Eberhard Faber

„Faber-Castell since 1761“

Nach eini­gen Ver­schie­bun­gen end­lich ver­öf­fent­licht: „Faber-Castell since 1761“. – Entge­gen den Anga­ben auf der Pro­dukt­seite ist das etwa drei Kilo­gramm schwere und 58 Euro teure Buch aus dem Ver­lag Collec­tion Rolf Heyne seit dem 19. Sep­tem­ber lieferbar.

Nach­trag vom 7.10.13: Hier gibt es eine kurze Besprechung.

„Outshine them all“ (2)

Nach der Vor­der­seite heute ein nähe­rer Blick auf die „Rain­bow Colo­red Pen­cils“ von Eber­hard Faber aus den USA.

„Outshine them all” (2)

Der etwa 85 × 60 × 185 mm große, zwei­tei­lige Kar­ton ist mit Stoff oder einem ähn­li­chen Mate­rial über­zo­gen und mit Papie­re­ti­ket­ten beklebt.

„Outshine them all” (2)

Sein Unter­teil besteht aus zwei Hälf­ten, die aus­ein­an­der­ge­klappt werden.

„Outshine them all” (2)

In jeder Hälfte steckt ein Stück Holz mit Boh­run­gen für jeweils ein Dut­zend Farb­stifte. Diese sind rund, haben einen Durch­mes­ser von 7,5 mm und eine 4 mm dicke Mine. Ein Stift fehlt und einige sind noch unge­spitzt; gering­fü­gige Unter­schiede in der Bedruckung der Stifte legen die Ver­mu­tung nahe, dass man­che nach­ge­kauft wurden.

„Outshine them all” (2)

Die Innen­seite wie­der­holt den Text des far­bi­gen Etiketts.

„Outshine them all” (2)

Für mich ist die­ses Etui eine kleine Kostbarkeit.

Eberhard Faber Microtomic 600

Etwa 50 Jahre alt ist die­ser Micro­to­mic 600 von Eber­hard Faber.

Eberhard Faber Microtomic 600

Die Qua­li­tät sei­ner Mine finde ich nicht so berau­schend, doch sein Design hat es mir sehr angetan.

Eberhard Faber Microtomic 600

Der graue Lack, der schlichte, sil­ber­far­bene Prä­ge­druck, die wei­ßen Kenn­zeich­nun­gen, die sau­ber ange­brachte Aluminium-Kappe – eine in mei­nen Augen groß­ar­tige Gestaltung.

Eberhard Faber Microtomic 600

Die Reklame im Hin­ter­grund stammt aus dem Jahr 1958 und ist hier zu sehen.

Eberhard Faber 424

Ein schlich­ter und guter Dosen­spit­zer für Minen mit 2 und 3,15 Mil­li­me­tern Durch­mes­ser ist das Modell 424 von Eber­hard Faber.

Eberhard Faber 424

Der in Deutsch­land her­ge­stellte und in einer Falt­schach­tel ver­packte Spit­zer besteht aus zwei Kunststoff- und fünf Metall­tei­len und misst etwa 35 × 23 × 17 mm.

Eberhard Faber 424

Seine Hälf­ten hal­ten fest zusam­men und schlie­ßen zuver­läs­sig. – Die Unter­seite des 424 trägt die Beschrif­tung „D.B.Pat. D.B.G.M. angem.“1.

Eberhard Faber 424

Ein anspre­chen­der, gut funk­tio­nie­ren­der Minen­spit­zer, der jedoch schon lange nicht mehr erhält­lich ist.

Eberhard Faber 424

Wer denkt, der 424 lebe im KUM-onit № 250 wei­ter2, hat nur zum Teil recht.

Eberhard Faber 424

Bau­form und Minen­durch­mes­ser sind gleich, doch der Ein­bau­spit­zer des KUM-onit ist im Ge­gensatz zu dem metal­le­nen des 424 aus Kunststoff.

Eberhard Faber 424

Auf der Unter­seite und im Gebrauch zeigt sich ein zwei­ter, wich­ti­ge­rer Unter­schied. Wohl fer­ti­gungs­be­dingt hat der KUM-onit unter den bei­den Hal­te­run­gen3 für den Spit­zer zwei Öff­nun­gen, durch die der Gra­phit­staub austritt.

Eberhard Faber 424

Ein Dosen­spit­zer mit Löchern? Auf mich wirkt das wie eine Fehlkonstruktion.

Eberhard Faber 424

Ich finde es kurios, dass es hier­zu­lande kei­nen wirk­lich brauch­ba­ren, klei­nen Dosen-Minen­spitzer gibt. Ist die Nach­frage denn so gering? – Deut­lich grö­ßer und viel­leicht auch für un­terwegs geeig­net ist der KUM 23A R, aber den konnte ich bis jetzt noch nicht finden.

Eberhard Faber 424

Meine erste Wahl für das mobile Minen­spit­zen bleibt daher der uni DPS-6004; zuhause wer­keln der M+R 0970 und der Tor­toise. – Wei­tere Minen­spit­zer gibt es bei pen­cil talk unter „Poin­ting a lead“ zu sehen.

Nach­trag vom 19.3.12: Von KUM konnte ich erfah­ren, dass es diese Bau­form seit den 1950er Jah­ren gibt.

  1. „D.B.Pat.” steht für „Deut­sches Bun­des­pa­tent“ und „D.B.G.M.“ für „Deut­sches Bundes­gebrauchsmuster“.
  2. Den sehr ähn­lich aus­se­hen­den Faber-Castell 186600 kenne ich nicht.
  3. Diese Nasen sind übri­gens recht emp­find­lich, denn bereits nach ein­ma­li­gem Ent­fer­nen und Ein­set­zen des Ein­bau­spit­zers ist Weiß­bruch sicht­bar. (Natür­lich weiß ich, dass sie dafür nicht aus­ge­legt sind, denn nor­ma­ler­weise muss man den Spit­zer nicht her­aus­neh­men.)
  4. Bei die­sem kann man sogar den Minen­ein­lass ver­schlie­ßen.

Paperworld 2012 (3)

Eber­hard Faber, 1978 bis 2009 Teil von STAEDTLER und seit 2010 bei Faber-Castell, war auf der par­al­lel zur Paper­world statt­fin­den­den Crea­tive World vertreten.

Paperworld 2012 (3)

Neu­ig­kei­ten fie­len mir nicht auf, dafür aber der Umstand, dass sehr vie­les in China herge­stellt wird. – Für sein viel­fäl­ti­ges Pro­gramm bekannt ist Stan­dard­graph. Am Stand des im baye­ri­schen Gerets­ried ansäs­si­gen Unter­neh­mens zu sehen war ein Klas­si­ker im neuen (bes­ser: trans­pa­ren­ten) Gewand.

Paperworld 2012 (3)

Der ebenso ein­fa­che wie ele­gante Gedess-Minenspitzer besteht aus nur vier Tei­len und wurde bereits 1940 paten­tiert; ich freue mich, dass er nun in zwei Vari­an­ten erhält­lich ist.

Paperworld 2012 (3)

Der DUX DX4260 ist eine deko­ra­tiv erwei­terte Vari­ante des spar­sa­men und hier schon gezeig­ten DX4112 nach einem Vor­bild aus den 50er Jahren.

Paperworld 2012 (3)

Selbst­ver­ständ­lich war ich auch bei Brun­nen, habe ich doch immer wie­der Freude an den Pro­duk­ten die­ses Hau­ses. Im umfang­rei­chen und inter­es­san­ten Sor­ti­ment auf­ge­fal­len sind mir u. a. das A7-Notizbuch der „Kompagnon“-Reihe und die far­ben­fro­hen Radierer.

Paperworld 2012 (3)

Ein Besuch bei RUMOLD, dem tra­di­ti­ons­rei­chen Anbie­ter von Zei­chen­ge­rät und -zube­hör, stand eben­falls auf mei­nem Plan.

Paperworld 2012 (3)

Im Gespräch konnte ich eini­ges zu den Pro­duk­ten und ihrer Her­stel­lung erfah­ren, aber lei­der auch, dass die Lineale mit Zelluloid-Facette nicht mehr gefer­tigt wer­den (dar­un­ter die­ses kleine, aber feine Exem­plar). Es gibt jedoch noch Rest­be­stände in den Län­gen 10, 20 und 40 cm, die der Fach­han­del bestel­len kann. – Unten im Bild eine Tuchelle, die zudem in einer kali­brier­ten Aus­füh­rung ver­füg­bar ist.

Paperworld 2012 (3)

Der Auf­tritt von Möbius+Ruppert stand im Zei­chen des 90-jährigen Fir­men­ju­bi­lä­ums, und so gab es auch his­to­ri­sche Spit­zer zu bestaunen.

Paperworld 2012 (3)

Viele Spit­zer von M+R sind Klas­si­ker und immer noch in der gewohnt hohen Qua­li­tät zu ha­ben (die „Gra­nate“ dürfte jedem Bleistift-Liebhaber ver­traut sein).

Paperworld 2012 (3)

Neben den „Black Line“ wurde der Dosen­spit­zer M+R 950 in vier neuen Farb­kom­bi­na­tio­nen vor­ge­stellt. Letz­te­rer hat es mir beson­ders ange­tan, so dass er dem­nächst aus­führ­li­cher zu sehen sein wird.

Paperworld 2012 (3)

Am Stand von STAEDTLER auf der Crea­tive World zeigte ein über­di­men­sio­na­ler Block FIMO Soft einen Schwer­punkt des dies­jäh­ri­gen Auftritts.

Paperworld 2012 (3)

Neu im Sor­ti­ment ist ein FIMO-Set mit einem Kugel­schrei­ber und einem Füll­hal­ter ohne Schaft, die mit Phan­ta­sie und der Ofen­k­nete fer­tig­ge­stellt wer­den kön­nen. Was bekannte FIMO-Künstler dar­aus gemacht haben, zeig­ten einige Exem­plare, die man für einen guten Zweck ver­stei­gern wird.

Paperworld 2012 (3)

Als alter Bast­ler habe ich über den Kleb­stoff „100%“ von Pat­tex1 gestaunt.

Paperworld 2012 (3)

Einige Merk­male die­ses Kleb­stoffs zeigte ein hoh­les Ei, das mit die­sem über­zo­gen war: Man konnte es fal­len las­sen, ohne dass es zer­brach, und wenn man es ein­drückte, so hielt der Kle­ber die Bruch­stü­cke der Schale zusammen.

Paperworld 2012 (3)

Neues auch bei den Schreib­ge­rä­ten: Den vor drei Jah­ren vor­ge­stell­ten Blei­stift WOPEX gibt es jetzt in Schwarz sowie in je zwei Lila- und Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Pas­send zum schwar­zen WOPEX wer­den ein schwar­zer Spit­zer und ein eben­sol­cher Radie­rer angeboten.

Paperworld 2012 (3)

In kräf­ti­gen Far­ben prä­sen­tier­ten sich der Druck­blei­stift triplus 776 und die auf ihn abge­stimmten Minen­röhr­chen; zudem bekommt man den gra­phite 779 nun auch in drei Brauntönen.

Paperworld 2012 (3)

Das war’s für die­ses Jahr – die nächste Paper­world öff­net am 26. Januar 2013 ihre Pforten.

  1. STAEDTLER ist seit Okto­ber 2009 Ver­triebs­part­ner der Henkel-Marken Pritt, Ponal und Pat­tex.
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