Monatsarchiv für Februar 2008

Stille Beobachter (1)

Sonntag, 24. Februar 2008

Schienenplatte auf einer als Zaunpfahl umfunktionierten Bahnschwelle

Um weiteren (Offline-)Fragen vorzubeugen: Das obige Bild zeigt eine Schienenplatte auf einer als Zaunpfahl umfunktionierten Bahnschwelle. Das Metallstück wirkt in meinen Augen wie ein Gesicht, was durch die Schatten an der Unterseite der Vierkantschrauben noch verstärkt wird.

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Fragen über Fragen

Sonntag, 10. Februar 2008

Dialogannahme in Eberstadt

Was ist denn eine Dialogannahme? Nimmt man sich dort meiner Dialoge an, die ich mal geführt habe und jetzt nicht mehr brauche? Oder müsste ich dazu eine Dialogabgabe aufsuchen? Was passiert dann mit meinen alten Dialogen, die ich dort abgebe? Manche Dialoge klingen mir doch sehr vertraut, so dass ich argwöhne, dass die entsorgten Dialoge auf geheimnisvolle Weise zurückgeschleust werden oder man gar die ollen Dinger in einem unbewachten Augenblick wieder untergejubelt bekommt. Oder gibt es vielleicht sogar eine Dialogausgabe, an der sich womöglich wildfremde Menschen meine Dialoge abholen können? Wer steckt dahinter? Und wo kümmert man sich eigentlich um meine Monologe?

Wundersame Welt der Waren (4)

Samstag, 9. Februar 2008

Als passionierter Verbraucher halte ich ständig Ausschau nach ungewöhnlichen Produkten und entdecke dabei immer wieder Bemerkenswertes, was einen zweiten Blick verdient (siehe hier, da und dort). Mein näheres Umfeld leidet unter weiß von meinen abseitigen Neigungen nicht ganz alltäglichen Interessen und gibt mir gelegentlich einen wertvollen Hinweis – so wie den auf einen Kaffee ungewöhnlichen Namens.

Als wäre das Kaffeetrinken nicht ohnehin schon eine recht angenehme Angelegenheit, so macht J. J. Darboven mit seinem Kaffee „Parodie” auf mich den Eindruck, als wollte man noch eins draufsetzen und den Unterhaltungswert dieser Tätigkeit steigern.

Kaffee Parodie

Zunächst klingt das ja irgendwie gut und weckt durch die klangliche Ähnlichkeit z. B. zu „Harmonie” positive Assoziationen, doch der Gedanke, eine Nachahmung – denn um eine solche handelt es sich ja bei der Parodie – erst in der Tasse und dann in mir zu haben, will mir nicht so recht behagen. Auch stehe ich einer Satire auf Kaffee trotz breit gefächertem Interesse und prinzipiellem Wohlwollen eher zurückhaltend gegenüber.

Doch ich bin sehr neugierig auf die „sanfte Mischung aus naturmilden Bohnen” (so ein Werbetext), in der laut der Darboven-Website 135 Jahre umfassende Kaffee-Erfahrung steckt, und setze den Kaffeevollautomaten durch einen entschlossenen Knopfdruck in Betrieb. Nach mehreren interessanten Geräuschen läuft die frisch gemahlene und ebenso gebrühte „Parodie” aus der Maschine in meinen Becher von Wächtersbach. (Nein, das ist keine Schleichwerbung, weil a. mich Wächtersbach nicht dafür bezahlt und b. dieser Artikel aus der „Asia”-Reihe schon lange nicht mehr erhältlich ist.)

Becher aus der 'Asia'-Reihe von Wächtersbach

Der positive Eindruck beim Blick auf den dunklen Trank täuscht nicht: Die „Parodie” ist gar keine, sondern richtiger Kaffee, der prima aussieht und gut schmeckt, so dass ich den mit „Kaffee (schwarz)” beschrifteten Knopf des Automaten gleich noch einmal betätige und mich auf die nächste Tasse freue.

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Buntbüro

Freitag, 8. Februar 2008

Wenn auch nicht knallbunt, so doch wenigstens zweifarbig – und das zudem in stark kontrastierendem Rot und Blau – geht es zu, wenn der Bürofarbstift von Koh-I-Noor Hardtmuth zum Einsatz kommt.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift

Der zweigeteilte Stift mit hexagonalem Querschnitt, einer Länge von 175 mm und einer Dicke von 7 mm (also den für Blei- und Buntstifte typischen Abmessungen) trägt die Aufschrift »KOH-I-NOOR HARDTMUTH AG „Bürofarbstift” 62 SM« und in einer Art Logo »Austria«. Die für die Bezeichnung des Stifts genutzte fette Serifenschrift erinnert dabei an alte Tage, was durch den goldfarbenen Folienprägedruck noch verstärkt wird. Warum der Name des Stifts in Anführungszeichen gesetzt wurde, wird wohl ein Geheimnis des Herstellers bleiben. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man sich damit auf die all­tagssprachliche Bezeichnung bezog oder eine solche schaffen wollte.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift

Die stabilen Minen des Bürofarbstifts, die auch bei etwas stärkerem Druck nicht abbrechen, gleiten ohne zu kratzen über das Papier. Seine gut aufeinander abgestimmten Farben, die hier nicht ganz korrekt wiedergegeben werden, empfinde ich als ansprechend. Sie lassen sich auch vergleichsweise ordentlich radieren, und so hinterlassen gute Radierer wie z. B. der Schaumradierer von Pilot und der Läufer PLAST-0140 nur äußerst geringe Spuren.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift - rot   KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift - blau

Das Holz des Stifts ist von hoher Qualität – ein hochwertiger Spitzer (hier: die „Granate” von Möbius+Ruppert) trägt das Material sehr sauber ab und hinterlässt eine glatte Schnittfläche. Bei genauem Blick auf das blaue Ende nach dem Spitzen erkennt man eine dünne rote Schicht unter der blauen, was vermuten lässt, dass der Stift zunächst komplett rot und danach halb blau lackiert wurde.

KOH-I-NOOR HARDTMUTH Bürofarbstift mit Messing-Anspitzer „Granate”

Für den täglichen Gebrauch bevorzuge ich zwar Druckfarbstifte wie die Color Eno von Pilot oder die noch etwas besseren von uni/Mitsubishi, doch der Griff zum Bürofarbstift ist eine angenehme Abwechslung.

Er ist offiziell nicht mehr im Handel erhältlich, da sein österreichischer Hersteller von gut zehn Jahren in Konkurs ging; der neue Anbieter hat jedoch unter der Art.-Nr. 3423 einen ähnlichen Artikel im Programm (siehe Seite B22 im aktuellen Katalog). Restbestände des Bürofarbstifts sind aber hier und da noch anzutreffen.

Basteln mit dem Lexikaliker (2)

Sonntag, 3. Februar 2008

Als sehr großer Freund von Bleistiften und praktischen Dingen möchte ich heute beides nutzbringend kombinieren. Wie schon beim USB-Nilpferd sind auch hier weder spezielles Werkzeug noch besonderes Fachwissen erforderlich, und die benötigten Teile – eine hölzerne Wäscheklammer und ein holzgefasster Bleistift – sollten sich in jedem Haushalt finden lassen. Für dieses Beispiel verwende ich einen Palomino HB von California Republic, den ich mit einem Langkonus-Spitzer von KUM in Form gebracht habe.

Teile für den Wäscheklammer-Bleistift

Die benötigten Teile

Die Umsetzung ist wieder schnell und einfach: Wir entfernen die eine Hälfte der Klammer und stecken an deren Position den Bleistift – fertig. Tipp: Kleine Kerben im Bleistift an den Stellen, wo ihn die Feder hält, verbessern seinen Sitz.

Fertiger Wäscheklammer-Bleistift

Der fertige Wäscheklammer-Bleistift

Dieser Wäscheklammer-Bleistift lässt sich bequem an der Brusttasche anbringen, ohne dass er das Innere der Tasche zersticht oder beim Bücken herausfällt, und hält ebenso sicher an einem Notizblock.

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Was bedeutet …

Samstag, 2. Februar 2008

… eigentlich „Lexikaliker”?

Lexikalikers Lexikothek

Dieses Kunstwort findet sich wohl kaum in einem Lexikon, doch der Griff zu einem solchen führt bereits in die richtige Richtung. Ein guter Freund, der zonebattler aus Fürth, hat mich aufgrund meines überaus großen Interesses an Nachschlagewerken unterschiedlichster Art einst als „Lexikaliker” bezeichnet. Diese bemerkenswerte Wortschöpfung, mit der ich mich gerne schmücke, kam mir spontan in den Sinn, als ich einen Namen für meine kleine Ecke im weltumspannenden Abenteuerspielplatz gesucht habe.


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