Monatsarchiv für Oktober 2012

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Papier Plus

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Schnödes Universalpapier? Pah! Der Features fordernde User des 21. Jahrhunderts verlangt mehr.

Papier Plus

Ihm und damit auch mir dient die Deutsche Post ihr Multifunktionspapier an, das mir beim Einkauf von Verbrauchsmaterial nicht nur aufgrund seiner Verpackung sofort ins Auge fiel.

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Als Befürworter des bestimmungsgemäßen Gebrauchs habe ich umgehend nach dem Hin­weis auf die Eignung des Multifunktionspapiers für den von mir angestrebten Verwen­dungszweck gesucht:

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Doch leider hat dieser Hinweis gefehlt, und so musste ich auf den Kauf des Multifunktions­papiers verzichten. Schade! – Ich hoffe jetzt auf das „Performance Paper Extra Power” aus der noch einzuführenden „Office Pro”-Serie.

Gedess

Sonntag, 28. Oktober 2012

Wer schon einmal die Bleistiftmine an einem Stück Schleifpapier gespitzt hat, kennt die da­mit verbundenen Probleme. Da die Mine keine bestimmte Lage in Bezug auf die Reibfläche einnimmt, muss man die Mine während des Spitzens drehen, um eine gleichmäßige, d. h. konische Spitze zu erhalten. Dabei besteht die Gefahr, die Mine durch zu hohen Anpress­druck abzubrechen oder gar mit den Minenhalter auf die Reibfläche zu kommen und ihn zu beschädigen; hinzu kommt, dass der Abrieb Hände, Zeichnung und Arbeitsplatz verschmut­zen kann. Georges Dessonnaz aus Freiburg in der Schweiz hatte eine Idee, diese Probleme zu beseitigen, und reichte am 8. April 1939 seine Patentanmeldung beim Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum in Bern ein. Am 15. Mai 1940 wurde ihm das Patent № 2098701 für seinen „Schärfer für Bleistiftminen” erteilt.

Gedess

Der Anspruch aus dem deutschen Patent:

Schärfer für Bleistiftminen, bestehend aus einem im Querschnitt kreisrunden Behälter, in dessen oberer Wandung ein diametral durchbohrtes Kugelgelenk für die Aufnahme eines Bleistifts oder Minenhalters angeordnet ist und der in sei­nem Innern eine kegelige Reibfläche aufweist, deren Längsachse durch den Mittelpunkt des Kugelgelenks hindurchgeht, dadurch gekennzeichnet, daß er an dem Kugelgelenk (16) eine in das Innere des Behälters ragende, an ihrem freien Ende entsprechend der Bleistiftspitze kegelige, zum Führen des Stiftes dienen­de Hülse (15) und unten im Behälter einen in Richtung der Längsachse der kegeligen Reibfläche verlaufenden, fingerhutartigen, zum Führen des Stiftes während des Schärfens dienenden Kegel (12) aufweist2.

Gedess

Beide Ausführungsbeispiele der Patenschrift verdeutlichen die pfiffige Konstruktion: Die Stifthalterung (15) mit dem Kugelgelenk (16) wird bei abgeschraubtem Bodenstück (9) in das Oberteil (4) eingesetzt. Schraubt man das Bodenstück an, zwingt dessen Kegel (12) die Stifthalterung in eine Schräglage; in dieser Position verhindert die Auskragung (17) das Herausfallen der Stifthalterung. Zudem ist der Kegel so ausgeführt, dass er nur noch eine Kreisbewegung der Stifthalterung zulässt und damit die Mine am konischen Schleifring (13) entlangführt. Der Abrieb verbleibt dabei im Innern des Geräts.

Gedess

Die Zürcher Büroartikel-Handelsfirma Hermann Kuhn erwarb das Patent 1944, ließ den Mi­nenschärfer zunächst mit dunkelrotem, später mit grauem Oberteil herstellen3 und vertrieb ihn unter dem Namen „Gedess” (Georges Dessonnaz) weltweit. – Diese Ausführung war jedoch bereits eine vereinfachte, hatte sie doch nicht mehr den in der Patentzeichnung dargestellten Spitzer im Sockel, der die Mine des Bleistiftes vom Holz befreien sollte4.

Gedess

Das Gehäuse des Gedess von Kuhn besteht aus Polystyrol und das Bodenstück sowie die Stifthalterung aus Acrylnitrilbutadienstyrol (ABS). Der ebenso wie die Kunststoffteile im Spritzgussverfahren hergestellte eiserne Schleifring hat auf der Innenseite eine etwa 0,5 mm dicke, abrasive Schicht. – Die Herstellung der Kunststoffteile, des Ringes und der Be­schichtung besorgte je eine Firma; Kuhn übernahm die Montage, die Verpackung und den Versand.

Gedess

Die nur vier Teile sind so gestaltet, dass sie nur durch ein Gewinde zusammengehalten werden; dies sowie die Form- und Farbgebung machen den Gedess zu einem minimalis­tischen Utensil.

Gedess

Auch seine Kennzeichnung ist sehr zurückhaltend (der Schleifring und die Stifthalterung tra­gen keine).

Gedess

Der Gedess ist 65 mm hoch, hat unten einen Durchmesser von 62 mm und wiegt knapp 70 Gramm. Er eignet sich für Minen mit 2 mm und 3,15 mm Durchmesser und Minenhaltern bis 9 mm Dicke.

Gedess

Sein Gebrauch ist denkbar einfach und in der beiliegenden viersprachigen Gebrauchsanwei­sung beschrieben5. Auch auf das Zerlegen und den Einsatz des Gedess mit einem Holz­bleistift sowie auf die separate Verfügbarkeit aller Teile geht das Faltblatt ein.

Gedess

Hier mit dem Uchida 1-848-5100.

Das Gerät lässt sich leicht handhaben und bringt die Mine rasch in Form (das Spiel des Stifts in der Halterung gibt mir allerdings kein gutes Gefühl). Und wie ist das Spitzergebnis?

Gedess

Das ist eher ernüchternd, zeigen sich doch die Spuren der abrasiven Schicht des Schleif­rings sehr deutlich; auch ist eine Asymmetrie erkennbar6. Zum Vergleich das Spitzergebnis des Möbius+Ruppert 970:

Gedess

(Der Vergleich ist natürlich nicht ganz fair, arbeitet doch im M+R 970 ein Fräser aus einer Speziallegierung mit einer Vickershärte von über 9007; zudem bietet der 970 durch seine Bauform einen Spitzstopp und dem Stift durch die Aufnahmen für verschiedene Durch­messer einen besseren Halt.) Der Blick auf den Schleifring des Gedess liefert die Erklärung für die Spuren an der Minenspitze:

Gedess

Ich halte es für möglich, dass man bewusst eine gröbere Körnung gewählt hat, da sich diese nicht oder zumindest nicht so schnell zusetzt und vielleicht auch etwas langlebiger ist.

2011 hat die Standardgraph Zeichentechnik GmbH in Geretsried die Rechte am Gedess so­wie dessen Herstellung und Vertrieb übernommen8. Ich war neugierig und habe mir für gut 18 Euro9 ein aktuelles Modell gekauft.

Gedess

Mein erster Blick galt dem Schleifring, denn ich hoffte auf eine feinere Körnung. Beim Auf­schrauben überraschte mich jedoch zuerst ein schmirgelndes Geräusch.

Gedess

Im Gegensatz zum alten Schleifring ist der neue auf allen Seiten mit Schleifpartikeln be­deckt und kratzt daher auch am Bodenstück. Erschreckt hat mich allerdings die Verdickung am unteren Rand, von der ich befürchte, dass sie die Minenspitze abreißt, sollte die Mine soweit in das Gerät ragen.

Gedess

Dass der Schleifring meines Exemplars nur ungleichmäßig beschichtet ist und sich die Parti­kel teilweise ablösen, spielt dann auch keine Rolle mehr, denn ich werde das Gerät zurück­schicken. (Natürlich könnte es sich um einen Produktionsfehler handeln, aber ich möchte keinen zweiten Versuch wagen.)

Eine traurige Entwicklung von einer sehr guten Idee zu einem meiner Ansicht nach wenig überzeugenden Produkt. Umso kostbarer ist mir nun mein alter Gedess!

Gedess

  1. Deutschland: Nr. 723038, Frankreich: № 864506, USA: No. 2242458. – Alle Patente lassen sich beim Europäischen Patentamt einsehen.
  2. Ja, das ist wirklich nur ein einziger Satz.
  3. Quelle: Unbekannt – Vertraut. „Anonymes” Design im Schweizer Gebrauchsgerät seit 1920 (Ausstellungskatalog, Museum für Gestaltung Zürich, 1987) – Dieses Buch erwähnt auch, dass der Gedess durch seine an eine Raumkapsel erinnernde Form in den USA den Spitznamen „Apollo” hatte.
  4. Ob es die Variante mit integriertem Spitzer jemals im Handel gab, konnte ich nicht heraus­finden.
  5. Übrigens ist in dieser vom „Füllstift” die Rede; vermutlich ist das die im Deutschen der Schweiz übliche Bezeichnung für den Fallminenstift.
  6. Wie sagte eine Kollege so schön? „Ein Biber hätte es nicht besser machen können.”
  7. Zum Vergleich: Zahnschmelz – gut 500, Feldspat – etwa 800, Quarz – gut 1100.
  8. Neben der grauen Variante mit rotem Bodenstück und Stifthalterung (Art.-Nr. DX3260), die es bereits von Kuhn gab, hat man auf der Paperworld 2012 eine transparente Ausführung (Art.-Nr. DX3260T) gezeigt.
  9. Zum Vergleich: Der alte Gedess hat mich vor wenigen Jahren im Fachhandel 8 Euro gekostet.

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Mittwoch, 24. Oktober 2012

Von Praktikern für Praktiker: Ein Flyer für die Minenspitzdose 9601 von Möbius+Ruppert aus den 80er Jahren.

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Mir gefallen die Illustration und die schnörkellose Sprache, die den Nutzen des Geräts her­ausstellt und ganz ohne die heute oft lästigen Worthülsen auskommt.

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Danke an Herrn Fischer von Möbius+Ruppert für den Scan!

  1. Der 960 war der Vorgänger des 970 und deutlich größer als dieser.

Quintessenz

Samstag, 20. Oktober 2012

In den vergangenen Wochen habe ich fast ausschließlich Fallminenstifte benutzt. Dabei hat es mir der minimalistische Uchida 1-848-5100 besonders angetan.

Quintessenz

Der Uchida macht den Eindruck eines No-name-Produkts, trägt er doch weder Kennzeich­nungen noch herstellertypische Merkmale. Die konische Spitze und der zylindrische Korpus sind glatt und schmucklos, und die Eindrehungen am Druckknopf wirken nur auf den er­sten Blick wie eine Verzierung: Er sitzt so fest, dass man ihn, wäre er ebenfalls glatt, nur mit Mühe abziehen könnte. Auch der hemdentaschenfreundliche Clip ist schlicht und funk­tionell.

Quintessenz

Mine gespitzt mit dem uni DPS-600

Mit einem Leergewicht von knapp 24 g ist der 135 mm lange und 7 mm dicke Stift ver­gleichsweise schwer, denn bis auf den Kunststoff-Korpus besteht er aus Metall. Die Ver­arbeitung meines Exemplars ist gut, wenn auch nicht ohne Mängel, da das Gewinde im Korpus nicht exakt mittig ist. Diese Abweichung fällt jedoch kaum auf und beeinflusst die Gebrauchseigenschaften nicht.

Quintessenz

Da sich der Stift von hinten befüllen lässt, nimmt er 2-mm-Minen mit Zwingchen auf, die nicht herausfallen können. – Das Fehlen eines integrierten Spitzers bedaure ich nicht; se­parate Minenspitzer wie den uni DPS-600 oder den alten Faber-Castell Minfix 50/65 halte ich für wesentlich praktischer und sauberer.

Quintessenz

Mine STAEDTLER Mars carbon B mit dem Kunststoff-Zwingchen einer Mitsubishi/uni-Mine

Es ist eine Freude, den Uchida zu benutzen, denn er liegt gut in der Hand, lässt sich trotz des glatten Korpus gut halten, greift die Mine sicher und hat keine beim Schreiben klap­pernden Teile.

Quintessenz

Leider hat Uchida den Stift vor nicht allzu langer Zeit aus dem Sortiment genommen, doch bei manchen Versendern gibt es noch Restbestände. – Für meinen habe ich etwa 17 Euro bezahlt.

Quintessenz

Der Bleistift als Verb

Samstag, 20. Oktober 2012

Der Bleistift ist universell einsetzbar, im Englischen seit dem 17. Jahrhundert sogar als Verb, wie „How to make the numbers pencil” im Language Log darlegt.

Danke an Viola für den Hinweis!

Atoma

Sonntag, 14. Oktober 2012

„Lösung sucht Problem” war mein erster Gedanke, als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal vom Atoma-Konzept erfuhr. Mit Spiralblöcken, Ring- und Notizbüchern sah ich alle An­wendungsfälle abgedeckt und jeden Wunsch erfüllt. Seit knapp zwei Wochen jedoch be­nutze ich das Atoma-Notizbuch täglich und möchte es nicht mehr missen. Was hat mich umgestimmt?

Atoma

Kurz zur Technik: Das Herz des von der Papeterie Georges Mottat in Belgien erdachten und 1948 patentierten Systems sind eine Scheibe mit verdicktem Rand und eine etwa T-för­mige Lochung. Scheibe und Lochung halten formschlüssig ineinander, können aber auf­grund der Biegsamkeit des Papiers voneinerander gelöst und wieder verbunden sowie dank des Spiels gegeneinander bewegt werden.

Atoma

Diese Bindung hat mehrere Vorteile: Das Notizbuch bleibt aufgeschlagen flach liegen und lässt sich nicht nur leicht umblättern, sondern auch komplett umschlagen. Die Seiten lassen sich umheften, so dass man den Inhalt umorganisieren und auch unterschiedliche Lineatu­ren benutzen kann. Zudem ist es kompakt und (in der gezeigten Ausführung) preiswert.

Atoma

Als ich auf Bleistift einen Vergleich zwischen dem Atoma und dem Staples Arc gelesen und dabei von einer günstigen Bezugsquelle erfahren habe, musste ich zuschlagen und mir ein paar Atoma-Notizbücher bestellen.

Atoma

Die von der International School of Bruessels angebotene Auswahl des Atoma-Sortiments umfasst die A5-Variante in fünf Farben sowie passende Einlagen. Wie in der Unterneh­mens­geschichte zu lesen, war genau dieses Notizbuch mit dem wolkigen „Lyon”-Cover aus Karton das erste, das damals auf den Markt kam. Man bekommt also bei der IBS einen Klassiker, der obendrein mit 2,50 Euro pro Exemplar1 sehr günstig ist (Versandkosten fallen übrigens nicht an).

Atoma

Das in Belgien hergestellte Notizbuch hat 74 Blatt mit einem Gewicht von 90 g/m², Kunst­stoff-Scheiben in der Farbe des Karton-Einbands2 und abgerundete Ecken. Der Einband ist zurückhaltend und geschmackvoll bedruckt; die blau linierten Einlagen (Zeilenhöhe 8 mm) haben eine 30 mm breite Randspalte. Material und Verarbeitung sind ohne Mängel. – Das Papier ist nicht ganz so glatt und hält dem Radierer gut stand, was mir als Bleistiftnutzer sehr gut gefällt.

Atoma

Die Nachteile möchte ich jedoch nicht verschweigen. Bis jetzt habe ich außer Manufactum, deren Edel-Varianten mir zu teuer sind, keine Bezugsquelle für Atoma-Produkte in Deutsch­land gefunden. Hinzu kommt der mit über 100 Euro sehr hohe Preis für den Locher, der die Anfertigung selbstgestalteter Einlagen teuer macht. Auch für den Ein­satz z. B. als Kata­log eignet sich das System nur bedingt, denn dazu ist die Bindung nicht ausreichend dau­erhaft.

Atoma

Das Atoma-Patent ist 1998, also nach 50 Jahren, ausgelaufen, und so gibt es mit Aurora ADOC, Clairefontaine Clairing, ELBA vario-zipp, Levenger Circa, Rollabind und Staples Arc einige Alternativen. Ich bleibe aber lieber beim Original, erst recht dann, wenn es so schlicht und günstig ist.

Atoma

Mein Fazit: Das Atoma-Notizbuch ist eine feine Sache!

Nachtrag vom 15.10.12: Wie ich gerade von Atoma erfahren habe, kann man auch di­rekt dort bestellen.

Nachtrag vom 16.12.12: Ein weiterer Anbieter dieses Systems ist Myndology in den USA.

  1. Die Einlagen kosten 2 Euro pro 60 Blatt.
  2. Eine Ausnahme ist das gelbe, das schwarze Scheiben hat.

Backware

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Gestern abend an der Theke der „Glocken Bäckerei”1 in der örtlichen REWE-Filiale: Eine Fehlermeldung des Betriebssystems Microsoft Windows auf der dem Kunden zugewandten und meist Reklame wiedergebenden Anzeige.

BackShop.exe hat einen Fehler festgestellt und muss beendet werden.

Ich fand den Namen „Bäckerbrot” für das gerade entstandene Backwerk plötzlich gar nicht mehr so schlimm und habe mich mit der Verkäuferin gefreut, dass sich die Kassenschublade noch von Hand öffnen ließ. – Nebenbei: Warum man den beendet, der den Fehler festge­stellt, und nicht den, der ihn verursacht hat, ist sicher auch noch einen Gedanken wert.

  1. Ja, ohne Bindestrich.

Markenware

Montag, 8. Oktober 2012

Der holzgefasste Bleistift hat den Nachteil, beim Gebrauch kürzer zu werden und ab einer gewissen Länge nur noch mit einem Verlängerer komfortabel nutzbar zu sein. Diesem Übel­stand begegnete man schon früh mit Minenhaltern, deren nachfüllbare Minen mit Schiebe- und Drehmechanismen transportiert wurden1. Eine Neuerung bot der von dem Maschinen­bauingenieur Carl Schmid im Jahr 1929 erdachte Minenhalter2, an dessen Spitze ein Spann­futter sitzt3. Dieses wird durch Federkraft geschlossen und greift die Mine; der Druck auf den Knopf am Stiftende öffnet es, so dass die Mine in Schreibposition rutschen kann. Das wenige Jahre zuvor gegründete Unternehmen Caran d'Ache in Genf setzte Carl Schmids Erfindung um und brachte den Stift 1930 unter dem Namen „Fixpencil” auf den Markt.

Markenware

2005, also 75 Jahre nach seiner Markteinführung, erfuhr der „Fixpencil” eine Würdigung durch die Schweizerische Post – eine verdiente, ist doch seine Technik die am weitesten verbreitete für mechanische Bleistifte mit Minen ab 2 mm Durchmesser4 und in seiner ele­ganten Einfachheit bis heute unerreicht.

  1. Zwei ungewöhnliche Ausführungen zeigt das Buch „Blei­stifte, Farbstifte, farbige Kreiden und Pastellstifte, Aquarell­farben, Tusche und ihre Herstel­lung nach bewährten Verfahren” von August Buchwald (1904), zu sehen hier und hier.
  2. Quelle: Unbekannt – Vertraut. „Anonymes” Design im Schweizer Gebrauchsgerät seit 1920 (Ausstellungskatalog, Museum für Gestaltung Zürich, 1987).
  3. Spannfutter gab es bereits vorher, doch diese wurden mit einem zu schraubenden Überwurf geschlossen (wie z. B. beim Eberhard Faber 573 oder beim Staedtler Mars Lumograph 1019) und waren daher nicht so leicht zu handhaben.
  4. Und wer einen Feinminen-Druckbleistift zerlegt, findet in den meisten Fällen eine kleinere Vari­ante des im „Fixpencil” genutzten Spannfutters.
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