­stoff­ana­ly­tik Lauf für die Auf­nah­men und die Geneh­mi­gung zur Veröffentlichung!

Anm.: STAEDTLER möge mir nach­se­hen, dass ich mich mit „Reise in den Stift“ bei dem Titel des her­vorragenden und schon oft gezeig­ten Expo­nats bedient habe.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Es pas­siert nur sehr sel­ten, dass man eine über 110 Jahre alte Anzeige zeigt und wenig spä­ter den darin bewor­be­nen Blei­stift in der Hand hält. Die­ses Glück hatte ich dank Sean von The Black­wing Pages, der mich auf die Auk­tion des hal­ben Dut­zend Mon­gol Ste­no­gra­phic 596 von Eber­hard Faber USA hin­ge­wie­sen und mir bei der Beschaf­fung die­ser Rari­tät gehol­fen hat1.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die in Sil­ber, Blau und Weiß gehal­tene Schie­be­schach­tel ist recht auf­wän­dig gestal­tet. Alle Außen­sei­ten sind bedruckt, ohne dass es über­la­den wirkt, und auch das Innen­teil hat man farb­lich pas­send ausgeführt.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Die sil­berne Farbe fin­det sich im Prä­ge­druck des Blei­stifts wie­der und passt gut zum rot­brau­nen, etwas unre­gel­mä­ßi­gen Lack, der in einem reiz­vol­len Kon­trast zum Blau des Kar­tons steht.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Der runde, mit 6,5 mm ver­gleichs­weise dünne und ab Werk beid­sei­tig ange­spitzte Ste­no­gra­phic 596 hat eine Mine nor­ma­len Durch­mes­sers und der Härte HB bis B. Ein kur­zer Test hat gezeigt, dass sie von hoher Qua­li­tät ist.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

„12 fine points“, „slen­der grip“, „firm lead for speed and long wear“ – der Ste­no­gra­phic 596 hält diese Ver­spre­chen auch heute noch.

Eberhard Faber Mongol Stenographic 596

Danke an Sean für seine Bemühungen!

  1. Ich gehe jedoch davon aus, dass diese Exem­plare nicht ganz so alt sind, son­dern aus den ers­ten Jahr­zehn­ten des letz­ten Jahr­hun­derts stam­men.

Goldstück

Auf dem Höhe­punkt des kali­for­ni­schen Gold­rau­sches im Jahre 1849 begann Eber­hard Fa­ber in den USA mit dem Ver­kauf von Blei­stif­ten und ande­ren Schreib­wa­ren. 1861 eröffne­te er in New York an der Stelle, wo heute das UNO-​Gebäude steht, die erste Blei­stift­fa­brik der USA.

Goldstück

Zum 100-​jährigen Jubi­läum gab es dann auch ein pas­sen­des Geschenk für die Freunde und Part­ner des Unter­neh­mens, näm­lich die Nach­bil­dung eines Nug­gets in einem 58 mm × 50 mm × 15 mm gro­ßen Stück Gießharz.

Goldstück

Mit im Kar­ton war ein Falt­blatt, des­sen Innen­seite auch im Kata­log des sel­ben Jah­res zu sehen war und wohl den Ursprung des bekann­ten gold­far­be­nen Rings auf der Zwinge des Mongol-​Bleistifts erklärt.

Goldstück

Goldstück

Die Prä­gung auf der Rück­seite des klei­nen Qua­ders infor­miert noch ein­mal über den Zusammenhang.

Goldstück

Für mich ein inter­es­san­tes Stück Bleistift-​Geschichte! – Danke an Sean von The Black­wing Pages, der mich auf die Auk­tion die­ser Kost­bar­keit hin­ge­wie­sen hat.

Goldstück

Altmetall

Mit was man sich so das Haus voll­stopft! Etwa 60 × 31 cm groß und knapp drei Kilo­gramm schwer ist die­ses Blech­schild aus den alten Tagen der Eber­hard Faber KG in Neu­markt bei Nürnberg.

Altmetall

Zum Grö­ßen­ver­gleich unten rechts ein Eber­hard Faber Van Dyke 600 5H.

The­ma­tisch pas­send wird es den Werk­kel­ler zieren.

Altmetall

Das kleine c gefällt mir am besten.

Haste Töne?

Eine unge­wöhn­li­che Methode, die Qua­li­tät ihrer Blei­stift­mi­nen zu demons­trie­ren, zeigte die Eagle Pen­cil Com­pany in einer Anzeige in der „Pro­gres­sive Archi­tec­ture“ vom Okto­ber 1953.

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Idee ist bemer­kens­wert, und so wie es aus­sieht, hat man sie tat­säch­lich umgesetzt.

Haste Töne?

Haste Töne?

Haste Töne?

Die Anzeige gefällt mir sehr gut, so dass ich gerne und wie schon so oft ein paar Details zeige.

Haste Töne?

Haste Töne?

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